Hallo, also ich würde als auffälligsten Unterschied ja festmachen, dass terrestis dick und fleischig ist, während caryophylleum die Konsistenz von Papier hat. Da ist eigentlich keine Verwechslung möglich.
LG, Bernd
Hallo, also ich würde als auffälligsten Unterschied ja festmachen, dass terrestis dick und fleischig ist, während caryophylleum die Konsistenz von Papier hat. Da ist eigentlich keine Verwechslung möglich.
LG, Bernd
Hallo allerseits,
Aus dem Kiefernwald (sonst kommt höchstens noch ein einzelner Ahorn und weiter weg stehende Fichte in Frage) habe ich diesen reinweißen Ellerling, der in größerer, lockerer Ansammlung steht. Hutgröße bis 3 cm. Lamellen sehr weit herablaufend. Geruch angenehm pilzig, Geschmack unauffällig.
Danke für's Anschauen und für Vorschläge,
LG, Bernd
Hallo,
also ich würde den ersten für einen Rötelritterling (Lepista sp.) und den zweiten für einen der Schleierlinge (Cortinarus sp.) halten.
LG, Bernd
Moin,
hier noch Bilder der gelben Keule (für die wohl nur C. laeticolor und helvola in Frage kommen?) von vor Ort. Ziemlich klein und schwer zu finden, selbst wenn man weiß wo sie sind
und dann gab es noch einen Ellerling
(6), den ich wegen der Lamellen als Juchten-Ellerling (Cuphophyllus russocoriaceus) ansprechen möchte, der scheint ja laut Pilze-Deutschland recht selten zu sein.
LG, Bernd
Hallo Wastl, also auf alle Fälle was aus der Umgebung. Mit dem deutschen Namen ist man wohl auf der sicheren Seite. Aber mir war so, als würde man diese Gattung gerade zerpflücken. Also ob das noch Gyromitra infula s. str. ist, kann ich Dir nicht sagen.
LG, Bernd
Hallo,
also Thelephora ist ja offensichtlich kein Latein, denn das Latein hat th (theta) und ph (phi) eben nur in griechischen Lehnwörtern (oder solchen, die über das Griechische entlehnt sind). Allen bekannt sein dürfte das Wort Euphorie, aus dem Griechischen stammend, wobei der erste Teil identisch mit dem Eu- in Euthanasie und Eutrophie ist, der zweite hier relevante Teil heißt 'tragen' ( Ditte in den indischen Sprachen lautet die Verwandschaft dann bhar-, aus dem Deutschen dazu Bahre, gebären)
Thele musste ich nachschlagen, das heißt einfach Warze, Zitze - da fällt mir jetzt nicht ein, woher man das aus dem Alltag kennen könnte. Die Mediziner werden es auch nicht kennen, weil da wohl Latein verruca verwendet wird.
Das Wort heißt also nichts weiter als Warzenträger.
Bei neuen wissenschaftlichen Namen müssen die Autoren neuerdings ja immer die Etymologie des Namens dazuschreiben.
LG, Bernd
Ich habs ja auf die Unterseite gegeben, das Zeug ist durchgelaufen und die Verfärbung ist auf der Oberseite. Einen helleren hab ich jetzt auf die Schnelle nicht gefunden, da würde man das wohl besser sehen, LG, Bernd
Hallo,
nach 2 Wochen mit vielen Keulen und Rötlingen auf der Wiese im August war fast totale Ebbe (auf der Wiese), abgesehen von den immer noch zu sehenden Leichen der Keulen.
Heute habe ich beim Schafe besuchen mal wieder nach Pilzen geschaut, es gibt ein paar Neuigkeiten.
1) gelbe Keule - wie aus den anderen Threads ersichtlich kommen da mehrere Arten in Frage, bei der ist vielleicht auffällig, dass die sich mit den typischen Magerwiesengräser Nardus stricta (Borstgras) und Danthonia decumbens (Dreizahn) eindrängen
2) eine kräftigere Mycena mit dunklem auffällig gedrehtem Stiel
3) eine filigranere Mycena mit deutlich nach unten überlappender Huthaut
4) das dürfte Cuphophyllus virgineus sein
5) und was aus der Umgebung Cuphophyllus sp.
LG, Bernd
Hallo,
die Nr. 1 ist ein Schleierling. Die Rötelritterlinge sind oben glatt, nicht filzig wie hier. Außerdem ist ja auch oranges Sporenpulver zu sehen. Es gibt da zwei Arten, den klassischen violetten, der bei Laubbäumen wächst und den hercynischen, der bei Nadelbäumen wächst. Bei Dir liegen nur Blätter rum, also wohl C. violaceus.
Die anderen kenne ich nicht aus eigener Erfahrung.
LG, Bernd
Hallo Martin, leider nicht zu sehen Deine Bilder, LG, Bernd
Hallo Pablo, die Poren sind ziemlich fein, so 4-5 pro mm womit man dann bei ca. 20 pro mm2 landet.
LG, Bernd
Hallo, bei der gestrigen Tour gab es auch ganze Hundertschaften von Gyromitras zu bewundern. Da Christoph ( Tricholomopsis ) ja im vorigen Jahr und auch im Frühling gesteigertes Interesse an der Gattung hatte, habe ich ein paar eingesteckt. Leider ist Christoph seit Sommer abgetaucht, falls jemand persönlichen Kontakt hat und das für angemessen hält, vielleicht könnte man ihn darauf aufmerksam machen.
Die wuchsen auf Birke, Zitterpappel und vor allem auf Stubben und umgefallenen Stämmen von Fichte. Ob das Substrat irgendwie artrelevant ist, weiß ich nicht - sah mir aber zumindest nicht so aus.
Zitterpappel
Birke
Fichte
LG, Bernd
Hallo,
bei etwas längeren Moorwaldtour habe ich den fraglichen Pilz Nr. 1 an weiteren mindestens 4 Birken gefunden. Davon habe ich je einen mitgenommen. Die sind alle wieder in dieser komischen Weise nach unten umgekrempelt getrocknet. Also ich glaube nicht an Schmetterlinge, höchstens es gibt davon eine Moorbirkenunterart. Ich habe mal versucht, im russischen Web nach passenden Arten zu suchen, aber da scheint es auch nichts passendes zu geben.
LG. Bernd
Hallo Günter, ich wohne ja in Litauen, weswegen auch alle meine Funde aus Litauen stammen. In diesem Fall stammen alle Bilder aus dem NSG Pravirsulio tyrelis. Das ist ein Feuchtgebiet mit relativ vielfältigen Biotopen zwischen etwa 115 m und 130 m gelegen. Pilze-Deutschland zeigt für Deutschland 7 Datenpunkte, die überraschender Weise alle nicht montan sind. Dort stammen die Fotos von Peter Karasch - die Bilder können natürlich auch aus dem Ausland stammen.
LG, Bernd
Hallo Martin, die Art wurde letztens mehrfach in Weißrussland gefunden und ein mit Vaclovas befreundete Lichenologe von dort hat uns darauf aufmerksam gemacht. Zur ökologischen Beziehung weiß ich erst mal nichts. Aber anhand der Bilder, die man im Netz so findet, scheint die Flechte eher auf frischen, noch nicht veralgten Pilzen zu wachsen.
LG, Bernd
Hallo Martin, mein Kumpel Vaclovas, der die bestimmt hat, hat die schon aus mind. 5 m Entfernung gesehen. Leider habe ich jetzt keine Bilder von dem ganzen Wurzelteller gemacht. Aber die Flechte ist tatsächlich von Weitem als hellgrüner Fleck vor dem braunen Wurzelwerk/Torfboden zu sehen. Und so aus nem halben Meter Entfernung sieht man dann schon die gelblichen Stecknadelköpfe, so in der Größenordnung 1 mm. Aber nur im Zentralbereich der Flechte. Eine Lupe braucht man für diese Art nicht.
Wobei die nicht an jedem Wurzelteller waren und dann meistens recht weit unten.
LG, Bernd
Hallo, es gibt etliche Leute, die mit solchen Mengen angeben. Das mag Sinn machen in Ländern (wie Litauen, speziell im Süden), wo Steinpilze und Pfifferlinge aufgekauft werden. Aber warum man im deutschsprachigen Raum so viele Steinpilze sammeln sollte? Reicht dann vielleicht das ganze Jahr. Wobei die Bilder ja auch aus einem Land stammen können, wo das nicht verboten ist? Allerdings erreicht man mit Hinweis auf Verbot usw. eher nichts. Vermutlich wäre es einfacher sich vorzustellen, puh, die Arbeit so viele Pilze zu putzen und konservieren und erhält dann vielleicht sogar eine schlüssige Antwort, warum das ganze und für wie viele Personen.
LG, Bernd
Hallo, heute kann ich Euch eine Flechte zeigen, die hier als charakteristische Art von Fichtenwurzeltellern gilt - damit natürlich auf Biotope beschränkt ist, in denen entwurzelte Fichten lange genug rumliegen. Die Bestimmung stammt nicht von mir - auf Plausibilität geprüft habe ich es aber schon.
LG, Bernd
Noch ein paar Bilder dazu. Das Ziel der heutigen tour war die Suche nach Phaeocalicium polyporaeum, einer Flechte die wie kleine schwarze Stecknadeln auf Tr. biforme wächst. Wozu man zunächts erst mal Tr. biforme benötigt. Gefunden haben wir etwa 15 Substrate damit, nur Birke, überwiegend Moorbirke, teilweise aber auch Sandbirke. Die Flechte war nicht zu sehen.
LG, Bernd
Hallo Martin, das sieht gut aus für eine Buckeltramete mit der Porenform.
LG, Bernd
Hallo,
heute einiges von einer Insel im Moor, die mit Birken, Zitterpappel und Hasel und am Rand auch mit Fichten bewachsen ist. Sehr viel Totholz, keine Bewirtschaftung.
Eine kleine Auswahl an spannenden Poringen & Co.
1) ein +/- resupinater, flachhütiger Phellinus an toter Moorbirke, der über alte Fruchtkörper (gleiche Art? andere Art?) wächst
2) ein Phellinus an alter, lebender Fichte, mit KOH sofort dunkelbraun/schwarz
in etwas älterem Zustand an einem anderen Baum
3) Antrodia oder so am Fuß einer Sandbirke. Was das orange unten ist erschließt sich mir nicht, schleimig, vielleicht befallen mit irgendwas
4) und wieder mal ein sehr heißer Kandidat für Antrodiella citrinella, diesmal ordnungsgemäß an einem Fichtenstubben (abgebrochen, nicht gesägt) mit alten, einst rotrandigen Resten. In kleinen Stücken ins morsche Holz und Moos eingebettet.
5) Pseudormerulius aureus, der dürfte klar sein, daher keinen Beleg mitgenommen
LG, Bernd
