Beiträge von Suku

    Hi Peter,


    Stemonitis würde ich mit dem letzten Bild auch vermuten, leider habe ich aber überhaupt keine Ahnung. Ich antworte hier, weil ich bekunden will, dass ich diese Serie von Fotos, die die Entwicklung dokumentieren, wirklich Klasse finde :daumen:. Lehrreich und ästhetisch.


    LG Michael

    Lieber Pilzgemeinde,


    der erste Sommersteinpilz ist mir heute über den Weg gelaufen. Ich hatte eigentlich schon früher damit gerechnet, nachdem dieses Jahr vieles so früh erschienen ist. Alle Pilzfliegen im Umkreis haben sich auf diesen armen Kerl gestürzt:



    Der nächste guckt auch schon aus dem Boden:



    Der Birkenpilz muss schnell gewachsen sein. Am Donnerstag war noch nichts zu sehen, heute war er schon hinüber:



    Dieser hier wird eine gelbe Lohblüte sein, nehme ich an. Leider unscharf fotografiert:



    Um einen Toast zu belegen wird es wohl reichen. Einige (kleine) Echte Pfifferlinge (Cantharellus cibarius). Das charakteristische Gelb kommt auf dem Bild leider nicht zur Geltung. Die größeren sind wohl Blasse Pfifferlinge (C. pallens).

    Für mich geht geschmacklich bei Pilzen nichts über frische Pfiffis:




    LG Michael

    Hej Grüni,


    sehr spannend, schön dass du Fotos machen konntest. Aber sach mal: um die Zeit sollten Menschen in unserem Alter im Heiabettchen liegen, seelig schlummern und sich nicht rumtreiben.


    LG Michael

    ist es besser, viel besser als man glaubt...


    Hier war es zu Beginn des Frühjahrs nicht so trocken, wie es aus anderen Teilen Deutschlands im Forum berichtet wird. Es gab nur einige sehr warme Tage, aber viel Niederschlag. Zwischendurch war's mal arg kalt, einige frisch ausgeschlagene Bäume haben gelitten. Der Pilzwuchs ist aber mehr betroffen von übereifrigen Parkpflegern, die ihre Bestätigung darin suchen, die Grasnarbe sichtbar zu halten :cursing:. Außerdem bringt die ausreichende Feuchtigkeit andere Probleme mit:



    Ich vermute mal, das ist ein leergefressenes Hexenei. Das Ausbuddeln ist nicht schadfrei gelungen:



    Ein weiteres Opfer:



    Das war nicht der Täter, wohl aber die Verwandtschaft:



    So sah der Pilz vermutlich vorher aus. Ein Perlpilz mit seltsamer Hutfarbe. Zunächst hatte ich wegen der metallisch anmutenden Färbung an einen Scheidenstreifling gedacht, die dort auch gerne wachsen. Ein Blick unter's Röckchen brachte Aufklärung. Leider verweigerte das Sillyphone hartnäckig die Fokussierung des Hutes:




    Die hier haben die Rasenmäherattacke überlebt, weil sie sich an den Rand gequetscht haben. Viel größer werden die Pfiffis hier leider nie. Scheint eine Besonderheit dieses Myzels zu sein:



    Mehr fand sich heute, neben diverser LBMs und etlicher Stechmücken in Libellengröße nicht.


    Danke für's Mitgehen und LG

    Michael

    Hallo Raphael,


    ich habe keine Ahnung von mikroskopischen Merkmalen und denke, du hast dich bestimmt durchgeschlüsselt. Diese weißen Pilze sind für mich als Anfänger mindestens genauso schwierig, wie LBMs. Trotzdem mal ein Schuss ins Blaue: meine erste Idee rein makroskopisch war Clitocybe. Vielleicht der Bleiweiße Firnis-Trichterling (Clitocybe phyllophila)...


    LG Michael

    wer lässt Junghexen auch eine Woche warten???! :gomg:

    Babyhexen! Es waren Babyhexen! Und es war kalt, sehr kalt! Und ich wollte mal nicht gierig, sondern geduldig sein, sehr geduldig! Aufsitzrasenmäher sind die Geißel der Pilzsucher im Park. Grmff.

    Aus aktuellem Anlass: gestern war ich im Park, freudig gespannt auf die 4 Flockis, die ich eine Woche zuvor stehengelassen hatte, weil die noch so klein waren. Dann die böse Überraschung. Ich glaube, das Gedicht macht klar, was passiert war.


    Absurdistan

    oder

    Rachefantasien


    Hier steh' ich im Regen, es schneit warme Flocken,

    Schlittschuhläufer schwimmen im See,

    Im Gras liegen kleingehackt stattliche Brocken

    Fliegende Sporen, so rot wie Schnee.


    Da fand sich doch grad' noch ein Gärtner ganz einsam,

    Im Hexenring, bestimmt neunzehn Stück.

    Mit grüner Hose, in hellblau ganz kleidsam,

    Jämmerlich weinend, sich windend vor Glück.


    Am Horizont vorn ein liebliches Scheusal,

    Rattert und knattert mir lautlos ins Ohr.

    Der Steinpilz am Steuer bekreuzigt sich neunmal

    Steht lachend dahinter, schaut grimmig hervor.


    Staunend steht, gelangweilt springend,

    Ein weißes Schaf, dunkel gelockt,

    Traurig im Baum, stumm, heiter singend,

    Kräht es: "Wer hat das verbockt?"

    Hier war's warm und einen Tag lang recht nass. Heute gab's dann den ersten Perlpilz des Jahres. Leider ohne Beweisfoto, Schlaufon zu Hause vergessen. Im Stiel hausten die Maden so eng, wie die Menschen einst in Kowloon Walled City in Hongkong.


    LG Michael


    Ich glaube, die hast du übersehen. Schau mal unter "Systematik"

    Wo du Recht hast... :grotwerd: :gomg:. Klassischer Fehler bei der Recherche: in Google Schwefelporling eingegeben. Erster Wiki Treffer https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Schwefelporling angeklickt und nicht gecheckt, dass der Gattungsname den richtigen Treffer ergeben hätte. Und dafür hier ein ganzes Forum beschäftigt. Nur um Gerüchten vorzubeugen: ich habe nicht orgiastisch in den 1. Mai gefeiert. Ich kann auch ohne Alk verpeilt sein.

    Danke für die Richtigstellung euch allen. Der Groschen fällt halt manchmal in Pfennigen


    LG Michael

    Infolgedessen ist die Schreibweise "Laetiporus sulfureus" korrekt.

    Hi Öhrling,


    du wirst philologisch recht haben. In meiner Literatur und im Netz wird er aber regelmäßig "Laetiporus sulphureus" geschrieben, wie auch z.B. Tricholoma sulphureum. Im Gegensatz zu z.B. Cortinarius sulfurinus.


    LG Michael

    Danke euch, Oskar und Schupfnudel!


    Ihr habt meinen Kopf wieder sortiert :gidee:. Mir ist grundsätzlich klar, dass die Familie den Gattungen übergeordnet ist. In Wikipedia sind weitere Arten, die zur gleichen Gattung gehören, meistens aufgeführt, bei L. sulphureus aber nicht. Im Netz habe ich dann nur in 123Pilze von L. montanus gelesen, ansonsten taucht beim Suchbegriff Schwefelporling eigentlich immer nur L. suphureus auf.


    Zum Begriff Schwefelporlingsverwandte habe ich gar nix gefunden. Auch mein kürzlich erworbenes "Pilze Europas" schweigt sich darüber, bis auf die Erwähnung, dass es sie gibt, aus. Das hatte mich irritiert. Die aktuell häufig stattfindenden Neu-Sortierungen tragen sicherlich dazu bei. Und da soll mal jemand verstehen, dass es zwar die Familie der Schwefelporlingsverwandten gibt, die Gattung Laetiporus aber nicht dazu gehört =O .


    LG Michael

    Liebe Pilzer*innen,


    gestern habe ich beim Maispaziergang diesen knackfrischen Schwefelporling (Laetiporus sulphureus?) an einer Kirsche gefunden:



    Im Zuge dessen habe ich mich etwas ausführlicher mit der Art befasst. Dabei bin ich auf die erstaunliche Information gestoßen, dass der früher in die Familie der Schwefelporlingsverwandten (Laetiporaceae) eingeordnet wurde. Ich habe es so verstanden, als gäbe es mehrere Arten in der Gattung? Vielleicht unterschieden, ob an Nadelholz oder an Laubholz wachsend? Meine (bescheidene) Literatur gibt dazu nichts her. Eine Internet-Recherche hat mich auch nicht weiter gebracht. Letztendlich konnte ich nur Infos zum Gemeinen Schwefelporling (Laetiporus sulphureus) finden. Gibt's bei uns nur noch eine Art? Habe ich was gründlich missverstanden?


    Vielleicht kann mir ja jemand auf die Sprünge helfen. Danke schonmal.


    LG Michael


    PS: gewürfelt und in Eipanade fettarm im Ofen mit Umluft gebacken, hat der mich nicht aus den Socken gehauen. Nette Konsistenz (Hühnchen halt), wenig Geschmack, Völlegefühl verursachend...

    Liebe Pilzler*innen,


    ja es sind noch Babys, aber die ersten Pfifferlinge (Cantharellus cibarius) strecken hier dieses Jahr nach den Frosttagen ihre kleinen Köpfe aus dem Moos.



    Mit dem Myzel bin ich per Du, die sind immer recht früh. Leider bleiben sie sehr klein, es dauert einige Wochen, bis sie maximal Daumennagelgröße erreichen.



    In der Nähe fand ich diese Pilze:


    Die würde ich als Ockerbrauner Trichterling (Clitocybe gibbosa) bezeichnen.



    Auf den beschriebenen Buckel in der Hutmitte habe ich leider nicht geachtet, die Fotos geben dazu auch keinen Hinweis.



    Ich hätte aber keine Idee, was zu dieser Jahreszeit sonst noch in Frage käme.


    LG Michael

    Hoi zäme,


    ich habe heute eine gebrauchte Version der ersten Auflage erhalten. Da lassen sich ein paar Euronen sparen. Es ist ein wirklich beeindruckendes Werk, das mMn trotz der Fülle an Fotos und Informationen übersichtlich gestaltet ist. Der Aufbau der Schlüssel ist sehr gut zu überblicken und scheint für mich auch ohne Erfahrung mit Schlüsseln, bewältigbar zu sein. Z.b. hier finden sich unter "Downloads" das Inhaltsverzeichnis und v. A. Korrigenda für die erste Ausgabe.

    Allerdings muss ich jetzt erst einmal Bodybuilding betreiben, um das Teil bewegen zu können. Es wiegt nahezu 5 kg.


    LG Michael

    Hi coröhrling97 Cornelius,


    danke für die Idee, das halte ich für eine sehr plausible These. Zumindest makroskopisch, auch mit creme- bis hellgelben Lamellentönen, passt das sehr gut. Das Habitat erfüllt ebenfalls genau die Ansprüche.


    LG Michael

    Hallo Sebastian_RLP,

    danke für deinen Hinweis. Mikro kann ich nicht, entsprechend werde ich nicht zu einem zuverlässigen Ergebnis kommen. Rein makroskopisch fehlen m.E. die Gelbtöne, auch für G. ocior. Um das irgendwie überzeugt untermauern zu können fehlen mir aber sowohl Erfahrung im Feld als auch beim Schlüsseln.


    Daniel224 ,

    auch dir danke für deinen Hinweis. Frauentäubling kann ich definitiv ausschließen. Den hatte ich wahrscheinlich letzte Woche, da habe ich noch den Vergleich zu "schmierigen" oder "cremigen" Lamellen gut in Erinnerung. Den ersten Flocki habe ich irgend in diesem Jahr (kaum zu glauben) am 10. März gefunden.


    LG Michael

    Liebe Forist*innen,


    kalt war's heute im Park, immer mal wieder hat's geregnet. Entsprechend knapp war die Runde. Viel Neues war nicht zu finden.

    Immerhin 2 Flockis:




    Bei dem stürmischen Wetter der letzten Tage hat es viel morsches Holz geschmissen, darauf allerlei Holzverwerter. Sehr viele Äste waren von Drüslingen besetzt, ich denke an den stoppeligen (Exidia glandulosa). Vor zwei Wochen dachte ich noch, der ganz helle "Glibber" sei ein anderer Pilz, heute konnte ich den Übergang sehen. Wieder mal die Überraschung der Erscheinungsvielfalt. Irritiert hatte mich heute zunächst das ockerfarbige Gebilde im ersten Bild. Dann war's nur Avis stercora (Gemeine Vogelkacke):

    1.

    2.


    Dann gab es, neben den schon vor Wochen gefundenen Hochgerippten Becherlorcheln und den Voreilenden Ackerlingen von letztem Sonntag, neu Rüblinge, die ich als Waldfreundrüblinge (Gymnopus dryophilus) identifiziert habe. Irgendwo in meinem Hinterkopf schwirrt herum, dass es da auch um ein Aggregat geht?

    3.


    4.


    5.

    6.


    Die hatten bei zwischenzeitlichem Sonnenschein Spaß: Feuerwanzen (Pyrrhocoridae)


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    Es gab weitere Täublinge. An verschiedenen Stellen, wohl auch verschiedene Arten. Alle mit spröden Lamellen, eher entfernter stehend. Keine geschmacklich getestet, keine für Sporenpulver und weitere Tests mitgenommen. Die sind bei mir noch nicht dran, dazu braucht's noch entsprechende Literatur, Chemie und Motivation:


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    8a.


    9.


    9.a


    Bei dem habe ich irgendwie das Bild von oben vermasselt :haue: . Eine neue Challenge: Täubling nur von unten.


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    Zum Schluss noch dieser Risspilz mit eindeutig spermatischem Geruch. Der ist auch nicht mitgekommen und bleibt so wohl ebenfalls unbestimmt.


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    11a.


    Off topic: Bei vielen Eichen gab es nach dem stürmischen Wetter jede Menge Galläpfel von Gallwespen auf dem Boden und an Ästen. Wirklich erstaunlich, wie ähnlich die Äpfeln sehen. Vom vermeintlichen Stielansatz bis hin zum vermeintlichen Gehäuse.




    Danke für's Lesen und für eure Hinweise.


    LG Michael

    Hallo Stefan,


    danke für den Hinweis.

    ich denke, du meinst das hier:



    Ich denke, das Bild ist ziemlich eindeutig. Meine Beschreibung war es leider nicht.


    LG Michael

    ...und ich meine zu erinnern, dass das wohl auch ein Artenaggregat ist...

    Danke Harald für die Info. Ich hatte den schonmal gefunden, da war das der von dir genannte Brummer auf Mulch. Das mit dem Aggregat oder einer entsprechenden Neugliederung oder Aufgliederung ist in den letzten Jahren mit Sequenzierung ja fast eher die Regel als die Ausnahme.


    LG Michael

    Liebe Pilzler*innen,


    nachdem in diesem Jahr vieles schon so früh zu finden ist, wollte ich heute unbedingt schon sensationell den ersten Sommersteini finden. Er wollte, oller Dickkopf (Boletus), offenbar nicht! Zum ersten mal in diesem Jahr fand ich dafür Voreilender Ackerling (Agrocybe praecox), haben meine Bestimmungsversuche jedenfalls ergeben. Muss der eigentlich einen erkennbaren Ring haben?





    Den hier fand ich heute zum 2. Mal heuer. Nach dem Erstfund schon in der ersten Märzhälfte ist er nicht mehr aufgetaucht. Heute hat er neugierig seinen Kopf nochmal rausgestreckt: Flockenstieliger Hexenröhrling (Neoboletus erythropus)





    Überrascht hat mich dieser Täubling. War zwar weniger Pilz als Wurmloch, trotzdem noch als Russula zu identifizieren. Wegen der wenig spröden Lamellen dachte ich an Russula cyanoxantha, was auch zu den Lilatönen auf dem Hut passen könnte.






    LG Michael

    Zudem leicht vom Hutfleisch schiebbar.


    ich schrieb, dass mein Bestimmling dieses Merkmal hat.
    Ob das typisch für Maipilze ist, weiß ich leider nicht, vielleicht kann das jemand anders beantworten

    Hi Brynn,


    ich habe eine Stelle im Garten, an der jedes Jahr verlässlich einzelne Mairitterlinge erscheinen. Ich habe heute das mir den abschiebbaren Lamellen ausprobiert und kann nicht bestätigen, dass das ein verlässliches Merkmal ist. Ging nur mit scharfer Klinge glatt.

    LG Michael

    Mausmann ,


    danke für den Anstoß. Ich habe damit diese spannende Info gefunden:

    Schlangenähnliches Zischen brütender Meisen hält Nesträuber auf Abstand
    Werden brütende Meisen in ihrer Nisthöhle gestört, stoßen sie oftmals ein drohendes Zischen aus. Die Ergebnisse zweier aktueller Studien sprechen dafür, dass…
    ethologisch.de


    kruenta


    danke Bernd für die Richtigstellung. Mit dem eher flachen Ansatz am Substrat und der eher flauschigen Oberfläche hatte ich an T. gibossa gar nicht gedacht.


    LG Michael