Hallo, das sind beides Flechten. Nr. 1 evtl. eine Pertussaria und Nr. 2 wird wohl Lecidella elaeochroma sein, eine der häufigeren Flechten auf glatten Laubbaumrinden - das schwarze sind die Apothecien davon.
LG, Bernd
Hallo, das sind beides Flechten. Nr. 1 evtl. eine Pertussaria und Nr. 2 wird wohl Lecidella elaeochroma sein, eine der häufigeren Flechten auf glatten Laubbaumrinden - das schwarze sind die Apothecien davon.
LG, Bernd
Hallo Patrick, ja, deswegen ja die Bestimmung. Beleg geholt und mikroskopiert. Mycocalicium subtile gehört bisher mit zu den häufigsten Arten, auf einem bunten Spektrum von Substraten, von morscher Eiche (Splintholz) wie hier, bis zu intaktem Eichenholz, über Schwarzerle bis hin zu Nadelholz aller Arten, einschließlich im verbauten Zustand. Chaenothecopsis ist mir bisher kaum untergekommen.
LG, Bernd
Hallo, heute war ich mal wieder dort und habe nach Stecknadeln Ausschau gehalten, ziemlich bescheidene Ausbeute. Die hier gezeigte Nr. 7 ist Mycocalicium subtile - so schwarz kommt Ch. brunneola nicht daher und das Substrat wird nicht so aufgehellt. Ch. brunneola gab es aber auch an anderer Stelle.
LG, Bernd
Hallo allerseits,
an einem alten Eichenstubben war mir schon bei einem früheren Besuch eine markante Cladonia aufgefallen. Heute war ich mal wieder dort und habe etwas eingesteckt. Mein Chemikalienvorrat ist bescheiden, aber die Reaktion auf KOH 20% ist sofort gelb, was nach einiger Zeit zu bleibendem Braun wird.
hier sind auch ein paar nicht sonderlich gut entwickelte Apothecien zu sehen
mit KOH
Solche feinen Cladonien, die eher selten Podetien bilden, gibt es doch nicht viele, oder? Das Substrat würde auch passen.
LG, Bernd
Hallo Grüni,
auf klassischen Teppichen, die dem persischen Stil nachempfunden sind, findet man diese zipfelförmigen Muster, deren Ursprung verschieden interpretiert wird, eine Version ist die vom Wind geformte Krone einer Zeder ... Diese Form heißt Boteh (https://de.wikipedia.org/wiki/Boteh-Muster) - im Persischen werden ja die kurzen Vokale weggelassen, die schreiben also nur BTH (بته) - die Vokale muss man kennen oder man darf sich welche aussuchen ![]()
LG, Bernd
Hallo allerseits, ich hatte heute auch die Gelegenheit, Ch. furfuracea erstmalig nicht unter einem Wurzelteller zu finden (also das auch, wie üblich an Fichtentellern, wobei ich dazu sagen muss - was ich bisher wohl nicht erwähnt hatte - das die Wurzelteller immer in relativ feuchter Lage sind, in Bachnähe oder im Moor oder Bruchwald). Und zwar auf Kiefernholz, die unteren Meter des Stamms stehen noch, schon länger entrindet. Der Stamm ist teilweise flächendeckend mit Ch. chlorella besetzt und dazwischen und unten in Bodennähe mit Ch. furfuracea besetzt.
Sehr schön zu sehen der Kontrast der Grünsorten und der Größenvergleich
LG, Bernd
Hallo allerseits,
auf einem entrindeten Ast des gemeinen Spindelstrauchs (Euonymus europaeus) wachsen dichte feine schwarze Haare. So bis 300 µm lang und 10-15 µm dick. Segmentiert, wenngleich das nicht sonderlich gut zu sehen ist, dazu gibt es mehrfach septierte botehförmige braune Sporen
Hier habe ich was passendes gefunden, wo auch der Spindelstrauch als Substrat genannt ist. Also zumindest ein sehr guter Kandidat https://bladmineerders.nl/para…lminthosporium-velutinum/
LG, Bernd
Hallo Patrick, das ist durchaus möglich, und dafür würde wohl auch das Substrat besser passen. Richtig klar wird das wahrscheinlich erst, wenn ich eindeutige C. viride finde.
LG, Bernd
Hallo Thorben, Du könntest ja vielleicht den Beitrag noch umbenennen.
Und verschieben lassen, entweder mit zu den Flechten oder zu den Pilzportraits Ascomyceten / Sonstige
LG, Bernd
Hallo allerseits, heute habe ich mal Ausschau nach Stenocybe pullatula gehalten. Die soll auf Erlenzweigen wachsen und da es hier nur die Grauerle und Schwarzerle gibt, sollten auch keine Verwechslungsarten zu finden sein. Auf Grauerle, gleich am ersten geprüften Baum (tot, schon lange umgefallen, Zweige noch berindet) an Zweiglein der Stärke 5-15 mm. Dann auch noch an weiteren Bäumen. Winzig die Kerlchen, so 0,3 bis 0,4 mm hoch. Gelegentlich verzweigt (so 1 von 40).
Dieses Zweiglein ist 6 mm dick
Auflicht (unterm Mikro habe ich keine verzweigte gefunden)
In BWB, Septen in den Sporen habe ich nicht gefunden. Das mag am Reifezustand liegen. Sporen 11-16*5 µm
Ein Exemplar mit reiferen Sporen hatte Thorben hier gezeigt: Stenocybe pullatula (Ach.) Stein 1879
LG, Bernd
Hallo allerseits,
an einem seit mehreren Jahren entrindeten Kiefernstamm befindet sich sehr zahlreich eine Calicium mit deutlich abgesetztem, dunklerem Mazaedium. An manchen Stellen auf grünlichem Lager, aber nicht überall.
Auflicht, der untere Teil des Köpfchens ist teils weiß-hellbraun bereift
reife Exemplare sind sehr strubbelig
in Wasser, reife Sporen septiert, eingeschnürt; mit runden Enden, ornamentiert; 8-11*5-7 µm
im Übergangssatdium scheinen diese Sporen (oben mittig, die hellere Spore) noch eine Hülle zu haben, welche die Enden spitz macht (und die Abmssungen länger), als abgelöste Reste hab ich diese Hülle aber nicht gefunden
Algen sind kugelig
Weil im Schlüssel auch die Jod-Reaktion abgefragt war, noch in Melzers → keine Blaufärbung
bei der Gelegenheit sind mir einige wenige Asci untergekommen mit schon entwickelten Sporen, warum da immer nur 6 Sporen zu sehen sind, erschließt sich mir nicht
Mit dem teilweise grünen Lager und der plausiblesten Variante im Schlüssel komme ich zu Calicium viride. Allerdings sind die Sporen kleiner als in der Literatur genannt (was eventuell daran liegen könnte, dass in der Literatur diese mittelreifen Sporen mit Spitzen vermessen wurden). Das Substrat Kiefernholz ist nicht sonderlich typisch, auch wenn Wirth et al. entrindetes Holz als gelegentliche Option erwähnen. Und schlißlich wächst das an dem Stamm eher nicht regen- und windgeschützt, sondern besonders an der NW-Seite wetterexponiert. Allerdings wüsste ich nicht, was es sonst sein könnte.
Ach ja, die Exemplare auf grünem Lager und die auf eher grauem Lager unterscheiden sich mikroskopisch nicht.
LG, Bernd
ja, meine Gegend hier um Plauen im Vogtland war schon zu DDR-Zeiten bekannt für die Trockenheit
Plauen hat in der Wikipedia ein Klimadiagramm, das da sagt, das Jahresmittel ist 582 mm. Das liegt sicher unter dem deutschen Durchschnitt, aber weit über dem östlichen Vorharz, da hat etwa Quedlinburg 438 mm, oder Oschersleben 489 mm.
LG, Bernd
ich wohne in der trockensten Ecke in D
steffen, bist du Dir da sicher? eigentlich ist doch das östlich Harzvorland im Regenschatten des Harzes das niederschlagsärmste Gebiet ... Was das Gelände nicht daran hindert aufgrund der vorzüglichen Böden dennoch mit die höchsten Erträge zu bringen. Eventuell kommt der Barnim noch in Frage, aber doch sicher nicht das Vogtland
LG, Bernd
Hallo Ernst,
P. monticola ist wohl eine der Arten, die nicht besonders gut etabliert sind. Ich hatte auch schon mal in die Richtung geschaut, aber bisher nichts eindeutiges gefunden.
Hier würde ich anhand der Apothecien, die nach außen aufgebogen und deutlich gekerbt sind, an P. rufescens denken - immerhin die wohl häufigste Art solcher trockenen Standorte in D. Und zudem ein ziemliches Chamäleon, was die anderen Eigenschaften anbelangt.
LG, Bernd
N'abend,
auch auf der Saunawand befindet sich eine Stecknadel, die teils vollständig bereift (weißlich + leichter Blaustich) ist. Die beschränkt sich aber nicht nur auf das Fichtenholz, sondern wächst auch am Dämmmaterial zwischen den Stämmen (Sphagnum sp.). Eigentlich wäre die Art ja klar, trotz unüblichem Substrat, aber es fehlen wiederum die Strichococcus-Algen, die von den Schlüsseln verlagt werden. Entweder muss man die Schlüssel revidieren oder das ist doch was anderes ... Ich tendiere ja zu ersterem.
Außerdem auch nicht so selten verzweigt.
Sporen 2,5-4,5 µm, pigmentiert
LG, Bernd
N'abend allerseits,
für den Moorwald ist Ch. chrysocephala dokumentiert, und da ich die bisher nicht am Hof gefunden habe, war das eine der gesuchten Arten. Ging ziemlich schnell die zu finden. An etlichen gut morschen Kiefernstubben, zumeist mit Unmengen an anderen Stecknadeln
Die ist immerhin leicht zu identifizieren.
LG, Bernd
Hallo Martin, schick,
also die Bilder von rufescens und neckerii würde ich so per Ferndiagnose als gesichert sehen. P. collina ist wohl auch klar.
LG, Bernd
Hallo, allerseits,
gestern war ich mal kurz im Moor. An liegender Kiefer im hochmoorigen Kiefernmoorwald habe ich diesen kleinen (2 mm) grell rot-orangen becherförmigen Pilz gefunden.
An dem dicken entrindeten Ast:
Für eine Gallertträne eigentlich zu becherförmig geförmt, aber der Verdacht geht in die Richtung
Auflicht
in Wasser, sehr gut quetschbar
Sporen rund bis oval, 4-7*3-5 µm, Septen sehe ich keine
Die meisten Arten der Familie haben aber langgestreckte Sporen, oft septiert.
Vielleicht hat ja jemand eine Idee?
Danke für's Anschauen,
Ach ja, die Torfgränke blüht
LG, Bernd
Hallo allerseits,
auf die Bemerkung von Ingo hin, dass seine Peltigera canina keine Apothecien bilden, habe ich mir einerseits meine Bilder davon nochmal angeschaut. Andererseits bin ich heute über eine P. canina am Hof gestolpert - in Ausbreitung begriffen, jedenfalls auf meinen Wiesen - die ein einzelnes junges Apothecium hat.
Ein älterer Fund der Art (bzw. des Aggregats) hatte reichlich Apothecien, hier gezeigt Peltigera sp. → Peltigera canina Der stammte vom Waldrand, 20 m von einer Straße entfernt. In diesem Jahr noch nicht nachgeschaut.
Die meisten Funde stammen jedoch von Magerwiesen, und die haben eigentlich keine Apothecien, zumindest habe ich auf den Fotos keine gesehen. Ich hatte im letzten Jahr da auch schon nach Ausschau gehalten.
Die weißliche Äderung ist immer nur im Zustand des Austrocknens zu beobachten, und nur bei canina (zumindest ist es mir bei den anderen nicht aufgefallen), sobald es regnet, ist das wieder weg
reichlich Knospen am Ran
Rhizinen
junges Apothecium in rot
Italic schreibt zu canina, dass Apothecien häufig sind. Da ja mindestens noch eine neocanina beschrieben ist, stellt sich die Frage, ob es sich bei der Frage der Apothecien nicht auch um andere Arten handeln kann.
LG, Bernd
Hallo Ernst, sieht ja sehr schick aus, aber von denen habe ich noch nie was gefunden.
LG, Bernd
Hallo allerseits,
hab heute noch einen Baum besichtigt, eine Fichte, die große Bestände von diesmal Trichaptum abietinum am stehenden Stamm hat (am Holz kürzlich schon reichlich Mycocalicium subtile gefunden, bei der Gelegenheit hatte ich mir die Trichaptum aber nicht näher angeschaut).
Nicht überall, aber >10% der Trichaptums haben Stecknadeln in der Frisur
mit mm-Skala
in KOH 3%, interessante Farbhalo um das Köpfchen, irgendwas in KOH löslich?
Fuß, ob das Grün im Substrat auf Lichenisierung hindeutet? Eigentlich waren eher die weniger veralgten Fruchtkörper mit den Stecknadeln bewachsen.
Substrat mit Algen
Köpfchen
Sporen 3,5-4,5 µm, pigmentiert, mit Hyphen des Substrats
LG, Bernd
Hallo Martin, ich habe zumindest nichts gesehen, was für eine Lichenisierung spräche. Allerdings habe ich auch nicht versucht, den Fuß komplett mit rauszuschneiden. Müsste ich vielleicht nochmal schauen.
Ob das ein Wiederfund ist, weiß ich noch nicht. Die Stecknadel, die ich früher mal auf Trichaptum biforme gefunden hatte (Phaeocalicium polyporaeum) hatte ich mangels Mikroskop nicht untersucht. Da mir - und dem beratenden Lichenologen aus Minsk - zu dem Zeitpunkt die Gattung Chaenotricha nicht bekannt war, sah es so aus, als wäre der mit dem Substrat ausreichend bestimmt. Aussehen tut der schon anders.
Bild vom 8.8.2023 von der Phaecalicium, die war 24 nicht wiedergekommen und die Trichaptum ist auch eingegangen mittlerweile.
LG, Bernd
N'abend,
die Gattung Chaenotricha wurde erst 2023 kreiert, aus Chaenotheca herausgelöst (https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10918626/), begründet mit Sequenzierung und Wuchs auf Trichaptum Fruchtkörpern.
Ein Exemplar von Ch. cilians aus Litauen hat Eingang in die obige studie gefunden, aber wohl erst in späterem Stadium. Selbiges Exemplar wird auch bei italic8 gezeigt (https://italic.units.it/flora/…re=ext_taxon_page&id=5508) auch wenn es im Hauptschlüssel nicht erscheint. Auf diesen Fotos sieht man Tr. fuscoviolaceum an Kiefernrinde.
Gelegentlich habe ich danach Ausschau gehalten und heute unweit (400 m) gefunden, Tr. fuscoviolaceum an Borke von toter Kiefer. Die steht/hängt schräg, ca 45°, und die Stecknadeln befanden sich auf der "Unterseite". Nur wenige Exemplare der Stecknadel.
in Wasser, relativ heller Stiel der sich auch gut quetschen lässt, Sporen pigmentiert, 3-5 µm, dickwandig
in Melzers
LG, Bernd
N'abend,
und dann habe ich noch eine unklare Chaenotheca, wo ich nirgends hinkomme. Auch vom Hof, von einem mächtigen Eichenklotz, der im Schatten steht, am Holz/Bastschicht, mäßig morsch
Mazaedium braun, unterseits+Stiel oben vielfach blaugrau bereift. Lager ist eigentlich nicht zu sehen.
Auflicht
in Wasser
sporen rund, braun, ziemlich klein, 2-3,5 µm
Die Algen dazu sind winzig, im Holz, von kugelig bis länglich abgerundet.
Mit runden Algen geschlüsselt kommt man nirgendwohin, mit zylindrischen (was m.E. eher weniger passt) könnte vielleicht Ch. xyloxena passen.
Vielleicht hat Patrick ( nupharlutea ) eine Idee?
LG, Bernd
LG, Bernd
