Hallo Wolfgang,
danke trotzdem!
Also scheinbar nichts ganz triviales...
LG, Martin
Hallo Wolfgang,
danke trotzdem!
Also scheinbar nichts ganz triviales...
LG, Martin
Vielleicht gibt es hier Feinschmecker-Schnecken die nur die Lamellen abschlecken?
LG, Martin
Hallo Chris,
ich bin platt!
Kann man so viele ungewöhnliche Pilzarten innerhalb eines Jahres finden und dann auch noch mit derartig schönen Fruchtkörpern?
Ich bin immer froh, etwas Neues zu finden, aber das sind dann meist irgendwelche zerrupfte Schlappen in unansehlichem Ambiente.
Die Gestaltung und die Qualität der Fotos sind herrausragend und grenzen an Perfektion!
Vielen Dank für das Zeigen dieser deiner Schätze!
![]()
LG, Martin
Hallo Marcel,
dieses Detail ist mir tatsächlich auch aufgefallen und ich hatte es bis jetzt erfolgreich verdrängt!
Die Lamellen sollten herablaufend sein, bei meinem Fund sind sie ausgebuchtet angewachsen und ein kleines Zähnchen läuft am Stiel ein bissi-bissile herunter.
Und wenn es sogar Nebelkappen ohne Lamellen gibt... ![]()
Was kann ich machen - ich warte auf Erleuchtung und arbeite an meiner Hemimycena weiter...
LG, Martin
Tja,
jetzt heißte es abwarten, ob vielleicht noch eine Koryphäen-Antwort kommt. ![]()
Der Abend ist noch jung...
LG, Martin
Hallo Thorwulf,
du sprichst genau mein Problem an: In der Literatur steht, dass der Pilz tränenförmige Sporen hätte.
Allerdings habe ich in Wikipedia (Kriegelsteiner/Gminder, GPBW, Band 3, zitierend) gelesen, dass die Pilzart Sporen auch mit elliptischer Form haben kann:
"Die glatten, elliptisch bis tropfenförmigen Sporen sind 5,5–7,5 µm lang und 3,5–4,5 µm breit."
Das hätte ich gerne bestätigt oder einen anderen Vorschlag zur Pilzgattung/-art, weil ich sonst immer "tropfenformig" lese.
Der zweite unklare Punkt ist die Inkrustation:
Ich würde darunter in erster Linie inkrustierte Hyphen verstehen, glaube allerdings, dass die Mykologen auch Farbpigmente (also in nicht gelöster Form) in der Matrix zwischen den Hyphen als Inkrustination durchgehen lassen und das intraparietale Inkrustation nennen - wenn ich das richtig verstanden habe.
(Das Thema nicht erkannte Inkrustation hatte ich vor Kurzem auch bei meiner Anfrage zu C. vibecina)
Unter dem Stichwort Inkrustation ist in meinem Dörfelt leider nichts zu finden.
LG, Martin
Hallo zusammen!
Gestern sammelte ich einen übersteckt aufgespannten, breit trichterförmigem, mittig schwach gebuckelten Pilz aus der Laubstreu unter Eichen und Rotbuchen auf.
Der Hut ist wachsartig und glatt, schwach hygrophan und zeigt eine bräunliche Färbung.
Der Hutrand ist etwas nach unten eingrollt.
Die Huthaut reagiert nicht mit Farbänderung, insbes. nicht braun mit KOH (20%).
Die cremefarbenen, dicht stehenden Lamellen sind ausgebuchtet angewachsen und laufen ein kleines bisschen am Stiel herab (Lupe nötig).
Die Lamellen sind restlos vom Hut abschiebbar!
Der fasrige Stiel ist hell, weiß überfasert und dunkelt bei Druck ab.
Die Sporen sind farblos, breit elliptisch und inamyloid.
Zystiden sind nicht vorhanden.
Ich sehe eine Infundibulicybe: Die Sporenmaße liegen bei 6-9 x 4,0-4,5 µm und würde in diese Gattung passen.
Allein die Sporen werden als tropfenförmig beschrieben, was ich nicht sehe!
I. gibba oder I. splendoides kämen für mich in die engere Auswahl.
Da ich keine Inkrustationen in den Hyphen der Huthaut finde, tendiere ich zur zeitgenannten Art.
Die Farbe (Farbpartikel) scheint mehr in der weichen Matrix zwischen den Hyphen zu liegen.
Was meint ihr dazu?
LG, Martin
Bilder:
Bild 1 Fundpilz
Der hellere Fleck in der Mitte geht mit vermutlich trockenerer, weißlicher Trama einher, während der Hutrand mit dunklerem, feuchteremTrama unterwachsen ist.
Bild 2 Querschnitt durch Hut (Kunstlicht!)
Das Stielfleisch ist weißlich im Hut und oberen Stiel, im unteren Stiel und in der knollig verdickten Stielbasis hingegen bräunlich.
Bild 3 Stielbasis im Querschnitt
Bild 4 Lamellenansatz (abgerissen)
Bild 5 Sporen in Wasser (Bildersammlung, nicht maßstabgetreu zusammengefügt) / Bildeinsatz: Basidie mit Sporen in Melzers: Sporen inamyloid
Bild 6 Huthaut gequetscht - Hyphen ohne (farbige) Inkrustationen
Hallo 'Tuehli!
Pilt' natürli' ri'tig ohne '!
![]()
Danke dir für Ri'tig'tellung!
Klingt aber viiiel netter mit viele ''.
![]()
LG, Martin
Hallo Prophe,
zu dem Pilz kann ich leider nichts sagen, außer dass ich glaube, er ist schwierig zu bestimmen.
Fange lieber mit einfacher erkennbaren Arten an!
LG, Martin
Hallo Urs-Peter,
L. magnispora hat einen flockigen Stiel mit gelblichen Farben im unteren Stielbereich.
Insbesondere vermisse ich die gelblich-braune Farbe am Stiel.
(Große Sporen wären natürlich auch ein Indiz.)
Eventuell passt ja L. clypseolaria hier besser.
Vergleiche doch hiermit.
LG, Martin
Hallo UPS,
eine übersehene Anfrage?
Ich versuche mal:
Bei den gleichmäßig grauen Stielen, den bräunlichen und randlich heller werdenden, speckig glänzenden Hüten mit geriffelten Rändern würde ich mit Clitocybe vibecina vergleichen.
Der lebt gerne in der Nadelstreu.
LG, Martin
Hallo Jörg,
vielen Dank für die Korrektur bei dem Ritterlingen.
Mittlerweile habe ich noch gefunden, dass T. portentosum gelbliche Flecken am Stiel habe, det Stiel im Lauf der Zeit gelblich-grünlich werde und auch der Hut solche Farbnuancen aufweise. Das haben die Fundpilze sicher nicht!
Da bin ich erstaunt, welche Variabilität die Erdritterlinge haben können, selbst, wenn sie kreuz und quer durcheinander stehen,: von fast weiß bis fast schwarz! Interessant.
LG, Martin
Hallo Bernd,
Dank für deine Aufmunterung!
Wie gesagt, ich will dort nochmal suchen gehen.
Der Herbst dauert ja noch eine Weile.
LG, Martin
Hallo!
Eigentlich wollte ich gerne mal Erdzungen finden, weshalb ich den Ehrenfriedhof aufgesucht habe, da er aus großen parkähnlichen Flächen (tatsächlich Massengräber aus dem 2.Weltkrieg) besteht.
Ich hoffte, am Rand der Anlage vielleicht was Interessantes über dem moosigen Grund zu entdecken.
Erdzungen konnte ich leider nicht finde, dafür einige andere Herbstpilze, unter einer Rotbuche Unmengen von Ritterlingen.
Einige Impressionen von gestern:
Bild 1 Tiefstehende Spätherbstsonne
Bild 2a Keine Erdzungen? Ellerlinge!
Bild 2b Ellerlinge (Cuphophyllus cf. virgineus) - offenbar eine geschützte Art!
Für die Saftlinge komme ich eindeutig zu spät!
Vermutlich standen hier einst mehr als die beiden Alten:
Bild 3a Würde ich für einen reichlich alten Schwärzenden Saftling (Hygrocybe conica) halten
Bild 3b Schwärzende Saftlinge bereits durchgeschwärzt
Bild 4 Rundgang
Bild 5a Totgeweihte Birken, heimgesucht von Hallimasch
Bild 5b Hallimasch-Büschel
Bild 5c Vermutlich A. mellea - ohne Stielschuppen, langer Stiel
Bild 6 Ein Sonnenmoment
Bild 7a Träuschling ohne Pfefferduft und ohne Ring am Stiel, also ev. Stropharia cyanea
Bild 7b Grünlich-gelbliche Stropharia cyanea
Bild 8 Immergrüne Bäume
Ein einsames, vorwitziges Lorchelchen zwischen Wegerich, das sich mir als H. elastica vorgestellt hat:
Bild 9a Kleine Lorchel mit großen Sporen (18,0-20,0 x 12,5-13,5 µm)
Bild 9b Elastische Lorchel, H. elastica, möchte ich vermuten
Die Bäume sind beeindruckend.
Bild 10 Zwei Rotbuchen am Rande der Anlage, ein Heer von Ritterlingen im Laub
Bild 11 Pilz-Polonaise mit unterschiedlichen Ritterlingen, ich vermute mindestens zwei Arten
Bild 12a Vielleicht Tricholoma portentosum, der Schwarzfaserige Ritterling mit sehr dunklen, filzigen Hüten
Bild 12b Aufgeschirmte Gruppe und jugendlicher Riese, noch mit Käppi
Bild 12c
Bild 13a Bräunliche, radialschuppige Ritterlinge mit welligen Lamellenkanten (T. cf. terreum)
Bild 14a Weitere, sehr helle Ritterlinge mit ebenso welligen Lamellen und radialfasigem Hut - wirkt dennoch anders!
Bild 14b Unbekannte, helle Ritterlinge
Bild 14 Wehmütiger Blick zurück
Ein fast sonnenloser, trüber Herbstnachmittag in Nieselregen auf dem Friedhof...
Man wird gleich ganz schwermütig, wenn man an die vielen tausend Schicksale hier denkt.
Ich kehre bestimmt bald wieder.
Sicher gibt es hier Erdzungen.
Irgendwann entdecke auch ich welche.
LG, Martin
Hallo Raphael,
vielen Dank für deine Anmerkungen!
Ich war nur nicht sicher, ob ich nur Dreck auf der Huthaut sehe, oder eventuell doch geringe Inkrustationen der Hyphen. Sicher muss ich die Objektivlinse wieder mal reinigen!
Bei der Sache mit dem Stiel hat du natürlich vollkommen Recht!
Ich dachte mir das gleiche, aber halt erst, nachdem ich darüber gelesen hatte.
Im Idealfall findet man große Gruppen von Fruchtkörpern der gleichen Art.
Dann tut es nicht weh, mehrere unzuwerfen, mitzunehmen, durchzuschneiden und/oder liegen zu lassen.
Ich versuchte, nicht zu sehr störend einzugreifen, entnehme wider besseres Wissen meist nur einen FK und lasse den Rest unangetastet.
Ich bin schon froh, das ich die Gattung bestimmt bekam, und so dicht bei dem ev. richtigen Pilz gelandet zu sein, ist ja nicht schlecht bei einem Erstfund!
LG, Martin
Hallo Andy! CH-Andy
Es bleibt schwierig...
Die wichtigen Fragen, die sich stellen sind:
# Geruch mehlartig oder nicht?
Hier bin ich unentschieden, meine Nase ist nicht gut geschult.
Ich weiß nur, er riecht sicher nicht nach Anis.
Im Schlüssel für nordamerikanische Trichterlingsarten, in welchem beide Arten (C. metachroa und vibecina) mitbehandelt werden, komme ich bei der Wahl von mehligem Geruch zu C.vibecina, bei nicht mehligem Geruch zu C.metachroa.
Beide Arten sind damit wohl in der engsten Auswahl.
In anderen Textstellen wird der Geruch von C. vibecina als ranzig-mehlig beschrieben, der von C. metachroa als säuerlich fruchtig.
# HDS-Hyphen inkrustiert?
Ich entdecke keine Inkrustationen auf den Hyphen (C. vibecina), aber auch nicht zwischen den Hyphen ("intraparietal" bei C. metachroa).
Aber vielleicht erkenne ich die Inkrustinationen auch nur nicht.
# HDS gelatinisiert?
Ebenso wie die Lamellen erscheint mir auch die Huthaut gelatinisiert, was ev. besser zu C. vibecina passt.
Gelatinisierte Huthaut finde ich einige Male bei C. vibecina erwähnt.
Der fettig/speckig wirkende Hut wird als charakteristisch für C. vibecina erwähnt.
# Habitat?
Beide Arten tendieren mehr zu Nadelstreu als zu Laubstreu, aber man kann beide überall finden.
C. vibecina neigt aber wohl mehr zu Nadelstreu als C. metachroa.
In direkter Nähe zum Fundort waren nur Laubbäume.
# Aussehen:
Der weiß überfaserte Stiel ohne dunklere Basis passt auch besser zu C. vibecina (C. metachroa: "Dunkelfüßiger Trichterling").
Die dunkeren Stellen in Bild 3 und 12 kommen vom Anfassen.
Der sehr wellige, durchscheinende Hutrand spricht für mich für C. vibecina.
Wenn ich das WWW durchsuche, finde ich keine Abbildungen von C. metachroa mit derartig welligen Huträndern.
Bei C. vibecina hingegen sehr oft genau so und der wellige Rand wird sogar als charakteristisch für C. vibecina angegeben!
Die gewellten Hutränder werden bei C. vibecina in einer der deutschen Bezeichnungen verewigt ("Geriefter Mehltrichterling").
Ich lege den Pilz vorerst als C. cf. vibecina ab, wenn niemand Einspruch erhebt.
Vielleicht ist es aber auch ein anderer Trichterling - sie sind sich schon verdammt ähnlich! ![]()
LG, Martin
Hallo Andy,
vielen Dank für den Tipp!
Ich schaue morgen den genannten Pilz (C. metachroa) an und werde vergleichen.
LG, Martin
Hallo!
Das folgende milchkaffee-braune bis mausgraue Pilzchen sucht noch einen Namen.
Ich könnte mir hier vorstellen, eine Clitocybe, ev. Clitocybe vibacina gefunden zu haben.
Vorstellung:
Unter eine Rotbuche am Rande eines Waldweges wuchsen in der Streu zwischen Schopftintlingen und Ritterlingen einige unscheinbar graubraune Pilzchen mit stark geriffeltem Hutrand.
Hut 4,5 cm Durchmesser, 6-7 cm hoch, Stiel 6-7 mm dick.
Huthaut, Lamellen und Stiel haben in etwa die gleiche Farbe - von weißlichen Verfärbungen durch Trocknung abgesehen.
Der Fruchtkörper ist sehr filligran, die Huthaut ist hygrophan und durchscheinend dünn, ist etwas klebrig.
Die Lamellen sind untermischt und am Stiel verrundet angewachsen, nicht wirklich herablaufend.
Die Stielbasis ist etwas verdickt, wie bei einer Lauchzwiebel.
(Der Stiel ist von dicken Raupen zerfressen und hohl.)
Der Geruch könnte mehlartig sein, wobei ich beim ersten Prüfen Chlor zu riechen meinte - ich bin mir nicht sicher.
Bild 1 Fundstelle am Wegrand
Bild 2 Dieser Pilz war Freiwilliger und kam zur näheren Untersuchung mit
Bild 3 Weitere Fruchtkörper der gleichen Art; diverse Streupartikel haften dem Basismyzel an.
Bild 4 Die Lamellen sind am Stiel eher abgerundet als herablaufend angeheftet
Bild 5 Der Hutrand ist wellig und durchscheinend dünn (Blick auf Oberseite)
Bild 6 Die Huthaut ist membrandünn (Blick auf Hymenium)
Bild 7 Der Stiel wirkt weißlich überfasert, tatsächlich ist er hygrophan! Bei Berührung dunkelt er ab.
Bild 8 Auch der Hut ist stark hygrophan
Die Lamelle wirkt durch eine gelartige Substanz verklebt, dadurch etwas störrisch beim Zerdrücken.
Sporen sind kaum zu finden, der Fruchtkörper ist über seine beste Zeit hinaus.
Die Hyphen in Lamellen und HDS besitzen Schnallen.
Die Sporen sind hyalin, breit elliptisch und messen 6,2-7,5 x 4,0 µm; sie sind inamyloid und nicht dextrinoid.
Zystiden habe ich nicht gefunden.
Bild 9 Sporen auf verklebten Hymenium
Ich hatte schon kurzzeitig an eine Arrhenia geglaubt, aber beim Schlüsseln gelange ich zu Clitocybe, dann weiter zu C. vibecina.
Clitocybe vibecina könnte makroskopisch passen.
Allerdings sollten bei diesem Pilz laut FoTE die Huthyphen inkrustiert sein!
Das kann ich nicht feststellen - die Hyphen erscheinen mir in dieser Hinsicht unauffällig.
Die Hyphen der Huthaut haben eine Dicke von bis zu 12 µm.
Bild 10 Die HDS-Hyphen sind nicht inkrustiert. Die Hyphen haben eine Dicke von bis zu 12 µm.
Bild 11 HDS mit Schnallen und ohne Inkrustation
Was meint ihr denn dazu:
Welcher Pilz könnte es denn sein?
Stimmt wenigstens die Gattung Clitocybe?
LG, Martin
Bild 12 Pilz in Kunstlicht
Hallo Marcel,
aus Interesse habe ich mir den neuen K&W zugelegt.
Die knappen aber guten einleitenden Kapitel wurden um ein kurzen Text zu lichenicolen Pilzen erweitert.
Die Gattungsbezeichnungen (Caloplaca-Sippen, Scytinium, Lecanora-Sippen, etc.) wurden aktualisiert und im Buch wurden einige weitere Flechten aufgenommen.
Da es sich um eine Neuauflage handelt, ist der Textinhalt im Wesentlichen identisch geblieben und natürlich sehr informativ und gut.
Dir 3.Auflage ist ein paar cm höher und breiter.
Der Schriftsatz ist (etwa) gleich groß geblieben, das Zeilenabstand wurde dafür größer, zweispaltiger Blocksatz wurde eingeführt, wodurch das Auffinden der einzelnen Absätze (= Flechten) auf den Seiten schwieriger wird.
Einige Bilder wurden vergrößert, andere verkleinert - teilweise so klein, dass darauf man kaum mehr was erkennt (z.B. Piccolia ochrophora).
Das mag der realen Flechtengröße zwar näher kommen, ist der Erkennbarkeit aber nicht hilfreich.
Das Buch ist wie der Vorgänger in Lebensräume (z.B. freistehende Bäume, Bergwälder, Saure Böden, ...) einteilt, was das Auffinden von Flechten durch Blättern erleichtern mag.
Im Vorgänger waren die Lebensräume am Schnitt farblich markiert und leicht aufzufinden.
Dieses Merkmal wurde bei der neuen Auflage fallengelassen, was ich schade finde.
Auch die zugehörige Lebensraumeinteilung mit Seitenangeabe im Umschlag wurde weggelassen.
Die Erweiterung auf mehr Flechten ist sicher gutzuheißen, alle anderen Änderungen finde ich unnötig.
Sie machen das Buch keinesfalls besser, eher im Gegenteil - aber das ist sicher Geschmackssache.
Die ältere Ausgabe ist im wohl bekannten, gut sortieren Fachhandel ("M.-S.") noch erhältlich und günstiger als die neue Auflage.
LG, Martin
2. Auflage:
3. Auflage:
Einbände:
Hallo Bernd,
was hältst du denn z.B. von P. hymenina? ![]()
Die Unterseite, zumindest der Apothecien auf den Fotos, wirkt rosa/ocker, die Ränder salatartig aufgebogen.
Sie kommt im Moos über z.B. Schiefer vor, wie ich lese.
Jetzt muss Marcel erst mal genauer die Eigenschaften herausarbeiten und prüfen!
LG, Martin
Hallo Marcel,
der Verdächtige ist als Peltigera überführt!
Du musst jetzt die die Unterseite genau anschauen, dazu möglichst weit bis zur Thallusmitte von Moos etc. vorsichtig freizupfen.
Hier Rhizinien (Länge, Farbe, Form) und Adern (Farbe, Verteilung, ...) prüfen.
Natürlich auch die Oberseite kontrollieren: feucht gibt sie einen Hinweis auf die Algenpartner (dunkel/grau Cyanos; grün Grünalgen) und trocken auf Filz mit der Lupe prüfen.
Hat die Flechte Sorale oder Isidien?
Apothecien hat sie jedenfalls, das kann man auf den Fotos erkennen.
Probier doch mal den italienischen Online-Schlüssel aus.
Der Schlüssel gibt dir vor, was du prüfen musst.
LG, Martin
Hallo Maria,
da du nach Online-Schlüsseln gefragt hattest, möchte ein eine Seite im Internet erwähnen, die ich in letzter Zeit immer mehr liebgewinne.
Die Bestimmungsschlüssel-Sammlung für Flechten des Dryades-Projektes der Uni Triest bietet eine Vielzahl von Online-Schlüsseln zu diversen Flechtengattungen für in Italien vorkommende Flechten an.
Sehr viele der Flechten kommen auch in unseren Breiten vor, weshalb die auf Englisch verfassten Schlüssel häufig funktionieren.
Es gibt auch einige Übersichtsschlüssel unter dem Punkt "Local floras (complete)", um gattungsübergreifend zu schlüsseln.
Hat man sich aber erst zu einer Flechtenart durchgeschlüsselt, gelangt man zu einer Seite mit einer umfassenden Beschreibung der Flechtenart und häufig einer Vielzahl an makroskopischen und mikroskopischen Fotos, die alles Wichtige zu Flechtenart dokumentieren: Thallus- und Hymeniumaufbau, Farbreaktionen, mikroskopische Strukturgrößen, Asci, Sporen, ... häufig alles, was man sich nur wünschen kann!
Die Betreiber haben sich Mühe gemacht, scheinbar alles Wesentliche auch von anderen Flechtenseiten zusammenzutragen.
Man stößt teils auf Abbildungen, die man auch schon von anderen Flechtenseiten kennt (Felix Schumm, Jacques Haine, ...).
LG, Martin
Hallo Christine,
kann gut sein, dass es eine Cadellariella ist.
Dann wäre sie KOH negativ.
Falls die Flechte KOH positiv (rot) wäre, hättest du eine Caloplaca s.lat. gefunden.
Aber du hast gute Chancen, eine C. aurella auf kalkreichem, anthropogenem Substrat zu finden! Und die Stelle an der Wand sieht irgendwie nach grauem Mörtel aus...
Aber sicher ist das nicht.
LG, Martin
Hallo Christine,
hast du die also auch eine UV-Lampe besorgt!
Das habe ich damals auch, weil bei einigen Flechten die UV-Fluoreszens angegeben wird, wie bei den beiden bewussten Lecanoren.
Hilft das jetzt wirklich?
Auf deinem Foto ist deutlich eine Fluoreszens der Apothecienränder zu sehen.
Mit der Farbe tue ich mich schwer, weil das Violett der Lampe dominiert.
Oben hatte ich zitiert: die eine leuchte kräftig die andere schwach; die eine gelborange, die andere gelblich.
Ich kann das Bild nicht beurteilen, da fehlt mir die Erfahrung, und Bilder... du weißt ja. Eventuell könnte man die Flechten unterscheiden, wenn man beide Flechten nebeneinander halten würde?
Am besten kommt man halt mit Chemie und Mikroskopie bei Krustenflechten weiter.
Die UV-Fluoreszens ist mehr eine nette Zusatzangabe.
Leider kann ich nicht mehr dazu sagen.
Aber eventuell weiß ja jemand hier, wie man diese Flechten nur makroskopisch unterscheiden kann.
LG, Martin
