Beiträge von KaMaMa

    Hallo Bernd und Pablo, ( kruenta, Beorn)


    ich war heute nochmal bei den Harzporlingen und habe mir die mittlerweile gealterten Fruchtkörper nochmal angesehen, um die Streitfrage bezüglich Bild 4, nämlich, ob sich hier zufällig zwei Pilzfruktifikationen berühren, oder ob es sich bei dem pileaten und bei dem resupinaten Teil um den gleichen Pilz handelt, zu klären.


    Der Pilz von Bild 4, heute nochmal abgelichtet:

    Bild 4N


    Ein zweiter Fruchtkörper, unmittelbar rechts daneben, ist deshalb interessant, weil er die Frage, hoffe ich, abschließend beantwortet:

    Der resupinate Teil wird über die gesamte Breite von Hüten eingerahmt - und als Bonus gibt es sogar einen Hut, der sich unten mitten aus dem resupinaten Teil erhebt (etwas schlapp hängend zwar, naja).


    Schöner kann man es nicht sehen, der resupinate Anteil gehört zum selben Pilz!


    LG, Martin

    Hallo Bernd,


    ich muss schon sagen: tolle Gegend, in der du da lebst!

    Was du doch immer für interessante Sachen findest und zeigen kannst!


    LG, Martin


    P.S.:

    So hübsche Cladonien großzügig zu ignorieren, sagt schon was aus über die Funddichte da!

    Da muss ich jetzt doch mal grummeln! ==Gnolm21

    Hallo Bernd,


    nur nebenbei - was ist denn das ganz rechts auf deinem ersten Bild?

    Ist das nicht einen Peltigera mit Apothecien?

    Das ist dann aber wohl eine andere Art, als die Peltigera weiter links im Bild, um die es hier geht, oder?

    Hast du von der vielleicht auch ein größeres Bild gemacht, das uns zeigen möchtest?


    Die braunfrüchtigen Cladonien in Bild 4 dazwischen finde ich auch Klasse!


    LG, Martin

    Hallo,

    Peter ( Wurzelpeter), und Bernd ( kruenta) !


    heute bin ich wieder einmal über eine Phlycis argena mit "Waben" gestoßen.

    Dieses Mal habe ich sie herausgeschnitten und mitgenommen, um sie mal unter die Lupe zu legen.

    Die Buche möge mir die kleine Rindenwunde verzeihen!

    Bild 1


    Wie man erkennen kann, hattet ihr Recht: Unter der Lupe sieht das Ganze tatsächlich wie ein verlassenes Gelege von Faltern aus, das teilweise von der Flechte überwachsen wurde.

    Man könnte sich jetzt die Frage stellen, was zuerst da war, die Flechte oder das Gelege?

    Wenn es sich um Flechtenbären handeln sollte, wäre die Flechte wohl als erstes da gewesen und hätte den Befall prächtig überlebt. g:-)

    Bild 2


    Bild 3


    In einem der verlassenen Eihüllen befindet sich eine tote Milbe oder ein leeres Milbenhemd.

    Bild 4

    Hallo,


    das kann ich jetzt nachvollziehen: Hepialus steht wohl für Wurzelbohrer, und wenn der Name dieser Falter Programm ist, leben die Larven wohl unterirdisch - während der Weidenbohrer eigentlich eher im Holz lebt und nur schwer unter die Erde finden sollte.


    LG, Martin

    Hallo zusammen!


    Ich würde gerne noch einen Porling zeigen, den ich diese Woche versucht habe zu bestimmen.


    Gefunden habe ich ihn letzte Wochenende am Rand eines Douglasienhains im Mischwald, direkt neben einem Trichaptum-Fund.

    Zuerst fielen mir viele schneeweiße Initiale an einem liegenden Stamm auf, die unterhalb der Stammmitte Hütchen auszubilden schienen:

    Bild 1


    Auf dem Baumstamm lag ein kleines Ästchen mit Mini-Zapfen, das Ästchen ist vermutlich vom gleichen Pilz überzogen.

    Die Oberseite ist weiß-filzig...

    Bild 2


    ...die Unterseite zeigt ein bräunliches bis crèmefarbenes, wirres Porenmuster.

    Bild 3


    Zuhause unter der Lupe sehen die Poren sehr flauschig aus und besitzen eine Dichte von etwa 1-2/mm:

    Bild 4 Poren teilweise zahnartig; Porendichte 1-2/mm


    Der Pilz wurde hutseitig angefeuchtet und zum Abwurf auf einem Objektträger platziert.

    Bild 5 Poren nach Anfeuchten


    Die ellipsoiden Sporen haben die Maße von 5,4-6,0-6,6 x 2,7-3,0-3,3 µm²

    Bild 6 Sporen


    Der Pilz besitzt Lamprozystiden, Schnallen konnte ich keine finden.

    Bild 7a

    Bild 7b


    Bild 8 dickwandige Skeletthyphen


    Bild 9 Schnallenlose Septen


    Bild 10 Stark verzweigte Hyphenenden


    Was könnte hier für eine weißer Holzzersetzer vorliegen?

    Irpex lacteus könnte vielleicht passen, er soll zwar Laubhölzer bevorzugen, aber auch auf Douglasie vorkommen!

    Die Zapfen sprechen deutlich für Nadelholz!


    LG, Martin

    Hallo,


    da ich am letzten Wochenende einiges gefunden und mittlerweile versucht habe zu bestimmen, würde ich mich freuen, wenn jemand über meine Bestimmungen d'rüberschaut und eventuell kommentiert, ob ich richtig liege.


    An einem Fichtenast (?), der 0,5-1m über dem Boden lag, waren braune Porlinge mit schmal ausgebildeten, weiß-filzigen Hutoberseiten zu finden.

    Zuhause angefreuchtet, war eine deutliche Violettfärbung zu auszumachen.

    Der Sporenabwurf lieferte zudem genug Material, um die Sporenmaße zu vermessen: 6,7-7,0-7,3 x 3,0-3,2-3,4 µm²

    Die Sporen sind glatt, hyalin und dicklich-bohnenförmig.


    Ich würde hier Trichaptum cf. abietinum vermuten.

    Könnte das stimmen?


    LG, Martin


    Bilder:

    Bild 1


    Bild 2


    Bild 3


    Bild 4


    Bild 5


    Bild 6 Querschnitt


    Bild 7 Sporen

    Hallo Porlingsfreunde!


    Letztes Wochenende an einem Stapel Kirschholz im Wald gefunden:

    Weinrot-rotbraun zonierte, dünne, hellfleischige Porlinge mit braunen "Lamellen", respektive lamellenartigen Poren, Porenbreite um 2 / mm.

    Ich glaube, man muss trotz der Form hier Poren sagen...

    Sporenabwurf sehr ergiebig, Farbe fast weiß.

    Sopren glatt, inamyloid, Maße 6,8-7,5-8,2 x 1,9-2,0-2,1 µm² (N=15)

    Das sollte dann Daedaleopsis tricolor sein, eine Dreifarbige Tramete.


    Vielleicht hat jemand Lust, meine Fundzuordnung zu bestätigen oder zu korrigieren?

    Danke schon mal im Vorraus für euer Interesse!


    LG, Martin


    Bilder:

    Bild 1


    Bild 2


    Bild 3

    Hallo Luca,


    tolle Funde, die auch ein scharfes Auge verlangen! :gbravo:


    Weiß man etwas darüber, ob, und wenn ja, auf welche Opfer der Pilz spezialisiert ist?

    Oder befällt er diverse Raupen und Engerlinge von allen möglichen Insektenordnungen?


    LG, Martin


    Ok, hab was dazu gefunden: offenbar gelten die insekten-befallenden Arten als sehr wirtstreu.

    Hallo Kirsten,


    vielen Dank für deine Bestätigung!

    Das war das erste Mal, dass ich solch schöne Fraßspuren auf einem Rindenpilz gesehen habe.

    Von Krustenflechten kenne ich Schneckenfraß. Der sieht dort aber anders aus, ist nicht so deutlich erkennbar. Deshalb hatte ich ursprünglich eine geschlossene Fraßfläche erwartet und kein verschwenderisches Lückenmuster. :gverstanden:


    LG, Martin

    Hallo Kirsten Eta ,


    darf ich dich vielleicht um deine Meinung zu den Bildern 15a/b oben bitten? Du kennst sich doch mit Schecken aus.

    Durch Vergleiche im WWW bin ich mittlerweile der Meinung, es handelt sich bei den Mustern auf dem Rindenpilzhymenium um Spuren von Schneckenfraß. Kann das vielleicht die Ursache sein? :grolleyes:


    LG, Martin

    Hallo,


    den Hainich kenne ich leider (noch) nicht, aber:


    Wir waren letztes, verlängertes Wochenende für drei Tage auf der Schwäbischen Alb.

    Jeden einzelnen Tag (!) sind wir nicht dort angekommen, wohin wir eigentlich geplant hatten hinzugehen.

    War aber völlig egal. Es war trotzdem und gerade deshalb jedesmal schön, weil es Neues zu beobachten und zu erleben gab!

    Das sind ja häufig gerade das die schönsten Erlebnisse, die sich etwas spontan ergeben und nicht durchgeplant werden! :gzwinkern:


    LG, Martin

    Hallo Murph,


    eigentlich bin ich mir sehr sicher, dass es sich um diese Pflanze (Grüne Nieswurz) handelt, da die Ähnlichkeit zu der hier bei uns häufigen Stinkenden Nieswurz unübersehbar ist.

    Ich war so frei und habe eine Bestimmung anhand deines eingestellten Fotos mit einer meiner Lieblings-Apps (Flora Incognita) gemacht und siehe da, hier ist sie, die Bestätigung:

    Weil ich die Pflanze von Bildschirm abfotografiert habe, sind die erzeugten Fotos natürlich arg verpixelt, aber so ging es am schnellsten.

    Natürlich ist kann die Bestimmung nicht besser als die Fotos werden, deshalb waren 3 Bilder nötig, ehe der Bestimmungsvorschlag kommt.


    Wenn ich die unverpixelte Originaldatei - inklusive dir, Murph - verwende ist die Bestimmung nach nur diesem einen Bild eindeutig (100% Übereinstimmung):

    Super Sache!

    Die kostenlose App der Uni Ilmenau kann ich wirklich empfehlen.

    Man hat sie immer dabei, sie braucht kleinen Platz und wenn man Netz hat, kann man die Pflanzen direkt vor Ort bestimmen.

    Ansonsten halt nachträglich mit den Fotos, die man gemacht hat.


    Ich hoffe, es gibt eine Schwierigkeiten wegen des Einstellens der Bildschirmkopien hier. :grolleyes::grotwerd:

    Da die Bestimmungs-App nicht kommerziell ist, würde ich das nicht als Werbung betrachten.

    Außerdem werden die gesammelten Daten auch wissenschaftlich ausgewertet, so dass man auch einen kleinen Beitrag an der Datenerfassung für die Uni leistet.


    Hier noch die Stinkende Nieswurz zum Vergleich, die hier im Spätwinter blüht:


    LG, Martin

    Hallo Ulla,


    super! Ich hatte ja schon erwartet, dass du richtig liegst mit deiner Vermutung!


    Vielen Dank für deine Hilfe und Korrektur! ==Gnolm8


    LG, Martin

    Hallo Murph!


    Dochdoch! Die erwähnten Nieswurzen (Helleborus) sind im Westen Deutschlands heimisch. Die Stinkende eben mehr im Südwesten (BW) und die Grüne sollte etwas weiter nördlich vorkommen etwa RP, SL, NRW etc. Vielleicht lebst du ja in dieser Gegend?


    Du kannst ja mal auf Wikipedia nachgucken;

    dort gibt's auch eine Verbreitungskarte zu Helleborus und Text und Fotos.


    LG, Martin

    Hallo Murph,


    ist das eine Grüne Nieswurz, die du uns zeigst?

    Hier bei uns im Süden kenne ich nur die Stinkende Nieswurz, die eher geschlossene, fast röhrenförmige Blütenblätter besitzt und keine so schön geöffnete Blüte zeigt.

    Hübsch!


    LG, Martin

    Gud'n Morgng!


    Heute morgen musste ich sofort mal prüfen, ob Stiele vorhanden sind, oder nicht.


    Um es abzukürzen: Ein ganz entschiedenes jain!

    Es handelt sich um sich stetig verjüngende Sporocarpien, also gleiche Oberfläche und Färbung. Man könnte das als Stiel betrachten. Jedenfalls sitzen die Fruchtkörper nicht flächig auf dem Substrat auf.


    Bild N1


    Die Stiele von T.decipiens var. decipiens sind im Buch (Geib) länger, eher schwärzlich und werden als runzelig beschrieben.


    Aber vielleicht hat dem Pilzchen mein Mikrosopiertisch zum Entwickeln nicht gefallen und er hat die Entwicklung eingestellt. (Ich hatte mich nicht draufgesetzt, Tuppie!) Mehr als ein Trocknen und Umfärben/Abdunkeln konnte ich nicht feststellen.

    Gestern habe ich dann probiert, ob sich im Inneren Sporen entwickelt haben. Das war dann auch der Fall. Aber von alleine hben sich die FK nicht geöffnet. Da musste ich nachhelfen. Die Peridien sind erstaunlich stabil.


    LG, Martin

    Hallo Ulla,


    vielen Dank für deine wunderbar erklärenden Worte!

    Ich will morgen versuchen, zu sehen, ob Stiele, so kurz sie auch sein mögen, vorhanden sind, oder ob nicht.

    Bestimmt liegst du mit deiner Vermutung richtig.

    Ich bin schon gespannt, was sich ergeben wird.


    LG, Martin

    Hallo!


    Die letzten Tage habe ich einen Schleimpilz ausgebrütet.

    Leider kann ich mit nicht mehr erinnern, auf welchem Substrat genau ich ihn fand. Ich werde alt!


    Jedenfalls ist der Schleimpilz nachgereift, und anhand der Mikroskopaufnahmen denke ich, einen Schleimer der Gattung Trichia gefunden zu haben.

    Die Sporangien sitzen dicht gepresst und ohne erkennbaren Stil auf dem Substrat (weißfaules Holz unbekannter Herkunft) auf.

    Die Peridie glitzert kristallin, ist ockerfarben mit braun/violetten Flecken.

    Auch die Sporen sind ockerfarben.

    Unter dem Mikroskop lassen sich etwa 5µm breite, spitz zulaufende Elateren (heißt das so?) mit spiraliger Struktur beobachten .

    Die etwas beulig-runden Sporen messen um 11-12 µm im Durchmesser.


    Ich würde auf Trichia contorta tippen.

    Was meint ihr dazu?


    LG, Martin


    Bild 1 Fundzustand, noch feucht


    Bild 2 getrocknet und gereift


    Bild 3 geöffnente Sporangien


    Bild 4 etwas näher


    Bild 5 Sporen und Elateren


    Bild 6 noch mehr Sporen

    Hallo,


    diese Gallen und andere hatte ich auch schon - und nicht nur auf (Eichen)blättern.

    Manche Gallen lösen sich vom Blatt und fallen dann herab, z.B. ins Moos unter dem Baum oder am Baumstamm.

    Deswegen war ich schon mal ganz aufgeregt, weil ich dachte, was Tolles im Moos gefunden zu haben.


    Leider waren es "nur" Gallen, aber sehr hübsche!


    LG, Martin