Beiträge von Werner Edelmann

    GriasDi Raphael,

    ich kann da nur beitragen, dass das bestimmt kein L. variicolor ist. Der zeichnet sich durch fehlende Brauntöne und blaugrüne Befleckung der Stielbasis aus.

    Die Hutfarbe besteht nur aus weiß-grau Abstufungen ohme Brauntöne.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Schupfi,

    Nr.1 würd ich für Tubaria conspersa halten, auch wenner nicht besonders beflockt daherkommt.

    Gymnopus luxurians hab ich erst neulich gehabt. Der schaut schon anders aus. Radialfaserige Hüte und längsstreifige Stiele. Und auch Rhodocollybia prolixa kan ich da nicht erkennen. Eine gute Idee hab ich aber auch nicht.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Schupfi,

    das ist sicher keine Anistramete.

    Auch wenn er nach Anis riechen sollte.

    Ich wüsste keine Alternative zu Hapalopilus nidulans. Anisgeruch ich aber da jetzt nicht auf dem Schirm.

    Echte Trameten haben eine weiße Trama und sind zäh.

    Tu doch mal KOH drauf und schau ob's pink wird.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Claudia,

    danke für den schönen abwechslungsreichen Beitrag.

    Der bunte Laufkäfer schaut ja echt heiß aus!

    Die Entoloma hirtipes schaut a bissl arg schmächtig aus.

    Ich kenn den deutlich größer und auch eher von Waldwegrändern.

    Das schaut mir bei Dir nach rel. magerer Wiese aus mit dem Mausöhrchenhabichtskraut.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Nobi,

    Du hast den Schloßpark in Pommersfelden an anderer Stelle schon mal erwähnt ghabt. Da war ich gleich hellhörig geworden.

    Den hab ich mir schon vorgenommen für heuer. Meine Schwiegerleut wohnen in Schlüsselau, was nur 7km davon entfernt ist. Dss wird sich heuer schon mal ausgehen, auch bei günstiger Witterung.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Servus beinand,


    ich war im letzten Frühjahr an der Bamberger Altenburg unterwegs, wo mir auf der Südseite ein paar kleine eichenumwachsene magere Streuobstwiesen auffielen. Ein perfekter Ort für wärmeliebende seltene Pilze dachte ich.

    Am Samstag war's dann soweit.

    Ich sollte nicht enttäuscht werden.

    Besonders Täublinge fruktifizierten in Gruppen von 20 Fruchtkörpern, aber auch Scheidenstreiflinge.

    Aber der Reihe nach.


    Ein knallroter Täubling mit griesiger Huthaut und rel weitstehenden weißlichen Lamellen, leicht aber erträglich scharflich.

    Im gelände noch R. cf persicina vermerkt, führte das weiße Spp (1a) und das starke Gilben aber zu Russula luteotacta.




    Das Gilben war an den verletzten Stellen an den Lamellen und an der Schnittkante am Stiel nach ein paar Stunden deutlich zu sehen.

    Schön sind auch die auffälligen Gabelungen in den Lamellen zu sehen.



    Direkt damit vergesellschaftet Lactarius acerrimus, Queraderiger Milchling.

    Von den Farben her etwas blasser und falber als andere eichenbegleitende Zonenmilchlinge wie L. zonarius.



    Hier sieht man die namensgebenden Querverbindungen deutlich.



    Gleich daneben Falsche oder Düstere Rotfußröhrlinge, Xerocomellus porosporus, die ihren Namen verdient haben.



    An schattigeren Stellen teilweise blanker lehmiger Boden, der von den starken Regenfällen gezeichnet war.

    Dafür gab es dort, wo es meist für die Fruchtkörperbildung zu trocken ist, Schwammerl über Schwammerl.


    Immer wieder Trupps von Russula foetens.



    Ein kleiner düsterer Eichenbegleiter mit wässriger Milch: Lactarius serifluus.

    FNE 2 trennt ohne mikroskopische Unterschiede einen dunkleren L. subumbonatus ab. Evtl sollte er auch so heißen.




    Leider der einzige Dickröhrling den ich fand: Hemileccinum impolitum.

    Bereifter Hut, schön gelbe Poren, keine Netzzeichnung am Stiel., milder Geschmack, stinkende Stielbasis




    Kein Blauen, weder im Fleisch, noch an den Röhren




    Dann ein Erstfund für mich: Riesige Kammtäublinge, die es mit den Stinktäublingen aufnehmen konnten.

    Hutdurchmesser von 15cm!, sehr dunkel, nach ca 5sec ziemlich scharf.

    Bei der Größe konnte das nur Russula sororia sein.

    Auch die im direkten Vergleich zu R. insignis sehr langsame Guajakreaktion passen sehr gut.



    Auffällig das starke Bräunen und die zugespitzten Stiele.



    Amanita ceciliae, Riesenscheidenstreifling.

    Schön zu sehen das graue in viele Fetzen zerbrechliche Velum



    Neben anderen Streiflingen, um die ich mich gar nicht mehr kümmern konnte, noch diese Kollektion eines stattlichen weißlich-silbergrauen Scheidenstreiflings, dem ich vorerst die Arbeitsnamen A. argentea / mairei gegeben hab.

    Der Stiel graut ziemlich schnell, ist auf ganzer Länge feinstbepudert, das Velum weiß, ziemlich dick und widerstandsfähig.

    Als Mykorrhizapartner könnten neben Eiche noch ziemlich weit entfernt stehende Hainbuchen oder Kiefern infrage kommen.




    Auffällig ist auch der apikal stark erweiterte Stiel.



    Lactarius fulvissimus hier mit auffallend geripptem helleren Hutrand. Eine ziemlich veränderliche Art, für die eine Menge Namen existieren.

    Evtl doch ein Artenaggregat.



    Weiße Milch, nicht gilbend, mild



    In der Wiese gab's dann noch eine schöne Lepiota, die ich vorerst mit dem Arbeitsnamen L. cf oreadiformis versehen hab.

    Sie sehen dem Nelkenschwindling tatsächlich ähnlich.




    In einem Eichen-Hainbuchenwald, ein Hotspot im Bruderwald, war leider außer einem Boletus aereus und ein paar vereinzelten zerfressenen Täublingen noch gar nichts los.



    Am Parkplatz noch schnell unter die Eiche am Grünstreifen geschaut entdeckte ich auf einem Ästchen noch die kleine Gruppe Zitzen-Haarschwindlinge.

    Crinipellis stipitaria/scabella.




    So...das war's.

    Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass ich einen echt tollen Tag verlebt hab.


    Sachdienliche Hinweise zu meinen Funden sind ausdrücklich erwünscht.


    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Schupfi,


    für mich ist das L. (delicata var) glioderma. Für L. (delicata var) vinosorubescens, wie ich sie kenne, hat der zu starke Orangetöne.

    Im Münchner Norden find ich L. vinosorubescens, oder was ich dafür halte, regelmäßig in Kiefernmischwäldern auf Kalkschotter, Reste ehemaliger Lohwälder.

    Die sind deutlich (wein)-roter.





    Am nächsten Tag flecken sie dann auch vorschriftsmäßig in den Lamellen.

    Der Andreas hat die Gattung mal näher untersucht und in der ZMykol einen Artikel darüber verfasst.


    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Andreas,

    ich hab die beiden milden Kammtäublinge R. insignis und R. pectinatoides/recondita auch anhand des mit KOH rot reagierendem Velum an der Stielbasis bzw. auch Hutrand getrennt. Bei R. pectinatoides fallen dafür auch ohne Laugenbehandlung öfter rotbraune Flecken an der Stielbasis auf.

    Ich hätte Thiemos Täubling sofort als R. insignis bestimmt.

    Wenn das doch kein so klares Unterscheidungsmerkmal ist, muss ich mir die Dinger doch noch genauer anschaun.

    Auf die Unterschiede in den Hutfarben hab ich ned so stark geachtet, da die mir doch sehr variabel erscheinen.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Raphael,

    die Steinpilze schaun aber schon stark nach B. aestivalis aus.

    Ich glaub, wie Hias nicht an R. anthracina.

    Die R. anthracina var insipida aus den Kalkalpen hat keinerlei Brauntöne. Sehr wohl aber R. acrifolia, die hier nicht selten ist. Komisch ist allerdings, dass Du das Röten nicht bemerkt hast.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Wastl,

    die beiden letzten Bilder des "Scheibchentintlings" sind Mycenen.

    Dein Zweifarbiger Scheidenstreifling, der in den Büchern immer A. battarae genannt wird, heißt in Nadelwäldern in unseren Gefilden A. umbrinolutea. Die echte A. battarae ist eine mediterrane Laubwaldart.

    Der "Nitrathelmling" sollte aber dann schon auffällig nach Schwimmbad riechen, wenn es einer der Nitrathelmlinge sein soll.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Shrieker,

    zum Täubling kann ich bei dem Foto nicht viel sagen.

    Wenn Nr.2 sicher ein Scheidenstreifling ist, was nur anhand des Fotos ohne Stielbasis nicht sicher erkennbar ist, dann bleibt nur der Rotbraune, Amanita fulva.

    Nr. 3. Ist ein Haarschleierling aus der Untergattung Phlegmacium, Schleimkopf.

    Und zwar einer aus den Variecolores, wahrscheinlich Cortinarius variecolor.

    Bei Anfragen im Forum ist es sinnvoll die Fruchtkörper komplett mit Stielbasis, sowie von oben und unten zu zeigen.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Schupfi,

    von den Porlingen 8 und 9 wären Porenbilder ndd schlecht gewesen.

    Bei Nr. 8 denk ich auch an Saftporling in weiterem Sinne. Aber ned unbedingt an die üblichen Tyromyces chioneus oder Oligoporus tephroleucus. Deine schaun ziemlich dickfleischig aus.

    Bei Nr.9 wär dss Substrat interessant. Ohne Poren zu sehen würd ich am ehesten an Coriolopsis trogii denken.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Kadir,

    Andreas hat ja schon geschrieben, dass es einer der Zonenmilchlinge ist. Ich würd aber eher auf Lactarius zonarius tippen.

    L. acerrimus sollte auch so jung schon wenigstens ansatzweise queradrige Verbindungen am Lamellenansatz haben.

    An liabn Gruaß,

    Werner