Moin Antimon,
Ja definitiv die Methode Wanderurlaub
. Am besten aber ein paar in der Nähe raussuchen und die mal übers Jahr über durchkämmen. Bin aber auch oft einfach drauf los.
Man muß auch den gleichen Wald bei, bzw. nach unterschiedlichem Wetter versuchen.
Was die Böden angeht, vom jeweiligen Bundesland gibts Bodenkarten im Netz, ist ne gute Sache.
Möglichst die meisten heimischen Bäume kennenlernen ist wichtig, was drumrum wächst auch.
GPS und Co. kann man machen.
Prinzipiell immer gut sind direkt an Naturschutzgebiete angrenzende Wälder, die betreten werden dürfen.
Nicht unter Naturschutz stehende Moorgebiete ebenfalls.
Gewässer, Bachläufe, auch im Sommer ausgetrocknete, auch ne gute Ecke.
Möglicherweise bei hügeligen Gebieten nach Norden oder Osten abfallende Hänge, da weniger Sonne und möglicherweise mehr Feuchtigkeit, das meinte mal ein Sammler zu mir.
Manchmal ists wohl auch so, das an manchen Stellen ein Jahr gut ist, das nächste, absolut nix, wie bei nem Obstbaum, mal gut, mal nicht.
Manche Arten sind problematisch wenn sie an giftigen Bäumen wachsen.
Jede Region hat da so ihre Eigenheiten, die nur sagen wir mal 50 km um den Wohnort drumrum zu erkunden reicht für viele Jahre.
Dringend zu empfehlen meiner Meinung nach, eine FSME Impfung bezüglich Zecken, auch in nicht Risikogebieten.
Naja und wenns mal keine Pilze gibt, Haselnüsse und Walnüsse sind auch immer ne willkommene Sache.
Zu nah an Äckern, lieber nicht (Pestizide). Zu nah an vielbefahrenen Straßen auch nicht.
Alte, auch frei gegebene alte Bundeswehrstandorte NoGo, mitunter gefährlich und belastete Böden, ebenso alte Industriestandorte und rund um aktive. Alte Bergbaugebiete ebenfalls mit Vorsicht zu genießen, vor allem wenn problematische Dinge abgebaut wurden, wie in Teilen Sachsens Uran. Dazu noch die eingesetzte Maschinerie, auch wenn sie weg ist, was da möglicherweise alles in die Böden gesickert ist weiß man nie. In den Heidegebieten in Norddeutschland zusätzlich zur Bundeswehr und NVA und Armeen zuvor auch noch reichlich Standorte wo lange nach Öl gebohrt wurde und viel Zeug in den Boden gelaufen ist, viele Flächen mit Gruben wo giftige Bohrschlämme "entsorgt" wurden. Dann noch die Rückstände von Tschernobyl. Dazu gibts detaillierte Karten, wo die Belastung wie hoch war und ist. Naturschutzgebiete sind absolut tabu! Im direkten Umkreis von AKW´s würd ichs auch lassen, ganz dicht ist keines davon, gilt auch für die abgeschalteten. Also im Prinzip gehört auch eine gewisse Kenntnis der Geschichte der Region mit dazu.
Also ein unglaublich tiefgründiges Thema. Hochinteressant. Nicht nur für die Küche, auch für die Gesundheit, allein der Bewegung im Wald wegen, gut gegen Stress und allerlei anderes.
Ich mache das jetzt etwa zwei Jahre etwas intensiver und kratze was all das angeht immer noch eher an der Oberfläche. Aber es kommt mit der Zeit, das dauert eben, ne große Eiche braucht mitunter hunderte Jahre
.
LG
Daniel
