Beiträge von Peter

    Hallo Benjamin,


    die Mikrosfotos sind prima! Man sieht sehr gut das Raue der Sporen.


    Mit dem Handy am Okular fotografieren geht auch. Es ist etwas mühsam, bis man den richtigen Abstand und die passende Position findet. Dazu muss man sein Handy gut kennen und auch entsprechend Geduld mitbringen.


    Ich bin auch eher der Typ für eine feste Adaption. Da muss ich dann nur noch mit der Kamera und der Software fertig werden.


    Gruß

    Peter

    Hallo Askger,


    du machst alles richtig. Aber bei unreifen Exemplaren wirst du keine reife Sporen finden.

    Wickele das Teil in Alufolie und lasse es im Kühlschrank reifen. Das kann auch ein paar Wochen dauern. Wenn der Geruch anfängt unerträglich zu werden, ist der richtige Zeitpunkt.

    Wenn du dann noch Baumwollblau nimmst, wirst du tolle Sporen sehen.


    Die Dinger haben fingerartige Auswüchse und sehen aus wie "Seeminen".


    Viel Glück!


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    das sind keine Bestimmungen, sondern Hinweise:

    Der Täubling hat sicher stark gerochen. Er sollte aus der Stinktäublingsecke stammen.

    Milchling 1 hat pfefferig scharfe Milch? - oder?

    Milchling 2 hat weiße Milch. Da sollte sich das Fleisch nach einiger Zeit verfärben - rosa?

    Milchling 3 hat keine Milch -> kein Milchling.


    Ohne vernünftige Angaben zu

    - Milchfarbe

    - Milchgeschmack

    - Milchverfärbung

    - Begleitbäume

    - .....

    gibt es leider keine Bestimmung. Bilder allein reichen nicht aus.


    Gruß

    Peter

    Stephans "Gag" ging anscheinend in die Hose. ;)

    Habe ihn auch erst beim zweiten Lesen verstanden. Muss man aber auch nicht. :saint:


    Gruß

    Peter

    Hallo Askger,


    bei deinem Fund könnte es sich um (unreife) Mäandertrüffeln handeln. Sicherheit brächte nur die mikroskopische Untersuchung.


    Gruß

    Peter

    Hallo "XXX",


    die OLYMPUS Mikroskope der Baureihe BH2 sind solide Mikroskope. Die Preisunterschiede sind enorm, wie du selbst schon bemerkt hast. Das ist abhängig von der Ausstattung, der Erhaltung und dem "Wartungsstau".

    Ein Mikroskop, das mehrere Jahre unbenutzt irgendwo stand, braucht fast immer eine komplette Wartung. Gerade bei OLYMPUS (aber nicht nur!) sind die Fette dann verharzt und regelrecht verbacken, so dass sich die mechanischen Teile nicht mehr vernünftig bewegen lassen. Auf den optischen Teilen (Okulare, Kondensor, Objektive, Prismen, etc.) lässt sich gerne Staub und anderer Dreck nieder, der sich oft nur schwierig kratzerfrei entfernen lässt.

    Und wenn diese Arbeiten in professioneller Werkstatt ausgeführt werden müssen, ist das recht teuer.


    Du hast vollkommen recht, aus der Entfernung lässt sich da keine reelle Aussage treffen. Da muss man die Mikroskope ansehen und testen.


    Freundliche Grüße

    Peter


    PS: Ich schreibe dir mal eine persönliche Konversation.

    Hallo Radelfungus,


    danke für den Link! Der entscheidende Satz in dem Beitrag dürfte ziemlich am Schluss stehen:


    "Wie bei jedem Fallbericht ist die vorliegende Studie in ihrer Verallgemeinerbarkeit begrenzt. Ein universeller Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen Psychedelika und Long-COVID kann nicht hergestellt werden" (übersetzt von Deepl).


    Ich spreche solchen "Fallberichten" keinesfalls die Existenzberechtigung und Glaubwürdigkeit ab. Mit dem "Ursache-Wirkung-Zusammenhang" sehe ich allerdings die gleichen Probleme wie die Wissenschaftler.


    Und ob jetzt Heilpilze, Psilos, MDMA, Heilsteine, Schamanentänze, Handauflegen, Nashornpulver, Urintherapie (eigen oder fremd), oder ..., bei all diesen "Fallberichten" gibt es eben keinen universellen "Ursache-Wirkung-Zusammenhang".


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo "XXX",


    ja, das ist kein Steinpilz!


    Klar kann ich auch noch ein paar Vermutungen streuen und beisteuern. Die helfen niemandem weiter. Und viel wichtiger: Das wäre unseriös!


    Mit lediglich einem Bild, das zudem keine typischen Exemplare zeigt, ist keine Bestimmung möglich (siehe obige Vermutungen) - schon gar nicht für den Zweck, sich die Dinger oral zuzuführen.



    Gruß

    Peter

    Hallo Benjamin,


    Oehrling hat es schon gesagt. Die Farbe der Sporen im Mikroskop ist nicht identisch mit der Sporenpulverfarbe, die man makroskopisch beurteilt. Als Beispiel diese Aufnahme vom Sporenabwurf auf einem Objektträger.


    Die Sporenpulverfarbe ist im original Abwurf dunkelbraun (wie Bitterschokolade). Der Objektträger wurde mit dem 10x Objektiv (100fache Vergrößerung) im Durchlicht betrachtet. Im rechten Bereich erscheinen die dicht übereinanderliegenden Sporen fast schwarz. Im linken Bereich liegen die Sporen einzeln, da erscheinen sie fast farblos.

    Deshalb ist es auch so wichtig, die Sporenpulverfarbe makroskopisch zu beurteilen.


    Unter dem 100x Objektiv erscheinen dieselben Sporen dann sogar etwas grünlich.

    Die Gründe dafür hast du selbst schon genannt, das Übereinanderliegen und die helle (Durchlicht-) Beleuchtung.


    Gruß

    Peter


    larchbolete : Das 100x Objektiv würde ich mir gerne ansehen - vor allem, wenn es nicht vor 1980 gebaut wurde. Die Botschaft höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

    Gruß

    Peter

    Hallo Benjamin,


    nimm mal nicht eine ganze Lamelle beim Mikroskopieren. Es ist vollkommen ausreichend ein winziges Stückchen von ca. 1 mm2 zu nehmen. Das lässt sich dann problemlos quetschen.


    Das mit dem Immersionsöl läuft genauso wie du es dir vorstellst. Vergiss das Putzen des 100x Objektivs. Das Öl schadet dem Objektiv nicht, wenn es dort Tage oder Wochen verbleibt. Und wenn du unbedingt was machen willst, dann reicht es, mit einem weichen Papiertaschentuch abzuwischen. Und wenn es wirklich mal schmutzig ist, geht jeder Alkohol - sogar Wodka oder Kirschwasser.... oder ...


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo Benjamin,


    den Pilz zu trocknen ist eine gute Idee. Auch am Exsikkat bleiben die mikroskopischen Merkmale erhalten.

    Zur Untersuchung wird ein kleines Fragment abgelöst, wieder eingeweicht (in Wasser oder leichter in KOH) und kann dann wie ein frisches mikroskopiert werden.

    Breitenbach/Kränzlin haben die Mikroskopie der in ihren Büchern "Pilze der Schweiz" vorkommenden Pilze meist am Exsikkat vorgenommen.


    Gruß

    Peter

    Vermutlich ist so die Art nicht zu bestimmen, ....

    Ohne Geschmacksprobe, ohne Chemie und ohne Mikroskopie wird es mit Täublingsbestimmungen nichts werden.


    Gruß

    Peter

    Hallo Carolin,


    beim Quetschen braucht es nichts dazwischen. Ich bevorzuge einen Korken, da bleibt nichts auf dem Deckglas zurück.

    Es wäre auch egal, einmal kräftig pusten hilft auch.


    Schnallen beim Ackerling findest du am ehesten in der Huthaut. Da ein kleines (winziges) Fragment (1 mm2) abziehen und im Quetschpräparat betrachten. Du solltest rundliche Zellen finden, an deren Basis vereinzelt(!) Schnallen zu sehen sind.

    Einfacher wird die Suche, wenn du statt Wasser ein Färbemittel verwendest (Baumwollblau, Phloxin, o.ä.). Falls du nichts hast, versuche es mit Tinte oder Tusche. Das funktioniert meistens auch ganz gut. Die Färbemittel kommen nicht in Kontakt mit dem Immersionsöl.


    Freundliche Grüße

    Peter


    PS: Danke auf den Hinweis "Kammschnitt". :)

    Hallo Carolin,


    du machst das gut!

    Wenn du das Gefühl hast, das Präparat sei zu dick, hilft oftmals ein stärkeres Quetschen. Dazu einfach mit einem Korken oder Radiergummi das Deckgläschen fester andrücken.


    Freundliche Grüße

    Peter


    PS: Was ein "Kammschnitt" ist, weiß ich nicht - nie gehört bisher. Ich hätte das zu den Friseuren verortet.

    Hallo Tonio,


    was ich empfehlen kann:

    - Erb & Mattheis (1984): Pilzmikroskopie

    - Miggel & Reil (2023ff): Pilzmikroskopie; in Südwestdeutsche Pilzrundschau 59 ff.


    Dazu noch einen Pilzmikroskopiekurs z. B. bei http://www.pilzkurs.de

    Nicht zu vergessen die regionalen Pilzvereine, die häufig auch Arbeitskreise zur Mikroskopie anbieten.


    Freundliche Grüße

    Peter

    Jetzt verstehe ich endlich, warum Dill zu den Morcheln gehört. ==Gnolm7

    Das ist eben genauso ein Missverständnis wie das des mitgekochten Silberlöffels der anläuft, wenn die Pilze giftig sind.

    Auch dieses Gerücht lässt sich nach Jahrhunderten immer noch nicht ausrotten. :saint:


    Gruß

    Peter

    Hallo Sebastian,


    mich erinnert dein Fund stark an einen vom Mai 2013, den ich zusammen mit Häffner in der Südwestdeutschen Pilzrundschau 2015 als Helvella phlebophora vorgestellt hatte.



    Ich gebe hier absichtlich die gemessenen Sporen wieder, die - je nach "Messer" - etwas unterschiedlich ausfielen:

    (12,6-) 14-17,5 (-19,1) x (9,8-) 10,5-12,5 (-13,7) µm (Häffner)

    13-16 x 9,5-11 µm (Reil)

    12,1-14,7-17,4 x 9,4-10,5-11,6 µm (Arbeitskreis Mikroskopie Stuttgart),


    In der Arbeit von Skrede et al. (2020) wird auf H. phlebophora praktisch nicht eingegangen. Ich frage mich, welche Unterschiede es zwischen den Arten wirklich geben soll (außer bei der Sequenzierung).


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo,


    so wie Ingo das darstellt, geht das direkt auf dem Objektträger. Da kann mit Wasser öfters gespült werden.


    Ich selbst lege die Schnitte direkt ins Wasser einer Petrischale. Dort löst sich das PEG auf, dann übertrage ich den Schnitt mit einem feinen Pinsel auf den Objekträger. Wenn die Schnitte nicht zu dünn sind (20-30 µm ist prima), gibt es relativ wenig Ausschuss.


    Gruß

    Noch so'n Peter

    Hallo Cordi....,


    ich habe versucht, mich im Video zurecht zu finden. Irgenwann wusste ich nicht mehr, um welche Pilze es nun wirklich geht. Es ist einfach für den "Helfenwollenden" mühsam, sich durch ein 30 Minutenvideo durchzuwühlen.


    Schaue dir doch mal das an: Angaben zur Pilzbestimmung


    Das sind die Dinge, die für eine Pilzbestimmung wichtig sind und die man im Forum braucht, um eine Einschätzung oder vielleicht sogar einen Bestimmungstipp abgeben zu können.


    Freundliche Grüße

    Peter