Beiträge von Laufpilz

    Auch Dir Nobi besten Dank für die Ausführungen.


    Ich habe also heute nochmals ein Präparat gemacht. Diesmal warm. Die meisten Sporen waren glatt oder kollabiert. Es fanden sich aber auch folgende Strukturen:




    Von diesen zwei Varianten waren die Gestreiften etwas häufiger. Könnte aber auch der Inhalt sein.


    Da aber auch der Moravec gleicher Meinung wie der Doveri ist, wollen wir ja gar nicht weitere Zweifel aufkommen lassen.


    Jedenfalls danke ich Euch nochmals für Eure Bemühungen.


    Und Hier noch ein paar Eindrücke von der Heimat des Substratlieferanten:








    Über den Panixerpass hatte sich schon 1799 General Suworow mit seiner Armee auf der Flucht vor den Franzosen zurückgezogen und allein durch die äusseren Umstände (Wetter, Gelände) grosse Verluste an Mann und Material erlitten.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo zusammen


    Danke für Eure Antworten.


    Ich hab also nochmal ein BWB-Präparat gemacht. Aber ich seh jetzt grad, dass ich's hätt erwärmen sollen. Zu spät. Vielleicht morgen. Aber ohne Erwärmung hab ich folgende neuen Daten: Ornament keines beobachtet, Haar-Basis immer einfach, Wandstärke (1.4) 1.6 - 2.2 (2.4) µm. Wie's aussieht sind die Haare nur am Rand vorhanden.




    Liebe Grüsse und guät Nacht

    Marco

    Hallo Forum


    Es ist ein Elend. Überall liegen sie rum, diese Dünge. Und noch elender ist es, wenn man kaum vorbeigehen kann, ohne sich das genauer anzusehen. So geschehen letzten Sonntag auf einer Tour zum Panixerpass. Unter vielen anderen (Schneehuhn, Hase, Murmeltier, Schaf, Rind) lagen auch Gäms-Hinterlassenschaften in Sichtweite und zeigten einzelne Cheilymenia-FK. Heimbugsiert und untersucht lande ich im Doveri bei Cheilymenia aurantiacorubra. Diese Gattung kenne ich aber noch zu wenig und wäre dankbar für Eure Meinungen.


    Und hier die Details:


    Fundort: 2200 mNN

    FK: 1-2 mm

    Sporen: (18.8) 19.3 - 20.5 (21.5) × (11) 11.7 - 12.6 (13) µm

    Asci: (178.3) 187.5 - 207.2 (225.4) × (14.6) 15.3 - 17.4 (19.4) µm

    Paraphysen: Spitze 11.5 - 15.7 µm erweitert

    Setae: (119.7) 120.7 - 164.8 (165.5) × (12.4) 13 - 14.8 (22.1) µm









    Und dann war da noch diese hübsche Raupe, die gerne einmal ein Veilchen-Scheckenfalter (Euphydryas cynthia) werden möchte.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Nobi


    Besten Dank für Deine Antwort. Für mich waren da einfach zu viele Unbekannte. Dies ist, nach A. cervinum und A. leporinum, erst die dritte Arnium-Art in meiner Sammlung. Eine interessante Gattung.


    Den vielzitierten "Lundqvist" habe ich leider nicht. Den wird man wohl auch nicht mehr erwerben können. Deshalb wäre ich Deiner "Hilfe" natürlich nicht abgeneigt.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Über ca. 2 Wochen beobachtete ich diese Pilzchen auf Pferd. Ebenso lange irrte ich durch Netz und Buch und werde einfach nicht schlauer.


    Die jungen FK sind noch fein flaumig behaart.


    Bei Reife ohne Flaum und auch sonst unbehaart. Grösse: 1.4 x 0.9 mm


    Unreife Asci uniseriat mit sehr labilen Sporen, die schon durch den Druck des Deckglases zerbrechen.

    Grösse: 528.1 - 604.1 × 40.1 - 55.2 µm



    Die Sporen brauchen sehr lange zur Reifung. Meist sind nicht alle 8 ausgereift. Gelatinöses Gehänge nur bei unreifen Sporen beobachtet. Vermutlich 1 Keimporus.

    Grösse: (38.4) 44.5 - 50.5 (51.4) × (22.7) 24.1 - 29.5 (32.4) µm



    Reife Sporen schmal bis breit ovoid.


    Oder auch mal asymmetrisch.


    Die Peridie ist durchgehend mit dieser sternförmigen Struktur. Teils dichter, teils lichter.


    Ist das nun Arnium? Oder doch was anderes?

    Ich hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Nobi


    Besten Dank für die Bestätigung und den Anhang. Werde ich mir noch ansehen.


    Allein schon aufgrund der momentanen klimatischen Bedingungen müssen wir Hawaiiensis Groenlandicus vorziehen.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Für mich ein neuer Ascobolus zeigte sich auf einem Kuhfladen vom letzten Jahr. Also im letzten Jahr gelegt und von mir vor zehn Tagen in Obhut genommen. Nach Quetschung, Messung, Schlüsselung komme ich zu A. hawaiiensis.


    Teilt Ihr dieses Ergebnis oder gibt's noch Alternativen?


    FK: Ø 425 µm

    Sporen: (16.2)17.3 - 19.8(20.3) × (8.9)9.2 - 10.7(11) µm

    Asci: 134.9 - 167.9 × 26.84 - 31.5 µm







    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Matthias


    Vielen Dank für die blitzschnelle Antwort. Da zerbreche ich mir nächte- und tagelang den Kopf und so einfach ist die Lösung. Der ist jedenfalls für immer eingebrannt.


    Lieben Dank

    Marco

    Hallo Forum


    Ich stell den jetzt trotzdem mal in dieses Unterforum. Sieht jedenfalls auf den ersten Blick sehr nach einem Myxo aus.


    Diese Knacknuss sass auf sämtlichen Schuppeninnenseiten eines Fichtenzapfens in einem Mischwald auf 530 mNN. Die einzelnen FK messen ca. 1 mm. Die "Sporen" haben Aussenmasse von 23-28 x 17-22 µm, sind einseitig glatt und anderseitig zottig. Die Peridie hat eine schuppige bis wabenförmige Struktur. Capillitium und andere Myxo-Merkmale konnte ich keine beobachten.


    Hat jemand eine Idee, um was es sich hierbei handeln könnte?








    Nun bin ich gespannt auf Eure Meinungen.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Ulla


    Besten Dank für Deine Antwort. Die bringt mich sehr wohl weiter.


    Hier noch ein Bild eines anderen Sporocarpiums mit deutlich grösseren Netzknoten:



    Was uns wiederum näher an C. violacea bringt. Halten wir's mal wie im Sport: Wenn das Gegenteil nicht klar bewiesen werden kann, bleibt's beim Erstentscheid (violacea). Oder auch nicht.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Auf einem alten Kuhfladen, den ich Ende Januar in meine Obhut nahm, zeigten sich nun diese winzigen Sporocarpien. Einzeln bis gesellig, mit lila Sporen und Peridie. Als Erstes kam ich auf C. violacea. Grösse, Farbe und die Tatsache, dass sie in der Feuchtkammer erschienen, sprechen eher dafür. Aber ein stabiler Becher, wie ihn die Literatur fordert, kann ich leider nicht ausmachen. Also doch was anderes? Ich hoffe, jemand kann mir auf die Spur helfen.


    Die Daten dazu:

    Sporocarpien: Ø ca. 170 µm, violett, mit dunklen Flecken

    Stiel: 520-630 µm, nach oben verjüngt, schwarz

    Sporen: (8.1)8.3 - 8.8(9) µm, Ausreisser: 10.81 - 11.06 µm, violett, fein warzig

    Granulat: 1.1 - 1.38(1.4) µm







    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo zusammen


    Danke für Eure Antworten.


    Ralf: Die Arbeit von Lundqvist brachte mich leider auch nicht weiter. Da finde ich noch weniger Ähnlichkeiten zu meinem Fund.


    Nobi: P. marchalii und P. bainemensis sind wohl tatsächlich die Letzten, die noch im Rennen sind. Vieles spricht, wie Du schön aufgeführt hast, für marchalii, jedoch hat bainemensis bei der Perithecien-Grösse und vor allem bei dessen Farbe (rotbraun) die Nase vorn.


    Die Idee mit Ascofrance ist zwar gut, jedoch bin ich der englischen Sprache zu wenig mächtig, um mich in dieser zu unterhalten.


    Ich werde das Ding mal als cf marchalii deponieren, vielleicht noch ein, zwei Perithecien aus der Nähe betrachten und das www weiter beobachten.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Hilfe! Da hab ich mich nun zum ersten mal an eine Fuchslosung ran gewagt und stecke bereits fest. Die Gattung scheint mit Pyxidiophora klar zu sein, aber die Masse passen einfach nicht so recht zu einer Art. Geschlüsselt hab ich mit dem in diesem Beitrag angehängten Schlüssel von Doveri.


    Hier die Masse:

    Hals: 340 µm

    Bauch: 190 µm

    Sporen: (63.9) 65.5 - 86.6 (91.4) × (6.1) 6.6 - 8.1 (8.3) µm

    Asci: waren nicht sichtbar, aber ausgestossene Sporen-Bündel mit ca. 6 Sporen







    Nun bin ich mal gespannt, was Ihr dazu meint.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Nobi


    Also ein verbreitetes Phänomen. Es kommt ja öfters vor, dass durch irgendwelche Einflüsse unsere Freunde nicht das machen was sie sollten, aber in dieser Perfektion? Ein Anderer würde da glatt eine neue Art draus machen.


    Wie Du in so kurzer Zeit immer die passenden Links aus dem Hut zauberst. Ebenfalls ein Phänomen.


    Marco

    Hallo Forum


    Makroskopisch unspektakulär, mikroskopisch aber ein äusserst attraktives Ding. Nach 2018 zum zweiten mal, fand ich, wieder auf einem uralten Kuhfladen, diese Zygopleurage zygospora.


    Die Bilder sprechen für sich.


    Hier zusammen mit Selinia pulchra.


    Saccobolus citrinus hat auch keine Berührungsängste.


    Sauber aufgewickelt und verpackt.


    Gehörnt und angriffig.


    Oder orientierungslos.



    In welche Richtung solls denn gehn?



    Noch ein paar technische Daten:


    FK: 780 x 600 µm

    Sporen: (26.6) 27.9 - 33.8 (35) × (14.2) 14.8 - 16.9 (18.9) µm

    Mittelzelle: 127.14 - 140.8 × 6.9 - 7.87 µm

    Asci: 280 - 365.7 × 46.8 - 58.2 µm


    Die verknüpften Sporen verhalten sich vermutlich beim Abschleudern wie eine Bola (Wurfwaffe).


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Eine interessante Abart von Ascobolus immersus hat sich auf einem Pferdeapfel gezeigt. Sämtliche reifen Asci waren 4-sporig. Die Sporen waren mit 59.9 - 65.6 × 38.7 - 42.7 µm zwar im oberen Bereich, aber trotzdem noch im Rahmen. In den Asci waren noch die sehr verkümmerten anderen 4 Sporen zu erkennen. Die Unreifen zeigten noch keine Anomalitäten. Diese Sporenselektion muss, entweder in der finalen Reifephase passiert sein, oder aber, die 4-sporigen waren einfach viel schneller als die andern.






    Liebe Grüsse

    Marco

    Sehr schön, dass Du Dich mit so viel Freude engagierst. Dieses Forum ist, auch und vor allem dank Dir, zu einem enormen Dungpilz-Fundus angewachsen. Auch ich wurde hier infiziert und bleibe wohl Widerstandslos diesem Virus ausgeliefert.


    Marco

    Hallo Nobi


    Vielen Dank für Deine ausgiebigen Erläuterungen. Diese Sporormiellchen machen einem manchmal völlig konfus. Beim Vergleichen der Masse und Formen weiss man irgendwann nicht mehr, wo einem der Kopf steht. Dann ist es natürlich wunderbar, wenn jemand mit Deinem Wissen sich auch noch die Mühe macht, einem mit Rat und Tat weiter zu helfen.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Bin mal wieder mit einer Sporormiella am Üben. Schwierige Sache. Wenn die Sporen nicht so kurz wären, hätte ich auf S. capybarae gesetzt. Was meint Ihr?


    Substrat: gut abgehangenes Rind

    FK: 270 x 250 µm

    Sporen: (42.6) 44.5 - 48.2 (49.1) × (10) 10.3 - 11.2 (11.8) µm

    Asci: (190.8) 192.2 - 204.9 (211.5) × (26.1) 26.6 - 27.7 (27.9) µm


    Asci zylindrisch, kurz-/lang-stielig?


    Keimspalten schräg, diagonal, L-förmig



    Sporen in Gel-Hülle, einseitig zugespitzt


    Ascus-Stiele


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Eigentlich bin ich mir ja schon sicher, dass das Melanospora zamiae sein muss. Da die letzte Diskussion hier im Forum aber auch schon gut drei Jahre her ist, stelle ich den Fund trotzdem mal rein. Wer weiss, vielleicht gibt's ja neue Erfahrungen, Meinungen, Tipps, Umbenennungen oder ich liege eben doch falsch.


    Substrat: Reh

    FK: ohne Hals Ø 270 µm, Hals 100 x 55 µm

    Sporen: (20.9) 21.3 - 22.75 (22.8) × (13.8) 14.2 - 15.1 (15.5) µm

    Asci: kolabieren während der Sporenreife, 51.5 - 55.68 (55.7) × 26 - 30.7 µm

    Haare: 219.31 - 252.3 × 4 - 5.8 µm










    Liebe Grüsse

    Marco