Beiträge von Bernd Miggel



    Meine Adresse hat sich seit 25 Jahren nicht geändert. Bin sehr gespannt auf die Literatur!!


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Hallo Nobi,


    Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich keine Sporen mit Keimspalte entdecken kann.
    Auch die Paraphysen sehe ich nicht, oder sind sie im Bild unten zu sehen?
    Könntest du mir die von dir erwähnte Literatur über Nemania zur Verfügung stellen? - Wäre hochinteressent!


    Bilder unten: Sporen in Wasser (x100), Hymenium in Phloxin (Kongo-Präparat war undeutlicher) (x40), Weißabgleich auf den Hintergrund.


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Bilder

    • Sporen in H2O (x100)_1.jpg
    • Sporen in H2O (x100)_2.jpg
    • Nemania serpens-Hymenium in Phloxin (x40).jpg

    Hallo Nobi,


    sehr interessant, was du über die Keimspalte schreibst, morgen stehen also noch ein paar Präparate von Sporen und Paraphysen an.


    Meine eigene Literatur ist in punkto Keimspalte sehr widersprüchlich:
    a) Pilze der Schweiz: ohne Keimspalte
    b) Enderle (Hyp. im Ulmer Raum) merkt an: "H. serpens ist eine sehr variable Art. Dies drückt sich vor allem in der Stromaform, in der Sporenform und –“größe, in der Ausprägung des Sporenkeimspalts ... aus"
    c) Krieglsteiner, Enderle (1989) bilden die Sporen ohne Keimspalte ab.
    d) Dennis bildet die Sporen mit Keimspalte ab.
    e) Medardi (Ascomiceti d–™Italia): "Spore ellissiodali-reniformi, 12-14 x 6-7 µm, senza fessura germinativa, mono- o biguttate, lisce, brune più o meno scure ..." - also ohne Keimspalte.


    Wetten, dass ich welche finde? ;)


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Liebe Pyrenomyzeten-Freunde,


    hier der Versuch eines ersten Pyreno-Portraits: Nemania serpens, Gewundene Kohlenbeere.


    Aktuell gültiger Name (Index Fungorum): Nemania serpens (Pers.) Gray
    Wichtiges Synonym: Hypoxylon serpens (Pers.) J. Kickx f.


    Systematik: Sordariomycetes > Xylariales > Xylariaceae > Nemania


    Fund-Nr. Ex1705-04 am 31.03.2017, Fundort: B.-W., Enzkreis, Gemeinde Keltern-Dietlingen, NSG 2.020 - Essigberg, Biotop 271172362075 Pflanzenstandort. MTB 7117/21, Höhe 300 Mtr, unterer Muschelkalk.


    Substrat: Mäßig vermorschter, 24-32 mm dicker Quercus-Ast am Boden.


    Stromata auf dem blanken Holz, schwarzbraun, bis zu 25 x 5 mm, flach, zusammenfließend, in der Längsrichtung des Substrats ausgedehnt. Farbe in KOH 3%: grau. Ostiolen unregelmäßig angeordnet, papillenförmig.
    Perithezien bis 0,5 mm Durchmesser.


    Asci 8-sporig, Sporen im Ascus uniseriat. Ascusporus IKI-positiv rotbraun. Paraphysen nicht gefunden.
    Sporen ellipsoid, meist mit zwei Tropfen, in Wasser bräunlich grau, mit Keimporus, Größe 10-13 x 4-5 µm.


    Fotos:
    Asci in Baralscher Lösung, Sporen in Wasser, Stroma in KOH 3%. Mikrofotos mit Weißabgleich auf den Hintergrund.



    Frage: Womit färbt man an besten, um Paraphysen sichtbar zu machen? :hmmm:


    Herzliche Grüße


    Bernd



    P.s.: Meine anderen Pyrenomyceten-Portraits: Suchbegriff "PP-0".





    Hallo Karl,


    ich hab mir Björns neues Buch "Handbook of Ascomycota, Volume Ia, Pyrenomycetes mit 0-1fach septierten Sporen" geleistet. Dort sind die Sporen von Diatrypella mit "braun" angegeben. Vielleicht interpretiere ich das aber auch falsch. Demnächst werde ich Björn darauf ansprechen.


    Noch eine Frage zu Pyrenomycetenfunden vom mir: Ist das eigentlich ok, wenn ich in den nächsten Wochen und Monaten meine Funde hier im Forum vorstelle? Natürlich mit Fotos und ausführlichem Text? Es sind dann sicher etliche Arten dabei, die ihr "alten Hasen" als "trivial" bezeichnen würdet.


    L.G. - Bernd

    Hallo,


    Diatrypella favacea passt recht gut.
    Im Bild die Paraphysen und ein typischer Ascus, meiner Meinung nach langstielig.
    (Beide Präparate in Lugol, Fotos mit Weißabgleich auf den Hintergrund).


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Bilder

    • Paraphysen mit Massen_20X (800x600).jpg
    • Asci (x40) (800x600).JPG

    Hallo Karl,


    der Kurs, den ich zum Thema bei Björn besuchen wollte (Einführung in die Schlauchpilze) ist leider ausgefallen. Björn hätte meine Fragen sicher erschöpfend beantwortet.


    Aber zu meinem Bestimmungsversuch (Eutypella vs. Diatrypella): Kann es sein, dass Eutypella-Arten gar nicht vielsporige Asci besitzt.
    Mir war von früher her in Erinnerung, dass die Arten der Pyreno-Gattungen, die mit "ella" enden, allesamt vielsporige Asci besitzen.
    Bin leider blutiger Anfänger.



    Herzliche Grüße


    Bernd

    Hallo,


    gestern habe ich einen mit Pyrenomyzeten übersäten Erlenast gefunden. Die Stromata sind meist bis 1 mm breit, schwarz und brechen unter der Rinde hervor.
    Die Asci sind vielsporig und besitzen einen in Baralscher Lösung äußerst schwach blau reagierenden Porus (Färbung kaum erkennbar).
    Die Sporen sind einzellig, allantoid, und meines Erachtens hyalin, Größe 5,5-8 x 1-1,5 µm.
    Nach Björns synoptischem Schlüssel:


    Wenn man als Stromaform "valsoid oder diatrypoid" in den Schlüssel einsetzt und für die Sporen einzellig und allantoid vorgibt, dann bekommt man bei vielsporigen Asci die beiden Gattungen Eutypella und Diatrypella.


    Hier ergeben sich bereits zwei Probleme:
    a) Lt. Schlüssel sind die Sporen beider Gattungen braun, für mich sind sie auf den ersten Blick hyalin.
    b) Der Ascus-Porus beider Gattungen ist lt. Schlüssel IKI-negativ, bei mir nach sehr scharfem Hinsehen IKI positiv blau.


    Wer kann weiterhelfen?


    Herzliche Grüße


    Bernd


    Nachtrag:
    Fund-Nr. Ex1704-01 am 29.03.2017, Fundort: B.-W., Enzkreis, Gemeinde Keltern-Ellmendingen, NSG 2.125 - Ellmendinger Roggenschleh, MTB 7017/34, Höhe 170 Mtr, Schwemmboden.


    P.s.: Meine anderen Pyrenomyceten-Portraits: Suchbegriff "PP-0".



    Grüß dich, Nobi!


    Einen ersten Fund habe ich schon, traue mich aber kaum, ihn zu zeigen, da ich nicht mal die Gattung bestimmen kann (Eutypella oder Diatrypella?).


    Zur mikroskopischen Holzbestimmung: Es wird Mitte April ein Büchlein zum Thema von mir erscheinen, das für Pyrenomyzeten-Freunde interessant sein könnte (128 Seiten, 54 heimische und eingebürgerte Holz- und Straucharten, über 400 Farbfotos, die meisten davon Mikrofotos, mit umfangreichem Holzartenschlüssel nach Mikromerkmalen, Preis unter 30,- Eur.


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Liebe Forumsteilnehmer,


    darf ich mich kurz vorstellen?
    Meine "Pilzheimat" ist seit über 30 Jahren der Mykologische AK Hornberg. Ich gehöre übrigens schon zu den etwas älteren Genossen ;)
    Am liebsten renne ich nicht einfach in der Gegend rum und sammle Pilze, sondern kartiere in Biotopen, NSGs etc.


    Nun habe ich mir vorgenommen, ein altes Ziel zu realisieren und zu lernen, wie man Pyrenomyzeten bestimmt.
    Da man dies aber alleine kaum bewältigen kann, möchte ich dieses tolle Forum (vorerst) nutzen, um in diesem Gebiet weiterzukommen.
    Sobald ich ein bisschen sattelfest bin, will ich auch anderen gerne weiterhelfen.


    Übrigens beschäftige ich mich auch mit der mikroskopischen Bestimmung von Holz.



    Herzliche Grüße


    Bernd


    (gerne "per Du")