Im März ging es spürbar bergauf. Das ist schon ein ganz anderes Gefühl, wenn man durch die Natur geht und das triste Grau-Braun wird langsam bunter.
Als einer der ersten grüßt der Huflattich (Tussilago farfara)
Immer wieder gerne sehe ich die Leberblümchen (Hepatica nobilis). Meine Mutter erzählte oft von ihrer Kindheit, als es im Frühjahr noch blaue Teppiche davon gab. Nun kann man froh sein, wenn man überhaupt mal eine etwas größere Ansammlung davon finden kann.
Das Wechselblättrige Milzkraut sieht an und für sich recht unspektakulär aus.
Doch in der Detailaufnahme finde ich es dafür umso schöner.
Die Winterlinge (Eranthis sp.) sind mir dieses Jahr zum ersten Mal aufgefallen.
Eigentlich seltsam, denn sie sind alles andere, als unauffällig. Dazu noch richtig schön.
Den Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella) nehme ich gerne mal zwischendurch für einen kleinen Snack. Es sollte halt nicht zu viel davon werden.
Wunderschön, seine Blüten.
Irgendwie surreal, aber trotzdem schön auf seine Art finde ich die Gewöhnliche Schuppenwurz (Lathraea spuamaria).
Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) wird leider auch hier von Jahr zu Jahr weniger.
Einen schönen Kontrast dazu gibt das Gefleckte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis).
Auf einer meiner Wanderungen Mitte März fiel mir dann eine ungewöhnlich früh blühende Weide (Salix sp.) auf.
Beim Fotografieren der Blüten kam mir dann zufällig noch eine Hummel vor die Linse.
Ungewöhnlich spät - zumindest für mich gefühlt - ein paar Austernseitlinge (Pleurotus ostreatus)
Auch ein paar wenige Rauchblättrige Schwefelköpfe (Hypholoma capnoides) kann man um diese Zeit finden.
Mit den Trompetenschnitzlingen (Tubaria furfuracea) wird es nun langsam ruhiger.
Hundsflechten (Peltigera sp.) lassen sich eigentlich das ganze Jahr über bewundern. Die haben schon was schönes an sich.
Fichtenzapfenrüblinge suchte ich im letzten Frühjahr vergebens. Lediglich ein paar Fichtenzapfenhelmlinge (Mycena strobilicola) ließen sich blicken.
Viel häufiger dagegen - gerade im Frühjahr - finde ich Glimmertintlinge (Coprinellus micaceus agg.).
Dann gab es noch diesen grauhütigen Dachpilz (Pluteus sp.), bei dem ich nicht so recht wusste, wo ich ihn hinstecken sollte.
So, das war's mit dem März. Bald kommt der April. Mit ihm die Morchelzeit. Die Voraussetzungen dafür waren 2024 ideal. Es gab ausreichend Feuchtigkeit im Boden. Dann brauchte es nur noch ein paar warme Tage. Mehr dazu im nächsten Teil.
MeckPilz Im Wald hätte ich die Plane mitgenommen. Dies war jedoch außerhalb, in der Nähe eines Gehöftes. Das gehörte ganz offensichtlich zum Grundstück dazu. Da dieses mir nicht gehört, will ich daran auch nichts verändern.
Liebe Grüße Matthias
