Beiträge von kruenta

    Hallo allerseits, heute habe ich, wenn auch in einem anderen Wald, die Nummer 3 erneut gefunden. Ähnliche Fundsituation, an umgefallener Kiefer im Moorwald. Mit KOH verfärbt es sich rot, 3 Stunden später ist der Fleck dunkelrotbraun. Damit kann man Gloeoporus taxicola wohl als gesichert annehmen, danke für die Wegweiser an alle Beteiligten.

    LG, Bernd

    Hallo, es gibt nur wenige Fruchtkörper des Pilzes und keine resupinaten Anteile, und auch nur an einem Stamm. Reste von sehr wahrscheinlichen Inonotus radiatus sind zu erkennen. Damit dürfte die Art dann als ausreichend sicher bestimmt sein.


    der betreffende Haselstrauch

    vorhandene Frk.

    Reste von vermtl. Inonotus mit farbenfreudigem Schleimi ( lamproderma ), vielleicht ist der auch substratspezifisch?


    LG, Bernd

    Hallo Pablo, in diesem Wald gibt es mehrere Hasel voll mit I. radiatus. Die passt sicher als Substrat. wobei mir dieser Inonotus schon komisch vorkommt - an (Schwarz-)Erle hat der graue Poren, an Hasel fast weiße. Entweder wirken da die in Erle reichlich vorhandenen Farbstoffe oder das sind doch noch zwei verschiedene Arten. Aber das ist ja ein anderer Thread.

    LG, Bernd

    Die Vergleichsbilder von beli sind super, danke (oben sieht aus wie Buche, und das untere Substrat? Erle oder auch Buche?). Und eigentlich hätte ich mich an A. serpula erinnern müssen. da gab es ja erst im Juli einen Thread zu, wo ich sogar mal gepostet hatte ... Da es hier keine Buchen gibt und I. nodulosus wenn überhaupt, dann selten ist, wäre auch A. serpula was in der Region recht seltenes.

    Das ist ganz in der Nähe von Gloiodon strigosus - der ja auch eine Art der sehr naturnahen Wälder sein soll. Von daher kann vieles möglich sein.


    LG, Bernd

    Hallo Pablo, wenn A. citrinella an F. pinicola gebunden ist, könnte der doch auch genausogut an Grauerle oder Birke anzutreffen sein. Klar, das ist was sehr seltenes, was aber andererseits auch dazu führt, dass es Lücken in der Kenntnis zur ökologischen Amplitude gibt. Aber mit Antrodiella serpula - noch hie gehört - kann ich auch gut leben. Bilder von in situ reiche ich dann nach. Die D. confragosa hatte ich bisher immer in Einzelstücken oder kleinen Gruppen, noch nie so im Cluster. Danke.


    LG, Bernd

    Hallo Pablo, naja der Schmetterling ist als Notlösung ja immer gut, gerade bei entomologischer Vorbelastung. Ich habe gestern zum Vergleich mal noch eine Reihe verschiedenen Alters dazugelegt, die trocknen anders und auch die Oberfläche ist samtig. Dass die Farbe so auch möglich wäre, klar. Ist jedenfalls eingetütet.

    Bisher habe ich noch kein nachgewiesenes Sch. paradoxa - war immer was anderes :D, von daher, kann ich da schon immer weitersuchen.


    LG, Bernd

    Moin, war mal kurz zur "Raucherpause" im Wald, bei Niesel und herbstlicher Dunkelheit ohne Fotoapparat. Trotzdem wieder interessante Sachen, an denen ich nicht vorbeilaufen konnte.


    1) an altem, sehr morschen, liegenden Hasel ein kleiner (2-3 cm) gelber Porling. Was da nun noch alles an dem an Pilzen war habe ich jetzt nicht geschaut. Falls der Verdacht A. citrinella nicht abwegig ist, werde ich das sicher prüfen und nachreichen. Keine Reaktion auf KOH.


    2) an abgebrochenem, liegenden Salweidenstamm, eine Seite komplett mit Trametes pubescens bestückt, die andere mit dieser weißbraunen. So richtig passt wieder nichts. Rosa Verfärbung mit KOH. Mit den nichtverfärbenden Tropfen im Trama - ob das Richtung Oligoporus guttulatus gehen könnte? Wobei der, den ich neulich hatte, nur ganz kurze Poren hatte und die hier sind riesig lang ...

    LG, Bernd

    Hallo,

    von der Moorwanderung am Samstag hab ich noch zwei unklare Porlinge


    1) An Moorbirke bis 3-4 cm große graue, deutlich feuchte Trameten mit sehr feinen weißen Poren, sehr dünn, noch dünner als T. versicolor. Huthaut glatt, ähnlich wie bei T. ochracea, eingetrocknet papierartig wie T. biforme. Der Frk. krempelt sich beim Eintrocknen 180° nach unten ein, auch damit unterscheidet es sich erhelblich von T. versicolor. Ihr hattet ja neulich, als ich die vermutliche P/O floriformis gezeigt hatte, erwähnt, dass es da noch ein paar Joker-Arten gibt. Vielleicht ist es eine davon ...


    getrocknet, von heute


    2) Der ist eigentlich nicht unklar, sondern es ist klar, dass da nichts geht :D - ohne Beleg. An dickem Haselnussstamm, hellgelb. Ziemlich dunkel unter dem Blätterdach aber die Farben kommen ganz gut hin. Xylodon flaviporus erscheint mir ein ganz passender Arbeitsname. Ließe sich sicher wiederfinden.


    LG, Bernd

    Hallo Pablo,

    ein Biotopfoto habe ich nicht, da sieht man mit dem Makro immer nicht so viel. Die Kiefer war ein ziemlich alter Baum, der dem Standort entsprechend relativ langsam gewachsen ist, krumm und schief, mit engen Jahresringen und entsprechend harzhaltig. Durch die Wuchsform liegt der nicht in ganzer Länge auf dem Boden. Und der Vermoderungszustand ist variabel. Stehende Nässe gibt es hier nicht, die Torfschicht dürfte so um 30 cm dick sein, was natürlich schon ein Wasserspeicher ist und Austrocknen erheblich verlangsamt. Noch ohne Tormoose an der Stelle.

    Keine Ahnung, woher die gelben Flecken stammen. sie sind jedenfalls auf dem angetrockneten Beleg vorhanden, evtl. sogar ausgedehnt. Diese Kruste war an der Stelle auf dem Rohholz (unberindet), nirgendswo begrenzt von anderen Pilzen. Wobei der Stamm schon einiges an Arten beherbergt.


    LG, Bernd

    Moin,

    den Pilz hatte ich im Winter erstmalig angefragt und seitdem mehrfach gefunden und gelegentlich gezeigt. Sodass ich mittlerweile ganz gut die verschiedenen Entwicklungsstadien zeigen kann.

    In geeigneten Biotopen (Auwald, Moorwald, Bruchwald) ist der Pilz nicht selten und ziemlich zuverlässig zu finden, wenngleich kein Massenpilz. Meine bisherigen Funde waren, soweit ich mich erinnere, alle an Birke, und zwar an Moorbirke.


    Der Pilz kann deutlich größer werden als T. abietinum, so mit Schlappen um 10 cm * 6 cm. Meistens recht schmal am Substrat aufsitzend.


    Alle Bilder sind von gestern.

    Kleinere Fruchtkörper an Birkenzweig


    Große Fruchtkörper, teilweise schon jenseits der Wachstumsphase und damit ohne violette Färbung


    Ältere Fruchtkörper ohne Violett und komplett irpexoid, auch die sind bis 6 cm breit

    LG, Bernd

    Hallo,

    an einer dicken seit etwa 10 Jahren liegenden Kiefern im Moorrandwald befindet sich unterhalb (seitlich) diese Kruste in großen Bereichen 10 cm * 30 cm und mehr.

    Hyphoderma terricola scheint auf den ersten Blick nicht abwegig, aber es gibt sicher noch deutlich mehr Arten, die in Frage kommen und von denen ich noch nichts gehört habe. Einen Beleg habe ich mitgenommen.


    in situ bei suboptimaler Ausleuchtung


    abgeschälter Beleg, etwas bessere Lichtverhältnisse


    LG, Bernd

    Hallo pilzi, die sind schon grenzwertig. Aber solange die nicht (übermäßig) madig und matschig sind und kein Schimmel daran ist, kann man die schon noch trocknen, wenn man denn nichts besseres findet.

    Wobei es da sicher auch rigorosere Meinungen gibt als meine.


    Immer dran denken, es gibt mehr Pilzvergiftungen wegen überalterten Pilzen als wegen giftigen Pilzen.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    aus dem Moorwald, mit Fichte, Birke und wie man sieht viel Bärlapp, stammt dieser recht große (8-12 cm) Lamellenpilz mit hohlem Stiel. Hut grau, glänzend. Lamellen angewachsen, teilweise verzweigt aber auch mit Zwischenlamellen. Geruch war unauffällig, vielleicht ganz leicht wie Radies. Nicht verkostet. Mein erster Gedanke war ein Milchling, aber mit einem nicht brechenden, sondern fasernden hohlen Stiel kann das ja nicht sein.


    Hebeloma incarnatulum erscheint mir keine ganz schlechte Idee, allerdings sehen die Lamellen hier (Rund um den Sumpf herum - Teil 2) ganz anders aus. Ansonsten deke ich eher an Clitocybe, wo ich aber nichts finde. Auffällig finde ich, dass die Färbung der Huthaut ins Fleisch übergeht.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, hab heute die fraglichen Pilze noch mal angeschaut. Die Antrodia (4) verfärbt sich mit KOH nicht, damit ist es zumindest keine A. alpina.


    Die (2) sieht unverändert aus und ist nicht (wesentlich) gewachsen.

    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    hallo Thorben,


    da ich hier ja der Oberbösewicht bin, möchte ich meinen Standpunkt erläutern.


    Zunächst, ich hab den kurzen Text gelesen und auch die Bilder angeschaut ("dann frage ich mich, ob der Link auf Ascofrance mit den Inhalt überhaupt gelesen wurde" siehst Du, so schnell kann es gehen, anderen etwas zu unterstellen, wenn auch nur implizit).

    Dass ich einerseits immer gern allen Leuten Sachen schicke, die diejenigen interessieren, dürftest Du wissen. Oder wenigstens zeige und anfrage, ob Interesse besteht. Sogar den Typ wegen Tympanula habe ich auf Deine Empfehlung hin angeschrieben, aber keine Antwort bekommen.


    Nun ist es ja so, dass es in dem Text heißt, die könnten an "Polypores" wachsen, und davon habe ich einiges vor Ort. Ich hätte es also gern gesehen, wie das aussieht. Das Bild mit "in situ" ist ein Witz. Kein Meßbalken, keine Größenangabe. Ein Laborbild ohne Kontext. OK, da gehe ich davon aus, dass er sich anscheinend nicht mehr vorstellen kann, dass hier Erklärungsbedarf besteht. Oder er richtet sich halt nur an Leute, die etwas finden, bis zur Gattung kommen und dann über die Aufforderung stolpern - recht unwahrscheinlich. Man sollte dem Wald- und Feldmykophilen schon etwas mehr an die Hand geben.


    Der Punkt mit der Wissenschaft. Literatur. Was es in Amiland gibt, sind sehr gute Bibliotheken. Wenn es einen Holotyp aus Europa gibt, fällt es mir schwer zu glauben, dass es davon nur ein Foto gibt. Ein Holotyp entsteht durch eine gültige Beschreibung. Die wäre zu erwähnen gewesen, idealerweise als Link, Scan, auszugsweiser Scan (der Urheberrechte wegen ggf.). Ganz klassisches Zitieren wäre aber auch schon schick.


    Der sogenannte persönliche Angriff, damit meinst Du wohl, dass ich es witzig finde, dass jemand eine Art nach sich selbst benennt? Da hast Du natürlich Recht, denn es heißt ja, nicht der hat schlechtes Benehmen, der auf die Tischdecke kleckert, sondern der, der es nicht übersieht. Mea culpa. Davon ab kann es natürlich sein, dass die Familie schon immer in Pilze macht. Vater und Großvater meines Doktorvaters waren auch schon Professoren an der gleichen Uni in ähnlichen Fachbereichen ...
    Aber ob man das nun als persönlichen Angriff werten muss?


    LG, Bernd

    Hallo Thorben, eigentlich hatte ich im nachhinein überlegt, dass das etwas zu krass war, wie ich das formuliert hatte. Aber trotzdem bin ich der Auffassung, dass Informationen auf dem Niveau eines Wiki-Artikels von jemandem, der wissenschaftlich auf dem Gebiet arbeitet, schon erstellt werden könnte, wenn man denn erwartet, dass dem Aufruf tatsächlich Folge geleistet werden soll. Es gibt natürlich auch Leute, die Bachelor, Master, PhD, PostDoc immer das selbe machen und sich nicht mehr vorstellen können, dass andere diese Sachen nicht wissen oder verstehen. Wenn der Herr Mack aber eine Anamorphe auch noch mackii nennt (natürlich nicht nach sich selbst, sondern nach dem Großvater väterlicherseits, der Bescheidenheit wegen), frage ich mich schon etwas ...

    Vielleicht ist so eine Anfrage nicht unüblich, aber dass sie erfolgversprechend ist, wage ich zu bezweifeln.


    Ein Spezialist ist jemand, der sehr viel über einen sehr kleinen Bereich weiß, und der immer mehr über immer weniger herausfindet, bis er schließlich alles über nichts weiß.


    LG, Bernd