Beiträge von Schrumz

    Hallo zusammen,

    ich fand heute im Schwäbischen Wald diesen Ritterling. Der Boden ist kalkhaltig, der Geruch deutlich mehlig. An älteren Bäumen standen dort nur Tannen und Fichten, allerdings waren nicht weit entfernt auch ca 1,5m hohe Jungbuchen. Ich nenne das Gebiet liebevoll "Schwarzwald light" da dort auch weitere Mittelgebirgsnadelwaldpilze wachsen. Könnte das Tricholoma pardinum sein? Ich hab gehört der echte ist die Nadelwaldart, die im Laubwald sollten Tricholoma filamentosum sein?

    Ich habe ihn noch, solltet ihr weitere Fotos benötigen.

    Viele Grüße

    Hallo,

    ich sehe bei den meisten auch Fichtenreizker, der auf Bild 2 scheint ja aber recht deutliche Grübchen am Stiel zu haben, die doch ungewöhnlich für Fichtenreizker wären. Ist das der gleiche, den du auf dem vierten Bild in der Hand hältst?

    Viele Grüße

    Hallo,

    deswegen finde ich es fast unmöglich zu sagen: kommt auf saurem Boden nicht vor oder kommt auf Kalkboden nicht vor. Es kann immer irgendwo ein bisschen Kalk geben und es kann immer irgendwo oberflächlich angesäuert sein.

    Ich habe einen Nadelwald da wachsen: Hygrophorus capreolarius, Hygrophorus abieticola, Lactarius salmonicolor, Clavariadelphus truncatus, Sarcosphaera coronaria, Tremiscuus helvelloides, Russula integra, Russula aurea, Lactarius intedmedius und diverse kalkliebende Phlegmacien wild durcheinander mit Neoboletus erythropus, Imleria badia, Boletus edulis, Cortinarius rubellus, Gomphidius glutinosus, Sauerklee, Heidelbeeren und so weiter. In meiner Erfahrung kann man aus Anzeigervegetation nur schließen, welche Pilze dort wahrscheinlich wachsen könnten, aber andere Pilzarten nicht ausschließen. Hier nur mal als Beispiel Russula aurea bei Tanne und Sauerklee (ja der ist entnommen, wuchs aber genau da)

    Viele Grüße

    Hallo,

    dicke Zustimmung hier auch von meiner Seite aus. Ich finde die Zubereitung als Schnitzel etwas überbewertet, der Geschmack geht etwas in der Panade unter und auch die Konsistenz finde ich eher gewöhnungsbedürftig. Dagegen gibt es wenig, das im Aroma (sowohl Geschmack als auch Intensität) einen zu Pulver zermahlenen getrockneten Paukenschlegel (mit Stiel) schlägt.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Die Schmierlinge scheinen ein komplett verrücktes Jahr zu haben. Ich hatte mehrere Funde des rosenroten Schmierlings an Stellen an denen ich ihn noch nie gesehen habe, der Fichtenwald steht komplett voll mit Kuhmäulern, wenn auch nicht so krass wie bei dir und gestern konnte ich bei Lärche hunderte Exemplare des gefleckten Schmierlings beobachten (auch bei mir nur ein kleiner Ausschnitt der Menge)

    Viele Grüße

    Hallo,

    ich war vor gut einer Woche unterwegs, da sah meine Ausbeute so aus:

    Das kam jetzt wirklich explosionsartig und das Schöne ist: ich bin mir fast sicher, dass das jetzt nicht aufhört sondern mindestens zwei Wochen noch kräftig so weiter geht.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    vor gut einer Woche war ich ja schon da und habe damals schon erwartet, dass da richtig was kommt. Aber WAS dann kam, lies mich dann doch die Kinnlade auf dem Waldboden hinter mir her ziehen.

    1. Dankbares Fotoobjekt und super Speisepilz in einem. Da kommen jetzt einige Bilder von Boletus edulis, die standen einfach überall in bestem Alter und völlig madenfrei.

    Hier sogar in reinweiß:

    Alleine im Schatten recht hell:

    Kräftig gebräunt, riesig und im Doppelpack:

    Mit Anzeiger:

    Oder in anderer Gesellschaft:

    Es war alles dabei. Die Ausbeute zu zweit haben wir auf den gesetzlichen Rahmen beschränkt, reicht auch völlig. Es war auch vor mir schon jemand sammeln, völlig egal es stand immer noch der ganze Wald voll.

    2. Dieses Massenwachstum wurde nur noch übertroffen vom Flockenstieligen Hexenröhrling. Ich übertreibe nicht wenn ich sage , dass ich selbst mit einer Schubkarre mehrmals hätte laufen müssen um die alle aus dem Wald zu holen. Die waren derart häufig, dass es unmöglich zu erkennen war, wo ein Myzel begann und das nächste aufhörte. Meine Kamera ist vor allem mit der automatischen Verkleinerung leider nicht in der Lage, das akkurat zu zeigen, daher nur ein paar Schnipsel.


    Immer wieder auch recht gelbhütige und gelbfüßige dabei, die ich im Laubwald mit N. xanthopus verglichen hätte. Hier im sauren Nadelwald bei Tanne aber wohl immer noch normale Flockis.

    3. Maronen gabs überraschend wenige, ich denke aber die werden in den kommenden Wochen auch noch einen großen Schub hinlegen.

    4. Die Zeit der Schönfüße ist schon fast vorbei, es gab nur noch vereinzelte Exemplare.

    5. Rotkappen gibt es bei mir leider recht selten und immer recht wenige Exemplare

    6. Sehr häufig ist diese Jahr dagegen das Kuhmaul

    7. Das gerne in der Nähe von Fichtenreizkern steht

    8. Lachsreizker gab es nur einen einzigen, auch bei denen erwarte ich in den nächsten Wochen einen Riesenschub

    9. Spät dran sind auch die Trompetenpfifferlinge, alle noch winzig aber praktisch überall zu finden. Ich gebe ihnen zwei Wochen, dann ist der Waldboden wieder mehr gelb als grün

    10. Bei den Fliegenpilzen bin ich gewöhnt, dass die später dran sind als die Steinpilze

    11. Lila Lacktrichterlinge sind immer schön, die wachsen hier gerne mitten unter Trompetenpfifferlingen

    12. Die Cortinarien kommen langsam, hier nur mal exemplarisch ein Phlegmacium

    13. Und ein gallebitterer Schleimfuß

    14. Eine Breitblättrige Glucke gesellte sich auch noch zu den Funden

    14. Und auch Champis gab es vereinzelt

    15. Ein kurzer Abstecher in den Park und wieder wurde ich schwer beeindruckt. Unter einer alten Lärche HUNDERTE Goldröhrlinge, graue Lärchenröhrlinge und gefleckte Gelbfüße (das sind doch die rot fleckenden bei Goldröhrlingen und Lärche oder?)

    Von letztem Jahr weiß ich, dass dort im Spätherbst auch noch hunderte gelbe Lärchenschnecklinge wachsen, der Baum gibt als ganz schön was her.

    16. In Laubwaldabschnitten gibt es immer noch riesige Paukenschlegel

    17. Sowie heute zum ersten Mal im Garten auf altem Rasenschnitt Chlorophyllum, vielleicht C. brunneum

    18. Und heute auch wieder Pappelraufüße am Waldrand

    Es ist einfach herrlich. Mein Speisepilzpensum ist für dieses Jahr jetzt weitgehend gedeckt und ich freue mich auf die schönen und teilweise seltenen Herbstarten, die hier in den nächsten Wochen zweifellos auftauchen werden.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    was tut man nicht alles, um die Pilze knackig zu erwischen und dem Sammeldruck zuvorzukommen...

    1. Für mich tatsächlich immer noch Nr.1 bei den Speisepilzen: Es gab einige komplett madenfreie junge Fichtensteinpilze. An einer anderen Stelle fand ich dann auf knapp 10qm 15 Brecher, leider schon alle drüber. So blieb es bei einer eher mageren Ausbeute von 500g.

    2. Die Flockis wachsen seit April praktisch durchgehend frisch. Die mag ich ja schon auch, vor allem in einer Soße, aber für mich bleiben sie immernoch hinter den Steinis zurück.

    3. Espenrotkappen gab es am Wegrand ein paar ganz frische, interessanterweise gibt es da trotz Mischwald aus Espen und Birken keine Birkenrotkappen, die scheinen andere Bodenverhältnisse zu brauchen.

    4. Unter den Birken gab es nur Birkenpilze


    5. Und vielverfärbende Birkenpilze

    6. Schmierröhrlinge gab es vor allem Goldröhrlinge

    7. Und viele winzige Kuhröhrlinge, hier erfreulicherweise in Begleitung des rosenroten Schmierlings

    8. Im Park habe ich einen Netzhexenschub verpasst, alles stand mit Ruinen voll, nur ein paar frische kamen nach.

    9. Und auch in diesem Park tauchen jetzt zum ersten Mal die Wurzelnden Bitterröhrlinge auf. Ich kenne den Park schon seit 4 Jahren und habe sie dort noch nie gesehen. Sie wuchsen sowohl bei Hainbuche als auch bei Linde, mitten unter Netzhexen. Die wollen denen doch nicht etwa das Habitat streitig machen?

    10. Und es stehen noch überall die Goldschimmelsammler rum

    11. Sonst gab es massenhaft falsche Pfifferlinge

    12. Neben leider wenigen Amathystpfifferlingen

    13. Mehlräslinge waren auch überall

    14. Sowie etwas unerwartet Lepiota magnispora, die sehe ich zwar immer mal wieder, heute aber in unglaublichen Massen

    15. Immer schön ist der Stahlblaue Rötling

    16. Sowie auch die Fliegenpilze

    17. Parasole gibt es gerade sehr häufig

    18. Und über diese kleinen Kollegen freue ich mich auch immer wieder

    So das wars jetzt erst mal von mir, zum Wochenende und nächste Woche rechne ich mit einem großen Pilzschub

    Viele Grüße

    Hallo,

    bei den Rotkappen gibt es etwas Nomenklatur-Verwirrung, da manchmal die Espenrotkappe mit der Laubwaldrotkappe gleichgesetzt wird, das ist aber nicht der Fall. Die Laubwaldrotkappe kann unter verschiedenen Laubbäumen gefunden werden, die Espenrotkappe soweit ich weiß aber tatsächlich nur bei Espe.

    Viele Grüße

    Wenn in zwei bis drei Wochen dann der Wald voller Pilze steht, ist diese Diskussion Makulatur. Pilze kommen jedes Jahr irgendwann, sie richten sich aber nicht nach den menschlichen Vorstellungen bzw. dem Kalender, der diese und jene Kalenderwoche zur "Hauptpilzsaison" erklärt.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    Exakt das. Ich kann mich noch erinnern, wie 2022 nach der Sommerdürre alle in Panik waren weil es Anfang September kaum Pilze gab. Mitte September bis Oktober hatten wir dann zumindest in meiner Gegend ein Jahr für die Geschichtsbücher, da haben sich sogar die sommerlichen Röhrlinge (Satans und Silberröhrling) bis Mitte Oktober die Ehre gegeben und sogar die Sommersteinpilze tauchten im November nochmal auf. Ich weiß es ist schwer (ich gehe auch ständig in den Wald) aber es ist einfach noch Geduld angesagt. Dass es jedes Jahr weniger wird kann ich auch überhaupt nicht bestätigen. Wie gesagt, 2022 war ein unglaubliches Jahr, 2023 habe ich nur das letzte Ende der Saison mitbekommen da ich in England war, das war aber auch völlig ok und dieses Jahr gabs bei mir vor der Dürre auch schon einiges zu sehen.

    Viele Grüße

    Hi,

    es gibt durchaus Exemplare vom Wubi die fast mild sind, so bitter wie zum Beispiel der Gallenröhrling ist er nicht. Butyribolets fechtneri hat ein sehr hübsches, dreifarbiges Schnittbild mit recht scharf abgegrenztem Blauen nur im Hut und allgemein etwas wärmere Farben als der Wubi- das ist aber per Bild oft schwer einzuschätzen.

    Auch der Geruch ist beim Wubi etwas säuerlich, während der Silberröhrling sehr angenehm süßlich pilzig riecht. Ähnlich super riecht übrigens auch der Nadelwald-Anhängselröhrling, etwas schade dass der vollständig geschützt ist, den würde ich nämlich echt gern mal probieren. Das ist jetzt völlig off-topic aber hat jemand hier schonmal Butyriboletus-Arten probiert? Alle 4 die ich gefunden habe (fechtneri, fuscoroseus, subappendiculatus und appendiculatus) rochen super.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Ganz langsam geht es los. Der Boden ist nach der Dürre feucht genug und bei wunderschönem Septemberwetter fangen die Pilze an zu sprießen. Im Laubwald kommen zuerst die Saprobionten wie

    1. Helmlinge

    2. Und ein einzelner Mousseron

    3. Aber mein Schwäbischer Wald lässt mich wie immer nicht hängen. Neben unzähligen Mehlräslingen der erste klitzekleine Fichtensteinpilz der Herbstsaison. Ich rechne nach der Wärme und mit der Feuchte in den kommenden 2 Wochen mit einem Schub.

    4. Die Flockis wachsen seit April trotz Dürre fast durchgehend. Ich glaube der oberflächlich angesäuerte Wald mit alten Weißtannen ist einfach deren Traumhabitat, auch die starten gerade einen Schub.

    5. Und eine einzelne Marone war auch schon zu sehen, auch bei denen rechne ich mit einem baldigen Schub, die kamen dieses Jahr nämlich bei uns noch gar nicht.

    6. Es gab überraschend viele schon ältere Täublinge, hier nur mal ein Beispiel

    7. Eigentlich habe ich auch schon mit jungen Trompetenpfifferlingen gerechnet, die vor allem in Pfifferlingsjahren hier wirklich wie ein Rasen auf dem Boden wachsen, die kamen aber noch nicht. Dafür gabs ein paar Amathystpfifferlinge

    8. Erste Cortinarien, wie hier Cortinarius cf laniger zeigen sich

    9. Und es stehen viele mächtige Erdschieber rum.

    10. Violette Lacktrichterlinge stehen auch einige rum

    11. Ein absolut verrücktes Jahr haben die Roten Gallerttrichter. Tausende (ja wirklich) Fruchtkörper stehen überall an den Wegrändern. Interessanterweise exakt an den Stellen an denen im Frühjahr Caloscypha fulgens Massenpilz war, das kann aber auch Zufall sein

    13. An einer Stelle am Wegrand neben den Gallerttrichtern fand ich diese sehr hübschen Öhrlinge. Ich lasse sie mal sporen, vielleicht können sie dann näher bestimmt werden.

    14. Und meine heutige Ausbeute zeige ich auch noch, arg viel ist es natürlich nicht aber für ein Sößchen zum Abendessen hats allemal gereicht.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Ich fand heute am Wegrand auf geschottertem Boden bei Fichte/Tanne/Buche diese sehr hübschen Öhrlinge. Eselsohren kenne ich lange nicht so gelb, kann Otidea alutacea so gelb? Oder ist das womöglich sogar Otidea cantharella? Ich lasse sie gerade sporen und kann hoffentlich noch mikrobilder nachliefern.

    Viele Grüße