Beiträge von Jikela

    Ich kanns nicht wissenschaftlich begründen - und doch bleibe ich bei meinem Bauchgefühl - der Eichen- und/oder Laubwaldrotkappe. Die rötliche Schuppung des Stieles ist im jungen Stadium nicht immer schon ausgeprägt. Die kommt erst noch, wenn der Pilz weiter wächst. Ich habe auch eine zwar schwach, aber doch leichte überhängende Huthaut wahrgenommen, in der Vergrößerung. Auch die bräunlich rote Verfärbung bei Nässe und im Schnittbild bei längerem Liegen spricht m. E. dafür. Aber ich glaube, ohne scharfes Glas bleibt es hier beim Orakeln.


    Liebe Grüße aus Sachsen

    Ute

    Hallo Marcus,


    ich bleibe bei meinem Anfangsverdacht, den ich auf den ersten Blick hatte, da von Laubmischwald die Rede war - eine junge Eichenrotkappe. Habe diese auch schon mit dem nicht typisch roten, eher bräunlichen Hut gefunden. Zeitpunkt des Fundes kommt auch hin. Und auch die Merkmale des jetzt gezeigten Schnittbildes.

    Ich lasse mich aber gern von den Leccinum-Fachleuten eines Besseren belehren.


    Liebe Grüße aus Sachsen

    Ute

    Hallo Jörg,

    tja mit den Pfifferlingen hat es mein Hauswald nicht so:(;). Zumindest nicht die Ecke, welche ich regelmäßig aufsuche. Die einzige Art, die ich dort kurioserweise ab und zu finde, ist der Cantharellus pallens - der blasse Pfifferling - . An einer bestimmten Stelle, meistens nur als Einzelexemplare, die aber dafür als Monster, ca. bis 10cm hoch, Hutdurchmesser auch ca. 6-8cm und Stieldurchmesser ca. daumendick und vom Fleisch her ganz fest. Aber im Umkreis dieser Stelle habe ich noch nie Flocki´s gefunden:(

    Also muss ich doch, sobald es die Arbeitszeit zuläßt, das Buchenrevier aufsuchen. Aber das Gute daran ist, dass bei uns nicht viele Pilzsammler den Flocki mitnehmen - die meisten haben wahrscheinlich Angst wegen dem Satansröhrling. Ist auch gut so. Für die anderen und für mich.;)Und um diese Jahreszeit ist man noch allein im Wald. So dass die Flocki´s auf mich warten - wenn sie denn mal wachsen.

    Liebe Grüße

    Ute

    Hallo Jörg,


    das sind ja schon phantastische Funde, welche du in unserer sächsischen Steppe gemacht hast!:thumbup:

    Angestachelt von Deinen und Nobi´s ersten Flocki-funden habe ich gestern auch meine erste Pilz-Guck-Runde über den Kirch- und Friedhof gedreht. Und auch mit Erfolg. Allerdings nicht so schöne Pilze und so viele Arten. Eigentlich wollte ich nach den Hexen schauen, aber diese habe mich verhext. :gkopfkratz:Wenn ich bewußt nach ihnen schauen gehe, finde ich definitv keine. Aber wenn ich nicht auf Flocki´s aus bin, dann stolpere ich regelrecht drüber. Das geht jetzt schon die letzten Jahre so.

    Ich fange mal mit unserem Niederschlags-Ombrometer an:

    hier wage ich zu behaupten, dass wir hier östlich von euch- aber nur ausnahmsweise - sogar ein bisschen mehr von dem kostbaren Nass von oben abbekommen haben. Sonst regnet es sich immer westwärts mehr ab und je weiter ostwärts, um so weniger wird es. Ist zwar von der Literzahl nicht das meiste, aber es war allerfeinster Landregen, wo sogar unter den Bäumen und Hecken was angekommen war. Aber das reicht natürlich bei weitem noch nicht aus. Ist aber besser als nix.

    Jetzt zu meinen Funden:

    Die ersten Perlpilzknubbel sind da! Hier habe ich mich gefreut! Sehen vielleicht etwas komisch aus, sind aber wirklich Perlpilze. Habe sie mir genau angeschaut, natürlich ohne sie zu beschädigen oder raus zu nehmen. Die dürfen weiter wachsen. Sie wachsen auch jedes Jahr an der gleichen Stelle.



    Denn wenn die bei uns auf dem Kirchhof anfangen zu wachsen, lassen die Sommersteinis nicht mehr lange auf sich warten!

    Als nächstes ein paar überständige Maipilze. Die Maipilze dieses Jahr waren wahrscheinlich wie überall, sehr, sehr proteinhaltig. So dass diese nur im Labor landeten.



    Und zum Schluss noch ein erster, wahrscheinlich Kahler Krempling, eben ein Krempling halt. Habe ihn auch vorsichtig inspiziert und er hatte drunter den typischen Hutrollrand und die wachsen auch immer an der gleichen Stelle.



    Ich habe mich jedenfalls mächtig gefreut, dass der Regen ausgereicht hat, doch ein paar Großpilze hervor zu bringen. Es sind immerhin 3 Arten!

    Trotzdem habe ich noch die berühmte Pilzunruhe in mir, in meinem Hauswald, im Buchenrevier nach den ersten Flocki´s Ausschau zu halten. Obwohl, wenn ich speziell danach suche: siehe oben...:gnichttraurig:


    Damit viele liebe Grüße aus der Lausitz

    Ute

    Auch von mir ein Hallo in die Runde,


    also mit den Zecken sehe ich das mittlerweile ganz pragmatisch. Gegen FSME bin ich regelmäßig geimpft und Borreliose bin/war ich positiv getestet. Ich achte auf die Kleidung, die ich dann schon am Waldrand ausziehe und kräftig ausschüttle und dann wieder anziehe. Mit dem Einsprühen lasse ich mittlerweile, weil kein Mittel so recht geholfen hat. Wenn sich eine Zecke festgebissen hat, die wird entfernt und der Fleck wegen der Rötung beobachtet. Ich muss allerdings bei meiner Hausärztin ab und zu einen Borreliose-Bluttest machen, wie die Werte sich entwickeln. Mittlerweile hole ich mir die Zecken auch schon bei mir im Garten und dort bewege ich mich im Sommer nicht im Vollkondom. Und abends beim Duschen wird der Körper einer genauen Inspektion unterzogen. Irgendwie scheinen die Zecken wahrscheinlich durch den Klimawandel jetzt mit dazu zu gehören. Also was solls - ich muss mich mit den Spinnentieren irgendwie arrangieren.

    Und bei unserer Fellnase hat mir unser Tierarzt sogenannte Floh- und Zeckentabletten empfohlen. Es sind immer zwei Tabletten in einer Packung. Eine Tablette wirkt ca. 3 Monate. Ich gebe sie immer Anfang April und Anfang Juli. Damit kommen wir sicher über die Sommersaison. Ich sehe zwar ab und zu eine Zecke und bei Freundschaftsbegegnungen mit Igeln auch ab und zu einen Floh in Fell krabbeln, aber die beißen sich nicht fest und fallen wieder ab. Da muss ein Wirkstoff drin sein, den die Biester geruchs- und geschmackmäßig gar nicht mögen. Ist allerdings nicht ganz preiswert, der Spass. Die Tabletten gehen nach Körpergewicht und kosten so ab 50 Euronen aufwärts. Aber mit tat unser Wuffi leid, der die Zecken auch immer eingesammelt hat und durch das Jucken der Bisse, diese teilweise wieder aufgekratzt hat. Und ich habe bei Wuffi bis jetzt keinerlei Nebenwirkungen festgestellt, wie z. B. beim Impfen, wo sie mit etwas Durchfall und allgemeiner Mattigkeit den nächsten Tag reagiert.

    Damit viele liebe Grüße aus der Lausitz

    Ute

    Hallo Stefan,


    auch von mir dieses Jahr wieder alles, alles Gute zum Geburtstag. Lass dich heute entsprechend feiern. Und ich freue mich schon wieder auf die Coronafreie Zeit und die Vorträge von Euch im Roten Salon.

    Also, noch mal alles Gute!

    Liebe Grüße von

    Ute

    Hallo Murph,


    auch von mir wieder mal ein Lebenszeichen - bin erst jetzt dazu gekommen, Deine vielen, ganz tollen Berichte zu lesen und bin echt neidisch auf die vielen Orchideen, welche wir hier in Sachsen wegen Kalkmangel nicht haben. Ich habe die Corona-Zeit genutzt, um meinen Garten wieder auf Vordermann zu bringen. Obwohl es ja eigentlich kein Unkraut gibt.......:gzwinkern: Aber Miere, Hirtentäschel und Co. schmecken zwar auch gut, haben eben auch die ungemeine Eigenschaft, alles zu zu wuchern und sich rasant zu vermehren. Soviel auf einmal kann man auch nicht essen, zumal Mann ein Vertreter der berühmten "Ich bin doch kein Karnickel!" Fraktion ist.Und ich musste die Wespenkönigin aus dem Gartengeräteschuppen mehrmals wieder vorsichtig nach draußen befördern, weil dort ein Wespennestbau nicht so optimal mit unserer neugierigen Hundeschnuffelnase gewesen wäre und auch für uns nicht. Aber irgendwann hat sie es aufgegeben und ist weitergeflogen.g:-)

    Am Montag hat es auch bei uns endlich ausgiebig geregnet. Ähnlich wie bei Jörg in Chemnitz - ist ja auch von mir nicht all zu weit weg. Aber unter den Hecken ist es stellenweise immer noch trocken.


    Und jetzt sieh selbst, warum ich wieder mal schreibe:

    Ich musste doch mal schauen, was die Maipilze so machen, und

    Kuckuck, wer schaut hier unterm Laub hervor?


    Das Laub vorsichtig beiseite geschoben - es wurden immer mehr!


    Und die ganze Ausbeute sah dann so aus:


    Ich habe mich im ersten Moment riesig gefreut! Leider nur im ersten Moment - die Ernüchterung folgte auf dem Fuß... Gut, die nicht mehr ganz frischen Exemplare gehen sowieso ins Umweltlabor, zur Umweltradioaktivitätanalyse, aber der Rest, mmh..... Proteine sollen ja sehr gesund sein, aber wie alles, eigentlich nur in Maßen. Aber in so geballten Massen, nee das muss wirklich nicht sein. Also wanderte der größte Teil ins Labor. Leider arbeitet diese auch noch nicht wieder voll, denn die Menge hätte auch noch für eine Cadmium-Belastungsanalyse gereicht, aber das sollte halt nicht sein.

    Ein kleiner Teil blieb dennoch übrig, und so wurde es doch noch eine kleine Pfanne von Mausmanns Süßen Maiküsschen, gestreckt mit grünen Spargel und war trotzdem super lecker! Danke noch mal an Mausmann für das Rezept!


    Leider sind die Fotos nicht gut gelungen. Ich hoffen du verzeihst mir das, Fotografieren ist nicht gerade meine Stärke. Bei den Pilzen gleichzeitig den Hund davon fernhalten und fotografieren, klappt auch nicht immer. Und bei der Pfanne habe ich wahrscheinlich in Vorfreude drauf zu sehr gewackelt.


    Damit viele liebe Grüße aus Sachsen

    Ute

    Hallo Alex,


    auch von mir vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht. ==Pilz23

    Im Prinzip mache ich es fast genauso - nur noch gaaaanz altmodisch wie die Oma und Uroma schon, mit kleineren Einkochgläsern, sogenannte Industriegläser oder Rillengläser mit den Gummiringen zwischen Glas und Glasdeckel, Spannern drauf und dann in den Einkochtopf mit Thermometer. Der Vorteil dabei ist, dass der Einkochtopf auf die transportable Herdplatte gestellt wird und somit in der Küche keinen Platz wegnimmt. Absolute Hygiene und Sauberkeit ist auch hier Voraussetzung und mir ist auch noch nie ein Glas aufgegangen. Hier hat ein Spülen vor dem Befüllen in heißem Spülwasser und dann Stürzen auf frisch gewaschenen (bei 90°) Geschirrtüchern ausgereicht und die Gummiringe werden vorher ausgekocht. Die Idee mit dem Backofen werde ich auch mal ausprobieren.

    Ich nehme am liebsten kleine, junge ganz feste Pilze dazu. Und diese dann im Ganzen. Ist dann halt auch was fürs Auge, wenn sie auf den Tisch kommen. Es kann dann durchaus auch ne Mischung sein. Am liebsten kleine feste Knubbel Steinpilze, Hexen und Maronen. Auch kleine Hallimasch, Stocki´s und Lepista nuda eignen sich dazu hervorragend. Habe auch schon kleine Wiesenchampis säuerlich eingekocht, wo es diese in Massen gab. Hier ist das Aroma doch feiner, als bei den Zuchtchampis.


    Damit viele liebe Grüße aus Sachsen

    Ute

    Hallo Murph,

    auch ich jammer dieses Jahr wieder mit==Gnolm6. Und als Gärtner für meinen Garten gleich doppelt mit ==Gnolm6==Gnolm6.

    Ich hatte dieses Jahr bei uns auf ein paar RiMuMo´s - Rindenmulchmorcheln - gehofft, da bei mir das Kirchenumfeld neu gestaltet wurde und vieel Rindenmulch ausgebracht wurde, noch dazu für die Wauwi´s und Autoabgase unerreichbar. Sachsen ist ja kein Morchelland für freilaufende Morcheln. Da freut man sich doppelt über Rindenmulchmorcheln. Aber es sollte halt nicht sein. Und jetzt sehe ich für dieses Jahr schon meine geliebten Maipilze in Gefahr. Damit wird wohl auch nichts werden. Voriges Jahr hatte ich Ende April schon den ersten Schwung Maipilze geerntet.

    Aber dafür geht jetzt auch bei uns die Obstblüte los - mit Pfirsich und Hameln und die Steinweichseln stehen in voller Blüte und langsam kommen die Süßkirschen und Äpfel und Birnen dazu. Das duftet herrlich und es macht Spass, den verschiedenen fleißigen Bienchen zu zu schauen.

    Vielen Dank Murph für Deine tollen Bilder und auch immer die schönen Beiträge, welche auch ich natürlich besonders gern mitlese.


    Damit viele liebe Grüße aus der knochentrockenen Lausitz

    Ute

    Ein Hallo in die Runde,


    ich kann mich nur anschließen - auch bei mir sind solche Flecken zu sehen. Bedingt durch, wie schon beschrieben, Wassertröpfchen+Sonne+Frost. Auf alle Fälle kein Pilzbefall. Ein paar Blätter meiner Blutblume (Scadoxus multiflorus subsp. katherinae, früher Haemanthus katherinae), welche ich etwas zu zeitig nach draußen gestellt habe, sehen auch so aus. Ist verzehrtechnisch unbedenklich (natürlich nur in Maßen)- nur halt optisch nicht schön. Mir als absoluter Bärlauchfan hat es bis jetzt nicht geschadet ;) Natürlich achte ich beim Pflücken darauf, so wenig wie möglich geschädigte Blätter zu sammeln.

    Viele liebe Grüße aus Sachsen

    Ute

    Ein Hallo an alle Bärlauchfreunde,


    auch bei uns kommt es jetzt zaghaft, so dass ich in Nachbars Garten schon die ersten Blätter ernten konnte. Zum richtig ernten ist er noch zu klein. Und es gab den ersten Bärlauchquark mit Pellkartoffeln und dem Schuss frischen Leinöl dazu. Da ich etwas großzügig geerntet hatte, habe ich den Rest kleingeschnitten in die Pfanne mit Rührei gegeben. Wir waren angenehm überrascht - uns hat es besser als mit Schnittlauch geschmeckt. Heute gehe ich noch mal schauen, ob der Bärlauch die Kahlfröste der letzten 3 Nächte von - 6 bis -8°C überstanden hat. Mein Rhabarber hatte auch schon ausgetrieben - der sieht jetzt leider nicht mehr so gesund aus. Vielleicht treibt er noch mal neu aus. Und die Aprikosen- und Mirabellenblüte ist auch hinüber. Aber es gibt schlimmeres - ist halt Natur.

    Damit viele liebe Grüße aus Sachsen und bleibt gesund!

    Ute

    Hallo Sandra,


    vieles ist hier schon gesagt worden - ich kann für mich sprechen: Aufgewachsen auf dem Land/Bauernhof wurden wir schon als Kinder auf die Pilze aufmerksam gemacht und zum Sammeln geschickt. Waren es am Anfang erst "nur" die Wiesenchampis, welche es Ende der Sechziger und Anfang der Siebziger Jahre auf unseren Kuhweiden in Massen gab. Wir Kinder wurden mit Eimern losgeschickt und selbst da muss es schon Karbolis gegeben haben, denn uns wurde eingetrichtert, die Pilze, welche gelb wurden, werden nicht gesammelt. Also mit Nervenkitzel wurde nicht und niemals gespielt! Die Verantwortung und auch der Respekt wegen einer Vergiftung war immer da und präsent! Hintergrund des Pilze sammelns war damals in erster Linie in unserer Großfamilie auf dem Hof der finanzielle, denn speziell meine Mutter hatte früh meinen Vater verloren und war alleinstehend mit zwei Kindern pekuniär nicht so gut bestückt. Es war eine kostenlose Mahlzeit, welche mit Kartoffelbrei gut sättigte (Und Kinder, welche bei Wind und Wetter immer draußen in der Natur rumtoben, haben immer Hunger!) und als weiterer Aspekt natürlich auch uns Kinder schon von klein auf mit der Natur vertraut zu machen und die Ressourcen der Natur zu nutzen und es wurde auch der Respekt vor der Natur mit weitergegeben. Vor den Giftpilzen und -pflanzen und das alles seine Daseinsberechtigung hat und nichts sinnlos zerstört/zertreten wird und auch nur in Maßen für den Eigenbedarf gesammelt wird. Ab dem Schulalter ging es dann schon mit in den Wald und die Waldgänge wurden dann immer ausgedehnter, und ich dann schon in kürzester Zeit ab dem ca. 7./8. Lebensjahr schon allein in den Wald losgezogen bin. Wenns im Sommer keine Pilze gab, da waren es dann eben Beeren, welche ich mit nach Hause gebracht habe. Und wir Kinder haben keinen Unsinn angestellt und haben ganz stolz auch schon unseren Beitrag für das tägliche Leben geleistet! Und speziell bei mir hat das ungemein gefruchtet und ich kann sagen, dass ich seit ca. 50 Jahren der Leidenschaft fröne und die noch kein bisschen kleiner geworden ist.


    Viele liebe Grüße aus Sachsen

    Ute

    Danke Grüni für die Antwort - bei uns habe ich sie noch nicht gefunden. Vielleicht, weil ich noch nicht danach gesucht habe und im Winterhalbjahr relativ selten in den Wald und die angrenzenden Wiesen etc. komme - berufsbedingt, es is abends immer sooo zeitig dunkel und am Wochenende nicht viel Zeit durch Haushalt, Hausumbau und auch noch Feriengäste.

    Da rückt das Hobby Pilze leider etwas in den Hintergrund.

    Liebe Grüße aus Sachsen

    Ute

    Oh, ich glaube, da muss ich dich enttäuschen - es ist nur der fimbriatum. Den hatte ich dir mal für ne Ausstellung in den verschiedenen Entwicklungsstadien nach Nossen geschickt.

    Is aber trotzdem immer wieder schön an zu sehen und erscheint jedes Jahr wieder an der gleichen Stelle bei uns am Turmhaus unterm Nussbaum.

    Und Danke für den Vergleich des Tulstoma - is ja schon fast beschämend :grotwerd: die Unterschiede sind wirklich gravierend!


    LG

    Ute

    Danke RudiS für die Antwort - mich hatte, wie gesagt, das extem Harte und gefühlt Hölzerne der Aussenhülle irritiert, so dass ich es nicht als Bestandteil des Pilzes gesehen habe.

    Für mich ein schöner, wenn auch schon älterer ;) PersEr, denn den Kragenerdstern hatte ich bisher noch nicht, zumindest noch nicht so bewußt, da bei uns im Betriebsgelände reichlich Erdsterne wachsen und die dann schon schnöde und profan nicht mehr so beachtet werden - aber zumindest in Ruhe gelassen!


    LG

    Ute

    Aber so eingetrocknet, dass der Kragen, bzw. der Stern sich so hart und hölzern anfühlt? Und noch dazu bei dem Regen in letzter Zeit! Hätte ich jetzt nicht gedacht. Ich war der Meinung, das auch bei den Erdsternen der ganze Pilz irgendwann vergeht - wie bei uns auf dem Betriebsgelände.

    Ergo - wieder was gelernt!

    Danke Dir, Stefan


    LG

    Ute

    Liebe Forianer,


    Am Sonntag habe ich Nachbars Garten wegen des Bärlauchs inspiziert. Der Bärlauch kommt erst ganz zaghaft mit grünen Spitzen und ganz vereinzelt schon kleinen Blättchen - auf keinen Fall schon etwas zum ernten. Dabei fielen mir die 2 Kerlchen auf - es waren leider nur die zwei - , welche ich etwas ungewöhnlich fand.

    Habitat: Unter Erlen, am Abhang zum Flüsschen - als Pflanzenbegleiter Aronstab, Bärlauch, Iris und vereinzelte Schneeglöckchen.

    Als Substrat was Hölzernes - bei dem größeren würde ich auf eine große Bucheckernhülle tippen.

    Die Größe ungefähr wie ein 20 Cent-Stück - Das grüne sind unsere Holzlatten von der Gartenbank.

    Für mich ungewöhnlich: die Pilze waren nicht mit dem Erdboden verwachsen, sondern nur mit dem Substrat. Sie liessen sich ohne Widerstand aufheben.

    Der kleinere fasste sich schon etwas pergamentartig an - aber bei leichtem Druck puffte er noch Sporen aus. Ist wahrscheinlich schon etwas älter.

    Der größere fasste sich noch etwas frischer an, aber auch ziemlich fest. Hier keine Puffprobe gemacht - ich wollte ihn nicht zerdrücken.

    Geruch: fast keiner - ich konnte nur einen Hauch von Pilzgeruch wahrnehmen - meine Nase taugt aber auch nicht viel.

    Das Weiße kann vielleicht schon von Schimmel herrühren. Ich finde nur die Form etwas ungewöhnlich - nicht so gleichmäßig rund, sondern wie mit einem kleinen Kragen am Stiel, auf dem der Fruchtkörper dann sitzt.

    Ich habe nur mit dem Handy ein paar Bilder gemacht - vielleicht können die doch ein klein wenig zum Bestimmen beitragen.

    Hier die Bilder:






    Vielen Dank und viele Grüße aus Sachsen

    Ute

    Herrliche Bilder - vielen Dank dafür.

    Auch bei uns gibt es wilde Märzenbecher. Berühmt dafür ist das Polenztal in der Sächsischen Schweiz für seine Märzenbecherwiesen. Ist auch herrlich zu Erwandern. Bloß bei dem Regen (der aber dringend gebraucht wird) momentan mit Gummistiefeln, statt mit Wanderschuhen. ;) Und hier sind die Märzenbecher leider noch nicht da. Dauert mindestens noch bestimmt so an die 2 Wochen. Das Tal liegt an vielen Stellen auch recht schattig. Hier ein Bild aus den letzten Jahren.


    Liebe Grüße aus Sachsen

    Ute

    Ein morgendliches Hallo an alle,


    ich hätte ja gar nicht gedacht, dass "mein" Leinöl so eine Diskussion auslöst. Ich finde es aber toll. Noch ne Anmerkung dazu: Auch bei uns auf dem Hof wurde das Leinöl als Firnis genutzt, wenn es schlecht geworden war. Da hatten dann im Laufe der Zeit diverse Stalltüren u.ä. auch einen schönen Gelbstich.


    Und falls Alex heute mitliest:

    Alles, alles Gute und die besten Wünsche zum heuten Ehrentag!==konfetti==PremiereUnd ich glaube, ich kann im Namen vieler sprechen: wir wünschen uns noch viele schöne Beiträge von Dir!


    Viele Grüße aus Sachsen

    Ute

    Es kommt ja noch viel schlimmer!!!!!

    Da trifft man vor vielen Jahren auf ein junges Reh im Wald, welches in so eine verrostete Büchse getreten war und schon lahmte, weil die Büchse um den Fuß hing und sich im Fleisch verhakt hatte und und und. Da blieb nur eines übrig, dem zuständigen Förster, bzw. Jagdpächter Bescheid geben, der das Reh dann abgeschossen hatte (ich hoffte es damals zumindest), da es sich nicht einfangen und damit behandeln lies!! Da steht man im Wald, es kullern die Tränen vor Wut und Mitleid und man kann nicht helfen!

    Es ist nur schade, dass man solche Umweltsünder schlecht zu fassen bekommt. Ich wäre für Hände abhacken mit einem ganz stumpfen Beil und ganz langsam und dann laufen lassen, so a la Mittelalter. Entschuldigung, aber diese Bilder haben sich bei mir festgebrannt. Es sind immer Unschuldigen, die drunter leiden.

    Trotzdem viele liebe Grüße aus Sachsen

    Ute

    OHHH Jam,Jam

    Alex das ist gemein ;) - so lecker Bärlauchquark vorgesetzt zu bekommen, noch dazu vor dem Mittagessen und bei uns wächst der Bärlauch noch nicht ;(. Aber ich gehe heute Nachmittag gleich noch mal in Nachbars Garten unter den Erlen nachschauen - dort habe ich es nicht weit und Nachbar freut sich über ein Schwätzchen..... :)

    Das mit dem Leinöl habe ich übrigens von meinen Großeltern und Eltern vom Bauernhof. Zur Kartoffelernte wurde früher noch das Kartoffelkraut auf dem Feld verbrannt (wegen der Kartoffelkäfer und deren Nachwuchs). In dem Feuer, bzw. in der heißen Asche wurden dann ein paar Kartoffeln reingeschoben zum Garen und dann mit dem Taschenmesser gepellt und nur mit etwas Salz und frischem Leinöl gleich auf dem Feld als Mittagessen gegessen... Entgegen sämtlicher heutigen Hygienevorschriften brauchten wir keine Händewaschen (Dreck reinigt bekanntlich den Magen ;))und gegessen wurde gemeinsam aus einer Schüssel, wo die Kartoffeln getitscht (eingetunkt) in das Öl wurden. Für uns Kinder damals das Paradies! Und heute noch ist es eine Lausitzer Spezialität mit Quark.

    Es freut mich, dass es dir geschmeckt hat! Und deinen Bärlauchsalat werde ich auch noch ausprobieren.


    LG aus Sachsen

    Ute

    Hallo Dieter und Stefan,


    wie immer ein grandioser und toller Bericht, den ich als hauptsächlich stiller Mitleser genossen habe.:)


    Nun auch noch mein Senf zum Leccinum. Diese Rotkappe hatte ich tatsächlich auch schon in den letzten 30 Jahren genau 2x in einem reinen Fichtenwäldchen gefunden, welches leider vorigem Jahr der Borkenkäferrodung zum Opfer fiel. Sie sah bei mir genauso aus. Mit dem etwas dunkleren Rot im Hut und noch nicht ausgeprägten schwarzen Schuppen am Stiel. War aber schon eindeutig als Leccinum zu identifizieren. Damals habe ich mich, noch unbedarft wie ich war, gewundert, wie eine Rotkappe in den Nadelwald kommt. Diese natürlich mitgenommen, ohne weiter zu dokumentieren. Heute bin ich natürlich etwas schlauer und auch von mir: Gratulation zum grandiosen Fund und die wunderschönen Bilder!


    LG aus Sachsen

    Ute

    Hallo Alex, Hallo Grüni,


    ist auch superlecker............. Ich mache es mit Quark, Magerquark reicht, mit nem Schluck Milch glattgerührt, reichlich Bärlauch kleingehackt (wenn er richtig sprießt, am liebsten die kleingehackten Stiele) und ein paar Gurkenstreifen und ein bissel Schnittlauch, abwürzen und dann die typisch Sächsisch-Lausitz mäßigen Apern (Pellkartoffeln) und ein Schuß kaltgepresstes frisches Leinöl aus der Ölmühle dazu. ==Pilz27

    Wie würde der Bayer sagen: Da legst di nieder.........

    Ist für unsere Familie das beste und liebste Frühlingsmittagessen. ==Pilz27Aber angeregt durch die ersten Berichte - bei uns wächst der Bärlauch leider noch nicht ==14


    Liebe Grüße aus Sachsen

    Ute

    Vielen Dank, dass wir wieder mitgehen durften und die unglaubliche Artenvielfalt der Chemnitzer Parks und Deine tollen Fotos bewundern dürfen! ==Pilz24Bei meinen eher seltenen Dienstreisen zur Außenstelle auf die Dresdner Straße (Neubau an der Gerichtsmedizin) in Chemnitz kribbelt es mir richtig in den Fingern, mich seitwärts "in die Büsche" zu schlagen. Aber man ist ja pflichtbewusst und während der Arbeitszeit..........und dann noch die Heimfahrt auf immer staugeplagten A4. Aber schön wärs doch! ==zucken


    LG

    Ute