Hallo Mario,
du schreibst oben: "Mikroskopisch ist sie von Trametes versicolor nicht zu unterscheiden..."
und weiter unten: "... nur die Mikroskopie hat mich dazu gebracht den Pilz als Trametes ochracea zu erkennen."
Wie meinst du das?
L.G. - Bernd
Hallo Mario,
du schreibst oben: "Mikroskopisch ist sie von Trametes versicolor nicht zu unterscheiden..."
und weiter unten: "... nur die Mikroskopie hat mich dazu gebracht den Pilz als Trametes ochracea zu erkennen."
Wie meinst du das?
L.G. - Bernd
Willkommen in Teil 19 der Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!
Hier die Übersicht über alle Teile dieser Forumsreihe
Für den nächsten Teil ist geplant: Komfortable Eingabe (Eingabemaske)
Ziel für heute: Wir wollen ein Shapefile-Layer anlegen und bearbeiten, und zwar ein Punktlayer baeume. Als geografischer Bereich wird ein Ausschnitt aus dem Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe zugrunde gelegt.
Wir werden in folgenden Schritten vorgehen:
A) QGIS vorbereiten
B) Layer erstellen
C) Features eingeben
D) Stil bearbeiten
Auf geht’s:
A) QGIS vorbereiten
Da wir im nächsten Teil Messungen in der Einheit Meter durchführen werden, wird als KBS: ETRS89/UTM32N gewählt.
Hintergrundkarte: OSM Standard wird selektiert und sichtbar gemacht.
Im Layerfenster erzeugen wir via ReMT: Gruppe hinzufügen die Gruppen Hintergrundkarten und Oberer Reutweg und ziehen die zugehörigen Layer in die jeweils passende Gruppe hinein.
Dann klappen wir die Gruppen noch ein; so ist Platz geschaffen. Außerdem stellen wir den Bereich um Karlsruhe im Kartenfenster ein.
Zur Erleicherung der Arbeit habe ich noch den Plugin/Erweiterung Koordinatenaufnahme aktiviert. Diese Erweiterung muss nicht extra installiert werden, ein Haken genügt. Bei mir hat sich die Erweiterung als Fenster unten links installiert:
Dann navigieren wir zum südlichen Teil von Karlsruhe, wo sich der Zoologische Stadtgarten befindet.
Wer möchte, kann ja mal bei Koordinatenaufnahme eine Aufnahme starten und z.B. auf den Zoo clicken:
Wir navigieren nun direkt zum Zoo, indem wir die Koordinaten 456163.5,5427443.3 eingeben und als Maßstab auf 1:2500 wählen.
Dann stellen wir noch die Drehung auf -90 Grad ein, da sich der Zoo in Nord-Süd-Richtung erstreckt. Das Ergebnis sehen wir in Bild 4. Man erkennt drei Seen und zwei Bachverläufe.
Aus den Seen könnte man ein Flächen/Polygonlayer, aus den Bächen ein Linienlayer erstellen (siehe unten bei Übungen).
Zoomen wir nun in das in Bild 4 angekreuzte Areal hinein und wählen 1:1000 als Maßstab, dann sehen wir zahlreiche, kleine, grüne Kreise mit rotem Mittelpunkt. Die Kreise auf dieser OSM-Karte repräsentieren Bäume, die tatsächlich dort wachsen:
B) Layer erstellen
Bild 6 zeigt eine Auswahl von zehn Bäumen, die für den Punktlayer relevant sein sollen. Sie sind von 1-10 durchnumeriert. Hier das Excel-File dazu: baeume.xls
Natürlich könnte man das Excel-File als Ganzes per Spreadsheet-Import in QGIS einpflegen. Siehe dazu Teil 13. Hier wollen wir einen anderen Weg gehen, und zwar über ein selbst erstelltes Shapefile:
Dazu legen wir einen neuen Shapefile-Layer an:
Im sich öffnenden Menü Neuer Shapedatei-Layer clicken wir als Erstes auf den Browse-Button, navigieren zum Ordner, den wir für das Shapefile vorgesehen haben, geben baeume als Dateinamen ein und clicken auf Speichern.
Zurück im Menü Neuer Shapedatei-Layer selektieren wir Punkt als Geometrietyp und EPSG:25832 ETRS89 / UTM zone 32N als Layer-KBS.
In diesem Menü kann man direkt auch die einzelnen Felder eingeben. Das ist in unserem Fall einige Spalten der Excel-Tabelle. Deren Überschriften werden als Feldnamen übernommen.
Hierbei streng darauf achten, dass die Feldnamen nur Kleinbuchstaben und den Unterstrich/Underscore enthalten dürfen!
Wie man sieht, ist bereits ein id-Feld fest vorgesehen.
Das erste einzupflegende Feld ist baum_nr, es ist vom Typ her eine Ganzahl, und es reicht uns eine Länge von 3 Stellen aus. Haben wir dies eingegeben, wird auf den Button Zur Feldliste hinzufügen geclickt, womit das Feld übernommen wird (keinesfalls auf OK clicken!):
Nun kommen nacheinander folgende Felder an die Reihe: art_botan, gattg_bot, art_dtsch, durchm_cm, hoehe_mtr, latitude, longitude, bemerkung. Bitte jeweils auf den korrekten Typ und die passende Länge achten (Bild 10) und auch jeweils zur Feldliste hinzufügen clicken. Die Koordinatenangaben können wir als Text vorsehen. Unten im Menü baut sich Zug um Zug die Feldliste auf.
Sind alle vorgesehenen Felder zur Feldliste hinzugefügt, ergibt sich z.B. nachfolgendes Bild:
Nun noch auf OK clicken, und der Punklayer baeume ist erstellt. Wir ordnen den Layer im Layerfenster zuoberst an und halten ihn aktiviert und sichtbar:
C) Features eingeben
Dazu schalten wir auf Bearbeitungsmodus/Editiermodus um. Um nun ein Feature, hier also einen Baum, hinzuzufügen, clicken wir auf das Werkzeug Punktobjekt hinzufügen:
Daraufhin nimmt der Cursor die Form eines umrandeten Kreuzes an. Um nun der Baum Nr. 1 hinzuzufügen, clicken wir auf die entsprechende Stelle im QGIS-Kartenfenster:
In die sich öffnende Attributtabelle tragen wir die Werte gemäß Excel-Tabelle ein und bestätigen abschließend mit OK:
Nun geben wir noch die Werte für die Bäume Nr. 5 und Nr. 7 ein.
Abschließend diese Layeränderungen speichern (nicht etwa Projekt speichern!) und den Bearbeitungsmodus/Editiermodus wieder verlassen:
Zur Kontrolle: Bild 16 zeigt die Attributtabelle in der Tabellenansicht, Bild 17 die Quellfelder aus den Layereigenschaften:
D) Stil bearbeiten
Die drei Bäume sollen nun etwas passender dargestellt werden. Dazu clicken wir in den Layereigenschaften auf Symbolisierung:
Unser Ziel soll es sein, Baumsymbole für die Punktobjekte im Kartenfenster zu laden.
Dazu clicken wir auf Markierung und ändern wir die Größe auf 5 mm und die Farbe auf schwarz:
Nun clicken wir oben auf Einfache Markierung und schalten den Symbollayertyp auf SVG-Markierung (Bild 20). Hier navigieren wir unten bei den SVG-Gruppen zu gpsicons und selektieren das Baumsymbol (Bild 21):
Nach Anwenden und OK zeigt sich als Ergebnis folgendes Bild:
Das war’s für heute.
Ein herzliches Dankeschön:
Die zahlreiche Youtube-Videos von Marshal Mappers waren mir eine große Hilfe.
Helmt Kern, dem ehemaligen Gartenbauamtsleiter Karlsruhe, verdanke ich eine umfangreiche Bamartenliste des Karlsruher Zoologischen Stadtgartens, die mir wichtige Hinweise für diesen Beitrag lieferte.
Übungen:
1) Jeweils ein Linienlayer baeche und ein Polygonlayer seen des Karlsruher Zoos nach Bild 4 erstellen. Dabei nach dem gleichen Muster vorgehen wie hier für den Punktlayer baeume gezeigt. Felder für die Attributtabelle könnten sein: bach_nr, bachbreite, bach_tiefe, bemerkung bzw. see_nr, see_flaeche, see_tiefe, bemerkung.
2) Über den Plugin Koordinatenaufnahme für die drei Bäume überprüfen, ob der abgegriffene Wert mit dem in der Excel-Tabelle angegebenen übereinstimmt.
Über Fragen und Anregungen würde ich mich sehr freuen!
Viel Erfolg!
Bernd
Glossar, Abürzungen:
ASCII - American Standard Code for Information Interchange
BW – Baden-Württemberg
Canvas - Fenster; Landkarte; Anzeige. siehe auch unter: map canvas, QGIS canvas
CSV - Comma Separated Values; einfach strukturierte Textdatei
DGM – Digitales Gekändemodell; engl. DTM - Digital Terrain Model
DGMx - Digitales Geländemodell mit x Metern Gitterweite
DLM - Digitales Landschaftsmodell
DOM – Digitales Oberflächenmodell; engl. DSM - Digital Surface Model
EPSG - European Petroleum Survey Group Geodesy
ETRS89 / UTM (Universal transverse Mercator) - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, d.h. geeignet zum Messen von Strecken und Flächen
Features - gemäß Giswiki abstrahierte Modelle der realen Welt. Z.B. werden Straßen als Linienzüge, Gebäude als Flächen oder Bäume als Punkte abstrahiert und dargestellt.
Featurelayer - Layer, welches die o.a. Features enthält. So handelt es sich also bei Punkt-, Linien- oder Flächenlayern/Polygonlayern um Featurelayer
Gauss-Krüger - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, allerdings inzwischen vielfach durch ETRS89 / UTM ersetzt worden
Georeferenzierung (Geocodierung, Verortung, Geotagging) - Einen Datensatz, z.B. ein Foto oder eine Karte, mit Koordinaten versehen
Geopackage - Daten-Container, der viele Shape- und Rasterdaten in einer einzigen Datei vereint.
GeoTiff - Georeferenzierte Bilddatei, quasi ein Standard für Rasterdaten; entspricht TIFF, besitzt aber zusätzlich Informationen über die Georeferenzierung. Diese sind in den Metadaten des bildes abgespeichert.
GIS – Geoinformationssystem
GNSS - Global Navigation Satellite System
Google Maps - Online-Kartendienst von Google LLC
GPX (GPS eXchange Format) – für Datenaustausch mit GPS-Empfängern
GRASS - Geographic Resources Analysis Support System
HTML - Hypertext Markup Language
KBS – Koordinatenbezugssystem
KML (Keyhole Markup Language) - Austauschformat für Geodaten, vorgesehen für Google Earth (aber auch für GPS-Empfänger nutzbar)
KMZ - dasselbe wie KML, lediglich in komprimierter Form
Lidar (Light Detection And Ranging) – Laser-Scan der Geländeoberfläche
LiMT – Linke Maustaste
Map Canvas - Karte; Kartenfenster, also der Bereich, in dem die Karte angezeigt wird
m.ü.NN. - Meter über Normal Null
Open Data – Für jedermann frei nutzbar zur Verfügung gestellte Daten
OSM – OpenStreetMap
Passpunkte – Referenzpunkte beim Georeferenzieren von Karten
Plugins - Programmerweiterungen
Projektbereich - Gesamtbereich aller Programme und Daten eines QGIS-Projektes im Rechner, beinhaltet das gesamte "Ordnergebäude" inklusive der Projektdateien und aller Daten. Hier in der Forumsreihe ist es der Ordner \_QGIS für Pilzfreunde\ mit sämtlichen Unterordnern und Dateien. Will man ein QGIS-Projekt auf einem anderen Rechner laufen lassen, so braucht man lediglich den Projektbereich zu kopieren!
Projektdatei - Datei mit Endung .qgs, über die QGIS gestartet wird. Sie enthält die Projekteigenschaften, die Verknüpfungen zu den im Projekt enthaltenen Layern und vieles mehr. Sie enthält jedoch nicht die Daten
QGIS – Kostenfreies, sehr mächtiges GIS
QGIS canvas - QGIS-Arbeitsfläche, QGIS-Kartenfenster
Rasterlayer - Layer, bestehend aus bildhaften, pixelcodierten Geodaten
ReMT – Rechte Maustaste
Schummerung – Pseudo-3D-Darstellung durch Schattenwurf
Shape, Shapefile - Grafikdatei zum Darstellen von Punkten, Linien und Polygonen (Flächen). Shapes sind georeferenziert.
TIFF - Tagged Image File Format - Dateiformat für hochauflösende Bilder, ist verlustfrei und nicht komprimiert.
Tiles – Karten min Form sogenannter „Kacheln“
URL – ein Internet-Link oder die Adresse einer Website
UTM - Universal Transverse Mercator, siehe auch ETRS89
Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)
Vertex (Plural Vertices) - Scheitelpunkt, Punkt im 3-dimensionalen Raum
WFS - Web Feature Service
WGS84 - World Geodetic System 1984
WGS 84 EPSG:4326 – globales KBS, bei GPS-Empfängern verbreitet, nicht zum Messen geeignet
WGS 84/ Pseudo-Mercator EPSG:3857 – globales KBS für WMS-Einbindungen, nicht zum Messen geeignet
WMS (Web Map Service) – Internet-Schnittstelle für Landkarten
Hallo Josef,
mit der Geofabrik kenne ich mich leider gar nicht aus.
Könntest du mir den Weg bis zu den betreffenden Downloads beschreiben und erklären, was du dann genau machen willst, bzw. deine bisherige Vorgehensweise beschreiben?
Viele Grüße - Bernd
Hallo zusammen - und danke an Günter!
an der Startseite von geoportal-bw.de ist das Koordinatensystem jetzt in anderer Weise selektierbar: indem man unten auf die Koordinaten clickt und in der herausklappenden Vorwahl seine Selektion trifft:
Viele Grüße - Bernd
Willkommen in Teil 18a der Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!
Hier die Übersicht über alle Teile dieser Forumsreihe
Ziel für heute: Ein als xyz-Textdatei vorliegendes Digitales Geländemodell DGM1 (Lidar-Daten mit 1-Meter-Auflösung) mit Hilfestellung der Software planlauf/Terrain in QGIS einpflegen um ein ansprechendes Geländerelief zu erzeugen.
In Teil 18 hatte ich gezeigt, wie man eine xyz-Textdatei in QGIS3 importiert und daraus ein Geländemodell erstellt. In QGIS 2.18 war mir das leider nicht gelungen. Mit dem hier dargestellten Workaround spielt die QGIS-Version keine Rolle.
Voraussetzung: Man besitzt eine Lizenz der Software planlauf/Terrain. Hierzu siehe auch hier.
Bei planlauf/Terrain handelt es sich um eine Software zur Visualisierung von 3D-Geländemodellen, auch für unterwegs mit GPS-Empfänger nutzbar.
Das Vorgehen im einzelnen
A) planlauf/Terrain-Export des Geländemodells als georeferenzierte jpg-Datei
B) Import der jpg-Datei als Rasterlayer in QGIS 2.18 (QGIS 3.x funktioniert auch)
A) planlauf/Terrain-Export des Geländemodells als georeferenzierte jpg-Datei
Es handelt sich um dieselben DGM1-Testdaten aus Teil 18 (xyz-Textdatei), wo man sie auch herunterladen kann. In Planlauf-Terrain sieht das Geländemodell (3D) dann so aus, wie Bild 1 es zeigt.
Der Exportablauf ist der folgenden Bildfolge zu entnehmen. In Bild 2 habe ich außerdem den Bildkontrast erhöht.
Wichtig: Die aus planlauf/Terrain exportierten Daten haben das KBS ETRS89 / UTM
B) Import der jpg-Datei als Rasterlayer in QGIS 2.18
Die Bildfolge zeigt das Vorgehen:
Zuerst die georeferenzierte jpg-Datei per Drag & Drop aus dem Browser-Fenster ins Layer-Fenster ziehen:
KBS des importierten jpg-Files selektieren (hier ETRS89/UTM32N EPSG:25832):
Und hier das Ergebnis. Es ist natürlich nur 2-dimensional:
Maßstab 1:5000:
Auf dem letzten Bild kann man schön sehen, wie „versteckte“ Pfade, Gräben, Grundstücke, Erdlöcher etc. sichtbar werden, eben die große „Idee“ von Lidar.
Das war’s für heute.
Über Fragen und Anregungen würde ich mich sehr freuen!
Viel Erfolg!
Bernd
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EPSG - European Petroleum Survey Group Geodesy
ETRS89 / UTM (Universal transverse Mercator) - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, d.h. geeignet zum Messen von Strecken und Flächen
Gauss-Krüger - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, allerdings inzwischen vielfach durch ETRS89 / UTM ersetzt worden
Georeferenzierung (Geocodierung, Verortung, Geotagging) - Einen Datensatz, z.B. ein Foto oder eine Karte, mit Koordinaten versehen
Geopackage - Daten-Container, der viele Shape- und Rasterdaten in einer einzigen Datei vereint.
GeoTiff - Georeferenzierte Bilddatei, quasi ein Standard für Rasterdaten; entspricht TIFF, besitzt aber zusätzlich Informationen über die Georeferenzierung. Diese sind in den Metadaten des bildes abgespeichert.
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Lidar (Light Detection And Ranging) – Laser-Scan der Geländeoberfläche
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Projektbereich - Gesamtbereich aller Programme und Daten eines QGIS-Projektes im Rechner, beinhaltet das gesamte "Ordnergebäude" inklusive der Projektdateien und aller Daten. Hier in der Forumsreihe ist es der Ordner \_QGIS für Pilzfreunde\ mit sämtlichen Unterordnern und Dateien. Will man ein QGIS-Projekt auf einem anderen Rechner laufen lassen, so braucht man lediglich den Projektbereich zu kopieren!
Projektdatei - Datei mit Endung .qgs, über die QGIS gestartet wird. Sie enthält die Projekteigenschaften, die Verknüpfungen zu den im Projekt enthaltenen Layern und vieles mehr. Sie enthält jedoch nicht die Daten
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Rasterlayer - Layer, bestehend aus bildhaften, pixelcodierten Geodaten
ReMT – Rechte Maustaste
Schummerung – Pseudo-3D-Darstellung durch Schattenwurf
Shape, Shapefile - Grafikdatei zum Darstellen von Punkten, Linien und Polygonen (Flächen). Shapes sind georeferenziert.
TIFF - Tagged Image File Format - Dateiformat für hochauflösende Bilder, ist verlustfrei und nicht komprimiert.
Tiles – Karten min Form sogenannter „Kacheln“
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UTM - Universal Transverse Mercator, siehe auch ETRS89
Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)
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WGS 84 EPSG:4326 – globales KBS, bei GPS-Empfängern verbreitet, nicht zum Messen geeignet
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Hallo Günter,
bisher bin ich mit einem Garmin Oregon 450 unterwegs gewesen. Es wird bei eingeschaltetem GPS-Empfänger generell ein Track aufgezeichnet. Das Gebiet bin ich mehrmals, d.h. an verschiedenen Tagen, abgelaufen, ein paarmal außen herum, einmal auch die Bäche entlang. Wenn ich Pilze (als Wegpunkte) aufgenommen habe, wurde natürlich gleichzeitig der Track aufgezeichnet.
Zu Hause habe ich in Basecamp alles vom GPS-Empfänger in die Basecamp-internen Ordner umgespeichert und dort im Hinblick auf die Forumsreihe nachbearbeitet:
Das Kartierungsgebiet habe ich als Route mit möglichst wenigen Stützpunkten nachgezeichnet, die Bäche als Track belassen, aber ein bischen "geschönt", die Wegpunkte sind unverändert geblieben.
Zukünftig will ich mit Tablet-PC und externem GPS-Empfänger kartieren gehen. Da habe ich im Tablet die Excel-Tabelle zur Dateneingabe direkt "On Board".
Viele Grüße
Bernd
Hallo Günter,
das mit dem "Workaround" finde ich gut.
Eine andere Möglichkeit wäre, das aktuelle QGIS 3.6 zusätzlich zu installieren. Ich habe auch 2.18 und 3.6 gleichzeitig auf dem Laptop. Mit 2.18 schaffe ich einige Dinge nicht. Z.B. die in Teil 18 beschriebene Generierung eines Geländemodells aus einem xyz-Textfile funktioniert bei mir nur mit QGIS 3.
Viele Grüße
Bernd
Willkommen in Teil 18 der Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!
Hier die Übersicht über alle Teile dieser Forumsreihe
Ziel für heute: Ein als xyz-Textdatei vorliegendes Digitales Geländemodell DGM1 (Lidar-Daten mit 1-Meter-Auflösung) in QGIS 3.x einpflegen und damit ein ansprechendes Geländerelief erzeugen.
!! Mit QGIS 2.18 habe ich die Schummerung leider nicht hingekriegt !!
Hochauflösende, kostenfreie DGM1-Daten gibt es anscheinend bisher nur in NRW. Siehe dazu Teil 17 dieser Forumsreihe.
Jetzt habe ich mir den Luxus gegönnt und 1 qkm DGM1-Daten (Baden-Württemberg) gekauft. Zusätzlich habe ich kostenlose DGM1-Testdaten bekommen, nach denen ich hier arbeiten möchte. Man bekommt die Daten als sogen. xyz-Datei, das sind reine Rohdaten, die man für ein Geländerelief erst aufbereiten muss.
Hier bekommt sie im Internet:
https://www.lgl-bw.de/lgl-internet/opencms/de/07_produkte_und_dienstleistungen/testdaten/
Wenn man auf der Seite dann im Text nach "testdaten dgm 1m" sucht, findet man die herunterladbare zip-Datei. Diese bitte entpacken, um die xyz-Datei zu erhalten.
Die zip-Datei zur Sicherheit auch noch direkt hier: DGM_1m_GRIDXYZ_UTM_xyz.zip
Die zip-Datei wird in einem passenden Ordner im Projektbereich abgespeichert und entpackt (vorher Ordner anlegen).
Zum Einpflegen dieser xyz-Testdatei in QGIS 3.x werden wir in folgenden Schritten vorgehen:
A) Untersuchung der xyz-Datei
B) Die xyz-Datei in QGIS 3.x importieren
C) Den sich ergebenden Punktlayer als Geopackage speichern
D) Den Punktlayer rastern, um die Z-Koordinate (Höhenwerte) zu integrieren
E) Aus dem sich ergebenden Höhenraster die Schummerung erstellen
F) Das Ergebnis optimieren (Farbe, Transparenz)
A) Untersuchung der gelieferten xyz-Datei
Bild 1 zeigt einen Kartenausschnitt rund um Bad Wimpfen in BW. Zur besseren Übersichtlichkeit habe ich das Browserfenster nach rechts außen gezogen. Als KBS ist ETR89 / UTM eingestellt.
Öffnet man die xyz-Datei mit einem beliebigen Texteditor, bekommt man eine Tabelle mit sehr!!! vielen Zeilen, wobei jede Zeile aus drei, durch Zwischenraum/Space getrennten, Werten besteht (Bild 2).
Vergleicht man beide Bilder, erkennt man, dass es sich um dasselbe KBS handelt. Der erste Tabellenwert stellt die X-, der zweite die Y-Koordinate dar.
Der dritte Tabellenwert ist die Höhenangabe des Punktes im Metern, also die Z-Koordinate.
Somit stellt jede Zeile einen Punkt im 3-dimensionalen Raum dar (Scheitelpunkt/Vertex).
Wir haben es mit sogen. Punktkoordinaten zu tun:
Subtrahiert man die X- und Y-Werte der allerletzten Zeile von denen der allerersten, so bekommt man Delta-X = 1700, Delta-Y = 1600. Da das KBS ETR89/UTM-KBS die Einheit Meter besitzt, und da DTM1-Daten ebenfalls eine Rasterung von 1 Meter in beiden Richtungen besitzen, haben wir es mit einem Rechteck von 1,7 km x 1,6 km zu tun:
B) Die xyz-Datei in QGIS 3.x importieren
Wir wählen das Menü: Layer > Datenquellenverwaltung (Bild 3) und dort das Untermenü Getrennte Texte (Bild 4). Dort den Browse-Button oben rechts clicken. Im sich öffnenden Menü navigieren wir zum Ordner, in dem sich die xyz-Datei befindet, selektieren die Datei und öffnen sie:
Zurück im Untermenü Getrennte Texte tragen wir einen passenden Layernamen ein.
Dann noch via Pull-Down-Menüs die Zuordnungen für das X- und das Y-Feld treffen. Durch Vergleich mit den Beispieldaten (unten im Menü) treffen wir die Wahl: X-Feld: field_1, Y-Feld: field_2. Auch bitte die rot eingekreisten Aktivierungen realisieren; insbesondere der Haken bei Feldtypen bestimmen ist essentiell. Abschließend den Button Hinzufügen clicken.
Nach 1-2 Minuten ist der Punktlayer hinzugefügt, und wir können das Menü Getrennte Texte schließen. Im Layerfenster mit der ReMT auf den neuen Layer clicken und Auf den Layer Zoomen. Es entwickelt sich im Kartenfenster Zeile um Zeile, mit langen Pausen, ein großes, schwarzes, fast quadratisches Rechteck (Bild 6). Es handelt sich um 1700 x 1600 Punkte.
C) Den sich ergebenden Punktlayer als Geopackage speichern
Da man bei der Arbeit mit xyz-Textdateien wegen des extrem langsamer Bildaufbau nur mühsam vorankommt, speichern wir den Punktlayer als sogen. Geopackage ab.Erläuterungen zum Geopackage siehe unter Glossar, Abkürzungen.
Dann ReMT im Layerfenster auf den Punktlayer > Exportieren > Objekt speichern als...
Im erscheinenden Menü Vektorlayer speichern als... wird oben Geopackage selektiert und der Browse-Button geclickt (Bild 6a). Im nächsten Menü navigiert man zum Ordner für die Geopackages (vorher Ordner anlegen) und trägt bei Dateiname einen sinnvollen Dateinamen ein. Anschließend wird auf Speichern geclickt (Bild 7).
Zurück im Menü Vektorlayer speichern als... noch einen vernünftigen Layernamen eintragen, kontrollieren, ob das KBS stimmt und mit OK abschließen.
Der nun erfolgende Aufbau des Geopackage-Bildes im Kartenfenster kann mehrere Minuten in Anspruch nehmen, deshalb Fortschrittsanzeige unterhalb des Kartenfensters beachten! Schließlich ist es generiert und in QGIS integriert (siehe Bild 9). Den Geopackage-Layer halten wir aktiv und sichtbar. Alle Aktionen finden nun recht flott statt!
D) Den Punktlayer rastern, um die Z-Koordinate (Höhenwerte) zu integrieren
Wir wählen: Raster > Konvertierung > Rastern (Vektor nach Raster)... (Bild 9). Im erscheinenden Menü Rastern (Vektor nach Raster) (Bild 10) clicken wir bei Ausgabengröße den Browse-Button und selektieren Ausdehnung auf Kartenausschnitt wählen.
Daraufhin verschwindet das Menü, und wir ziehen über dem kompletten DGF1-Bereich ein Rechteck (rot) auf:
Sobald wir die Maustaste loslassen, erscheint wieder das Menü. Wir clicken bei auf den Browse-Button bei Gerastert und dann auf In Datei speichern.... Im erscheinenden Untermenü (Bild 12) navigieren wir zum Ordner, der für GeoTIFF-Exporte vorgesehen ist (vorher Ordner anlegen), tragen einen passenden Dateinamen ein und clicken auf Speichern (Bild 13):
Zurück im Menü Rastern (Vektor nach Raster) selektieren wir über die Pulldown-Liste Einzubrennendes Feld den Eintrag field_3 (das sind die Höhenwerte), über die Pulldown-Liste Ausgaberastergrößeneinheiten: Georeferenzierte Einheiten und selektieren in den beiden darunter angeordneten Feldern den Wert 1 (das bedeutet in ETRS89/UTM genau 1 Meter). Abschließend den Starte-Button clicken:
Das Menü schaltet jetzt auf den Protokoll-Tab und zeigt den Fortschritt der Verarbeitung. Das kann jetzt einige Zeit dauern.
Sobald die Verarbeitung abgeschlossen ist, wird im Kartenfenster das Rasterbild aufgebaut und wir können das Menü schließen:
E) Aus dem sich ergebenden Höhenraster die Schummerung erstellen
Bisher können wir noch keinerlei Höhenrelief erkennen. Dazu muss aus dem Rasterbild eine Schummerung/Hillshade erstellt werden. Bei aktivem Rasterlayer starten über Menü: Raster > Analyse > Schummerung... (Bild 17). Im erscheinenden Schummerung-Menü (Bild 18) clicken wir den Browse-Button bei Schummerung und selektieren In Datei speichern.
Im erscheinenden Untermenü navigieren wir zum Ordner, der für den GeoTIFF-Export vorgesehen ist und geben einen zweckmäßigen Dateinamen ein. Mit Speichern abschließen:
Zurück im Schummerung-Menü realisierenwir noch alles, was in Bild 20 mit roten Pfeilen/Kreisen versehen ist und clicken den Starte-Button:
Das Menü schaltet sofort auf den Protokoll-Tab um, so dass wir den Fortschritt der Operation verfolgen können:
Nach Abschluss entsteht die Schummerung als grauwertiges Bild im Kartenfenster.
Fast sind wir fertig. Doch es lässt sich noch etwas Farbe ins Bild bringen
F) Das Ergebnis optimieren (Farbe, Transparenz)
Wenn wir die Schummerungsebene etwas transparent machen (Bild 23) und die Rasterebene einfärben (Bild 24), wird das Gesamtbild ansprechender. Es werden für den Rasterlayer etliche Farbverläufe angeboten, von denen man sich einen passenden auswählt.
Das Endergebnis kann dann wie folgt aussehen:
Notizen:
Ich selber beabsichtige, meine Kartierungsaufnahmen nach dem Motto "Lidar-to-Go" durchzufühten.
Ausrüstung: 8-Zoll-Tablet-PC mit Bluetooth-gekoppeltem ext. GPS-Receiver, die Excel-Kartierungstabelle auf dem Tablet-PC. Schaut mal hier, vor allem das Video innerhalb des Textes: Lidar-to-Go.
Übungen:
1) In das schwarze Rechteck (nach Bild 6 ...) so stark hineinzoomen, bis es sich in Einzelpunkte in 1-2 cm Abstahd auflöst, dann mit Hilfe des Linien-Messwerkzeugs die Punktabstände sowohl horizontal als auch vertikal nachmessen. - 1 Meter?
2) Googeln: „dgm-testdaten“, DGM-Testdaten des „eigenen“ Bundeslandes herunterladen und ein Geländerelief erstellen.
Das war’s für heute.
Über Fragen und Anregungen würde ich mich sehr freuen!
Viel Erfolg!
Bernd
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Featurelayer - Layer, welches die o.a. Features enthält. So handelt es sich also bei Punkt-, Linien- oder Flächenlayern/Polygonlayern um Featurelayer
Gauss-Krüger - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, allerdings inzwischen vielfach durch ETRS89 / UTM ersetzt worden
Georeferenzierung (Geocodierung, Verortung, Geotagging) - Einen Datensatz, z.B. ein Foto oder eine Karte, mit Koordinaten versehen
Geopackage - Daten-Container, der viele Shape- und Rasterdaten in einer einzigen Datei vereint.
GeoTiff - Georeferenzierte Bilddatei, quasi ein Standard für Rasterdaten; entspricht TIFF, besitzt aber zusätzlich Informationen über die Georeferenzierung. Diese sind in den Metadaten des bildes abgespeichert.
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Lidar (Light Detection And Ranging) – Laser-Scan der Geländeoberfläche
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Projektbereich - Gesamtbereich aller Programme und Daten eines QGIS-Projektes im Rechner, beinhaltet das gesamte "Ordnergebäude" inklusive der Projektdateien und aller Daten. Hier in der Forumsreihe ist es der Ordner \_QGIS für Pilzfreunde\ mit sämtlichen Unterordnern und Dateien. Will man ein QGIS-Projekt auf einem anderen Rechner laufen lassen, so braucht man lediglich den Projektbereich zu kopieren!
Projektdatei - Datei mit Endung .qgs, über die QGIS gestartet wird. Sie enthält die Projekteigenschaften, die Verknüpfungen zu den im Projekt enthaltenen Layern und vieles mehr. Sie enthält jedoch nicht die Daten
QGIS – Kostenfreies, sehr mächtiges GIS
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Rasterlayer - Layer, bestehend aus bildhaften, pixelcodierten Geodaten
ReMT – Rechte Maustaste
Schummerung – Pseudo-3D-Darstellung durch Schattenwurf
Shape, Shapefile - Grafikdatei zum Darstellen von Punkten, Linien und Polygonen (Flächen). Shapes sind georeferenziert.
TIFF - Tagged Image File Format - Dateiformat für hochauflösende Bilder, ist verlustfrei und nicht komprimiert.
Tiles – Karten min Form sogenannter „Kacheln“
URL – ein Internet-Link oder die Adresse einer Website
UTM - Universal Transverse Mercator, siehe auch ETRS89
Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)
Vertex (Plural Vertices) - Scheitelpunkt, Punkt im 3-dimensionalen Raum
WFS - Web Feature Service
WGS84 - World Geodetic System 1984
WGS 84 EPSG:4326 – globales KBS, bei GPS-Empfängern verbreitet, nicht zum Messen geeignet
WGS 84/ Pseudo-Mercator EPSG:3857 – globales KBS für WMS-Einbindungen, nicht zum Messen geeignet
WMS (Web Map Service) – Internet-Schnittstelle für Landkarten
Hallo Günter,
für uns Nicht-Geographen ganz schön verwirrend! ![]()
Aber ich hab's gefunden: Zone 32-Nord (Planquadrat 32U, für die Berechnung der Zahlenwerte unerheblich).
Siehe dazu auch: Wikipedia - und zwar unten bei Koordinatenbeispiel "UTM-Koordinaten (WGS84)".
Die Begrenzung der Zone 32N findest du hier bei OpenStreetMap
Viele Grüße - Bernd
Hallo Günter,
mach es wie claus: einfach die 25832 bei Filter eingeben:
Die beiden von dir angegebenen KBS EPSG:25832 und EPSG:32632 sind für Deutschland quasi deckungsgleich. Schau mal hier, anscheinen haben viele andere dasselbe Problem.
Viele Grüße - Bernd
Hallo Günter,
mit Shapefiles muss man nicht unbedingt arbeiten. Ich selber tu das aber sehr gerne, weil zum einen man in QGIS das Aussehen der Shapes sehr schön editieren kann (Umrisslinie, Füllung etc), und zum anderen, weil man auf dem Weg zum Shape im LUBW noch den Erhebungsbogen als pdf-Datei herunterladen kann, der viele Infos und auch die Pflanzenliste zum Biotop enthält:
Biotop Feldrennacher Ilexwald - Erhebungsbogen.pdf
Viele Grüße - Bernd
Hallo zusammen,
ich habe vor, diesen Teil umzubenennen, und zwar in "... Teil 17 - Import von Lidar-Daten".
Das ist hoffentlich okay ![]()
Herzliche Grüße - Bernd
Hallo Josef,
danke erstmal für den Tipp zum Vergrößern des Ausschnitts. Das muss ich morgen unbedingt ausprobieren!
Dann zu deinen Fragen:
1) Es ist ein echtes GeoTIFF-File, also pixelmäßig komplett georeferenziert. Anderenfalls hätte ich das Bild auch nicht in Google Earth hineinziehen können. Was ich selber am GeoTIFF-File schätze, ist, dass es sich hierbei nur um ein einziges File handelt und dass es nicht größer als ein normales TIFF-File ist.
2) Du kannst eigentlich jedes Koorddinatensystem nehmen. Ich ziehe ETRS89 / UTM bei kleinen Landschafts-Ausschnitten aber deshalb vor, weil es flächentreu ist (wie auch Gauss-Krüger), d.h. man kann direkt auf der Karte mit dem Lineal messen.
Herzliche Grüße
Bernd
Willkommen in Teil 16 der Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!
Hier die Übersicht über alle Teile dieser Forumsreihe
Ziel für heute: Wir wollen aus der aktuellen Ansicht im Kartenfenster (Map Canvas) eine GeoTIFF-Datei generieren.
GeoTIFF ist ein wichtiges Dateiformat zur Speicherung georeferenzierter Bilddaten, also von Rasterdaten. Die Georeferenzierungs-Information ist in den Metadaten der jeweiligen Datei enthalten. Das reine Bild ist mit jedem Programm darstellbar, welches den normalen TIFF-Standard unterstützt.
Als Hintergrundlayer wählen wird: OpenStreetMap, als Projekt-KBS: ETRS89 / UTM Zone 32N EPSG:25832.
Bevor die Umsetzung beginnt, wird im Projektbereich ein Ordner für die zu generierende GeoTIFF-Datei angelegt. Hier im Beispiel soll er heißen \geotiff_export\.
Das Vorgehen in der Übersicht:
A) Layerkomposition, Ausschnitt, Maßstab, KBS einstellen
B) Aktuelle Ansicht als gewöhnliche TIFF-Datei exportieren
C) Re-Import dieser TIFF-Datei als Rasterlayer
D) Export des Rasterlayers als echte GeoTIFF-Datei
E) Die GeoTIFF-Datei in Google Earth importieren
Bei diesem Tutorial war mir dieser Youtube-Clip von Leandro França eine große Hilfe.
Fangen wir also an:
A) Layerkomposition, KBS, Maßstab
Für die aktuelle Ansicht habe ich vier Layer übereinandergelegt. Als Basislayer OpenStreetMap, darüber die drei Vektorlayer: Bäche Oberer Reutweg (blau), Biotope Oberer Reutweg (grün), Altholz Oberer Reutweg (magenta).
Als Projekt-KBS wird ERTS89 / UTM Zone 32N EPSG:25832 festgelegt, der Maßstab ist 1:5000:
B) Aktuelle Ansicht als gewöhnliche TIFF-Datei exportieren
Eine Layerkomposition ist leider nicht direkt als GeoTIFF exportierbar. Also gehen wir den Umweg über ein normales TIFF-File. Dazu wählen wir im Projekt-Menü: Import/Export > Karte als Bild speichern. Die drei folgenden Bilder zeigen die Reihenfolge des Vorgehens:
C) Re-Import dieser TIFF-Datei als Rasterlayer
Das abgespeicherte TIFF-File lesen wir nun als Rasterlayer ein. (Das File ist zwar nicht georeferenziert, ihm wurden aber durch QGIS über ein zusätzliches Textfile die Koordinaten des ersten Pixels sowie die Bildgröße mitgegeben, so dass die Positionierung in QGIS kein Problem ist):
Wir selektieren die Funktion Rasterlayer hinzufügen (Bild 5), clicken im nächsten Menü den Browse-Button (Bild 6), suchen im darauffolgenden Menü den Ordner geotiff_export, clicken auf die TIFF-Datei und dann auf Öffnen (Bild 7).
Bild 8 zeigt, wie es weitergeht. Bitte dabei die Reihenfolge 1. bis 4. einhalten:
Das Ergebnis sehen wir in Bild 9: Es ist der Layer Oberer Reutweg hinzugekommen. Um zu zeigen, dass er die gesamte Kompsition der bisher sichtbaren vier Layer enthält, habe ich nur ihn sichtbar geschaltet:
D) Export des Rasterlayers als echte GeoTIFF-Datei
Dazu clicken wir mit der ReMT auf den soeben importierten Layer und wählen Exportieren > Speichern als... (Bild 10). Wie man weiter vorgeht, zeigt Bild 11. Auch hier bitte die Reihenfolge 1. bis 5. beachten, und auch den Haken bei Gespeicherte Datei zur Karte hinzufügen nicht vergessen:
Nun hat man zum einen die GeoTIFF-Datei für entsprechende Anwendungen zur Verfügung, und zum anderen sieht man das Ergebnis im Kartenfenster:
E) Die GeoTIFF-Datei in Google Earth importieren
Die beiden folgenden Bilder zeigen als Anwendung der GeoTIFF-Datei einen Import im Google Earth. Hat man Google Earth und den Windows-Explorer gleichzeitig geöffnet, lässt dich die GeoTIFF-Datei einfach per Drag & Drop in Google Earth importieren:
Google Earth platziert die Karte automatisch als Overlay an der korrekten Position. Zur Veranschaulichung habe ich in Google Earth die importierte Karte ein wenig transparent gemacht:
Das war’s für heute
Über Fragen und Anregungen würde ich mich freuen - und bitte meldet mir, sollte etwas unklar oder fehlerhaft dargestellt sein!
Viel Erfolg!
Bernd
Glossar, Abürzungen:
ASCII - American Standard Code for Information Interchange
BW – Baden-Württemberg
Canvas - Fenster; Landkarte; Anzeige. siehe auch unter: map canvas, QGIS canvas
CSV - Comma Separated Values; einfach strukturierte Textdatei
DGM – Digitales Gekändemodell; engl. DTM - Digital Terrain Model
DGMx - Digitales Geländemodell mit x Metern Gitterweite
DLM - Digitales Landschaftsmodell
DOM – Digitales Oberflächenmodell; engl. DSM - Digital Surface Model
EPSG - European Petroleum Survey Group Geodesy
ETRS89 / UTM (Universal transverse Mercator) - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, d.h. geeignet zum Messen von Strecken und Flächen
Gauss-Krüger - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, allerdings inzwischen vielfach durch ETRS89 / UTM ersetzt worden
Georeferenzierung (Geocodierung, Verortung, Geotagging) - Einen Datensatz, z.B. ein Foto oder eine Karte, mit Koordinaten versehen
GeoTiff - Georeferenzierte Bilddatei, quasi ein Standard für Rasterdaten; entspricht TIFF, besitzt aber zusätzlich Informationen über die Georeferenzierung. Diese sind in den Metadaten des bildes abgespeichert.
GIS – Geoinformationssystem
GNSS - Global Navigation Satellite System
Google Maps - Online-Kartendienst von Google LLC
GPX (GPS eXchange Format) – für Datenaustausch mit GPS-Empfängern
GRASS - Geographic Resources Analysis Support System
HTML - Hypertext Markup Language
KBS – Koordinatenbezugssystem
KML (Keyhole Markup Language) - Austauschformat für Geodaten, vorgesehen für Google Earth (aber auch für GPS-Empfänger nutzbar)
KMZ - dasselbe wie KML, lediglich in komprimierter Form
Lidar (Light Detection And Ranging) – Laser-Scan der Geländeoberfläche
LiMT – Linke Maustaste
Map Canvas - Karte; Kartenfenster, also der Bereich, in dem die Karte angezeigt wird
m.ü.NN. - Meter über Normal Null
Open Data – Für jedermann frei nutzbar zur Verfügung gestellte Daten
OSM – OpenStreetMap
Passpunkte – Referenzpunkte beim Georeferenzieren von Karten
Plugins - Programmerweiterungen
Projektbereich - Gesamtbereich aller Programme und Daten eines QGIS-Projektes im Rechner, beinhaltet das gesamte "Ordnergebäude" inklusive der Projektdateien und aller Daten. Hier in der Forumsreihe ist es der Ordner \_QGIS für Pilzfreunde\ mit sämtlichen Unterordnern und Dateien. Will man ein QGIS-Projekt auf einem anderen Rechner laufen lassen, so braucht man lediglich den Projektbereich zu kopieren!
Projektdatei - Datei mit Endung .qgs, über die QGIS gestartet wird. Sie enthält die Projekteigenschaften, die Verknüpfungen zu den im Projekt enthaltenen Layern und vieles mehr. Sie enthält jedoch nicht die Daten
QGIS – Kostenfreies, sehr mächtiges GIS
QGIS canvas - QGIS-Arbeitsfläche, QGIS-Kartenfenster
Rasterlayer - Layer, bestehend aus bildhaften, pixelcodierten Geodaten
ReMT – Rechte Maustaste
Schummerung – Pseudo-3D-Darstellung durch Schattenwurf
Shape, Shapefile - Grafikdatei zum Darstellen von Punkten, Linien und Polygonen (Flächen). Shapes sind georeferenziert.
TIFF - Tagged Image File Format - Dateiformat für hochauflösende Bilder, ist verlustfrei und nicht komprimiert.
Tiles – Karten min Form sogenannter „Kacheln“
URL – ein Internet-Link oder die Adresse einer Website
UTM - Universal Transverse Mercator, siehe auch ETRS89
Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)
WFS - Web Feature Service
WGS84 - World Geodetic System 1984
WGS 84 EPSG:4326 – globales KBS, bei GPS-Empfängern verbreitet, nicht zum Messen geeignet
WGS 84/ Pseudo-Mercator EPSG:3857 – globales KBS für WMS-Einbindungen, nicht zum Messen geeignet
WMS (Web Map Service) – Internet-Schnittstelle für Landkarten
Hallo Günter,
Jetzt klappt's. Die runtergeladene Datei heißt bei mir immer shade.fcgi.
Für alle diejenigen, die ganz Rheinland-Pfalz via WMS haben möchten:
a) Am besten auf den von Günter angegebenen Link clicken : LVermGeo | Open Data | Willkommen in Rheinland-Pfalz - Wir bekommen die Seite mit den Geodaten Rheinland-Pfalz:
b) Dort nach unten scrollen bis zu den Digitalen Geländemodellen (nächstes Bild) und dort auf Schummerung 10 m clicken:
c) Daraufhin klappt ein kleines Fenster auf (nächstes Bild). Hier clicken wir auf Zum Capabilities Dokument (WMS).
d) Es erscheint daraufhin der Text einer XML-Datei (nächstes Bild). Der rote Pfeil zeigt auf die WMS-URL. Wir kopieren die URL und geben sie in QGIS ein unter WMS/WMTS_Layer hinzufügen.
Hier zur Sicherheit die XML-Datei:
wms.php?layer_id=49358&request=getcapabilities&version=1.1.1&service=wms&withchilds=1
Viele Grüße - Bernd
Hallo Günter,
Wo finde ich denn im Kartenviewer von Rheinland-Pfalz das Symbol für den Download?
Viele Grüße - Bernd
Willkommen bei Wichtige Hinweise zur Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!
Hinweis 2
Beim Aufbau eines QGIS-Projektes, und zwar der Ordner-Struktur, sollte man sehr systematisch vorgehen.
Der Hintergrund ist, dass ein QGIS-Projekt eins zu eins auf einen anderen Rechner übertragbar sein sollte.
Meines Erachtens gelingt das am besten mit einer baumförmigen Struktur, bestehend aus einem Hauptordner und mehreren gleichrangigen Unterordnern. Dabei muss man wissen, dass die sogen. Projektdateien *.qgs keine Daten, sondern nur die Projekteigenschaften sowie die Verknüpfungen zu den Daten enthalten. Das hat zur Konsequenz, dass Anordnung und Benennung der Ordner sowie die Dateinamen nicht geändert werden sollten.
In dieser Forumsreihe heißt der Hauptordner _QGIS für Pilzfreunde, wichtige Unterordner sind bisher csv-Importe, gpx-Exporte, gpx-Importe, kml-Exporte, Shape-Exporte, xlsx-Importe. Die Ordnerstruktur wird im QGIS-Browserfenster nachgebildet. Hier der bisherige Aufbau:
Was hier bei mir noch verbesserungswürdig ist: Bei der Anlage eines neuen Projektes werde ich darauf achten, dass die Ordner- und Dateinamen nur aus kleinen Buchstaben und Unterstrich (Underscore) bestehen.
Hier geht's zur Themenübersicht
Viele Grüße
Bernd
Willkommen bei Wichtige Hinweise zur Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!
Hinweis 1
Eine große Bitte an diejenigen, die sich in dieses phantastische, kostenlose Geoinformationssystem QGIS einarbeiten wollen:
Bitte arbeitet die einzelnen Beiträge in der Reihenfolge Teil 1, Teil 2 etc durch.
Die Teile bauen nämlich in dieser Reihenfolge aufeinander auf. - Ihr werdet sehen, es lohnt sich!
Die erforderlichen URLs, Daten und Fotos werden in den einzelnen Tutorials zur Verfügung gestellt. Teilweise beziehen sich die Daten auf Baden-Württemberg - aber das macht erst einmal gar nichts.
Sobald man sich in QGIS auskennt, kann man die entsprechenden Daten des "eigenen" Bundeslandes ermitteln und verwenden.
Und bitte macht Anmerkungen, stellt Fragen, gebt Anregungen!
Hier geht's zur Themenübersicht
Viele Grüße
Bernd
Hallo Günter,
schönen Dank! Es ist wirklich schade, dass die Geoportale der einzelnen Bundesländer so unterschiedlich strukturiert sind.
Viele Grüße - Bernd
Hallo Stefan & Günter,
danke für eure netten Worte!
Fragen, Anregungen usw sind sehr wichtig, bin ich doch selber noch lange kein QGIS-Profi.
Aber - Immer langsam voran. ![]()
Herzliche Grüße - Bernd
Willkommen in Teil 15 der Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!
Hier die Übersicht über alle Teile dieser Forumsreihe
In Teil 16 wird behandelt: GeoTIFF aus aktueller Ansicht erzeugen
Ziel für heute: Wir wollen Punkt- und Linienobjekte im Kartenfenster verschieben bzw. in ihrer Kontur verändern. Im vorliegenden Fall stammen der Punktlayer und auch der Linienlayer von GPS-Messungen aus dem Hochwald, die nur eine begrenzte Genauigkeit von ca. ± 15 Metern aufweisen, so dass bei Kenntnis ihrer wirklichen Lage eine Korrektur angeraten erscheint.
Als Hintergrundlayer nehmen wird die OpenTopoMap, als Projekt-KBS wird ETRS89 / UTM Zone 32N EPSG:25832 gewählt (Bild A1).
Für die Bearbeitung müssen die Digitalisierungswerkzeugleiste und die Erweiterte Digitalisierungswerkzeugleiste sichtbar sein. Falls nicht, können wir sie sichtbar machen, indem wir sie im Ansicht-Menü > Werkzeugkästen mit einen Haken versehen (Bild A2):
Das Vorgehen in der Übersicht:
A) Punktobjekte (Pilzfunde) verschieben
B) Linienobjekte (Umriss des gesamten Kartierungsgebietes) korrigieren
Fangen wir also an:
A) Punktobjekte (Pilzfunde) verschieben
Es handelt sich um den Spreadsheet-Layer mit Fotolinks aus Teil 14. Hier das zugrunde liegende Excel-File, in dem ich noch die Spaltenüberschriften so verändert habe, dass sie nach Konvention (Wichtige Hinweise) nur aus Kleinbuchstaben und dem Unterstrich (Underscore) bestehen: fundliste_or_nach_norm.xlsx
Wichtig: Das zugrunde liegende Excel-File darf nicht mit einem Schreibschutz versehen sein, anderenfalls ist ein Editieren nicht möglich!
Den Objektdaten liegen GPS-Daten mit ca. ± 10-15 Metern Genauigkeit zugrunde. Das Layer-KBS ist WGS84 EPSG:4326, wie es vom GPS-Empfänger geliefert wurde. Dies zeigt das Layereigenschaften-Untermenü Informationen:
Es soll nun der Fundpunkt (Hypholoma fasciculare), von dem der kleine pinkfarbene Pfeil wegzeigt, in Pfeilrichtung verschoben werden.
Dazu bleibt der Layer im Layerfenster aktiviert, und es wird der Editiermodus (Stift-Werkzeug) eingeschaltet. Nun aktivieren wir noch das Werkzeug Objekt verschieben aktiviert, worauf der Cursor die Form eines Kreuzes annimmt:
Das Verschiebenerfolgt, indem man erst auf den zu verschiebenden Punkt und dann auf das Ziel clickt. Ergebnis:
Es ist auch möglich, mehrere Punkte gleichzeitig um einen bestimmten Weg zu verschieben. Dazu aktiviert man als erstes eines der Auswahlwerkzeuge, z.B. die Polygon-Auswahl. Durch Clicken und Ziehen lassen sich sehr elegant mehrere Punkte gleichzeitig selektieren. Die Auswahl wird durch Rechtsclick abgeschlossen.
Jetzt aktiviert man das Verschiebe-Werkzeug und clickt dann z.B. 10 mm neben den selektierten Punkten, worauf ganz feine, „schwebende“ Punkte zu sehen sind. Mit dem Cursor, ohne gedrückte Maustaste, fährt man nun soweit, bis die schwebenden Punkte ihr Ziel erreicht haben.
Ein letzter Mausclick fixiert sie schließlich.
Sind alle Verschiebungen abgeschlossen, muss man diese Änderungen durch clicken auf Layeränderungen speichern übernehmen. Danach kann man den Editiermodus abschalten (Stiftwerkzeug).
Während der Edtierungen kann man Aktionen mit <STRG> + Z rückgängig machen.
B) Linienobjekt (Umriss des Kartierungsgebietes) editieren
Es handelt sich um die Umrisslinie des gesamten Kartierungsgebietes, Layername Altholz Oberer Reutweg. Wenn wir uns durch Doppelclick auf den Layer im Layerfenster die Eigenschaften, und hier die Informationen ansehen, erkennen wir, dass dieser Linienlayer durch einen GPX-Import entstanden war:
Problem: Diese sogenannten „GPX-Layer“ sind in QGIS nicht editierbar.
Ein Ausweg: wir generieren aus dem GPX-Layer ein Shapefile-Layer - Shapefile-Layer sind editierbar!
Wie das funktioniert, können wir untenstehender Bilderfolge entnehmen.
Wichtig ist, dass wir vorher einen Ordner für Shapefile-Exporte innerhalb des Projektbereiches angelegt haben.
Wir beginnen im Layerfenster mit einem Rechtsclick auf den GPX-Layer Altholz Oberer Reutweg und selektieren die Funktion Exportieren > Objekt speichern als ... (Bild B2):
Im erscheinenden Menü Vektorlayer speichern als... stellen wir alles nach Bild B3 ein und clicken dann auf den Browse-Button oben rechts:
Weiter geht es nach Bild B4 und Bild B5:
Nach dem Clicken auf OK ist ein neuer Layer altholz_oberer_reutweg entstanden.
Layereigenschaften > Information zeigt uns, dass die Quelle des neuen Layers tatsächlich ein Shapefile mit Linienobjekten ist:
Den „GPX-Layer“ können wird jetzt löschen und mit dem soeben erstellen „Shapefile-Layer“ weitermachen:
Über Layereigenschaften > Symbolisierung geben wir der Linie eine auffälligere Farbe und größere Dicke. Anschließend die Buttons Anwenden und OK clicken:
Zum Editieren des Linienlayers halten wir den Layer aktiv und selektieren den Editier-Modus (Stift-Werkzeug). Die Ecken der Linienkontur bezeichnet man als Stützpunkte oder Knoten.
Um die Stützpunkte zu bearbeiten, clicken wir auf das Knotenwerkzeug. Der Cursor nimmt daraufhin die Form eines Kreuzes an (Bild B8). Wir haben nun folgende Möglichkeiten:
a) Stützpunkt löschen: auf einen Stützpunkt clicken, dann die Entf-Taste.
b) Stützpunkt hinzufügen (Bild B8): auf der Linie, auf der neue Stützpunkt entstehen soll, doppelclicken und Cursor bei nicht gedrückter Maustaste an die neue Position führen (Bild B8). Sobald die Zielposition erreicht ist, nochmals clicken.
c) Stützpunkt verschieben (Bild B9): auf dem zu verschiebenden Stützpunkt einfach clicken und Cursor bei nicht gedrückter Maustaste an die neue Position führen (Bild B9). Sobald die Zielposition erreicht ist, nochmals clicken.
Wir bearbeiten die Umrisslinie, bis sie etwa das Aussehen nach Bild B10 hat.
Nun noch Layoutänderungen speichern und den Editier-Modus verlassen:
Danach können wir das Projekt speichern und QGIS verlassen.
Zusatznotizen:
A) Der Button Layeränderungen speichern darf nicht mit Projekt speichern verwechselt werden!
B) Flächenförmige Objekte (Polygone) lassen sich ebenfalls entsprechend editieren.
Das war’s für heute
Über Fragen und Anregungen würde ich mich freuen - und bitte meldet mir, sollte etwas unklar oder fehlerhaft dargestellt sein!
Viel Erfolg!
Bernd
Glossar, Abürzungen:
ASCII - American Standard Code for Information Interchange
BW – Baden-Württemberg
Canvas - Fenster; Landkarte; Anzeige. siehe auch unter: map canvas, QGIS canvas
CSV - Comma Separated Values; einfach strukturierte Textdatei
DGM – Digitales Gekändemodell, Gebäude und Bewuchs sind eliminiert; engl. DTM
DGMx - Digitales Geländemodell mit x Metern Gitterweite
DOM – Digitales Oberflächenmodell
DTM - Digital Terrain Model
EPSG - European Petroleum Survey Group Geodesy
ETRS89 / UTM (Universal transverse Mercator) - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, d.h. geeignet zum Messen von Strecken und Flächen
Gauss-Krüger - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, allerdings inzwischen vielfach durch ETRS89 / UTM ersetzt worden
Georeferenzierung (Geocodierung, Verortung, Geotagging) - Einen Datensatz, z.B. ein Foto oder eine Karte, mit Koordinaten versehen
GeoTiff - Georeferenzierte Bilddatei, quasi ein Standard für Rasterdaten
GIS – Geoinformationssystem
GNSS - Global Navigation Satellite System
Google Maps - Online-Kartendienst von Google LLC
GPX (GPS eXchange Format) – für Datenaustausch mit GPS-Empfängern
GRASS - Geographic Resources Analysis Support System
HTML - Hypertext Markup Language
KBS – Koordinatenbezugssystem
KML (Keyhole Markup Language) - Austauschformat für Geodaten, vorgesehen für Google Earth (aber auch für GPS-Empfänger nutzbar)
KMZ - dasselbe wie KML, lediglich in komprimierter Form
Lidar (Light Detection And Ranging) – Laser-Scan der Geländeoberfläche
LiMT – Linke Maustaste
Map Canvas - Karte; Kartenfenster, also der Bereich, in dem die Karte angezeigt wird
m.ü.NN. - Meter über Normal Null
Open Data – Für jedermann frei nutzbar zur Verfügung gestellte Daten
OSM – OpenStreetMap
Passpunkte – Referenzpunkte beim Georeferenzieren von Karten
Plugins - Programmerweiterungen
Projektbereich - Gesamtbereich des QGIS-Projektes im Rechner, beinhaltet das gesamte "Ordnergebäude" inklusive der Projektdateien und aller Daten; hier in der Forumsreihe ist es der Ordner \_QGIS für Pilzfreunde\ mit sämtlichen Unterordnern und Dateien. Will man ein QGIS-Projekt auf einem anderen Rechner laufen lassen, so braucht man lediglich den Projektbereich zu kopieren!
Projektdatei - Datei mit Endung .qgs, über die QGIS gestartet wird. Sie enthält die Projekteigenschaften, die Verknüpfungen zu den im Projekt enthaltenen Layern und vieles mehr. Sie enthält jedoch nicht die Daten
QGIS – Kostenfreies, sehr mächtiges GIS
QGIS canvas - QGIS-Arbeitsfläche, QGIS-Kartenfenster
Rasterlayer - Layer, bestehend aus bildhaften, pixelcodierten Geodaten
ReMT – Rechte Maustaste
Schummerung – Pseudo-3D-Darstellung durch Schattenwurf
Shape, Shapefile - Grafikdatei zum Darstellen von Punkten, Linien und Polygonen (Flächen). Shapes sind georeferenziert.
Tiles – Karten min Form sogenannter „Kacheln“
URL – ein Internet-Link oder die Adresse einer Website
UTM - Universal Transverse Mercator, siehe auch ETRS89
Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)
WFS - Web Feature Service
WGS84 - World Geodetic System 1984
WGS 84 EPSG:4326 – globales KBS, bei GPS-Empfängern verbreitet, nicht zum Messen geeignet
WGS 84/ Pseudo-Mercator EPSG:3857 – globales KBS für WMS-Einbindungen, nicht zum Messen geeignet
WMS (Web Map Service) – Internet-Schnittstelle für Landkarten
Willkommen bei Wichtige Hinweise zur Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!
Hinweis 3
Die Feldnamen (Spaltenüberschriften) der Attributtabelle sollten nur aus Kleinbuchstaben und dem Unterstrich (underscore) bestehen.
Hält man sich nicht an diese Abmachung, kann es zu unverhofftem QGIS-Absturz kommen!
Man achte also bereits beim Anlegen einer später zu importierenden Excel-Tabelle darauf, dass die Spaltenüberschriften dementsprechend benannt sind.
Es ist allerdings manchmal erforderlich, die Feldnamen innerhalb QGIS nachträglich zu ändern.
Wenn man dies tut, sollte man wissen, dass dabei der Layer mit den unpassenden Feldnamen nicht verändert wird, sondern es wird ein neuer Layer mit den korrigierten Feldnamen generiert. Wie so etwas in QGIS 3.4 abläuft, zeigt untenstehende Bilderfolge. Die dabei benutzte, QGIS-interne Funktion heißt Refactor Fields.
Wichtig ist, dass wir als allererstes im Layerfenster den Layer mit den unpassenden Feldnamen aktivieren. Das ist in unserem Fall der Spreadsheet-Layer Fundliste OR mit Fotolinks.
Dann öffnen wir die Werkzeugkiste (Toolbox) im Menü Verarbeitung:
Es öffnet sich das große Fenster Verarbeitungswerkzeuge.
Dort können wir oben bei Suche... das Wort refactor eingeben und dann im Suchergebnis auf Felder überarbeiten clicken.
Alternative: Wir klappen die Werkzeugtabelle herunter und clicken auf Felder überarbeiten:
Es öffnet sich das Menü Felder überarbeiten mit der Attributtabelle (Bild 3). Hier können wir nun die Feldnamen ID, Nr, Funddatum ... manuell anpassen (mit Doppelclick auf den Feldnamen starten), so dass wir schließlich Bild 4 erhalten.
Nicht vergessen, den Haken bei Öffne Ausgabedatei nach erfolgreicher Ausführung zu machen!
Schließlich clicken wir auf den Starte-Button:
Während der neue Layer generiert wird, kann man den Ablauf verfolgen. Nach Fertigstellung noch auf den Schließen-Button clicken:
Als Ergebnis ist der neue Layer Faktorisiert entstanden. Zur Kontrolle doppelclicken wir im Layerfenster darauf und erhalten das Menü mit den Layereigenschaften. Wir selektieren das Untermenü Quellfelder - und wie zu sehen ist, wurden die modifizierten Feldnamen übernommen.
Den neuen Layer kann man nun nach Wunsch umbenennen und benutzen.
Zusatznotizen
A) Bevor man ganz zum Schluss den alten Layer löscht, sollte man all seine Beziehungen zu anderen Layern auf den neuen Layer übertragen. Anderenfalls könnte man böse Überraschungen erleben!
B) Um Verwechslungen ein-für-allemal auszuschließen, werde ich in dieser Forumsreihe auch Pfadnamen, Dateinamen und Layernamen nur aus Kleinbuchstaben und Unterstrichen aufbauen.
C) Um in QGIS 2.18 die Feldnamen von Attributtabellen zu ändern, kann man z.B. so starten:
Layer auswählen > Menü Verarbeitung > Commander > dort Processing algorithm: qgis:refactorfields eingeben und Enter-Taste drücken ...
Hier geht's zur Themenübersicht
Viele Grüße
Bernd
Hi Malone,
wie wär's mit vertonen und hier darbieten? ![]()
Herzliche Grüße - Bernd
Hallo Nobi,
herzlichen Dank für die prächtigen Fotos!
viele Grüße - Bernd
Willkommen in Teil 14 der Forumsreihe „QGIS für Pilzfreunde“!
Hier die Übersicht über alle Teile dieser Forumsreihe
Für Teil 15 ist geplant: Punkt- und Linienlayer nachbearbeiten
Ziel für heute: Wir wollen in der von Teil 13 her bekannten xlsx-Fundtabelle die Fotolinks hinzufügen, um die Fotos mit Hilfe des eVis-Plugins in QGIS anzuzeigen. Dabei werden wir die sogen. relative Adressierung anwenden, damit das gesamte Projekt inkl. der Fotos und deren Verlinkung portabel bleibt.
Das Vorgehen in der Übersicht:
A) Fotos innerhalb des Projektbereiches speichern
B) Fotolinks in die Fundtabelle einfügen
C) Fundliste als Spreadsheet Layer importieren
D) Plugin eVis aktivieren und anwenden
Fangen wir also an:
A) Fotos innerhalb des Projektbereiches speichern
Der Pfad in meinem eigenen Windows-7-PC: \ _QGIS für Pilzfreunde\Fotos\OR 2015-2019\
Hier die 38 Fotos in komprimierter Form: OR 2015-2019.zip. Ihr könnt sie gerne zum Nachvollziehen dieser Übung benutzen, aber bitte weder weiterzugeben noch veröffentlichen!
Bild 1 zeigt diese Fotos im Windows-7-Explorer. Man erkennt auch ihren Speicherort im PC. Vom gesamten Verzeichnispfad ist D:\Science\_QGIS für Pilzfreunde\Fotos\OR 2015-2019\. Davon soll D:\Science\_QGIS für Pilzfreunde\Fotos\ als Basisadresse dienen und \OR 2015-2019\ mit angehängtem Dateinamen als Fotolink aufgefasst werden. Beides ist wichtig für das eVis-Plugin. Beispiel für die erste aufgeführte Art:
Basisadresse: D:\Science\_QGIS für Pilzfreunde\Fotos\
Fotolink: \OR 2015-2019\Amanita citrina_OR_2015__(01).JPG
B) Fotolinks in die Fundtabelle einfügen
Wir öffnen die Fundtabelle aus Teil 13 Fundliste Oberer Reutweg.xlsx und vervollständigen die Spalte Fotolink. Das Ergebnis ist in Bild 2 zu sehen:
Bei denjenigen Funden, von denen ich kein Foto zur Verfügung hatte, habe ich nur den ersten Teil des Links eingetragen: \OR 2015-2019\. Hier das Ergebnis als Datei: Fundliste OR mit Fotolinks.xlsx. Sie wird im Projektbereich bei \_QGIS für Pilzfreunde\xlsx-Importe\ abgespeichert.
C) Fundliste als Spreadsheet Layer importieren
In QGIS wird erst einmal die „alte“ Fundliste gelöscht: im Layerfenster mit der reMT auf den Layer Fundliste Oberer Reutberg > Layer löschen.
Die neue, vervollständigte Fundliste als neuen Spreadsheet Layer importieren, wie wir das aus Teil 13 bereits kennen, siehe Bildefolge 3-5:
Das Ergebnis ist der neue Layer Fundliste OR mit Fotolinks, er ist aktiv und sichtbar geschaltet. Ein Doppelclick auf den Layernamen öffnet die Layereigenschaften. Wir selektieren das Untermenü Symbolisierung und wählen als Markierungen größere und farblich auffälligere "Punkte":
D) Plugin eVis aktivieren und anwenden
eVis gehört zur Grundausstattung von QGIS 3.x und muss nur aktiviert werden:
Der Layer Fundliste OR mit Fotolinks muss nach wie vor aktiviert sein und angezeigt werden. Bild 7 zeigt die 13 Fundstellen als große, violette „Punkte“.
Wir starten den eVis-Ereignisbrowser über Datenbank > eVis > eVis-Ereignisbrowser:
Im erscheinenden Ereignisbrowser-Menü im Reiter Optionen wird eingestellt:
Unter Dateipfad selektieren wir die Spaltenüberschrift der Fotolinks, geben an, dass der Pfad relativ ist und dass eVis sich dies merken soll.
Unter Relative Pfad tragen wir bei Grundpfad die Basisdaresse nach Bild 1 ein und geben an, dass eVis sich dies merken soll.
Bevor wir die Einstellungen speichern, schalten wir im selben Menü auf den Reiter Anzeigen und scrollen mit den Pfeilen oben rechts im Menü durch alle Funde. Die jeweilige Fundstelle wird im Kartenfenster als Stern angezeigt. Sollte zu einem Fund ein Foto hinterlegt ist, wird es angezeigt. Ist alles kontrolliert, clicken wir auf den Schließen-Button:
Nun starten wir nach Bild 11 das eVis-ID-Werkzeug, worauf der Cursor als Pfeil mit kleinem "i" darüber erscheint. Wir clicken nun auf der Karte auf eine der Fundstellen, z.B. auf die in Bild 11 mit dem kleinen roten Pfeil. Daraufhin wird die Fundstelle zu einem Stern, und der erste Fund an dieser Fundstelle wird angezeigt. Mit den beiden Pfeilen können wir durch alle Funde dieser Fundstelle scrollen, wobei etwaige Fotos angezeigt werden:
Also:
Mit dem Ereignisbrowser wird eVis parametriert und man kann durch sämtliche Fundstellen mit ihren Funden und Fotos scrollen.
Mit dem ID-Werkzeug clickt man auf der Karte auf eine einzelne Fundstelle und scrollt durch alle Funde an dieser Stelle, wobei vorhandene Fotos angezeigt werden.
Notizen:
Die mit eVis angezeigten Fotos brauchen in ihren Metadaten nicht georeferenziert sein. Es müssen lediglich die Links auf die jeweiligen Fotos in der xlsx-Tabelle an der richtigen Stelle eingetragen sein!
Das war’s für heute
Über Fragen und Anregungen würde ich mich freuen - und bitte meldet mir, sollte etwas unklar oder fehlerhaft dargestellt sein!
Viel Erfolg!
Bernd
Glossar, Abürzungen:
ASCII - American Standard Code for Information Interchange
BW – Baden-Württemberg
Canvas - Fenster; Landkarte; Anzeige. siehe auch unter: map canvas, QGIS canvas
CSV - Comma Separated Values; einfach strukturierte Textdatei
DGM – Digitales Gekändemodell, Gebäude und Bewuchs sind eliminiert; engl. DTM
DGMx - Digitales Geländemodell mit x Metern Gitterweite
DOM – Digitales Oberflächenmodell
DTM - Digital Terrain Model
EPSG - European Petroleum Survey Group Geodesy
ETRS89 / UTM (Universal transverse Mercator) - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, d.h. geeignet zum Messen von Strecken und Flächen
Gauss-Krüger - Flächengetreues KBS in der Einheit Meter, allerdings inzwischen vielfach durch ETRS89 / UTM ersetzt worden
Georeferenzierung (Geocodierung, Verortung, Geotagging) - Einen Datensatz, z.B. ein Foto oder eine Karte, mit Koordinaten versehen
GIS – Geoinformationssystem
GNSS - Global Navigation Satellite System
Google Maps - Online-Kartendienst von Google LLC
GPX (GPS eXchange Format) – für Datenaustausch mit GPS-Empfängern
GRASS - Geographic Resources Analysis Support System
HTML - Hypertext Markup Language
KBS – Koordinatenbezugssystem
KML (Keyhole Markup Language) - Austauschformat für Geodaten, vorgesehen für Google Earth (aber auch für GPS-Empfänger nutzbar)
KMZ - dasselbe wie KML, lediglich in komprimierter Form
Lidar (Light Detection And Ranging) – Laser-Scan der Geländeoberfläche
LiMT – Linke Maustaste
Map Canvas - Karte; Kartenfenster, also der Bereich, in dem die Karte angezeigt wird
m.ü.NN. - Meter über Normal Null
Open Data – Für jedermann frei nutzbar zur Verfügung gestellte Daten
OSM – OpenStreetMap
Passpunkte – Referenzpunkte beim Georeferenzieren von Karten
Plugins - Programmerweiterungen
Projektbereich - Gesamtbereich des QGIS-Projektes im Rechner, beinhaltet das gesamte "Ordnergebäude" inklusive der Projektdateien und aller Daten; hier in der Forumsreihe ist es der Ordner \_QGIS für Pilzfreunde\ mit sämtlichen Unterordnern und Dateien. Will man ein QGIS-Projekt auf einem anderen Rechner laufen lassen, so braucht man lediglich den Projektbereich zu kopieren!
Projektdatei - Datei mit Endung .qgs, über die QGIS gestartet wird. Sie enthält die Projekteigenschaften, die Verknüpfungen zu den im Projekt enthaltenen Layern und vieles mehr. Sie enthält jedoch nicht die Daten
QGIS – Kostenfreies, sehr mächtiges GIS
QGIS canvas - QGIS-Arbeitsfläche, QGIS-Kartenfenster
ReMT – Rechte Maustaste
Rasterlayer - Layer, bestehend aus bildhaften, pixelcodierten Geodaten
Schummerung – Pseudo-3D-Darstellung durch Schattenwurf
Shape, Shapefile - Datei zum Darstellen von Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)
Tiles – Karten min Form sogenannter „Kacheln“
URL – ein Internet-Link oder die Adresse einer Website
URM - siehe ETRS89
UTM - Universal Transverse Mercator
Vektorlayer - Layer, bestehend aus vektorcodierten Geodaten, d.h. aus Punkten, Linien und Polygonen (Flächen)
WFS - Web Feature Service
WGS84 - World Geodetic System 1984
WGS 84 EPSG:4326 – globales KBS, bei GPS-Empfängern verbreitet, nicht zum Messen geeignet
WGS 84/ Pseudo-Mercator EPSG:3857 – globales KBS für WMS-Einbindungen, nicht zum Messen geeignet
WMS (Web Map Service) – Internet-Schnittstelle für Landkarten
