GriasDi Beli,
weiße schleimige Schnecklinge mit Buchenmykorrhiza und dieser KOH Reaktion nennt man Hygrophorus discoxanthus. H. eburneus ist frisch im Feld mE nicht unterscheidbar. Da bleibt aber die KOH Reaktion aus bzw ist nur an der Stielbasis vorhanden. Beide haben einen sehr eigentümlichen Geruch, der lt Literatur an Weisenbohrerraupe erinnern soll. Beim Trocknen verfärben sich die Lamellen bei H. discoxanthus schwarz , bei H. eburneus cremefarben. Aus dieser Gruppe gibt es mit H. cossus bei Eiche und mit H. hedrychi bei Birke noch zwei weiße schleimige Arten. Beide haben denselben Geruch. H. hedrychi hat aber Lamellen und Stiel, der deutlich incarnate Töne hat. Den hab ich heuer erstmals finden dürfen. Bei Fichte gibt es mit H. piceae auch einen weißen Schneckling, der aber nicht schleimig wird und dem der Geruch fehlt.
Auch bei Buche gibt es mit H. penarius und bei Eiche mit H. penarioides noch mehr oder weniger weiße Arten, die nicht schleimig werden.
Für die Bestimmung weißer Schnecklinge ist also der Mykorrhizapartner, die Schleimigkeit, der Geruch und die Verfärbung im Exsikkat bzw mit KOH wichtig.
An liabn Gruaß
Werner