Beiträge von kruenta

    Hallo allerseits,


    hatte ich bisher auch noch nicht gesehen, dass ein Haselporling am abgefallen Ast weiterwächst, mit der entsprechenden Umorientierung.

    Am noch stehenden Ast

    im Doppel

    am abgefallenen, einst oben davon, dazugehörenden Ast (rechts war jeweils oben) zwei weitere Frk., die mindestens eine komplette Saison weitergewachsen sind, und so aussehen, als würden die auch noch weiterwachsen können



    LG, Bernd

    Moin,

    ein Apfelbaum auf, Hof, der mit der Sorcodontia setosa (crocea), ist beim Sturm der letzten Tage umgefallen - früher als erwartet. Da im Forum gerade nicht viel los ist, zeige ich mal ein paar Bilder der verschiedenen Flechten. Das Bäumchen war höchstens 20 Jahre alt, ist aber voll mit Flechten und Pilzen. Ausdrücklich keine Bestimmungsanfrage, aber ich hab natürlich nichts dagegen, wenn jemand eine Idee anhand eines einzelnen Bilds hat

    0)

    Jahresringe um 1 cm breit

    1) Sarcodontia setosa

    2)

    3) vermutlich Ramalina fastigiata

    4) Sulcata parmelia? mit sehr ausgeprägten Soralen

    5) Xanthoria parietina

    6) Lecanora sp.

    7) irgendwas mit schwarzen Apothecien

    8)

    9) Physcia cf. adscendens mit Illosporiopsis christianensii

    10)

    11) hier kommt m.E. ein Pyreno durch Rinde und Flechtenschicht

    12) das ist wohl Melonahalea exosperula

    13)

    14)

    15) eine farblich auffällige Flechte komplett bedeckt mit Isidien

    16) Physcia sp. ?


    LG, Bernd

    Hallo, überredet. Dann wohl doch O. üoüulinus. Wobei der Unterschied zu dem Exemplar vom Hof, von Ahorn, schon sehr ausgeprägt ist. Größere und vor allem irpexoide Poren. Das ist dann vielleicht alters- oder substratbedingt.

    Danke für alle Vorschläge.


    LG, Bernd

    Hallo beli,


    das wäre natürlich eine klasse Variante, nach dem suche ich schon eine geraume Weile, hatte aber eigentlich erwartet, dass der größer sein sollte. Deswegen wollte ich da jetzt nachprüfen, da stand aber zu viel Wasser. Nächste Woche soll es wieder frieren ...

    Davon abgesehen liegt von dem ja eine Probe bei Pablo - schon ziemlich lange.


    LG, Bernd

    Hallo, nochmal zur Nr. 7. Im direkten Vergleich mit O. populinus - ne, das muss was anderes sein. Poren viel kleiner, etwa 7 pro mm. Porenschicht erkennbar geschichtet. Also vermutlich gar keine Oligoporus. Fotos sind mit Kunstlicht, entsprechend farblich entstellt.



    Hat 'ne gewisse Ähnlichkeit mit dem hier Tramete an Weide auch ganz in der Nähe, wobei ich den nicht wiedergefunden habe, da hätte ich höhere Stiefel gebraucht. Liegt bei mir auch noch auf'm Tisch - also sicher keine Trametes pubescens - die hätte sich längst aufgelöst.


    LG, Bernd

    Hallo Frank, hallo Pablo,


    an O. populinus hatte ich gar nicht gedacht bei der 7). Klingt aber gut, und da der auf'm Hof reichlich vorhanden ist, werde ich morgen mal den direkten Vergleich machen. Nr. 1 ist Ischnoderma benzoinum, dazu bin ich auch schon gekommen, war nur durch die singuläre Wuchsweise verwirrt - meist sind die ja doch im Cluster. Von Nr. 2 habe ich keine Probe mitgenommen, auch nicht die Konsistenz getestet, ist allerdings leicht wiederzufinden.


    Danke und beste Grüße,

    Bernd

    Hallo nochmal, vielleicht könnten die Freunde der Baumporlinge mal einen Blick auf die Nr. 7 werfen. Nachdem Frank heute seinen Oxyporus Schlüssel eingestellt hat - könnte das sowas wie Oxyporus ravidus sein? Beleg habe ich mitgenommen und den würde ich auch wiederfinden.


    Tomentella  Beorn  Werner Edelmann


    LG, Bernd

    Hallo Martin,


    ich habe den Umfang der Wachstumsschübe nicht gemessen. Also nur vom subjektiven Eindruck her, war die erste Phase länger und hat größeres Wachstum gebracht (10-15 % von der vorhandenen Grüße).


    So weit weg ist das hier ja nun auch nicht, läßt sich etwa mit Mittelgebirge in D bei 300-500 m vergleichen. Der August ist normalerweise warm und trocken. 2021 war er aber deutlich zu kalt und zu nass. Wer seine Getreideernte nicht schon Ende Juli weg hatte, hatte echte Probleme. Kann sein, dass diese zweite Wachstum unter normalen Bedingungen ausgeblieben wäre.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    einen dieser Haselporlinge, der gleich am Weg ist, habe ich über das Jahr immer mal wieder fotografiert, so halbwegs auch gleicher Perspektive. Ich sehe hier 2 Wachstumsschübe, einen größeren ab Mai und dann wieder ab August. Zwischen Ausgangssituation und Endstadium hat der sich größenmäßig kaum verändert, was Raum für Spekulationen lässt, wie alt der zu Beginn war.

    2021-04-15

    05-03

    05-24

    05-29

    06-26

    07-09

    07-16

    08-02

    08-19

    09-09

    09-21

    10-30

    2022-01-18

    LG, Bernd

    Hallo Norbert,


    schon richtig "diese Heilpilz-Geschichte kommt aus den selben Quellen wie", doch wer soll solche Studien bezahlen? In der Pharmakologie sind Agenturen wie die DFG kaum aktiv, die Grundfinsnzierung der Wissenschaft ist auch am Boden, da finanziert also die Pharmabranche fast alles. Die werden kaum eine Studie (frei nach Otto) finanzieren "man gehe in den Wald und suche sich einen solchen Pilz". Hingegen kann man Studien finden, wo gezeigt wird, dass Inonotus obliquus schädlich ist - an der wahnsinnig gewaltigen Zahl von N=1 Probanden (gab es mal verlinkte Studien hier im Forum).


    Jenseits solcher Sachen wie Himalajasalz, auf die Du Dich beziehst, gibt es aber auch echte Volksheilkunde, mit durchaus hundertjähriger Erfahrung. Nur wer kaut heute schon noch Weidenrinde? Zumal in der Stadt wohnend. Da nimmt man doch lieber das Synthetikum ASS. Wobei gilt, wenn die Wissenschaft nicht findet, welcher Wirkstoff an einem solchen Volksheilmittel wirkt, dass das nicht zwingend heißt, dass es nicht wirkt. Man hat nur nicht gefunden, was man extrahieren kann. Kann ja z.B. eine Kombination von mehreren Wirkstoffen sein.


    Abgesehen davon, gibt es gereade in der pharmakologischen Forschung, aber nicht nur da, eine Reproduzierbarkeitskrise (Replikationskrise – Wikipedia), wo viel Mist publiziert wird. Kontergan war auch mal eine tolle Sache, oder Opiate, die angeblich nicht süchtig machen.


    LG, Bernd

    Moin allerseits,


    zu 4) weitere Bilder nach Trocknen und im Schnitt, womit Tr. encephala bestätigt ist.

    bei 1) handelt es sich wohl um Ischnoderma benzoinum


    zu 5) der Daldinia weitere Bilder, weiter mittig geschnitten kommen dann doch die konzentrischen Ringe, also vielleicht D. concentrica

    und noch Fotos zu 10) mit Abmessungen


    LG, Bernd

    Hallo Carina,


    danke für den Vorschlag. Sehr passender Name. Das ist sicher ein guter Kandidat! Zumal da ja auch überall zuverlässig ein Stereum daneben war, der dann im Doppelpack auch gleich mitbestimmt wäre. Heute war es nur schon dunkel und Bilder mit Kunstlicht bringen nicht so viel, deswegen kommt das Schnittbild erst morgen.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    heute gibt es einige interessantere Sachen, wo ich mich über Vorschläge freuen würde


    1) an einer umgefallenen toten Kiefer, vermutlich doch nur Phellinus pini

    2) gleicher Baum, abgebrochener und noch in der Luft hängender Oberteil, keine Ahnung

    3) einige Chagas an Moorbirke

    4) gleich daneben etwas an einer kleinen toten Fichte, so in der Art hätte ich den Kirschbaum-Gallertpilz erwartet, den ich noch nicht gefunden habe, aber der kann das ja nicht sein. Davon habe ich einige eingepackt. Nachdem der aufgetaut ist, sieht der sehr hirnartig aus und am Ansatz und innen ist der weiß. Da kann ich noch Bilder nachliefern, wenn es interessiert und erforderlich ist.

    4a) Haareis an Hasel

    5) eine Daldinia, ziemlich groß 1 bis 5 cm. Ohne konzentrische Ringe. Krümel der Außenhülle bringen in KOH keine Farbänderung. Beim Substrat bin ich mir nicht ganz sicher, Eberesche und Grauerle kommen in Frage.

    6) ein ganz gewöhnlicher Phellinus ignis an Weide

    7) weiße Trameten an altem Apfel, keine Ahnung

    8) am gleichen Baum, weiter oben, eventuell Bjerkandera fumosa

    9) ein kleiner (max. 4 cm) Phellinus an Weißdorn, Beleg mitgenommen

    10) an anderem Weißdorn solche Aufwerfungen, die an Dothiora ribesina erinnert, nur deutlich größer und in Längsrichtung aufreißend

    11) und zum Abschluss noch eine alte, ehemals solitäre Fichte mit Trichaptum fuscoviolaceum

    LG, Bernd

    Moin, war heute mal kurz gucken, wie es am Moorrand so aussieht, trotz grau-in-grau Wetterlage.


    1) Ein Phellinus an Espe, die, wie es aussieht vor einigen Jahren in ganzer Länge vom Blitz aufgerissen wurde.

    2) Zwei Chagas an zwei verschiedenen Grauerlen

    3) Tote dicke Kiefer, die innerlich wohl verrottet und vollgesogen ist, gab auch einiges an Krusten an dem Baum, aber nicht fotogen

    4) Ein Phellinus an Prunus padus, dürfte wohl Ph. pomaceus sein

    5) An toter Kiefer, vermutlich Antrodia xantha, letztes Bild oben links mit KOH

    6) Ein Phellinus an Moorbirke

    7) Eine Altlast an der Kreisgrenze

    8) An toter Winterlinde die Reibzahnpilz zusamen mit Bjerkandera adusta

    LG, Bernd

    Moin und schönes neues Jahr allen,


    zur Zeit mal schneefrei, an Brennnesselstängeln wachsen


    1) Lamellenpilze, bei denen es sich wohl um Tubaria handelt (zu sehen ist auch Leptosphaeria acuta)

    2) längliche (bis 3...4 mm) pilzartige Objekte. Vielleicht Acrospermum compressum?

    IMGP8247.JPG

    3) vielleicht ein Schleimi

    4) vielleicht die selbe Art, nur jetzt an Klette

    LG, Bernd

    Hallo, also ich würde den auch als Alyxoria varia bezeichnen. Also jedenfalls bei mir hier. Was da in anderen Gegenden noch als Verwechslungsarten dazu kommt, entzieht sich aber meiner Kenntnis. Graphis scripta agg. möchte ich ziemlich sicher ausschließen.


    LG, Bernd