Beiträge von KaMaMa

    Hallo zusammen,


    am Waldesrrand unter Kiefern stehen zwei ockergelbe Blätterpilze.

    Der größere von beiden hatte etwa 10cm Hutdurchmesser.

    Die Hutränder wirken umsponnen.

    Da beide Pilze diese Eigenschaft aufweisen, und sie dicht besiammen stehen (wenige Meter Abstand), denke ich, es könnte die gleiche Art sein.

    Die angefressenen Stellen sind leicht gebräunt, ein frischer Bruch verfärbt sich nicht.


    Bild 1 Pilz 1


    Bild 2 Pilz 1 seitlich


    Bild 3 Pilz 2


    Bild 4 Pilz 2


    Bild 5 Pilz 2 aufgebrochen


    Der Stiel von Pilz 2 wirkt irgendwie abgeschält.

    In welcher Pilzgruppe muss ich hier wohl die Zuordnung suchen?


    LG, Martin

    Hallo liebe Forenten,


    heute am Waldrand unter Kiefern gefunden: ein auffallend bläulicher Pilz mit schleimiger Kappe, weiß geschupptem Stiel und Hutrand, einem Buckel in der Mitte des glatten Hutes.


    Es war der einzige Pilz weit und breit seiner Art, weswegen ich ihn stehen ließ.

    Ich gehe mal von einem Blätterpilz aus, dann könnte es könnte sich um eine Stropharia handeln.

    Leider muss man wohl die Unterseite besser kontrollieren, als ich es tat, um den Pilz zu schonen, da es zwei verwandte Arten gibt mit (S.pseudocyanea) / ohne Ring (S.cyanea).Da der Pilz direkt unterhalb von Kiefern am Waldrand wuchs, würde ich auf P. cyanea tippen.


    Kann das stimmen?


    LG, Martin


    Bild 1 Fokus auf Hut(rand)


    Bild 2 Fokus auf Stiel

    Hallo,


    beim Sichten meiner Fotos stoße ich immer wieder auf einen dickfleischigen, elastisch-ledrigen Baumpilz mit Lamellen und welligem Hutrand, der mir einen recht eigentümlichen Habitus zu haben scheint.

    Ich weiß nicht wo ich suchen soll, um ihn einzuordnen. Die Aufnahmen stammen aus dem März diesen Jahres.

    Bild 1


    Bild 2


    Vielleicht hat jemand einen Tipp für mich, in welche Richtung ich weitersuchen könnte?

    Handelt es sich eventuell um Seitlinge (Pleurotus)?


    LG, Martin

    Guten Abend,


    gestern besuchte ich eine sehr alte Linde neben einer sehr alten Kirche aus dem 9.Jahrhundert (die Kirche), eigentlich um mir den Flechtenbewuchs auf dem Baum anzusehen.

    Abgesehen davon, dass auf dem Stamm der Linde nur Unmengen Lindenflechten (Parmelina tiliacea) wuchsen - was auch sonst? - was ein bisschen enttäuschend und andererseits auch zum Lachen war - hatte ich eine Begegnung mit auffälligen Pilzen an einem Stuppen nebenan.


    Bild 1 Der Stubben, mit Pilz, abgeschnitten am rechten Bildrand


    Bild 2 Pilz von oben


    Bild 3 Pilz schräg von unten, die Poren beginnen im braunen Bereich und sind in der Fläche weiß.


    Nebendran wuchsen noch kleinere Exemplare. Da musste einer dran glauben:

    Bild 4 Pilz in Duschkopf-Form


    Den Kleine habe ich mitgenommen, ich war zwar der Meinung, die Bilder sollten bereits reichen, aber was weiß ein Laie schon.

    Also Querschnitt durch Hut:

    Bild 5 Querschnitt durch den Hut


    Bild 6 vom Hymenium / teils weiß verstopfte Poren (Sprorenansammlungen?)


    Ich habe auch mikroskopiert und Unmengen Sporen gefunden, aber kein Basidium oder andere interessante Zellen.

    Der Dünnschnitt hat nicht geklappt, und das Zeug war zu elastisch zum Quetschen, deshalb nur ein paar Sporenbilder.


    Bild 7



    Bild 8


    Bild 9


    Bild 10


    Vom Habitus her, würde ich auf eine Ganoderma tippen, eventuell ein dunkles Exemplar von G.lucidum, dem glänzenden Lackporling?

    Passt das mit den Sporen? Im Mikroskop wirken sie hell, aber die Ansammlungen in den Poren sind weiß.


    Ich habe auch mal probiert, ob die Lackschicht schmilzt, aber das ist mir nicht geglückt.

    Vielleicht ist das also doch ein ganz anderer Pilz als ich vermute? :gskeptisch:


    LG, Martin

    Hallo zusammen,


    neulich stieß ich am Wegesrand unter dem Gebüsch auf einen interessanten, trichterförmigen Pilz, der aus einem liegenden Baumstamm ragte.

    Der Hut ist relativ dünn und wellig, seine Färbung ist rotbraun mit orangenen Einsprengseln.

    Die Hutunterseite und der obere Stiebereich sind weiß (Hymenium) und zeigen bräunliche Flecken, die Stielbasis ist schwarz.


    Bild 1


    Bild 2


    Die Form ist - für mein Empfinden - recht auffällig, und ich glaube ihn beim Blättern durch FOTE sofort wiedererkannt zu haben.

    Habe ich einen Picipes badius, den Kastanienbraunen Stielporling, vor mir?


    Was sind das wohl für dunkle Flecken auf der Unterseite?


    LG, Martin

    Hallo,


    eine unqualifizierte Zwischenfrage zum Erzeugen von Dünnschnitten an gallertigen Pilzen:


    Kann man die Dinger nicht vor dem Schneiden einfrieren?

    Hat das vielleicht schon mal jemand probiert?

    Vielleicht klappt das nicht, weil sie schneller auftauen, als dass man schneiden kann...


    LG, Martin

    Hallo Pablo,


    ich erbebe und neige mein Haupt in Demut, du weißt sowas auswendig??

    Der Geschwindigkeit der Antwort nach muss ich das ja vermuten!


    LG, Martin

    Danke, Thomas!


    Heute habe ich begriffen - es sei denn ich interpretiere wieder was falsch -, dass es sich bei den genannten Erd-Ritterlingen um eine Arten-Gruppe oder Untergattung der Ritterlinge handelt, der Pilz somit recht eng bestimmt ist. Genauer hätte ich das bei einem so unscheinbaren grauen Pilz ja gar nicht erwartet.


    Auf jeden Fall nehme ich staunend zur Kenntnis, dass charakteristische Verfärbungen auch erst nach längerer Zeit auftreten können.

    Deshalb habe ich den vor zwei Tagen zerteilten Pilz nochmal aus der Krabbelkiste geholt.

    Siehe da! Die Stielbasis, insbesondere die "Pfahlwurzel" unterm Stiel, ist tatsächlich verfärbt in türkis bis lila Farbtönen (also blau s.lat.).

    Der Pilz wirkt mittlerweile eher bräunlich als grau.

    Bild 10


    Unter der Stereolupe sind die Farben besser erkennbar:

    Bild 11


    Die Pilzleiche riecht durchaus irgendwie süßlich, aber mit Gerüchen ist das ja so eine Sache.

    Kiefer wuchs zwar keine in der Nähe, aber wenn das mit den blauen Flecken hier passen sollte und der süßliche Geruch ernst zu nehmen sein sollte, dann könntest dein dritter Vorschlag vielleicht passen, Thomas.

    Aber ob die Farben auch wirklich vom Pilz selbst kommen, nicht von einem Schimmel darauf?

    Da müsste man sicher wieder mikroskopieren - ein Teufelskreis! :gzwinkern:


    Ich denke, der Pilz ist (für mich) als Erd-Ritterling genau genug charakterisiert.


    Grüße und Dank an alle Beteiligten,

    Martin


    Warum finde ich auch nichts einfaches, wie einen Fliegenpilz?

    Wahrscheinlich, weil es hier wenig Birken und alkalische Böden gibt...

    Den habe ich nun schon seit Jahr(zehnt)en nicht mehr gesehen. :gheulen:

    Mit der Stereolupe hatte ich mir den Pilz angesehen und hatte mich für die sauberste Stelle entschieden. Wahr vielleicht ein Fehler.


    Dann führt wohl an einer weiteren, saubereren Probennahme kein Weg vorbei.

    Aber nicht vor dem Wochenende...


    Vielen Dank einstweilen!

    Hallo Norbert,


    also ist mit verlottertem Pilz vermutlich nur ein ausgereifter Pilz gemeint? Das kann ich nachvollziehen!

    Der geforderte Geschmackstest ist demnach hier sinnvoll, weil er bei der Art-Unterscheidung bei Erd-Ritterlingen helfen kann.


    LG, Martin

    Hallo Björn,


    jetzt (ver)s(t)ehe ich, was du meinst in Bezug auf den Lamellenansatz!! :gnicken:


    Das Bilder habe ich etwa 1h nach dem Einsammeln aufgenommen. Der Pilz sollte noch halbwegs frisch gewesen sein, aber die dünnen Lamellen trocknen sicher schneller und reißen dann u.U. ab. Bei einem jungen Fruchtkörper mit geschlossenem Velum hält der Originalzustand sicher länger vor, und genau deshalb erwähnst du die Überprüfung bei Pilzen mit noch geschlossenem Velum ja vermutlich! :gidee:


    Was mir nicht klar ist: Ich soll an verlotterden Pilzleichen einen Verfärbetest machen, also ob und wie die Lamellen, der Stiel etc auf Verwundung oder Druck reagiert? Ich hätte vermutet, je frischer der Pilz desto eindeutiger die Reaktion. Wenn erstmal die Schnecken dran waren oder die Sporen ausgefallen sind, zersetzt sich doch der Pilz schon von alleine und hat auch häufig gar nicht mehr die ursprüngliche Färbung. Und dann sogar über mehrere Tage beobachten? Da hat man doch nur noch Mumien. Ich hätte gedacht, die Farbreaktion spielt sich innerhalb weniger Minuten bei Luftkontakt beim frischen Pilz ab. :gkopfkratz:


    Und: Testet ihr Mykologen tatsächlich jeden Pilz auf Geschmack? Was ist mit Giftpilzen? Ok, die Dosis macht das Gift. Aber gilt das für jeden Pilz in unseren Breiten?? :gskeptisch:

    Das traue ich mich jedenfalls (noch) nicht.


    LG, Martin

    ... Mist-Handy! Ausversehen abgeschickt, ehe ich fertig war...


    Ich hatte die Probe aus dem glatten Mittelteil entnommen, da ich hier am ehesten das Hymenium vermuten würde. Vielleicht war das Pröbchen auch zu dick und ich habe nachher von unten drauf geschaut, was sicher ungünstig wäre, etwas zu erkennen.


    Ich glaube, hier komme ich nicht wirklich weiter...


    Es war trotzdem interessant und lehrreich!


    LG, Martin

    Hallo nochmal,


    so - ich habe als mit einer feinen Pinzette von der gewaschen, möglichst sauberen Oberfläche kleine Stückchen abgezupft und in einen Wassertropfen abgelegt.

    Deckglas drauf.

    Bis 50x war für mich in Wasser nix zu erkennen, deshalb habe ich Kongorot zugesetzt, um die Zellwände zu färben und Immersionsöl draufgegeben, um das 100er nutzen zu können.

    Die folgenden Fotos sind immer mindestens mit dem 50er (Bilder 12, 14, 17, 21 - könnte man als Übersicht ev. durchgehen lassen, drei weitere, schwächer vergrößerte Bilder im Anhang ohne Nummerierung) oder dem 100er Objektiv (restliche Bilder) aufgenommen. 10x Okulare, mit Smartphone aufgezeichnet, wobei die digitale Nachvergrößerung (mind 3x, um die Vignettierung loszuwerden) schwankt. Einen Okularmaßstab habe ich leider nicht.


    Was ich gefunden habe:


    Das wahrsfchienlich interessanteste zuerst.

    1) mitten im sehr dichten Hyphengewurstel waren Objekte zu finden, die ich als ornamentierte, elliptische Sporen einordnen würde:

    Bild 9


    Bild 10


    Manchmal auch in Gruppen zu vieren dicht beieinander

    Bild 11


    Ansonsten jede Mende dünner Hyphen

    Bild 12


    Aus der Oberfläche ragen (nach dem Quetschen) auch seltsame Zellen heraus.

    Wenige, geschwollene Ballon-Hyphen:

    Bild 13


    Mehrere, hakenförmige Zellen (mit Doppelballon)

    Bild 14


    Bild 15


    Zellabschnürungen (Konidien??)

    Bild 16


    Und dickwandige (bräunliche), komplexe Objekte, die ich nicht zuordnen kann:

    Bild 17


    Vergrößert:

    Bild 18


    Bild 19


    Bild 20


    Einen zweiten Objektträger hatte ich mit Lugol (wegen der vermeintlichen Ornamente) eingefärbt.

    Dieser Sporentyp war hier aber leider nicht zu finden.

    Stattdessen waren in einem Zipfel jede Menge rundlicher Sporen (?) zu sehen.

    Die meisten davon waren aber mitten in den Hyphen und für mich schwierig mit dem Mikroskop abzubilden.

    Bild 21 (Lugol)


    Bild 22 (Lugol)


    Bild 23 (Lugol)


    Vielleicht kann man damit ein bisschen was anfangen?

    Björn, hast du vielleicht eine Rat oder Kommentar?

    Was sind denn das für bräunliche Dinger (Bilder 17-20)?

    Ich denke, die Sporen helfen weiter - mit der nötigen Erfahrung...


    LG, Martin

    Naja,


    das mit dem Sporenabwurf hatte ich mirganz naiv anders vorgestellt!

    1) Ein drittels Pilzhütchen liefert weniger Sporen als erhofft und

    2) die wenigen Pilzsporen sich gar nicht so trivial zusammenzuschieben. Stattdessen habe ich sie wohl platt gemacht.

    War also nix. ==Gnolm23


    Ich probier's heute nacht nochmal, diesmal mit allen Hutfragmenten.

    Jetzt habe ich doch noch eine Frage zu Tricholoma, das sind doch die Erd-Ritterlingsverwandten?

    Bei Tricholoma, lese ich, hätter "more or less emarginate gills".

    Wenn ich mir die zugehörige Grafik in "Fungi of T.E." ansehe, bedeudet dies doch, dass die Lamellenbreite in radialer Richtung einen Sattelpunkt oder einen Wendepunkt besitzt und die Lamellen am Stiel über eine deutliche Breite angewachsen sind.

    Passt das zu den Fotos oben (4+5)? ==Gnolm11

    Ich hätte gedacht, dass die Lamellen den Stiel gerade so ein bissle ( = "adnexed gills"?) oder gar nicht berühren ( = "free gills").

     

    Details aus Bild 5


    LG, Martin

    Hallo Pilzpic,


    der Sporenabwurf läuft bereits. Ein Drittels Hut liegt auf schwarzer Unterlage (Hochglanzprospekt) übernacht.

    Sollte so gehen oder?


    LG, Martin

    Hallo,


    ich bin heute am Waldrand am Fuß einer Buche (aber andere Baumarten waren nicht weit entfernt, wie Hasel, Fichte, Apfel, Kirsche, Eiche, ...) über zwei hübsche kleine Pilze gestolpert.

    Einen habe ich mitgenommen, um u.a. mal einen Lamellenschnitt zu probieren.

    Was ich da gefunden habe, interessiert mich natürlich auch, aber ich scheitere bei der Zuordnung.


    Bild 1


    Bild 2 Schuppiger grauer Hut mit Riss :gfreuen:


    Bild 3 nochmal von oben


    Bild 4 dunkle Sporen an Lamellenkante (?)


    Bild 5 Lamellen berühren den Stiel nicht, kein Ring


    Verfärbt hat sich der Pilz beim Längsschnitt nicht. Wenn überhaupt wurde er langsam ein wenig grau.


    Erst mal in Wasser und noch ungequetscht mirkoskopiert:

    Bild 6 viersporige Basidien


    Dann gequetscht und in Kongorot:

    Bild 6 unseptierte Sporen, dickwandig - wenn ich das richtig interpretiere


    Bild 7 Was sieht man hier in Basidie und Sporen? Tröpfchen, Organellen, ...??


    Bild 8


    Bild 9


    Lugol hab ich auch probiert, ohne was auffälliges zu entdecken, wie Sporenornamente.


    Ist das vielleicht ein Risspilzvertreter (Inocybe)?


    LG, Martin

    Hallo,


    war heute nochmal vor Ort. Den Pilz gibt es tatsächlich noch, wenngleich knapp 2 Wochen gealtert.


    Frisch vor Ort fühlt sich der Pilz tatsächlich wächsern an, grade so, als ob man ihm formen könnte.

    Ich habe mit den Fingern ein wenig ausgehoben und mitgenommen.

    Zuhause angekommen ist er bereits etwas angetrockenet und neigt eher zu krümeln.


    Ich habe mich an einem "Dünnschnitt" versucht, was sich als nicht so einfach herausgestellt hat. :gneutral:

    Erst ein Schnitt parallel zu Oberfläche, um Material vom Erde und Moos zu trennen, dann senkrecht durch den Hobelspan mit doppelt gehaltenen Rasierklingen.

    (Längs-septierte) Basidien konnte ich leider keine finden, nicht einmal Sporen.

    Vielleicht habe ich auch an der falschen Stelle geschnitten / gesucht. :gkopfkratz:

    Hingegen glaube ich, Schnallen gesehen zu haben (Bild 8), was dann gegen Sebacina sprechen würde, der soll ja keine haben.

    Das in Bild 8 ist doch eine Schnalle, oder?

    Bild 8 (in Kongorot)


    Ich probier's bei Gelegenheit nochmal mit dieser Mikroskop-Analyse, im Moment bin ich davon genervt!

    Nicht so einfach für einen fachfremden Dilettanten.


    LG, Martin