Beiträge von KaMaMa

    Hallo nochmal,


    so - ich habe als mit einer feinen Pinzette von der gewaschen, möglichst sauberen Oberfläche kleine Stückchen abgezupft und in einen Wassertropfen abgelegt.

    Deckglas drauf.

    Bis 50x war für mich in Wasser nix zu erkennen, deshalb habe ich Kongorot zugesetzt, um die Zellwände zu färben und Immersionsöl draufgegeben, um das 100er nutzen zu können.

    Die folgenden Fotos sind immer mindestens mit dem 50er (Bilder 12, 14, 17, 21 - könnte man als Übersicht ev. durchgehen lassen, drei weitere, schwächer vergrößerte Bilder im Anhang ohne Nummerierung) oder dem 100er Objektiv (restliche Bilder) aufgenommen. 10x Okulare, mit Smartphone aufgezeichnet, wobei die digitale Nachvergrößerung (mind 3x, um die Vignettierung loszuwerden) schwankt. Einen Okularmaßstab habe ich leider nicht.


    Was ich gefunden habe:


    Das wahrsfchienlich interessanteste zuerst.

    1) mitten im sehr dichten Hyphengewurstel waren Objekte zu finden, die ich als ornamentierte, elliptische Sporen einordnen würde:

    Bild 9


    Bild 10


    Manchmal auch in Gruppen zu vieren dicht beieinander

    Bild 11


    Ansonsten jede Mende dünner Hyphen

    Bild 12


    Aus der Oberfläche ragen (nach dem Quetschen) auch seltsame Zellen heraus.

    Wenige, geschwollene Ballon-Hyphen:

    Bild 13


    Mehrere, hakenförmige Zellen (mit Doppelballon)

    Bild 14


    Bild 15


    Zellabschnürungen (Konidien??)

    Bild 16


    Und dickwandige (bräunliche), komplexe Objekte, die ich nicht zuordnen kann:

    Bild 17


    Vergrößert:

    Bild 18


    Bild 19


    Bild 20


    Einen zweiten Objektträger hatte ich mit Lugol (wegen der vermeintlichen Ornamente) eingefärbt.

    Dieser Sporentyp war hier aber leider nicht zu finden.

    Stattdessen waren in einem Zipfel jede Menge rundlicher Sporen (?) zu sehen.

    Die meisten davon waren aber mitten in den Hyphen und für mich schwierig mit dem Mikroskop abzubilden.

    Bild 21 (Lugol)


    Bild 22 (Lugol)


    Bild 23 (Lugol)


    Vielleicht kann man damit ein bisschen was anfangen?

    Björn, hast du vielleicht eine Rat oder Kommentar?

    Was sind denn das für bräunliche Dinger (Bilder 17-20)?

    Ich denke, die Sporen helfen weiter - mit der nötigen Erfahrung...


    LG, Martin

    Naja,


    das mit dem Sporenabwurf hatte ich mirganz naiv anders vorgestellt!

    1) Ein drittels Pilzhütchen liefert weniger Sporen als erhofft und

    2) die wenigen Pilzsporen sich gar nicht so trivial zusammenzuschieben. Stattdessen habe ich sie wohl platt gemacht.

    War also nix. ==Gnolm23


    Ich probier's heute nacht nochmal, diesmal mit allen Hutfragmenten.

    Jetzt habe ich doch noch eine Frage zu Tricholoma, das sind doch die Erd-Ritterlingsverwandten?

    Bei Tricholoma, lese ich, hätter "more or less emarginate gills".

    Wenn ich mir die zugehörige Grafik in "Fungi of T.E." ansehe, bedeudet dies doch, dass die Lamellenbreite in radialer Richtung einen Sattelpunkt oder einen Wendepunkt besitzt und die Lamellen am Stiel über eine deutliche Breite angewachsen sind.

    Passt das zu den Fotos oben (4+5)? ==Gnolm11

    Ich hätte gedacht, dass die Lamellen den Stiel gerade so ein bissle ( = "adnexed gills"?) oder gar nicht berühren ( = "free gills").

     

    Details aus Bild 5


    LG, Martin

    Hallo Pilzpic,


    der Sporenabwurf läuft bereits. Ein Drittels Hut liegt auf schwarzer Unterlage (Hochglanzprospekt) übernacht.

    Sollte so gehen oder?


    LG, Martin

    Hallo,


    ich bin heute am Waldrand am Fuß einer Buche (aber andere Baumarten waren nicht weit entfernt, wie Hasel, Fichte, Apfel, Kirsche, Eiche, ...) über zwei hübsche kleine Pilze gestolpert.

    Einen habe ich mitgenommen, um u.a. mal einen Lamellenschnitt zu probieren.

    Was ich da gefunden habe, interessiert mich natürlich auch, aber ich scheitere bei der Zuordnung.


    Bild 1


    Bild 2 Schuppiger grauer Hut mit Riss :gfreuen:


    Bild 3 nochmal von oben


    Bild 4 dunkle Sporen an Lamellenkante (?)


    Bild 5 Lamellen berühren den Stiel nicht, kein Ring


    Verfärbt hat sich der Pilz beim Längsschnitt nicht. Wenn überhaupt wurde er langsam ein wenig grau.


    Erst mal in Wasser und noch ungequetscht mirkoskopiert:

    Bild 6 viersporige Basidien


    Dann gequetscht und in Kongorot:

    Bild 6 unseptierte Sporen, dickwandig - wenn ich das richtig interpretiere


    Bild 7 Was sieht man hier in Basidie und Sporen? Tröpfchen, Organellen, ...??


    Bild 8


    Bild 9


    Lugol hab ich auch probiert, ohne was auffälliges zu entdecken, wie Sporenornamente.


    Ist das vielleicht ein Risspilzvertreter (Inocybe)?


    LG, Martin

    Hallo,


    war heute nochmal vor Ort. Den Pilz gibt es tatsächlich noch, wenngleich knapp 2 Wochen gealtert.


    Frisch vor Ort fühlt sich der Pilz tatsächlich wächsern an, grade so, als ob man ihm formen könnte.

    Ich habe mit den Fingern ein wenig ausgehoben und mitgenommen.

    Zuhause angekommen ist er bereits etwas angetrockenet und neigt eher zu krümeln.


    Ich habe mich an einem "Dünnschnitt" versucht, was sich als nicht so einfach herausgestellt hat. :gneutral:

    Erst ein Schnitt parallel zu Oberfläche, um Material vom Erde und Moos zu trennen, dann senkrecht durch den Hobelspan mit doppelt gehaltenen Rasierklingen.

    (Längs-septierte) Basidien konnte ich leider keine finden, nicht einmal Sporen.

    Vielleicht habe ich auch an der falschen Stelle geschnitten / gesucht. :gkopfkratz:

    Hingegen glaube ich, Schnallen gesehen zu haben (Bild 8), was dann gegen Sebacina sprechen würde, der soll ja keine haben.

    Das in Bild 8 ist doch eine Schnalle, oder?

    Bild 8 (in Kongorot)


    Ich probier's bei Gelegenheit nochmal mit dieser Mikroskop-Analyse, im Moment bin ich davon genervt!

    Nicht so einfach für einen fachfremden Dilettanten.


    LG, Martin

    Hallo liebe Pilzverständige,


    neulich (Anfang Oktober) habe ich am Waldrand (Laubbäume) neben einigen übermoosten Apfelbäumen auf nackter Erde weiße Pilzkrusten beobachtet.

    Der Boden war stellenweise damit übersäht (Bild1).


    Bild 1 Fundstelle 1


    Bei näherer Betrachtung ließen sich die Krusten in besonders großer Dichte an den Baumfüßen finden (Bild 2+3)


    Bild 2 Fundstelle 2


    Bild 3 Fundstelle 3


    Ein paar Detailbilder:


    Bild 4



    Bild 5


    Bild 6


    Bild 7


    Holzzersetzer würde ich meinen, aber auf dem Boden, an den Wurzeln?

    Kann jemand vielleicht weiterhelfen, bitte, und verraten, was ich entdeckt habe?


    LG, Martin

    Nachtrag:


    Trapelia-Arten reagieren lt. Literatur teils C-, teils C+ rot im Lager. Deshalb bin ich heute nochmal mit dem Smartphone bewaffnet schnell vor Ort gewesen zum Hypochlorid-Tröpfeln.

    Ergebnis:

    Bild 8 Blick auf C-Tropfen, nur punktuelle Rotfärbung


    Bild 9 Tropfen abgewischt: Apothecien rot


    Offenbar färben sich hier die Apothecien rot, die Lageroberfläche dagegen wird nur transparent und die Grünalgen schimmern durch => "Lager C-".

    Trapelia coarctata reagiert aber C+ rot im Lager. Trapelia cf. coarctata ist also wohl raus, obwohl sie morphologisch gut passen könnte (der schwarze Lagerrand macht mir Kopfzerbrechen)!

    LG, Martin

    Hallo zusammen,


    mit folgender Beobachtung (im Mai 21) stehe ich etwas auf dem Schlauch.

    Es handelt sich um großflächige, weißliche-beige Krustenflechten mit auffälligen, zerfransten und sehr hell berandeten Apothecien sowie einem breiten schwarzen Hof.


    Fundsituation

    Bild 1


    So sieht die Flechte aus: Die Flechte hat einen hellen, beigen Thallus und dunkle Apothecien (Bild 2).

    Der schwarze Hof annähernd gleicher Breite findet sich überall bei diesen Flechten und sollte man für einen Vorthallus halten können.

    Bild 2


    Bei genauerer Betrachtung erweist sich der Vorthallus als sehr dick und auffällig strukturiert.

    :

    Bild 3


    Die jungen Apothecien auf dem hellen Thallus besitzen einen ausgeprägten, fransigen und sehr hellen Rand.

    Dem schwarzen Randbereich sitzen teilweise weiße Knubbel auf. Eine andere Flechte?

    Bild 4


    Der Übergang zwischen beigen Thallus und schwarzem Vorthallus wirkt meist recht abrupt, stellenweise ist er aber relativ weich (Bild 5).

    Apothecien auf dem Vorthallus? Gib es so was?

    Bild 5


    Die Apothecien liegen in diversen Entwicklungsstadien vor:

    reif und geöffnet <=> sich entfaltend <=> frühes Stadium (Hymenium vorhanden) <=> ganz frühes Stadium auf schwärzlichem Thallus?


    Bild 6: größerer Ausschnitt


    Bild 7


    Durch die Apothecien mit dem zerklüfteten Rand auf dem hellbeigen Thallus wirkt die Flechte für mich wie Trapelia cf. coarctata; der dt. Name "Weißrand-Trapelie" würde sogar gut mit dem sehr hellen Rand der jungen Apothecien zusammenpassen.

    Was ist der konzentrisch angeordnete schwarze Hof? Der Vorthallus? Ein Vorthallus mit Apothecien?? :gskeptisch:

    Oder bildet ein schwarze Thallus nach der Apothecienbildung eine sehr starke Bereifung aus? Hab ich bisher jedenfalls so noch nie beobachtet. :gneutral:

    Weiß jemand hierzu etwas?


    LG, Martin

    Die weißliche Fläche im Bild 3 halte ich für eine Flechte, keine Ahnung welche.

    Ich glaube mich zu erinnern, dass dar Ast abgestorben war. Vielleicht gehört das weißliche Zeug in den anderen Fotos um die Pilze zu den Pilzen?

    Die grünen Beläge würde ich als Algen deuten.

    Die Borkenoberfläche sieht man wahrscheinlich nirgends in den Fotos, was die Zuordnung zu einer Baumart sicher nicht erleichtert...


    LG, Martin

    Hallo Bernd,


    ich will dir natürlich nicht widersprechen, das steht mir gar nicht zu - bitte nicht falsch verstehen.

    Ich kann nicht entscheiden, welcher der beiden Pilze wirklich gefunden wurde, deswegen frage ich ja hier nach, und danke dir für deinen berechtigten Einwand!


    Auf jeden Fall scheint es doch ein Pilz der Gattung Encoelia zu sein?


    LG, Martin

    Hallo Bernd,


    ich sehe deine Mitteilung erst jetzt.


    Ich hatte parallel im Netz nach Encoelia furfuracea gesucht und mehrere Quellen mit Fotos , die exakt die gleichen flaumigen Außenseiten zeigen, gefunden. Die Pilze in deinem Link wirken für mich irgendwie anders...


    Am Waldrand wuchs auf jeden Fall eine Menge Hasel, und ich dachte auch den Pilz auf einem Haselast gefunden zu haben. Ich kann das aber natürlich nicht in diesem zeitliche Abstand beschwören.


    Im "Fungi of Temperate Europe" steht "...mainly in Spring but also present during mild winters". Ich habe das Datum der Aufnahmen überprüft und es war Mai. Jetzt kann man sich natürlich streiten, ob das noch Frühling ist oder schon Sommer - ich hatte mich an warme Temperaturen erinnert = Sommer. Kalendarisch war's noch Frühling. Insofern ist das Argument vielleicht sogar entkräftet?


    LG, Martin

    Hallo zusammen,


    ich möchte noch einen auffälliger Fund vom letzten Sommer am Waldrand (verm. an Hasel) von den Profis prüfen lassen:


    Bild 1


    Bild 2


    Ich vermute, dieses sind die jungen Fruchtkörperchen (ein Stückchen weiter am gleichen Ast gefunden) dazu:

    Bild 3


    Ich hatte einen davon abgedreht und zuhause eingeweicht.

    Der Pilz fühlte sich durchfeuchtet lederartig/gummiartig an.

    So sah er nass aus:

    Bild 4 glatte "Innenseite", Hymenium?


    Bild 5 weiße "Außenseite"


    Ich würde in den Dingern Hasel-Kleibecherlinge (Encoelia furfuracea) oder ähnliches vermuten.

    Stimmt das?


    LG, Martin

    Hallo,


    mit Flechten ist gerade nicht viel los, aber ich stoße immer wieder auf interessante Pilze.

    Einer davon wuchs recht malerisch an einem alten, vergammelten Ast am Wegesrand.

    Welches Holz? Kann ich leider nicht sagen, in diesem Laubwald kommt relativ viel Auswahl (Buche, Ahorn, ...) in Frage.

    Die Wuchsform variiert von trichterförmig bis flach aufliegend.

    Die Unterseite wirkt seltsam faserig, die Aufnahme (Bild 3) ist nicht gut gelungen, ich hätte wahrscheinlich einen der Fruchtkörper abreißen und umdrehen müssen.

    Ich denke / hoffe aber, dass der Pilz für den Verständigen relativ leicht zuordenbar ist.


    Bild 1


    Bild 2


    Bild 3


    Bild 4


    Welcher Pilz mag das sein?

    Kann jemand helfen?


    LG, Martin

    Hallo,


    nochmal was wegen des Geruchs des Pilzes: Der Geruch wird mal als stark und süß-sauer, wie "butyric acid" (Butan- oder Buttersäure) beschrieben (in "Fungi of Temperate Europe"), andernmals als fruchtig, wie in Wikipedia unter dem Eintrag Essigsäurepentylester: "Weithin duftende Amylacetate entstehen auch beim pilzlichen Abbau von Apfelbaumholz durch den angeblich seltenen Weißfäuleerreger Sarcodontia setosa (= S. crocea)."


    Das erklärt wohl auch die angenehme Geruchs-Erinnerung bei dir, Bernd!


    LG, Martin