Beiträge von Suku

    Hallo PilzlerInnen,


    in einem sumpfigen Gebiet auf meiner heutigen Waldtour fand ich an einer schon stark verrotteten Baumleiche (konnte ich nicht mehr identifizieren) mehrere Pilze, die nicht nur so aussehen, wie Wattebäusche, sondern sich auch so anfühlen.

    Meine Vermutung: Polsterpilz (Ptychogaster albus).


    Kommt da noch etwas anderes in Frage?


    Vielen Dank und LG


    Michael



    den kleinen, roten im Hintergrund habe ich natürlich erst zu Hause auf dem Foto entdeckt.



    Liebe Foristi,


    im Buchenmischwald fand ich heute zahlreiche Exemplare des gleichen Pilzes, einmal sogar in einem Hexenring. Auffällig:


    -die durchgehend dunkel-violette Färbung von Hut, Lamellen und Stiel,

    -die "Knolle" am Fuß,

    -die violetten Töne auch im Anschnitt,

    -die filzige Hutoberfläche,

    -das rostbraune Sporenpulver der älteren Fruchtkörper,

    -der Geruch, den ich nicht einordnen kann, durchaus nicht unangenehm, vielleicht etwas jodähnlich


    Diese Merkmale haben mich schließlich zum Dunkelvioletten Schleierling (Cortinarius violaceus) geführt. Der ist beschrieben als gut erkennbar und kaum verwechselbar. Aber halt ein Cortinarius, eine für mich noch sehr unübersichtliche Gattung. Deshalb hier die Anfrage, ob das hinkommt. Mein Smartphone macht leider oft sch...lechte Fotos, also sorry, wenn es manchmal unscharf ist.


    Danke für's drüberschauen.


    LG Michael





    Alter Fruchtkörper mit rostbraunem Sporenpulver

    Hallo Großstadtpilz,


    ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal bei den 3 ähnlichen Amanita

    Perlpilz, grauer Wulstling und Pantherpilz ist u.a. der Ring. Nur beim Panther ist der ungerieft. Ich finde ja auch, dass der Ring beim Panther weniger deutlich ist und tiefer sitzt, im letzten Stieldrittel vor dem Wulst. Das muss aber keine allgemeine Gültigkeit haben, entspricht nur meinen (wenigen) Beobachtungen.


    Ich glaube auch, dass du einen Pantherpilz gefunden hast.


    LG Michael

    Hallo Anton,


    ich habe keine Ahnung von Cortinarien.

    Aber so ganz ohne erkennbare Schleierreste, mit eher nicht so deutlichem Klumpfuß, der falschen Farbe von Lamellen und keinem Anis Geruch scheinen mir da doch zu wenige Merkmale nicht zu passen.

    Ich kann aber leider keinen konstruktiven Vorschlag machen.


    LG Michael

    Hallo Tacitus,


    mit den Bildern und deiner Beschreibung spricht m.M. nach alles dafür, dass du den richtig bestimmt hast: Parasol (Macrolepiota procera).


    Das bedeutet nicht, dass dein Fund essbar ist, das lässt sich über das Internet nicht feststellen.


    LG Michael

    Hi,


    ich bin der Meinung, dass ein Schnittbild fast immer hilfreich ist. So lässt sich, neben den typischen Verfärbungen bei Champis und Röhrlingen, auch auf einen Blick sicher erkennen, wie die Lamellen angewachsen sind, wie dick Lamellen/Hutfleisch und deren Verhältnis sind, wie die Konsistenz von Trama und Stiel sind (z.B. hohl, gekammert, wässrig). Je nach Qualität der Bilder kann das manche Raterei und Spekulation vermindern. Im Übrigen auch bei Porlingen günstig, wie ich finde.


    LG Michael


    PS: Durch diese Diskussion passt dieser Thread auch besser in das Forum "Pilze Allgemein". Ansonsten wäre wohl besser bei "Pilzbestimmung und Bestimmungshilfe" aufgehoben :giggle:

    Hallo Phillip, hallo Schupfi, hallo Stefan!


    Vielen Dank für Eure Antworten. Ich bleibe vorläufig für mich bei der Bezeichnung: eine weiße Tricholoma.


    LG Michael

    Hi Stefan,



    Mit deutlichem Mehlgeruch ohne "unangenehme" Nebenkomponente, fällt mir spontan keiner ein.

    ich habe auf 123Pilze gefunden, dass Tricholoma Albidum mehlig riechen soll. Ich habe mit dem Geruch in der Nase recherchiert und nicht andersherum geschaut, ob der vermutete Pilz so riechen soll. Deshalb glaube ich meiner Nase da so hartnäckig.

    Hier Tricholoma albidum ! Die Weiße sehr seltene ! hat Pablo beschrieben, dass T. columbetta im Anschnitt mehlig riechen kann. Ich habe am Anschnitt gerochen.


    LG Michael

    Hi Adrich,


    ich habe keine Ahnung von Täublingen, aber vom gelben Graustieltäubling finde ich richtig zitronengelbe Bilder. Deiner ist doch eher ockerfarben. Da liegt doch m.E. z.B. der Ockertäubling erst einmal viel näher. Es mit Sicherheit noch jede Menge anderer, die einer größeren Zahl an Bestimmungsmerkmalen bedürfen, z.B. Fundort, Symbiosepartner...

    Geschmack spielt nach meiner Kenntnis eine große Rolle.


    LG Michael

    Hallo Phillip,


    danke für den Vorschlag. Ich habe den noch nicht gerochen, weiß aber auch nicht, wie der beschriebene "Lerchensporn" riechen soll. Den Geruch fand ich schon eindeutig "mehlig-gurkig", aber Nasen sind ja bekanntlich sehr unterschiedlich. Das beschriebene wässrige Hutfleisch würde natürlich sehr gut passen. Auch die Ökologie an Bächen würde passen. Die Pilze wuchsen allerdings zwar zahlreich, aber definitiv nicht büschelig.


    LG Michael

    Liebe Mykophile,


    ich habe im Wald auf einem schmalen Streifen zwischen Teich und Wassergraben eine große Zahl weißer Pilze gefunden. Natürlich bin ich mit weißen Pilzen und gleichzeitig weißen Lamellen hoffnungslos überfordert. Aufgrund des Habitus war ich zunächst hin- und hergerissen, ob ich in Richtung Trichterlinge oder eher in Richtung Ritterlinge ermitteln soll. Ausgebuchtet angewachsenen Lamellen lassen mich jetzt klar zu den Ritterlingen tendieren. Aber da finde ich nichts, außer dem weißen Erdritterling (Tricholoma Albidum) der makroskopisch meinem Fund nahe kommt. Ich übersehe da sicherlich etwas Entscheidendes, denn der ist ja, nach dem was ich herausgefunden habe, eher selten. Außerdem stimmen da die Bäume nicht. Es fanden sich v.a. Buchen, anderes habe ich nicht mitgeschnitten. Sporenabwurf habe ich keinen gemacht, keinen Fruchtkörper mitgenommen.


    Der Stiel ist faserig gebrochen, auch der Hut fühlte sich weich und wenig widerstandsfähig an. Die Lamellen bei Reiben eher schmierig. Auffällig der deutlich mehlig-gurkige Geruch, wie beim Maipilz. Probiert habe ich mit dem bleiweißen Trichterling im Kopf nicht, mache ich aber sowieso sicherheitshalber nur bei Täublingen. Die Pilze wirkten irgendwie "verwässert", vielleicht wegen der hohen Niederschläge der letzten Tag. Ich hatte aber den Eindruck, das gehört eher zur Eigenart.


    Wenn jemand Ideen hat, gerne her damit.

    Vielen Dank und LG

    Michael




    Hallo,


    danke, das ist praktisch. Ich fand gestern den gleichen Pilz, allerdings unter Kiefern. Das hat mir schwer gemacht, herauszubekommen, um welchen Pilz es sich dreht. Die Bilder sind aber eindeutig. Auch wenn die Literatur ihn eher Laubbäumen zuordnet, gibt es wohl auch Symbiosen mit Nadelbäumen. Ansonsten mache ich die einzelnen Eichenblätter geltend, die auf den Bildern zu sehen sind. Es muss Eiche in der Nähe gewesen sein, auch wenn ich keine gesehen habe. Unmittelbar nebenan fanden sich Fichten.


    LG Michael




    Hallo Uwe,


    danke für die prompte Antwort.

    Die Pilze habe ich auf dem Friedhof in Siegburg bei Bonn gefunden. Die Kölner Bucht ist sicherlich klimatisch wärmebegünstigt.


    Wenn es hilfreich wäre, könnte ich ein Exsikkat anfertigen und versenden, z.B. wenn du interessiert wärest, die Sporen zu untersuchen.


    LG Michael

    Hallo Beorn, hallo Cortinarius,


    mikroskopieren kann ich immer noch nicht und auch für den Einsatz von Chemikalien bin ich noch zu neu in der Welt der Pilze. Momentan bin ich noch ausreichend gefordert, mir einen groben Überblick zu verschaffen.

    Ich war heute aber nochmal auf dem Friedhof und habe die Kollektion Schleimköpfe erneut aufgesucht. Zumindest die Anregung von Uwe konnte ich so verfolgen, ältere Exemplare hinzuzuziehen. Und dran geschnuppert habe ich auch. Der Pilz riecht nach Champignon mit einer leichten Note nach Anis. Von rote Beete konnte ich nichts bemerken. Die Lamellen sind ocker/gräulich gefärbt, wie sich jetzt auf den Bildern sehen lässt. Vielleicht geht ja mit diesen weiteren Infos auch ohne Mikrobilder oder KOH noch was. Wenn nicht, danke für's anschauen.


    LG Michael





    Huthaut abgezogen


    Danke Matthias,


    sollte ja Spaß machen und nicht in Stress ausarten. Dir einen entspannten September.


    LG Michael

    Liebe Foristi,


    ich fand vor zwei Tagen in Park in Moos einige auffällig violette Pilze, die ich auf Anhieb den Schleierlingen zugeordnet habe. Gedrungener, sehr stabiler Habitus, massiver Stiel, sehr festes Fleisch. Im direkten Umfeld eine Fichte, eine Birke und ein Laubbaum, den ich nicht bestimmen konnte, vielleicht eine der Mehlbeeren.

    Meine erste Idee war: Bocksdickfuss. Eigentlich rieche ich immer an den Pilzen, was hier, wie ich jetzt weiß, umso wichtiger gewesen wäre. Die Mückenpest hat mich das vergessen lassen, ich wollte nur schnell weg. Zu Hause fiel mir auf, dass Bocksdickfuss (Cortinarius camphoratus) mit dem reinweißen Schnittbild eher nicht passen kann. Makroskopische Vergleiche haben mich bislang nicht weiter gebracht, zumal das wichtige Merkmal Geruch fehlt.


    Hat hier vielleicht aufgrund der Fotos eine Idee?


    Danke und LG

    Michael