Beiträge von Schrumz

    Danke Jörg,

    die wäre meine zweite Wahl gewesen, allerdings kenne ich die überhaupt nicht mit schwarzen, sondern eher durchgehend rot bräunlichen Stielschuppen. Zur Fichtenrotkappe finde ich auch leicht konfliktierende Angaben, wenn das die Nadelwaldrotkappe mit rein schwarzen Stielschuppen ist, ist die natürlich auch raus, ich meinte die Nadelwaldrotkappe mit kräftig dunklem Hut und rötlich schwarzen Stielschuppen. Zu allem Überfluss kann ich aber irgendwie auch die Espenrotkappe nicht ganz ausschließen, da die auch so dunkelhütig daherkommen kann und die Stielschuppen vielleicht auch im Habitat von irgendwas "bearbeitet" wurden und deshalb eingefärbt haben. Die wuchsen im gleichen Habitat, etwa 30m weiter.

    Ziemlich verflixt diese Rotkappen , vor allem wenn mehrere Baumarten in der Nähe waren.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Ich hätte ein paar Bestimmlinge aus zwei grundverschiedenen Habitaten, die witzigerweise nur ein paar Kilometer Luftlinie trennen.

    1.Eine Rotkappe aus einem sehr sauren, feuchten, moorigen Habitat. Bäume in der Nähe: Tja, Espe, Fichte und Birke, was soweit ich weiß nicht eine Rotkappenart ausschließt :D Stielschuppen jung mit deutlich rötlichem Ton, auch schwärzlich. Verfärbung im Fleisch von rötlich zu schwarz. Zum Vergleich habe ich auf ein paar Bildern eine entfernter wachsende Espenrotkappe daneben gelegt. Auffällig sind der sehr dunkle Hut mit hellrötlich verfärbenden Fraßstellen.


    Bei den folgenden Bildern ist das hellhütige Exemplar die Espenrotkappe zum Vergleich

    Hier nochmal die Espenrotkappen allein, einfach weil ich sie hübsch finde

    Ich bin hier am ehesten bei der Fichtenrotkappe, aber ich schließe eigentlich nur die Birkenrotkappe aus, alle anderen könnte ich mir zumindest in geringem Maße vorstellen.

    2. Hier waren nur Birken in der Nähe, leider im Naturschutzgebiet, daher nicht entnommen. Ich gehe hier vom Schuppigen Dickfuß aus, verstehe natürlich wenn ihr hier nach Bildlage nix zu sagen könnt.

    3. Etwas weiter weg im Fichtenwald (immer noch sauer und sehr feucht) sollte mir mit dem Schwarzpunktierten Schneckling ein recht trivialer Erstfund gelungen sein.

    5. Völliger Habitatwechsel in den Kalkbuchenwald, eigentlich Südhanglage und recht trocken, aufgrund eimerweise Niederschlag in den letzten Wochen aber doch sehr feucht. Dieser Ritterling sah ein wenig wie ein Erdritterling aus, roch aber nicht nach Mehl und schmeckte leicht schärflich. Tr. scioides?

    6. Ein weißer Ritterling (?) der wohl unbestimmt bleibt

    7. Eine sehr hübsche, ebenfalls unbestimmte Koralle

    8. Bei folgenden zwei Schleimköpfen habe ich eine Idee, falls die jemand bestimmen kann top, wenn nicht auch nicht schlimm.

    Ein winziger Klumpfuß im Buchenwald ist möglicherweise C. callochrous

    9. Eventuell C. citrinus, vielleicht C. splendens?

    10. Sonst gabs noch rötende Semmelstoppler

    11. Und eine sehr merkwürdige Amanita im Kalkbuchenwald, die ich aber so katastrophal fotografiert habe, dass ich mich nicht traue zu fragen

    12. Und zum schluss noch Inocybe corydalina, schon von Stefan bestätigt.


    Guckt da gern drüber, ob ihr mir helfen könnt, sonst erfreut euch einfach an den farbenfrohen Pilzen :D Und übrigens: Wo um Himmels willen sind die Totentrompeten??

    Viele Grüße

    Danke,

    eine schöne Art, leider etwas regenbegossen, auf manchen Bildern die ich gesehen habe ist das Hutvelum noch hübscher. Der Geruch ist aber auf jeden Fall sehr einprägsam.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    da bei mir heute im Kalkbuchenwald nicht viel los war, habe ich mir heute diesen Risspilz angeschaut, der glaube ich sogar makroskopisch bestimmbar ist. Geruch war sehr auffällig süßlich fruchtig, ein wenig parfümiert aber auf jeden Fall sehr angenehm. Mit dem grünen Buckel im Kalkbuchenwald bleibt da nur I. corydalina oder? Und wegen der Ps. Geschichte müsst ihr euch auf jeden Fall keine Sorgen machen, so blöd bin ich definitiv nicht. :D

    Viele Grüße

    Hallo,

    das erste sind ganz junge Fliegenpilze, die noch vom Velum universale umschlossen sind, das später die weißen Punkte auf dem Hut bildet. Schön zu sehen die sich entwickelnden Lamellen und die rotgelbliche Huthaut. Das zweite ist in der Tat ein Bovist/Stäubling, die genaue Art traue ich mir anhand der Fotos nicht zu.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    ich fand heute diesen Recht kräftigen Raukopf im Laubwald (Buche, Eiche, Haselnuss) auf Kalk. Der Geruch war recht unauffällig, etwas erdig. Da er wohl RL2 ist habe ich im Wald gelassen, kann aber auch nochmal hin falls Infos fehlen.

    Viele Grüße

    Hi,

    danke dir. KOH würde ich überall als negativ bezeichnen. Der ist nicht ganz so kräftig violett wie es auf den Bildern rüberkommt. Ich weiß nicht warum meine Kamera das macht, sie scheint aber Farben zu verstärken. Folgendes ist, wenn auch überstrahlt, näher an der Originalfarbe.

    Ich lasse ihn jetzt sporen, brauch man da einfach nur Maße und Form? Kann die Sporen leider nur mit dem Handy durchs Mikrookular fotogragieren...

    Einfach weil sie schön sind hier zwei weitere Phlegmacien aus gleichem Habitat.

    Oehrling im Nadelwald und auf 700m im Laubwald geht es kräftig los mit den Phlegmacien falls du mal wieder Cortinarien gucken komen willst.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    ich fand heute diesen wunderschönen Schleimkopf auf stark kalkhaltigem, etwas wärmegünstigtem Boden (zum Beispiel waren auch Satansröhrlinge in der Nähe).

    Als Baumpartner kommen am ehesten Fagus und Corylus in Frage, Quercus ist nicht auszuschließen aber weit und breit kein Nadelbaum. meine Bilder haben einen leichten Stich ins violette, der hat zwar schon violette Töne, ist aber eher blau. Hut ist sehr schleimig, Stiel trocken. Hättet ihr da eine Idee? Kann ihn auch noch mit KOH malträtieren falls das hilft.

    Viele Grüße

    Hi,

    Sehr schöne Funde.

    6) ist ein Zitterzahn

    9) Halte ich für eine Holzkeule

    10) kein Hallimasch sondern ein Schüppling

    23) kannst du mit Suillus tridentinus vergleichen (Hammer Fund)

    beim Rest gehe ich mit. Edit: Am Brätling zweifle ich auch

    Schön zu sehen, dass bei dir auch die Laubwälder Pilze hervorbringen. Ich war heute in einem Kalkbuchenwald, von dem ich weiß dass es neben Totentrompeten weitere tolle Pilze gibt. Es gab zwar unzählige Saprobionten (Dachpilze, alle möglichen Schirmlinge, zig verschiedene Helmlingsarten, Stäublinge, Keulen, Öhrlinge, Flämmlinge, alles da) aber nicht einen einzigen Mykorrhizapilz. Das Wetter sollte eigentlich perfekt sein, morgen soll es nochmal warm werden, ich hoffe das bringt die dann in Gange, sonst habe ich keine Ahnung was bei denen los ist.

    Viele Grüße

    Hallo,

    du musst da wirklich tollen Kalklaubwald haben. Zusammen mit deinen Sommerfunden sind da ein paar Raritäten dabei, würde mich nicht wundern wenn man von dir irgendwann Berichte von weiteren Röhrlingsraritäten lesen dürfte.

    Viele Grüße

    Hallo,

    ich meine den schwäbisch-fränkischen Wald, nördlich von Schwäbisch Gmünd :D Fairerweise ist das meiste hiervon knapp außerhalb dieses Waldes im Welzheimer Wald, der ist dem schwäbischen Wald aber ähnlich und letzterer ist besser bekannt. Da das Gebiet höher und nördlicher liegt als Oberschwaben wundert es mich nicht, dass die Steinis da etwas früher dran sind als bei euch.

    Viele Grüße

    Danke euch für die Einschätzung. Hm dann sind entweder Jungbuchen doch schon recht fit was Wurzelreichweite und Symbiosepilze angeht, oder T. filamentosum kann auch bei Nadelbäumen.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    ich fand heute im Fichten-Tannenwald (Jungbuchen aber auch in der Nähe) mit kalkigem Boden diesen gestielten Porling auf dem Boden. Er ist sehr zierlich und die Hutfarbe ist ein etwas komisches grün-gelb, kann das Richtung Albatrellus gehen? Hatte noch nie etwas aus der Gattung.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    wie erwartet geht es nach der Röhrlingsexplosion weiter im schwäbischen Wald, die Artenvielfalt nimmt zu, wenn auch der Röhrlingswahnsinn langsam abklingt.

    1. Es gab immer noch absurd viele Steinpilze in bestem Alter. Wunderschön.

    Bei dem muss wohl irgendwas im Wachstum schiefgelaufen sein. Oder er ist einfach müde

    Wer macht denn sowas??

    2. Auch bei den Flockenhexen lässt der Wahnsinn nach, es gibt aber immer noch einige, hier mal eine Kinderstube

    3. Überraschend wenige Maronen gabs. In normalen Jahren schlagen die von der Anzahl her locker die Steinpilze und Flockis, in diesem Jahr kommen sie bis jetzt nicht mal ansatzweise ran. Etwas komisch, vielleicht kommt da aber auch der große Schub noch

    4. Wird von vielen als Steinpilz verspeist. Manche merken es immerhin noch und lassen diese geschützte Art dann abgeschnitten im Wald. Butyriboletus subappendiculatus hier in besten Steinpilzhabitus.

    5. In guten Jahren hier häufig, dieses Jahr eher selten, der Porphyrröhrling

    6. Dieses Jahr sehr häufig, deren Hauptsaison ist aber schon durch, der Schönfußröhrling

    7. Dessen Laubwaldverwandter, der Wubi wächst unterdessen unentwegt weiter

    8. Bei mir eine recht seltene Art, die Espenrotkappe, ich kenne nur 3 Standorte

    9. Ein für viele wohl sehr trivialer Röhrlingserstfund heute für mich. Der Sandröhrling ist bei mir in Ermangelung von Kiefern und kräftig sauren Böden wohl recht selten

    10. Auch bei Kiefern und daher ebenfalls recht selten bei mir, einer der kupferroten Gelbfüße

    11. Häufigst dagegen ein Pilz der Schwestergattung, das Kuhmaul

    12. Dankbares Fotoobjekt (vor allem in dem Zustand) und guter Steinpilzanzeiger, der Fliegenpilz

    13. Überall stehen kräftige, komplett madenfreie (ich glaubs ja selbst fast nicht) Perlpilze

    14. Dessen Verwechslungspartner, hier im Kalknadelwald bei Tanne (wenn auch nicht ein einziges Merkmal von var abietinum zeigend) der Panther

    15. Die Schleierlinge starten langsam durch. Häufig im Nadelwald war C. venetus

    16. Sowie auch der blutrote Hautkopf

    17. Viele unbestimmbare Telamonien

    18. Der sollte aber mit den rostfarbenen Lamellen etwas um C. laniger sein

    19. C. varius kommt gerade ganz jung

    20. Ebenso wie auch der bittere C. infractus (?)

    21. Der ist aber im Vergleich zu C. vibratilis nahezu ein Gaumenschmaus

    22. Ein recht auffälliger Schleimkopf, hat da jemand eine Idee?

    23. Bei den Sprödblättern gibt es viele Täublinge

    24. Und SEHR wenige Lachsreizker, die scheinen aber gerade im Kommen zu sein

    25. Wie auch ein weiterer Tannenbegleiter, Lactarius intermedius

    26. Ebenfalls sehr gerne bei Tanne: Massenhaft Trompetenpfifferlinge

    27. Und sehr wenige Amathystpfifferlinge

    28. Heute gabs maaaaaassenhaft Schwefelritterlinge, habe ich noch nie gesehen sowas

    29. Nur an einer Stelle dagegen einer der Tigerritterlinge

    30. Ebenfalls nur an einer Stelle gesehen: der Habichtspilz

    31. Die ersten Schnecklinge des Jahres sind Elfenbeinschnecklinge bei Buche. Heute im Nadelwald habe ich dann einem weiteren Sammler ein paar schleimige Fälblinge aus dem Korb geholt, die er für Elfenbeinschnecklinge hielt.

    32. Überall kommen große Hexenringe mit ganz jungen Semmelstopplern hervor. Über die darf sich ein anderer freuen, ich mag die nicht so.

    33. Und zum Schluss zeige ich noch ein paar hübsche Saprobionten.

    Schicke Stockschwämmchen

    34. Erste Herbstlorcheln

    35. Ein sternschuppiger Riesenschirmling

    36. Öhrlinge im Nadelwald

    37. Öhrlinge im Park unter Linde

    38. Ein Stahlblauer Rötling

    Und das wars auch schon von mir. Es gab noch einige nicht bestimmte Täublinge und Cortinarien, sowie haufenweise Lepiotas, Mycenas und Gymnopilus im Wald. Es ist herrlich aktuell, ich warte noch auf die Schnecklinge und einige Ritterlinge, sowie auf ein paar Phlegmacien, von denen ich weiß, dass es sie hier gibt. Hoffe euch hat meine größere Wanderung nicht aus der Puste gebracht :D

    Viele Grüße