Beiträge von Azalee

    Hallo zusammen,


    ein Stündchen vor dem Regen ging es heute in den Wald. Kiefern, Fichten und diverse Laubbäumen stehen ihr durcheinander.


    Hier die Ausbeute, ein Abendessen ist auch zusammengekommen!


    1: Gelbstielige(?) Trompetenpfifferlinge


    2: Knackige Maronenröhrlinge


    3: Täublinge (bewundere ich meist nur)


    4: Hohlfußröhrling


    5: Kuhröhrling (glaube ich, wäre ein Erstfund)


    6: Reizker


    7: Hübscher Milchling in Massen


    8: Lila Lackis


    9: Birkenpilz(?)


    In der Pfanne landen die Pfiffis, die Maronen sowie die Reizker. Bei den vermutlichen Kuhröhrlingen überlege ich noch 😉 Der Speisewert ist wohl nicht sooo gut?

    So, hier der Sporenabwurf auf einer Glasplatte, die ich einmal auf unser schwarzes Ceranfeld und einmal auf ein weißes Blatt Papier gestellt habe. So sieht das Pulver immer noch sehr weiß aus.


    Dann habe ich es zusammengekratzt und auf ein Stück Papier gelegt. Jetzt erkennt man, dass es nicht rein weiß ist. Ob man das rosa nennen mag, keine Ahnung, aber es hebt sich schon deutlich vom Papier ab. Es sieht etwas beige aus.


    Ich lasse immer auf dieser ehemals schwarzen, jetzt dunkelgrauen Platte aussporen. Da war auch schon rosa Pulver dabei, aber dieses hier ist weiß. Daneben liegt auch ein weißes Blatt Papier.


    Vielleicht sind wir hier beim M. konradii?

    Vgl. auch die Diskussionen hier

    Macrolepiota rhodosperma - Forum der Deutschen Gesellschaft für Mykologie
    Auf Mykis ist mir aufgefallen - Macrolepiota fuliginosa ist nach einem Update gleich für 2 Arten als Synonym angegeben. In Ostdeutschland hatten wir…
    forum.dgfm-ev.de

    und hier

    Hallo zusammen,


    ich würde gerne meine Riesenschirmlinge genauer bestimmen und nicht immer nur als "aus der Parasol Familie" ablegen 😉


    Liebe ich hier mit M. mastoidea richtig?


    - Kleiner als ein Parasol

    - die meisten ohne Natterung, einzelne mit schwacher Natterung

    - quasi keine Rötung

    - verschiebbarer Ring und knollige Basis natürlich

    - Fundort im Wald auf Lichtungen, mitten im Wald und auf Graswegen


    Danke 😊


    Habt ihr auch den Eindruck, dass die Viecher eher direkt im Wald und beispielsweise kaum auf Waldwegen unterwegs sind?


    Mir ist es schon mehrmals passiert, dass ich zwar mitten im Wald, aber auf dem Weg war und keine einzige Hirschlausfliege bemerkt habe. Kaum bin ich dann ein paar Schritte vom Weg heruntergegangen, wurde ich massiv angeflogen 😝

    Ich finde die Viecher auch fürchterlich. Hier ist es so, dass die verschiedenen Waldabschnitte ganz unterschiedlich betroffen sind. Wenn ich weiß, dass es dort Hirschlausfliegen gibt, dann ziehe ich Mütze, Halstuch, am besten sogar Jacke mit Kapuze an, damit der Nacken durchgängig geschützt ist. Die fliegen tatsächlich bevorzugt Haare und Nacken an.


    Ansonsten wie gegen Zecken auch: Kleidung so hell wie möglich, am besten ohne Muster, und dann schaue ich engmaschig immer wieder an mir herab und schnipse bei Bedarf weg.


    Zu Hause dann Haare ausschütteln und gründlich kämmen, Kleidung vollständig ausziehen und auf links drehen und sowohl mich als auch die Kleidung gründlich absuchen.


    Und jetzt juckt es mich! 🙈

    Ja, das könnte sein, die wachsen ja durchaus mal durcheinander. Danke für die Fotos 👍


    Die Stelle liegt leider nicht "um die Ecke", aber beim nächsten Besuch schaue ich diesbezüglich noch genauer nach.

    Ja, Pfifferlinge ist - selbst mir 😅 - klar. Fundort im Mischwald, an der Stelle vor allem Laubbäume mit eingestreuten Kiefern, viel Moos. Die Stelle kenne ich seit ein paar Wochen, aber letztes Mal waren es einfach noch nicht so viele und große Exemplare. Jetzt stehen sie in voller Pracht 😀


    Gab ein leckeres Risotto 😋

    Ich bin so begeistert angesichts der Funde heute, dass ich sie zeigen muss: Perfekte Pfifferlinge, so viele, dass ich nur die schönsten und großen mitgenommen habe. Alle madenfrei, fest und teilweise echt riesig. Bei dem einen oder anderen sieht man einen lila Schimmer (3. Bild in der Mitte), ich tippe also auf Violettschuppige Pfifferlinge?


    Das ist schon ok so. Der Stiel kann bräunlich überfasert sein, das ergibt dann mit etwas Fantasie eine netzähnliche Struktur. Entscheidend ist das weiße feine Netz unterhalb des Hutes.


    Schau dir mal Fotos vom Gallenröhrling mit seinem braunen echten Netz an.


    Bleiben noch Unsicherheiten bzgl. der Unterscheidung dieser beiden Pilze, kannst du auch nach einem sauberen Längsschnitt zuhause das Fleisch anlecken. Die meisten Menschen (nicht alle!) schmecken beim Galli sofort eine extreme Bitterkeit. Aber Achtung, der kann wohl eine Weile anhalten...

    Mit der Kombination Basisanschnitt und nur ganz junge, absolut knackige Exemplare überhaupt erst zu entnehmen, stoße ich relativ selten zuhause auf Maden. Würde ich auch die vermutlich noch essbaren, aber eben nicht mehr taufrischen Pilze mitnehmen, würde ich aber auch den Längsschnitt im Wald empfehlen.


    Sowas hab' ich dann im Korb. Waren alle madenfrei, dafür aber eben nur vier.


    Sowas bleibt stehen:

    Danke! Ich mit meinem noch ungeschulten Blick habe beim Sammeln auf dem Pilz keine Maden zuerst gesehen.


    Ich Frage mich gerade wie ihr das macht? Geht ihr da mit der Lupe dran?


    Die winzigen Maden auf weißem Stiel sieht man doch gar nicht und wenn die sich in dem Pilz befinden, dann doch erst recht nicht? Gut, abschneiden und gucken... sieht mach dann die Madenlöcher besser? Aber vielleicht bin ich einfach zu unerfahren und Stelle mir das zu kompliziert vor.

    Nee, von außen sieht man die oft nicht. Deshalb der Anschnitt. Beim Putzen vor Ort schneide ich meist etwas von der Basis weg. Häufig sieht man einen Madenbefall dann schon dort. Zuhause bekommt natürlich jeder Pilz einen Längsschnitt, um Maden im Inneren entdecken zu können.

    Da ich nicht herauslesen kann, ob der TE das klar ist: Es gibt sehr viele verschiedene Champignons, darunter auch giftige. Karbol-Champignons beispielsweise sind häufige Verwechsler der Wiesenchampignons.

    Riecht nach Anis und wir denken es ist ein Anis Champingon, also laut App.

    Moin Mone,

    diese Bestimmungsapps sind nicht wirklich dazu geeignet einen Pilz sicher zu bestimmen, den Anisgeruch könnte die App ja gar nicht wahrnehmen, aber bei mancher Art ist der Geruch ein wichtiges Merkmal. Im Ganzen ist es auch schwierig für die App. Wie soll sie das Innere erkennen, etwaige Verfärbungen beim Anschnitt oder bei Druck, im Alter usw.

    Deswegen kann man bei manchen Apps genau solche Eigenschaften angeben bzw beim Filter auswählen. Die funktionieren ja nicht nur nach dem Fotoprinzip. Ob die Eigenschaften dann alle korrekt eingepflegt sind, ist natürlich eine andere Frage. Und dass gerade Anfänger selbst häufig nicht in der Lage sind, beispielsweise die Anwuchsart von Lamellen genau zu erkennen, dieses Problem gibt es natürlich ebenfalls, aber das hat man auch bei Büchern.


    Grundsätzlich hast Du aber natürlich recht, man sollte niemals allein mit Hilfe von Apps einen Pilz bestimmen, aber manchmal sind die Vorschläge, die man dann mit Hilfe anderer Quellen genauer weiterverfolgen kann, gar keine schlechte Ausgangsbasis, gerade weil sie auch sehr viele unterschiedliche Pilze vorschlagen, die man eventuell als Verwechselungsmöglichkeiten noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Man darf hier halt niemals von Vollständigkeit ausgehen.


    Also: Zur Ideenanregung bedingt geeignet, für die sichere Bestimmung natürlich nicht.

    Meinst du damit die Positivliste oder meine persönliche Sammelliste? Auf der erstgenannten ist er ja wieder drauf. Und meine persönliche Sammelliste stelle ich eben ganz persönlich zusammen ==18


    Ich sehe das so: Pilze, die risikobehafteter sind als andere, brauche ich nicht. Das kann ein Verdacht auf Giftigkeit sein (Anlass meiner Frage war ja die Erwähnung des Butterpilzes im Zusammenhang mit dem Paxillus-Syndrom!), eine überdurchschnittlich hohe Schadstoffbelastung (Wiesenchampignons sammele ich aus diesem Grund ebenfalls nicht), eine persönliche schlechte Erfahrung mit dem Pilz oder auch ein hohes Verwechslungsrisiko mit stark giftigen Pilzen. Pilze sammeln und zubereiten/essen soll mir Freude bereiten, warum sollte ich mich also mit Restzweifeln belasten. Hinzu kommt, dass hier auch Kinder mitessen und im Fall des Butterpilzes, dass ich ihn noch nicht einmal sooo lecker finde.


    Ich bin insgesamt evtl. vorsichtiger als andere, fahre aber ganz gut damit :)

    Das gibt einerseits Entwarnung, andererseits bestätigt es mich darin, den Pilz wie eigentlich sonst auch immer stehenzulassen...

    Eigentlich kann man den wegen Verträglichkeit in kleiner Menge probieren. Wenn man ihm verträgt, frische Exemplare nehmen, die Huthaut abziehen und zubereiten. Bei allen Genußmitteln ist es die Menge, die das Gift macht.

    Also gerade im Zusammenhang mit Pilzen möchte ich dieser Aussage deutlich widersprechen, zumal ich den Begriff Genussmittel hier ebenfalls schwierig finde... Aber ich denke, ich weiß, wir du es meinst 😉