Beiträge von Schrumz

    Hallo,

    Die Stielbasis wäre hier zwar wichtig, aber ich meine einen gerieften Ring zu erkennen, der zusammen mit dem Rettichgeruch für Amanita excelsa, den grauen Wulstling spricht.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Sehe hier auch einen Anhängselröhrling, möglich (wenn auch eher unwahrscheinlich denke ich) sind vielleicht noch Butyriboletus fuscoroseus, der blauende Königsröhrling oder B. roseogriseus der rosahütige Anhängselröhrling , nach den Bildern die ich von denen gesehen habe. Toller Fund.

    Viele Grüße

    Ich finde hier wird aktuell etwas übers Ziel hinausgeschossen. Zugegebenermaßen muten seine Anfragen etwas amateurhaft an, er war aber immer höflich und hat mmn auch nie den eindruck gemacht, er wäre übermäßig unvorsichtig oder würde gar andere gefährden. Seine Anfragen sah ich hier meist als theoretisch und aus Neugierde, davon keine einzige zum Thema unbestimmte Pilze zu essen oder diese zu verbreiten. Auch das hier sehe ich zugegebenermaßen als ziemlich amateurhafte und irritierende aber keinesfalls gefährliche Anfrage an, mit Heilpilzen werden verschiedene Methoden angewandt, die angeblich helfen und sie gemahlen in Pillenform anzuwenden… naja ich habe schon dümmeres gehört. Wenn mich sowas nerven würde, würde ich einfach nicht antworten und wenn ich sagen würde, ich hätte noch nie aus Neugier eine im Nachhinein dumme Frage gestellt würde ich auf einem Thron aus Lügen sitzen. Mein Rat, sich ein wenig mehr zu informieren und davor ein wenig mehr Gedanken zu machen bleibt bestehen.

    Viele Grüße

    Stimme dir da in ein paar Punkten zu, außer dass automatisch nein angenommen wird. Das Ding ist, es geht ja nicht nur um Finanzierung, sondern allgemein um einen Anreiz. Um etwas zu erforschen, muss ja eine Überlegung dahinter stecken und ein Nutzen daraus erhofft werden. Dazu ist es auch sehr wichtig zusammenzutragen, was bereits bekannt ist und in welchem Punkt man sich neue Erkenntnisse erhofft. Dann wird ein Plan für ein Experiment erarbeitet, mit dem Ziel eine Frage zu beantworten. Die Methodik die du vorschlägst kommt mir persönlich zu unspezifisch und vor allem beim Judasohr (wirklich ohne dir jetzt irgendwie zu nahe treten zu wollen) etwas zusammengewürfelt und nicht wirklich groß recherchiert vor (dass einige Leute das Judasohr roh essen und die normalerweise empfohlene Kochzeit kann man in 1 Minute durch google herausfinden). Dadurch hab ich ein wenig den Eindruck du fragst hier ein bisschen drauf los, ohne dir selbst groß Gedanken gemacht zu haben welche Frage beantwortet werden soll und wie dir das etwas bringen soll. Nur um das nochmal klar zu stellen, ich finde es richtig und wichtig, Methoden weiterzuentwickeln und sich selbst Gedanken zu machen, wie man interessantes am besten für sich nutzen kann, will dich davon also keinesfalls abhalten, nur glaube ich, dass du da mit kleineren Schritten und gezielteren und recherchierten Fragestellungen deutlich mehr Erfolg haben wirst.

    Alles gute

    Christian

    Hallo,

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso man eine solche Methodik anwenden will. Für beide dieser Pilze gibt es traditionell angewandte Methoden um die Heilwirkung zu nutzen. Wie Stefan schon sagte wird es zu Temperatur und Zeit sehr wenige/gar keine Studien geben, selbst bei viel gegessenen Speisepilzen ist das fast alles durch trial and error etabliert worden. Wenn du also Heilpilze präparieren willst, wäre mein Rat dich an die bereits angewandten Techniken zu halten. Vor allem wenn es um 5-10 Stunden geht (was mir sehr viel vorkommt) kannst du damit eventuell (ich sage eventuell weil es wahrscheinlich noch niemand erforscht hat) auch Stoffe zerstören die du eigentlich erhalten willst. Ich finde es an sich gut, neue Techniken zu erproben, aber dann sollte auf jeden Fall überlegung dahinter stecken und irgendwie kann zumindest ich hinter der von dir vorgeschlagenen Methode relativ wenig Sinn erkennen. Zumindest das Judasohr wird von einigen wohl roh gegessen, also solltest du dir bei 90 grad erhitzung über mehrere Stunden keine Sorgen um Vergiftungen machen müssen.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Das Bild ist schon etwas älter, den kurznetzigen Hexenröhrling hatte ich bis jetzt nicht so auf dem Schirm. Fundort war in weilimdorf auf dem Friedhof unter Buche, dort gibt es auch satans-, glattstielige Hexen- und Silberröhrlinge. Ich hatte den als einfache Netzhexe abgelichtet, daher leider nicht mehr Bilder, aber das Netz geht nicht einmal bis zur Hälfte des Stiels. Ich habe leider kein Schnittbild gemacht, was wäre denn die Hauptunterscheidung zwischen mendax und luridus, dass ich nächstes Mal besser darauf achten kann?

    Viele Grüße

    Hi,

    Danke, ja ernsthafte Bestimmungshoffnungen hab ich mir da eh nicht gemacht, vor allem beim zweiten. Aber Russula raoultii könnte recht gut passen, war bei eingestreuter Buche im sauren Fichten/Weißtannenwald mit reinweißen Lamellen.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Diese Pilze sind zwar selten aber soweit ich weiß ist keiner von denen streng geschützt. Die brauchen alle Wärme und können in ihrem Habitat durchaus häufig sein, sind also sicherlich nicht durch Pilzsammler gefährdet. Solange nicht ganze Bestände abgesammelt werden musst du dir da keine Sorgen machen welche zur Bestimmung zu entnehmen.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Tolle Funde, wo bist du denn unterwegs? Das erste ist denke ich ein Raufuß, vielleicht Leccinellum crocipodium mit Trockenschaden.

    Bei 2 und 3 bin ich etwas ratlos, das krasse goldgelb der Röhren bei nummer 3 könnte auf Aureoboletus hinweisen. Bei Nr.4 sehe ich Suillellus queletii, den glattstieligen Hexenröhrling.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    War heute kurz im Nadelwald unterwegs ohne, viele Hoffnungen, und an den Pfifferlingsstellen siehts auch echt mies aus. Allerdings gab es wohl einen Röhrlingsschub. Leider habe ich die meisten Steinpilze (von denen es echt ein paar gab) verpasst, aber einer war noch gut und nicht voll vermadet.

    Auch die Flockis hatten einen kleinen Schub mit ein paar schönen Exemplaren.

    Dazu gabs noch ein paar Speisetäublinge und diese zwei mir unbekannten Täublinge. Der erste im Geschmack sehr scharf, deutlich schärfer als ich zb den Ockertäubling kenne, der zweite mild. Wenn die jemand so bestimmen kann, top, wenn nicht auch nicht schlimm.

    Und an Holzbewohnern gabs noch einige schöne rotrandige Baumschwämme und ein paar Samtfußkremplinge

    Ganz zufriedenstellend eigentlich, die Flockis, die Speisetäublinge und Teile des einen Steinpilzes werde ich mir auf jeden Fall schmecken lassen.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Also letztes Jahr war bei uns absolutes Knolli-Jahr, da gabs auch mal 20 Knollis unter 2-3 Bäumen. Irgendwo ist glaub auch noch ein Beitrag von Tuppi wo sie haufenweise grüne Knollis zeigt.

    Viele Grüße

    Ich stelle eigentlich nur Gewürzpulver aus Teilen von Pilzen her, die sonst zu zäh zum Essen sind, da ich auch gerne die Pilztextur im Essen habe, weshalb ich zb Totentrompeten und Trompetenpfifferlinge nicht zu Gewürzpulver mahle. Das mache ich zb mit Parasol- und Stockschwämmchenstielen, die einen tollen Geschmack aber zähe Textur haben. Ich benutze das dann eher so nach Gefühl in Soßen als Würze.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Ich glaube nicht, dass die Ringriefung ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zwischen verna und phalloides ist. Ich habe gelesen beide leicht gerieft bis fast ungerieft, phalloides eventuell tendenziell mehr aber wer soll das gut erkennen können, wenn man nicht beide mehrmals in der Hand hatte.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    War nach den Bombenfunden von gestern vom Friedhof heute mal im Hauswald, mit der Erwartung enttäuscht zu werden. Es ist sehr trocken, sehr sehr wenige Täublinge zu sehen. Dieser war jedoch sehr markant. Kalkhaltiger Buchen/Eichenmischwald, Geschmack mild, Geruch undefinierbar, allerhöchstens leicht eklig nach Verwesung. Kann das Russula aurea sein?

    Habe kein Mikro und keine Chemikalien, frage nur ob es möglich wäre.

    Bei denen kenne ich mich überhaupt nicht aus, ist das ein Schleimpilz?

    Und sonst gab es immerhin noch zwei kleine Sklerotienporlinge.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Wo ist denn das? Das könnte von der Statur und Stieloberfläche auch Amanita verna sein, hast du KOH? Amanita verna reagiert gelb, Amanita phalloides var alba negativ.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Pilze haben sehr wenige Kalorien im Vergleich zu den enthaltenen Ballaststoffen (Champignons ca 22kcal auf 100g, damit müsste man über 9kg Frischpilze am Tag essen um auf 2000 zu kommen!), dafür sind viele ziemlich vitaminreich. Vor allem eine schnelle Umstellung von vielleicht 1-2 Mal die woche Pilze essen zu 2kg am Tag (Und mehr, wenn man sich zu einem großen Teil von Pilzen ernähren wollte), dürfte kaum ein Magen mitmachen. Als Ergänzung zu anderer vorrätiger, kalorienreicher, langlebiger aber eher vitaminarmer Nahrung (Mehlprodukte, Fette) wären Pilze in krisenzeiten dagegen optimal. Auch der Punkt, dass sie ein langes Sättigungsgefühl geben macht Sinn, hilft aber auch nicht gegen die geringen Kalorien. Ein gewisser Pilzvorrat ist sicher nicht schlecht, ich würde allerdings nicht dazu raten zentnerweise getrocknete (darum gehts hier ja wahrscheinlich) Pilze zu bunkern, da gibt es kalorienreichere, langlebigere Alternativen. Es ist wie oehrling auch schon sagte, relativ wenig erforscht, welche Auswirkungen der hohe Konsum von Wildpilzen (mehrere Kilo mehrere Tage hintereinander) auf den Esser hat, das sieht man daran, dass nach vielen Jahren Konsum entdeckt wurde, dass zuviele Grünlinge eine potentiell tödliche Rhabdomyolyse auslösen können. Und das war ein viel gegessener Marktpilz, stell dir mal vor wie es mit weniger gegessenen Arten aussieht. Noch viel weniger ist erforscht, welche Auswirkungen hoher Mischkonsum hat, aber die Rhabdomyolse wird einigen sehr verschiedenen Arten zugesprochen (neben den von Oehrling erwähnten noch Russula subnigricans, irgendwo hab ich sogar mal gelesen, dass Steinpilze das nach sehr hohen Konsum auch auslösen können). Ob diese Wirkung der verschiedenen Arten sich ergänzt oder unabhängig ist, wird wohl nie erforscht werden (wie denn auch). Lange Rede kurzer Sinn: ich würde Pilze nicht in wesentlich höheren Mengen bunkern, als du sie sonst verbrauchst und nur im Notfall auf einen so hohen Pilzkonsum zurückgreifen.

    Viele Grüße

    Ich reiche hier nochmal frische Schnittbilder unter Tageslicht nach, fallen zwar etwas blasser aus, sind aber noch ziemlich farbgetreu.

    Der Silberröhrling himmelblau im Hut, unverändert gelb im Stiel und rötlich in der Stielbasis:

    Der Wurzelnde Bitterröhrling überall himmelblau

    Und der Satansröhrling überraschend stark dunkelblau im Hut

    Viele Grüße

    Hallo,

    Ich war schon vorgewarnt, war aber nicht sicher ob ichs hinschaffe, das Messer habe ich dann leider schlicht und einfach vergessen. Agaricus bitorquis kann ich mir vorstellen, oehrling meinte ja auch er hätte davon junge entdeckt und das war die einzige Stelle im ganzen Park an der ich champis gesehen habe. Natürlich kann man die Täublinge und den champi anhand der Bilder nicht bestimmen aber ich dachte das sei bei denen auch mit guten Bildern makroskopisch schier unmöglich, deshalb habe ich das gar nicht erst versucht. Ich war auch recht überrascht vom starken blauen des Satans, die Bilder sind zwar natürlich nicht ganz farbecht aber der Satan hat auch über die Zeit definitiv stärker geblaut als der wubi, vielleicht hatte der Trockenschaden. Gefreut hat mich hingegen das schön dreigeteilte Farbverhalten des Silberröhrlings, man sieht es denke ich trotz Kunstlicht recht gut.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Ich war heute auf dem Friedhof in Stuttgart Weilimdorf unterwegs, leider auf der durchreise, also hatte ich weder Messer noch Sammelkorb dabei. In den Wäldern ist hier fast nix los aber auf diesem Friedhof… Es ist ein groß angelegter neuer Friedhof bei dem noch nicht überall Gräber sind, der Rest ähnelt eher einer Parkanlage mit vielen alten und schönen Eichen und Buchen. Die Boleten sind hier in Reih und Glied am sprießen, in jung und in etwas älter, einfach wunderbar. Ein guter Fotograf hätte hier ein Fest gehabt, die Handybilder tun mir schon Leid, aber die Schnittbilder unter Kunstlicht noch viel mehr.

    Also gut fangen wir mal an mit den Netzhexen (Suilellus luridus): überall. In Reih und Glied, Kreisen und Bögen, groß und klein, ich habe nicht gezählt aber einige hundert Exemplare waren es mindestens, hier nur mal ein paar Fotos.

    Eichenfilzröhrlinge gabs nur diesen einen, wollte ihn dann nicht abmachen.

    Das hier ist denke ich Suilellus queletii, der glattstielige Bruder der Netzhexe, aber ganz sicher bin ich mir nicht. Die waren fast so häufig wie die Netzhexen

    Sommersteinpilze (Boletus reticulatus) gab es auch ein paar, die waren aber gar nicht so häufig.

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    Auch der Satansröhrling (Rubroboletus satanas) war nicht selten und wenn vorhanden, dann in großen Mengen. Nochmal sorry für das Schnittbild unter Kunstlicht.

    Und der Wurzelnde Bitterröhrling (Caloboletus radicans) war natürlich auch da. Schwer mit dem Handy zu fotografieren, aber hier auch nicht selten.

    Gleich kommt noch ein Highlight, aber zuerst noch eine einzelne Stelle mit grauen Scheidenstreiflingen, einer der wenigen Täublinge und eine Stelle mit Champignons.

    Zum Schluss noch mein Highlight. Von oben dachte ich Wubi, nur deshalb habe ich einen rausgedreht und angeschaut, dann wurde aber schnell klar, dass das was besseres ist. Es war ein kleines Grüppchen und die anderen stehen Gott sei dank alle noch. Der Silberröhrling (Butyriboletus fechtneri). Bei dem tut mir das Schnittbild unter Kunstlicht am meisten Leid, ist in natura nämlich sehr hübsch.


    Fazit: Sehr sehr schöner Friedhof und wenn man hier aktuell Pilze sehen will sollte man in den Park gehen, im Wald siehts nicht mal ansatzweise so aus. Heute waren bestimmt 6 oder 7 Perser für mich dabei, ich bin eigentlich immer noch am Staunen, dachte nicht, dass ich so etwas jemals selbst sehen darf.

    Hoffe euch hat diese Amateurbilderstrecke trotzdem gefallen, ich war die meiste Zeit eigentlich zu sehr am Staunen um Fotos zu machen.

    Viele Grüße