Beiträge von Elmoneri

    Hallo und willkommen,

    also zu den mikroskopischen Eigenschaften kann ich nichts sagen, aber ansonsten würde ich den schon als G. cyanescens ansprechen (weil ich ja auch G. lacteus nicht kenne und bisher auch nicht wusste, dass es den geben soll, "lacteus" hätte was mit Milch zu tun, was?). Meine Funde waren immer auf moränen Hügeln, was man Esker zu nennen pflegt, bei Kiefer, Fichte und Birke - habe mir da nie einen Kopf gemacht, wer davon Symbiont ist. Mir hat immer das Blauen ("cyanescens" kornblumenblauend) gereicht.


    LG, Bernd

    Hallo kruenta

    Das Problem an der Sache ist ja, das es mittlerweile mehrere Arten des Kornblumenröhrling, im weitesten Sinne, gibt.

    Unter Anderem spielt auch das Vorhandsein bzw. das Fehlen des sogenannten Pseudoringes bei der Bestimmung eine Rolle.


    Grüsse Andre

    Servus Zusammen,

    ich bin der Neue 😄und möchte mich zunächst mal kurz vorstellen. Mein Name ist André Meinel, bin 50Jahre und wohne im Vogtland (Sachsen). Ich bin Hobbypilzler und beschäftige mich seit paar Jahren etwas näher mit der Materie.

    Einige von Euch werden mich aus diversen Pilzforen kennen und ich hab auch schon paar bekannte "Gesichter" 😉entdeckt da ich gelegentlich als Besucher hier mal reingeschnuppert hab.

    Nun zum eigentlichen Thema.

    Ich hab letzte Woche eine Kollektion Gyroporus cyanescens s.l. gefunden. Standort Vogtland, Wiese, Wegrand, sauerer Boden bei Birken auf c.a. 620m.

    Die Huthaut würde ich eher als filzig bezeichnen anstatt schuppig (schuppig eher Richtung Hutrand). Der Stiel ist relativ hell (heller als der Hut jedenfalls) ohne auffallenden Pseudoring im oberen Stielbereich (zumindest bei dem Exemplar mit Schnittbild) . Ich weis jetzt nicht ob man die Wulst oberhalb der Stielbasis bei dem kompletten FK als Pseudoring bezeichnen kann. Bei drei weiteren FK die ich nicht fotografiert habe ware diese Wulst oberhalb der Stielbasis ebenfalls zu erkennen. Man muss aber dazu sagen das die Stiele bei fast allen Fk auffällig kurz waren.

    Das Fleisch blaute sehr schnell und kräftig.

    In einem internationalen Boletenforum war jemand der festen Überzeugung es handele sich um G. lacteus was aber dem Gyroporusschlüssel von Tricholomopsis von 2018 etwas widerspricht da wie gesagt Birke der Mykorrhizapartner ist und es waren auch keine weiteren relevanten Bäume in der Nähe (nur noch Fichte). Es sei denn es gibt mittlerweile neue Erkenntnisse. Daraufhin hat mir freundlicher Weise hilmgridd einen FK mikroskopiert, danke nochmal dafür.

    Das Stiel - Hut - Verhältnis beträgt 0,6 bei dem zu mikroskopierenden FK (ist übrigens der komplette FK auf den Fotos). Die Sporenmasse sind 8,5 - 10 x 4 - 6

    Der Sporenquotient = 1,9.

    Würde mich über Euere Meinungen freuen


    Grüsse Andre