Beiträge von Maren

    Hallo zusammen,

    bei einem beeindruckenden Roadtrip durch Irland habe ich natürlich auch einiges an Dung eingesammelt. Nach 4 Wochen in den Feuchtekammern sind die Dungproben nun aufgebraucht, ich glaube nicht, dass noch viel mehr kommt. Aus 37 Beobachtungen sind immerhin 25 Arten geworden. Hier könnt‘ Ihr mal schauen Fungi from Ireland & Northern Ireland, wenn Ihr mögt. Über eine Bestätigung meiner Bestimmungen würde ich mich sehr freuen 😊.


    Einige Besonderheiten und Problemfälle sind natürlich auch dabei.

    1. Sporormiella dubia
      Sporen (31–)31,3–34,5(–36,7) × (5–)5,8–6,7 µm. Die Sporen fallen sehr klein aus. Kann das trotzdem hinkommen?
    2. Ascobolus hawaiensis
      Sporen (20,2–)21–23,7(–24,8) × (9,8–)10,1–11,6(–11,7) µm, im Mittel 22 × 10,7 µm. Den hatte ich ursprünglich als A. stictoideus bestimmt. Nachdem auf iNaturalist auf den Komplex um A. hawaiiensis und A. subhawaiiensis hingewiesen wurde, habe ich mich für A. hawaiensis entschieden.
    3. Arnium cf. hirtum – auf Rinderdung
      Asci (305–)316–350(–356) × (51–)56–60(–72) µm; Sporenköpfe (47–)50–57(–65) × (27–)28–34(–35) µm, mit zwei Keimporen; Caudae hohl.
      Problematisch ist die große Breite der Sporenköpfe. Sie wurden im Ascus gemessen und sind deshalb unreif. Nobi erwähnte hier mal, dass unreife Sporen größer sein können. A. hirtum halte ich für plausibel.
    4. Schizothecium miniglutinans – auf Schafdung
      Sporenköpfe (23,8–)24–25,5(–27) × (13,5–)13,9–15,1(–15,8) µm; Pedicelli (7–)7,2–7,9(–9) × (2,4–)2,6–3,3(–3,5) µm.
      Auch bei diesem Fund würde ich mich über Meinungen freuen.
    5. Orbilia oligospora – Anamorphe Arthrobotrys oligospora, auf Schafdung
      Konidien (20,8–)23,1–25,7(–25,8) × (13–)13,2–14,6(–14,7) µm. Besonders schön sind hier die Nematoden-Fangschlaufen zu sehen.
    6. Spirodactylon aureum
      Insbesondere in Podospora sehe ich immer mal wieder diese spiralförmigen Artefakte. Jetzt hat sich geklärt, dass es tatsächlich ein Pilz ist. Nach Benjamin (1959) ist es eine Art aus den Zoopagomyceta.

    Viele Grüße


    Maren

    Moin zusammen,

    auf nass liegendem Alnus Ast habe ich diesen Hyphomyceten gefunden.

    Die Konidien sind relativ groß, hyalin und unseptiert. Sie brechen von den

    einfachen Konidienträgern ab, keine Phialiden, denke ich.

    Eventuelle Entwicklung in einem Sporodochium, war in dem Schleim nicht gut erkennbar.

    Ich hatte mir eingebildet, dass aufgrund der Konidienform- und größe eine Bestimmung

    nicht so schwierig sein sollte, war leider nix.

    Hat hier jemand eine Idee in welche Richtung das gehen könnte?

    Vielen Dank

    VG Maren





    Hallo zusammen,

    hat jemand diese Struktur schon mal gesehen. Ich habe diesen Pilz bereits das zweite Mal gefunden.
    http://www.ascofrance.fr/forum?id=76252

    Bei Trichoderma habe ich nur Arten mit hyalinen Conidiophoren finden können und Phaeostalagmus sieht zwar ähnlich aus, aber die Suche nach der sehr regelmäßigen Bäumchen-Struktur der Conidiophoren im Internet hat nicht zum Erfolg geführt.

    Gruß, Maren

    Den Vergleich kann man in dieser Arbeit: http://link.springer.com/article/10.1007%2FBF02852830 nochmal schön nachvollziehen, da sind die beiden Arten in einer Zeichnung direkt gegenüber gestellt.

    Hallo Florian, hallo zusammen,

    kann mir jemand die zitierte Arbeit: Věra Holubová-Jechová (1973): Lignicolous Hyphomycetes from Czechoslovakia 4. Menispora

    Folia Geobotanica & Phytotaxonomica, Vol. 8, No. 3 (1973), pp. 317-336

    zur Verfügung stellen?

    Ich kann sie unter dem Link nicht lesen oder herunterladen.

    Vielen Dank

    VG Maren

    Moin Ralf,

    sieht für mich eher nach Phlebia uda aus.

    Mit KOH (Kalilauge) ververfärbt sich dieser Pilz lila bis rot. Für die richtige Bestimmung von Rindenpilzen ist jedoch eine mikroskopische Untersuchung nötig.


    Gruß, Maren

    Hallo Björn,

    vielen Dank, ich vermisste die kleinen halbkugeligen abgeflachten Papillen am Scheitel, die Jule hier an den Teliosporen beschreibt.

    Wenn ich jetzt richtig verstehe, habe ich aber (noch?) keine Teliosporen sondern Uredien aus denen später noch die charakteristischen

    Teliosporen entstehen. Ist das so richtig?

    Gruß, Maren

    Lieber Hans,

    danke für den Schlüssel.

    Ich habe noch etliche weitere Untersuchungen des Velums gemacht, es ließ sich gut von der glatten Huthaut abheben, so dass ich sicher bin, keine Huthaut mit dabei gehabt zu haben.

    Ich habe in jeder Probe immer wieder diese dickwandigen Zellen gesehen.

    Wenn man unter Berücksichtigung dieser Zellen schlüsselt, landet man nirgends. Die Wände der Zellen sind dicker als 0,5 µm. Wenn man dies ignoriert und weitermacht,

    kommt man im Schlüssel tatsächlich zu C. candidolanatus. Die Sporen sind im Schnitt 9,5 µm lang (N 40).

    Nach der Beschreibung in der Flora Agaricina Neerlandica passt allerdings der Sporenquotient nicht und das Fehlen von Schnallen wird als entscheidendes Merkmal betrachtet. Ich habe aber wenige Schnallen nicht nur im Velum, sondern auch Basalschnallen an den Basidien gefunden. Auch Andreas schreibt im Tintling, dass die Art schnallenlos ist. Damit fällt C. candidolanatus, dann auch aus. :/



    Moin,

    die Exkursionen der AG Myk SH führen auch ab und zu ins Hamburger Randgebiet. Gäste sind herzlich willkommen.

    Unseren Terminkalender findest du hier.

    VG Maren

    Lieber Hans,

    wie schön, das freut mich sehr, vielen Dank für die Bestätigung. Die letzten drei Bilder hatte ich gelöscht, weil sie zu diesem Pilz gehören.

    Warum sie jetzt hier immer noch auftauchen, weiß ich nicht.

    Viele Grüße

    Maren