Beiträge von Laufpilz

    Hallo Ihr zwei


    Besten Dank für Eure Antworten. Natürlich habt Ihr recht. Den hatte ich als Ersten ausgeschlossen. Aufgrund der unseptierten, massenweise ausgespuckten Sporen und der weissen Aussenseite und der schmächtigen Erscheinung. Da kann man ja nur noch im Dunkeln tappen.


    Nochmals Dank und Gruss

    Marco

    Hallo Forum


    Dieses (purpur-)violette Becherchen zeigte sich auf einem liegenden, dünn bemoosten Stamm (Holz leider unbekannt) in einem herrlichen alten Mischwald. Leider komme ich hier nicht mal auf eine befriedigende Gattung. Die schlanke Sporenform und auch die Zellen der Aussenseite schienen mir charakteristisch zu sein, trotzdem komme ich nicht weiter. Ich hoffe, Ihr könnt mir da weiterhelfen.


    FK: Ø -5 mm, gestielt, stets im bemoosten Teil des Stamms



    Sporen: (19.4) 21.4 - 26.5 (27.9) × (4.8) 5.1 - 5.6 (6) µm


    Asci: (163.9) 167.4 - 210 (211.2) × (10.4) 10.9 - 12 (12.6) µm, J+, biseriat



    Paraphysen: fädig, nicht erweitert


    Haarige Zellen der Aussenseite


    Liebe Grüsse

    Marco

    Besten Dank für Deine Antwort, Nobi.


    Dann kann ich also S. pilosum so abhaken.


    Bei den zwei Unteren bin ich mir bei der Bestimmung doch ziemlich sicher. P. herbarum hab ich mit Müller geschlüsselt und komme zu keiner anderen Art. Und meine S. fimicola hat zwar mit 6.5 - 7.9 × 2.3 - 3 µm etwas grössere Sporen, dürfte aber noch in der Toleranz liegen.


    Liebe Grüsse

    Marco



    Hallo Forum


    Hab da wieder mal ein Exemplar das einer Zweitmeinung bedarf. Meine Diagnose: Schizothecium pilosum


    Gefunden auf Pferd nach einem Monat in Kultur. Leider bis jetzt nur einen FK entdeckt.


    FK: 477 x 284 µm, locker behaart


    Asci: (210.1) 210.11 - 211.7 × 29.1 - 31.69 (31.7) µm, zylindrisch und apikal abgestumpft


    Sporen: (18.3) 19 - 22.4 (23.4) × (11.1) 11.8 - 14.2 (16.2) µm, stets mit blasigem Inhalt

    Pedicel: (5.3) 6.1 - 7.4 (8.3) × (3.5) 3.8 - 4.4 (4.5) µm, kurz und kompakt, eher labil




    Und hier zwei Bilder von Pleospora herbarum vom selben Substrat:




    Und nochmals zwei von Viennotidia fimicola vom Hirsch:



    Freue mich auf Eure Bestätigung, Korrektur, Meinung. Das wären dann nämlich wieder drei Neulinge auf meiner Fundliste.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Zufallsfund (sind sie zwar immer) vom 15.Mai zwei Meter neben dem schwindenden Schnee auf ca. 1400 m. Eigentlich zog ein alter Kuhfladen mein Interesse auf sich (immer spannend). Und tatsächlich zeigte sich darauf eine kleine Kolonie Sporocarpien. Zu Hause nach genauerer Betrachtung und etwas Recherche kam ich dann auf den Namen Hemitrichia montana. Eine, wie der Name schon sagt, höheliebende Art die anscheinend auch nivicol sein kann.


    Sporocarpien rund (-1.5 mm) bis leicht langgezogen (-2 mm), Peridie mittig aufgerissen


    Übersicht


    Capillitium mit vielen freien Enden (34.9 - 44.3(47.8) µm lang), mit meist 5 Windungen


    Einige Doppelender


    Typische kleine Auswüchse


    Sporen (12.2) 13 - 14.5 (15.2) µm, feinwarzig


    Peridie


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Eine interessante Art, die ich Euch gerne zeigen möchte. Nicht zuletzt weil im weltweiten Netz kaum etwas über sie zu finden ist. Meines Erachtens muss das Schizothecium simile (Podospora similis) sein, welche sich auf Pferdedung (auf 1400 m überwintert, am 15.5. aufgesammelt und liebevoll gepflegt), am 4.6. zeigte.


    FK: 650 x 360 µm, nur apikal mit langen Haaren, keine Squamufolien festgestellt



    Asci (254.3) 254.4 - 293.2 (295.2) × (41.3) 42.5 - 44.8 (48.7) µm, 16-sporig


    Sporen verschiedenen Alters


    Reife Sporen (33.3) 34.1 - 36.8 (37.2) × (16.8) 17.7 - 21.2 (21.4) µm


    Pedicel (4.9) 5.6 - 6.8 (8.3) × (2.1) 2.3 - 3 (3.5) µm


    Und hier noch mit den schönen Gel-Hüllen



    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo zusammen


    Danke Euch bestens für Eure Antworten.


    Die Gattung Pachyella hatte ich noch nie vor mir. Nach kurzen Recherchen bin ich aber doch der Meinung, dass die ein deutlich feuchteres Klima bevorzugen. Aber die Idee war gar nicht schlecht.


    Iodophanus carneus hatte ich schon auch im Auge. Den kenne ich ja bestens von diversem Dung. Allerdings waren die Sporen die ich bisher sah immer deutlich ornamentiert und eher weniger breit.


    Dann sehe ich nun das Rätsel als gelöst und informiere meinen Freund über seinen neuen Chili-Liebhaber.


    Nochmals vielen Dank und liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Vor ein paar Tagen bat mich ein Pilzfreund, mir ein Becherchen, das er in einem Chili-Aufzuchttöpfchen entdeckte, etwas genauer anzusehen. Natürlich, kein Problem. Aber oha! Nix "kein Problem". Ich komme da auf keinen grünen Zweig. Ich hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen.


    Die Becherchen sind bis 1mm breit, stiellos, orange und scheinen dem Algenbelag aufzusitzen.


    Asci operkulat, biseiat, (203.5) 212.6 - 230.1 (239.2) × (26.1) 28.9 - 32.9 (33.2) µm


    Die Paraphysen sind entweder schlank zylindrisch, septiert mit leicht erweiterten Spitzen mit Inhalt oder mit stark eingeschnürten Septen und aufgeblähten Zellen. Beide Varianten mehr oder weniger verzweigt.



    Sporen (18.8) 20.3 - 21.9 (22.2) × (11.8) 12.2 - 13.9 (14.5) µm, teilweise mit solchen Gel-Hüllen


    In Lugol. Mit Jod-Reaktion, aber nicht in der Ascusspitze



    In BWB. Keine Ornamentierung festgestellt. Könnte auch an mir liegen.


    Hier sind zwar Strukturen erkennbar, das dürfte aber was anderes sein.


    Könnte das vielleicht in Richtung Iodophanus führen?


    Liebe Grüsse

    Marco

    Danke für die Antwort, Nobi.

    Genau, die Poronia steht auch noch auf meiner Tofind-Liste. Aber die muss man wohl gezielt auf dem Feld suchen. Werde ich irgendwann mal machen. Aber es müssen ja auch immer noch Wünsche und Träume offen bleiben.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Auf dem alten Kuhfladen, den ich schon seit dem 19. Dez. hüte und der eigentlich zur Entsorgung bereit lag, habe ich bei der vermeintlich terminalen Sichtung tatsächlich noch ein (für mich) schönes Highlight entdeckt. Zwischen den kollabierten Schizothecium-, Sporormiella- und Phomatosporahüllen schreiten diese grossen, frischen Kugeln geradezu nach einer Quetschung. Und siehe da. Auch wenn ich die noch nie selber gesehen habe, wage ich zu behaupten, dass das eine Podospora globosa ist. Die langen zuspitzenden Pedicelle und die ausgeprägte Gelhülle lassen wohl nichts anderes zu. Wie auch Ralph in seinem Beitrag schrieb, sind sie auch bei mir erst nach 2 Monaten gewachsen.


    Die FK massen 825 x 640 µm



    Die Asci waren mit ihren endlos langen Stielen nicht einfach zu messen. Zumal sie auch nicht sehr robust waren.

    (287) 332.8 - 437.8 (467.4) × (39.3) 42.5 - 62.8 (66.9) µm (ohne Gewähr)


    Sporen mit grosser Bandbreite: (36.4) 37.6 - 46.3 (48) × (21.1) 21.4 - 26.8 (27.8) µm
    Pedicell: (32.3) 36.2 - 54.4 (60.4) × (6.5) 6.7 - 8 (8.4) µm

    Das Ganze eingepackt mit einer ausgeprägten Gelhülle





    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo zusammen


    Danke für die netten und aufschlussreichen Antworten.


    Natürlich hast Du recht, Nobi. Die Masse der Sporen sind viel zu klein. Das liegt daran, dass ich die Masse der unreifen Sporen angab. Die Reifen massen 70.1 - 74.4 × 11.3 - 12.1 µm und liegen nach Deiner Tabelle eben doch im Bereich von S. kansensis. Da sie aber noch im Ascus sind, sind sie evtl. auch noch nicht ganz ausgereift.


    Vielleicht fällt Dir ja noch was dazu ein. Ich werde jedenfalls nach weiteren Exemplaren Ausschau halten und melde mich bei neuen Infos nochmal.


    Liebe Grüsse

    Marco



    Hallo Forum


    Diese Sporormiella sass gemütlich auf einem alten Kuhfladen bevor sie sich entschloss, von mir seziert zu werden. Interessant ist, dass sie nur 2 Asci besitzt und diese gestreckt mit 251-288 µm deutlich länger sind als der FK mit 220 x 150 µm. Die Sporen messen 59.4 - 60.6 × 10.23 - 10.6 µm und haben eine parallele Keimspalte. Meine Recherchen führten mich zu Sporormiella kansensis. Was meint Ihr dazu? Könnte das Passen? Leider konnte ich auch nach längerem Suchen keine weiteren FK mehr finden.







    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Stefan und Nobi


    Besten Dank für Eure Antworten. Ich hab mir die Sache nochmal angeschaut.


    Zu Stefans Fragen:

    1. Pleuro- u. Cheilo-Z. konnte ich nicht bewusst ausmachen. Zuviel Durcheinander und mangelnde Erfahrung.

    2. Basidien 4-sporig.

    3. Das Velum war da.

    4. Die Bilder:



    5. Du hast recht, die Bilder sind etwas überbelichtet. In natura sind sie leicht dunkler.

    6. Literatur: PK von Ludwig.


    Bei Dir Nobi, bedanke ich mich für die ausführlichen Erläuterungen, die mich etwas näher an die, von mir nicht gerade geliebten, Tintlinge herangeführt haben und natürlich für den Anhang.


    Dann werde ich den also als C. pusillulus ablegen wenn keine weiteren Einwände mehr folgen.


    Nochmal besten Dank

    Marco

    Hallo Forum


    Auf frischem Rehdung, aufgelesen in frischem Schnee, zeigte sich nun nach einer Woche dieser kleine Tintling. Tintlinge sind (noch) nicht gerade mein Hobby. Deshalb bitte ich Euch um Eure Meinungen. Meine Diagnose wäre Coprinellus pusillulus.


    Die Daten dazu:

    Hut: lange walzenförmig, behaart, dunkleres Zentrum

    Sporen: (7.6) 8.2 - 9.8 (10.3) × (4.3) 4.4 - 4.8 (5) µm, reisförmig, apikal helle Zone (Keimporus?)
    Pileo- u. Kaulozystiden: (43.3) 68.8 - 132.4 (135) × (8) 10.2 - 14.6 (17) µm, schlank, spitz, mit globoser Basis


    Und die Bilder:







    Liebe Grüsse und gute Nacht

    Marco

    Hallo Thorben


    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Diese S. aurantiaca wird es wohl sein. Mit den Myxobakterien hab ich mich bisher noch nicht wirklich beschäftigt.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Bin auch wieder ein bisschen auf Losung unterwegs. Und hier suche ich auch schon wieder nach einer Lösung.


    Diese "Bäumchen" haben sich nach ca. 10 Tagen auf Pferdeäpfeln gezeigt, die ich am 9.12. aufgesammelt habe. Die "Stämme" sind 250-300 µm hoch, die "Äpfel" 36-57 µm im Durchm.


    Hab leider keine Ahnung in welche Richtung ich suchen sollte und hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen.


    Hübsch sind sie allemal.







    Liebe Grüsse

    Marco



    Auch Dir Nobi besten Dank für die Ausführungen.


    Ich habe also heute nochmals ein Präparat gemacht. Diesmal warm. Die meisten Sporen waren glatt oder kollabiert. Es fanden sich aber auch folgende Strukturen:




    Von diesen zwei Varianten waren die Gestreiften etwas häufiger. Könnte aber auch der Inhalt sein.


    Da aber auch der Moravec gleicher Meinung wie der Doveri ist, wollen wir ja gar nicht weitere Zweifel aufkommen lassen.


    Jedenfalls danke ich Euch nochmals für Eure Bemühungen.


    Und Hier noch ein paar Eindrücke von der Heimat des Substratlieferanten:








    Über den Panixerpass hatte sich schon 1799 General Suworow mit seiner Armee auf der Flucht vor den Franzosen zurückgezogen und allein durch die äusseren Umstände (Wetter, Gelände) grosse Verluste an Mann und Material erlitten.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo zusammen


    Danke für Eure Antworten.


    Ich hab also nochmal ein BWB-Präparat gemacht. Aber ich seh jetzt grad, dass ich's hätt erwärmen sollen. Zu spät. Vielleicht morgen. Aber ohne Erwärmung hab ich folgende neuen Daten: Ornament keines beobachtet, Haar-Basis immer einfach, Wandstärke (1.4) 1.6 - 2.2 (2.4) µm. Wie's aussieht sind die Haare nur am Rand vorhanden.




    Liebe Grüsse und guät Nacht

    Marco

    Hallo Forum


    Es ist ein Elend. Überall liegen sie rum, diese Dünge. Und noch elender ist es, wenn man kaum vorbeigehen kann, ohne sich das genauer anzusehen. So geschehen letzten Sonntag auf einer Tour zum Panixerpass. Unter vielen anderen (Schneehuhn, Hase, Murmeltier, Schaf, Rind) lagen auch Gäms-Hinterlassenschaften in Sichtweite und zeigten einzelne Cheilymenia-FK. Heimbugsiert und untersucht lande ich im Doveri bei Cheilymenia aurantiacorubra. Diese Gattung kenne ich aber noch zu wenig und wäre dankbar für Eure Meinungen.


    Und hier die Details:


    Fundort: 2200 mNN

    FK: 1-2 mm

    Sporen: (18.8) 19.3 - 20.5 (21.5) × (11) 11.7 - 12.6 (13) µm

    Asci: (178.3) 187.5 - 207.2 (225.4) × (14.6) 15.3 - 17.4 (19.4) µm

    Paraphysen: Spitze 11.5 - 15.7 µm erweitert

    Setae: (119.7) 120.7 - 164.8 (165.5) × (12.4) 13 - 14.8 (22.1) µm









    Und dann war da noch diese hübsche Raupe, die gerne einmal ein Veilchen-Scheckenfalter (Euphydryas cynthia) werden möchte.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Nobi


    Besten Dank für Deine Antwort. Für mich waren da einfach zu viele Unbekannte. Dies ist, nach A. cervinum und A. leporinum, erst die dritte Arnium-Art in meiner Sammlung. Eine interessante Gattung.


    Den vielzitierten "Lundqvist" habe ich leider nicht. Den wird man wohl auch nicht mehr erwerben können. Deshalb wäre ich Deiner "Hilfe" natürlich nicht abgeneigt.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Über ca. 2 Wochen beobachtete ich diese Pilzchen auf Pferd. Ebenso lange irrte ich durch Netz und Buch und werde einfach nicht schlauer.


    Die jungen FK sind noch fein flaumig behaart.


    Bei Reife ohne Flaum und auch sonst unbehaart. Grösse: 1.4 x 0.9 mm


    Unreife Asci uniseriat mit sehr labilen Sporen, die schon durch den Druck des Deckglases zerbrechen.

    Grösse: 528.1 - 604.1 × 40.1 - 55.2 µm



    Die Sporen brauchen sehr lange zur Reifung. Meist sind nicht alle 8 ausgereift. Gelatinöses Gehänge nur bei unreifen Sporen beobachtet. Vermutlich 1 Keimporus.

    Grösse: (38.4) 44.5 - 50.5 (51.4) × (22.7) 24.1 - 29.5 (32.4) µm



    Reife Sporen schmal bis breit ovoid.


    Oder auch mal asymmetrisch.


    Die Peridie ist durchgehend mit dieser sternförmigen Struktur. Teils dichter, teils lichter.


    Ist das nun Arnium? Oder doch was anderes?

    Ich hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Nobi


    Besten Dank für die Bestätigung und den Anhang. Werde ich mir noch ansehen.


    Allein schon aufgrund der momentanen klimatischen Bedingungen müssen wir Hawaiiensis Groenlandicus vorziehen.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Für mich ein neuer Ascobolus zeigte sich auf einem Kuhfladen vom letzten Jahr. Also im letzten Jahr gelegt und von mir vor zehn Tagen in Obhut genommen. Nach Quetschung, Messung, Schlüsselung komme ich zu A. hawaiiensis.


    Teilt Ihr dieses Ergebnis oder gibt's noch Alternativen?


    FK: Ø 425 µm

    Sporen: (16.2)17.3 - 19.8(20.3) × (8.9)9.2 - 10.7(11) µm

    Asci: 134.9 - 167.9 × 26.84 - 31.5 µm







    Liebe Grüsse

    Marco