Beiträge von Steigerwaldpilzchen

    Hallo,


    ich hatte vom Lachsreizker bisher nur im Wald ein kleines Stückchen gekaut. Meines Empfindens nach, bekommt er einen unangenehmen leicht herben Nachgeschmack, ähnlich zum blattwanzenartigen Geruch des Eichen-Milchlings (Geruch und Geschmack geht ja beides über die Riechrezeptorn ;) ). Der Edel- und Wechselblaue Kiefernreizker sind geschmacklich deutlich besser, wie auch der Fichtenreizker.


    LG Thiemo

    Hallo,


    hab ein paar Tage nicht hier reingeschaut und den Beitrag jetzt erst entdeckt.


    Ich schwanke hier zwischen R.laricina und R.nauseosa. Will man es nicht bei R.nauseosa agg. belassen, würde ich aufgrund des dunklen Sporenpulvers und der deutlich gratigen Sporen zu R.laricina tendieren. Neben Marxmüller schreibt auch SARNARI, dass dieser unter Fichte kommen kann, nicht nur Lärche.

    Es ist schon so wie Oehrling schreibt, auf den exakten Namen festnageln muss man ihn dann selber.

    LG Thiemo

    Hallo,


    bei diesem Pilzchen bin ich heute völlig verunsichert gewesen, in welche Gattung es zu stecken ist. Mein erster Gedanke ging in Richtung Schüppling auch wenn komplett ohne Schuppen.
    Dies hat sich dann auch bewahrheitet und bei der Art komme ich auf den Nadelschüppling Pholiota spumosa. Seht ihr das auch so?


    Gefunden am Erdboden in einem Kiefern-Fichten Nadelwald mit einzelnen Buchen
    Hut: Mitte leicht gebuckelt, bräunlich, zum Rand gelb, klebrig, am äußersten Rand mit sichtbaren Velumresten, Durchmesser 4-5cm
    Lamellen: gelb
    Stiel: Spitze neongelb (analog zum Grünblättrigen Schwefelkopf), dann zur Basis zunehmend bräunlich befasert

    Geruch: eigenartig würzig/erdig (erinnert mich entfernt an Cortinarius nanceiensis)
    Sporen: Mittelwert 7,25 x 4,25mü, Keimporus sichtbar


    Meine Kamera schluckt beim fokusieren leider immer die Gelben Farbtöne



    Hier noch mal unscharf, aber farbechter:



    Zystiden in Wasser x400



    Zystiden ohne Verfärbung in KOH 3% x400




    Sporen in Wasser x1000(Öl)



    Danke für euer Interesse. :)


    LG Thiemo

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure Antworten.

    Für meinen Teil gehe ich sogar stark davon aus, dass diese stattlichen Rötlinge analog zu E.sepium und Co. Mykorrhizapilze sind, wie Karl schon geschrieben hat.


    Bei meinem Fund war auf jeden Fall ein Mehlgeruch-Geruch festzustellen. Nicht so aufdringlich ranzig wie beim Maipilz, aber schon deutlich gurkenartig. Dann sollte alles zum Weißstielige Rötling Entoloma lividoalbum passen, nehme ich an? Freue mich über diesen persönlichen Erstfund. :)


    LG Thiemo

    Hallo,


    Aber gut "gephotoshopt" ^^ .

    Ich wüsste jetzt auch nocht nicht welche Art das sein soll. Vielleicht ist der Hut wirklich aufgrund eines Trockenschadens so aufgerissen. Das kenne ich z.B. von R.vesca, der kann nämlich auch gefeldert sein (ist hier natürlich keine Optioin). Hättest du mal Guajak daraufgeschmiert um einen der Buchenspeiteufel festzunageln.

    LG Thiemo

    Hallo,


    Ich habe heute diese großen Rötlinge in einem lichten Laubbaumareal (Tilia, Fagus dominiert) gefunden. Aufgrund der Größe (über 12cm Durchmesser!) und des Mehl-Gurkengeruchs dachte ich zuerst an den Riesen-Rötling, aber der müsste ja gelbe Lamellen im Jungzustand haben und einen heller gefärbten Hut. Bei diesem Rötling sind die Lamellen jung weißlich. In Verbindung mit dem etwas dunkleren, ungerieften Hut mit leicht konzentrischer hygrophaner Zone und dem sehr festen, weißfaserigen Stiel komme ich auf den Weißstieligen Rötling Entoloma lividoalbum.

    Welche weiteren Rötlinge müsste man differentialdiagnostisch abklären, ggf. auch mikroskopisch? Ich finde in der mir zur Verfügung stehenden Literatur keine echten Doppelgänger.



    Danke schon einmal für alle Hinweise.


    LG Thiemo

    Hallo,


    Hm, eigentlich sollte die Milch von L.trivialis gilben. Du könntest noch versuchen auf die Milch etwas Lauge (KOH, NaOH) zu geben, beim Nordischen Milchling verfärbt sich diese orangegelb - ansonsten ist er's nicht. Dann kommt Lactarius utilis in Betracht.

    LG Thiemo

    Hi,


    L.subumbonatus gehört zu den Wanzenmilchlingen. Mit der runzeligen Hutoberfläche wäre das schon passend. Dir müsste auch ein besonderer Geruch aufgefallen sein.


    LG Thiemo

    Hallo,


    falls du mit Wiesentrichterling, Clitocybe agrestis meist, der sieht nach meiner Vorstellung etwas anders aus. Dieser hat u.a. einen durchscheinend gerieften Hutrand und keinen sichtbar scheinbereiften Hut.

    Clitocybe agrestis


    Bei deinem Fund würde ich erst einmal einen Sporenabwurf machen um die Farbe zu beurteilen.


    LG Thiemo

    Hallo Werner,

    Gilbt die Milch denn auf dem Taschentuch auch nach einiger Zeit wirklich gar nicht?

    Nein, weder nach einer Stunde noch am nächsten Morgen war der Zipfel Taschentuch verfärbt. Allerding könnte man mit gutem Willen ein leichtes Gilben der eingetrockneten Milch auf den Lamellen und der Glasplatte erkennen. Aber keinesfalls stark und deutlich. Ist das so schwach üblich? Ich hatte gelesen die MIlch müsse bei dieser Art analog zu L.tabidus o. hepaticus deutlich auf einem Taschentuch gilben.

    Für L. sphagneti soll ja die außerordentlich starke Amyloidität der Sporenornamentation typisch sein. Ist Dir das aufgefallen?

    EIne "besonders starke" Amyloidität konnte ich nicht feststellen. Auch der Hillarfleck ist nicht amyloid, was eher gegen L sphagneti spricht.

    Beim Vergleichen der Sporenornamentierung mit FN finde ich bei den Sporen von L.lacunarum tatsächlich die größte Übereinstimmung.
    Vielleicht ist es tatsächlich der Pfützen-Milchling. Was mich aber irritiert ist die Ökologie. Braucht der Pfützen-Milchling Lactarius lacunarum nicht zwingend Birke/Erle/Pappel? Diese kann ich ausschließen, denn außer der 50m+ entferneten Buche gibt und gab es dort die letzten Jahre keine Laubbäume.

    LG Thiemo