Beiträge von Laufpilz

    Hallo Matthias


    Vielen Dank für die blitzschnelle Antwort. Da zerbreche ich mir nächte- und tagelang den Kopf und so einfach ist die Lösung. Der ist jedenfalls für immer eingebrannt.


    Lieben Dank

    Marco

    Hallo Forum


    Ich stell den jetzt trotzdem mal in dieses Unterforum. Sieht jedenfalls auf den ersten Blick sehr nach einem Myxo aus.


    Diese Knacknuss sass auf sämtlichen Schuppeninnenseiten eines Fichtenzapfens in einem Mischwald auf 530 mNN. Die einzelnen FK messen ca. 1 mm. Die "Sporen" haben Aussenmasse von 23-28 x 17-22 µm, sind einseitig glatt und anderseitig zottig. Die Peridie hat eine schuppige bis wabenförmige Struktur. Capillitium und andere Myxo-Merkmale konnte ich keine beobachten.


    Hat jemand eine Idee, um was es sich hierbei handeln könnte?








    Nun bin ich gespannt auf Eure Meinungen.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Ulla


    Besten Dank für Deine Antwort. Die bringt mich sehr wohl weiter.


    Hier noch ein Bild eines anderen Sporocarpiums mit deutlich grösseren Netzknoten:



    Was uns wiederum näher an C. violacea bringt. Halten wir's mal wie im Sport: Wenn das Gegenteil nicht klar bewiesen werden kann, bleibt's beim Erstentscheid (violacea). Oder auch nicht.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Auf einem alten Kuhfladen, den ich Ende Januar in meine Obhut nahm, zeigten sich nun diese winzigen Sporocarpien. Einzeln bis gesellig, mit lila Sporen und Peridie. Als Erstes kam ich auf C. violacea. Grösse, Farbe und die Tatsache, dass sie in der Feuchtkammer erschienen, sprechen eher dafür. Aber ein stabiler Becher, wie ihn die Literatur fordert, kann ich leider nicht ausmachen. Also doch was anderes? Ich hoffe, jemand kann mir auf die Spur helfen.


    Die Daten dazu:

    Sporocarpien: Ø ca. 170 µm, violett, mit dunklen Flecken

    Stiel: 520-630 µm, nach oben verjüngt, schwarz

    Sporen: (8.1)8.3 - 8.8(9) µm, Ausreisser: 10.81 - 11.06 µm, violett, fein warzig

    Granulat: 1.1 - 1.38(1.4) µm







    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo zusammen


    Danke für Eure Antworten.


    Ralf: Die Arbeit von Lundqvist brachte mich leider auch nicht weiter. Da finde ich noch weniger Ähnlichkeiten zu meinem Fund.


    Nobi: P. marchalii und P. bainemensis sind wohl tatsächlich die Letzten, die noch im Rennen sind. Vieles spricht, wie Du schön aufgeführt hast, für marchalii, jedoch hat bainemensis bei der Perithecien-Grösse und vor allem bei dessen Farbe (rotbraun) die Nase vorn.


    Die Idee mit Ascofrance ist zwar gut, jedoch bin ich der englischen Sprache zu wenig mächtig, um mich in dieser zu unterhalten.


    Ich werde das Ding mal als cf marchalii deponieren, vielleicht noch ein, zwei Perithecien aus der Nähe betrachten und das www weiter beobachten.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Hilfe! Da hab ich mich nun zum ersten mal an eine Fuchslosung ran gewagt und stecke bereits fest. Die Gattung scheint mit Pyxidiophora klar zu sein, aber die Masse passen einfach nicht so recht zu einer Art. Geschlüsselt hab ich mit dem in diesem Beitrag angehängten Schlüssel von Doveri.


    Hier die Masse:

    Hals: 340 µm

    Bauch: 190 µm

    Sporen: (63.9) 65.5 - 86.6 (91.4) × (6.1) 6.6 - 8.1 (8.3) µm

    Asci: waren nicht sichtbar, aber ausgestossene Sporen-Bündel mit ca. 6 Sporen







    Nun bin ich mal gespannt, was Ihr dazu meint.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Nobi


    Also ein verbreitetes Phänomen. Es kommt ja öfters vor, dass durch irgendwelche Einflüsse unsere Freunde nicht das machen was sie sollten, aber in dieser Perfektion? Ein Anderer würde da glatt eine neue Art draus machen.


    Wie Du in so kurzer Zeit immer die passenden Links aus dem Hut zauberst. Ebenfalls ein Phänomen.


    Marco

    Hallo Forum


    Makroskopisch unspektakulär, mikroskopisch aber ein äusserst attraktives Ding. Nach 2018 zum zweiten mal, fand ich, wieder auf einem uralten Kuhfladen, diese Zygopleurage zygospora.


    Die Bilder sprechen für sich.


    Hier zusammen mit Selinia pulchra.


    Saccobolus citrinus hat auch keine Berührungsängste.


    Sauber aufgewickelt und verpackt.


    Gehörnt und angriffig.


    Oder orientierungslos.



    In welche Richtung solls denn gehn?



    Noch ein paar technische Daten:


    FK: 780 x 600 µm

    Sporen: (26.6) 27.9 - 33.8 (35) × (14.2) 14.8 - 16.9 (18.9) µm

    Mittelzelle: 127.14 - 140.8 × 6.9 - 7.87 µm

    Asci: 280 - 365.7 × 46.8 - 58.2 µm


    Die verknüpften Sporen verhalten sich vermutlich beim Abschleudern wie eine Bola (Wurfwaffe).


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Eine interessante Abart von Ascobolus immersus hat sich auf einem Pferdeapfel gezeigt. Sämtliche reifen Asci waren 4-sporig. Die Sporen waren mit 59.9 - 65.6 × 38.7 - 42.7 µm zwar im oberen Bereich, aber trotzdem noch im Rahmen. In den Asci waren noch die sehr verkümmerten anderen 4 Sporen zu erkennen. Die Unreifen zeigten noch keine Anomalitäten. Diese Sporenselektion muss, entweder in der finalen Reifephase passiert sein, oder aber, die 4-sporigen waren einfach viel schneller als die andern.






    Liebe Grüsse

    Marco

    Sehr schön, dass Du Dich mit so viel Freude engagierst. Dieses Forum ist, auch und vor allem dank Dir, zu einem enormen Dungpilz-Fundus angewachsen. Auch ich wurde hier infiziert und bleibe wohl Widerstandslos diesem Virus ausgeliefert.


    Marco

    Hallo Nobi


    Vielen Dank für Deine ausgiebigen Erläuterungen. Diese Sporormiellchen machen einem manchmal völlig konfus. Beim Vergleichen der Masse und Formen weiss man irgendwann nicht mehr, wo einem der Kopf steht. Dann ist es natürlich wunderbar, wenn jemand mit Deinem Wissen sich auch noch die Mühe macht, einem mit Rat und Tat weiter zu helfen.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Bin mal wieder mit einer Sporormiella am Üben. Schwierige Sache. Wenn die Sporen nicht so kurz wären, hätte ich auf S. capybarae gesetzt. Was meint Ihr?


    Substrat: gut abgehangenes Rind

    FK: 270 x 250 µm

    Sporen: (42.6) 44.5 - 48.2 (49.1) × (10) 10.3 - 11.2 (11.8) µm

    Asci: (190.8) 192.2 - 204.9 (211.5) × (26.1) 26.6 - 27.7 (27.9) µm


    Asci zylindrisch, kurz-/lang-stielig?


    Keimspalten schräg, diagonal, L-förmig



    Sporen in Gel-Hülle, einseitig zugespitzt


    Ascus-Stiele


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Eigentlich bin ich mir ja schon sicher, dass das Melanospora zamiae sein muss. Da die letzte Diskussion hier im Forum aber auch schon gut drei Jahre her ist, stelle ich den Fund trotzdem mal rein. Wer weiss, vielleicht gibt's ja neue Erfahrungen, Meinungen, Tipps, Umbenennungen oder ich liege eben doch falsch.


    Substrat: Reh

    FK: ohne Hals Ø 270 µm, Hals 100 x 55 µm

    Sporen: (20.9) 21.3 - 22.75 (22.8) × (13.8) 14.2 - 15.1 (15.5) µm

    Asci: kolabieren während der Sporenreife, 51.5 - 55.68 (55.7) × 26 - 30.7 µm

    Haare: 219.31 - 252.3 × 4 - 5.8 µm










    Liebe Grüsse

    Marco

    Ja, ich bin natürlich ein fleissiger Mitleser und Mitlerner und geniesse ebenfalls die langen Winternächte, in denen man ausgedehnte Exkursionen auf wenigen cm2 unternehmen kann.


    Marco

    Danke für die Lorbeeren, Nobi. Es ist mir eine Ehre, als südlicher Nachbar, in eine so illustre Runde gehievt zu werden.


    Dass bei Dir der Jubiläumspilz sogar eine Neubeschreibung war ist ja der Höhepunkt der Höhepunkte. Ich würde vermutlich nicht mal merken, wenn ich was komplett neues vor mir hätte.


    So, nun wühle ich noch ein Bisschen in den darmpassierten Abfallprodukten rum und schaue, ob sich noch was finden lässt. Ich bin da zuversichtlich.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Nobi


    Vielen Dank für Deine Antwort. Die Beiträge im Forum habe ich, wie Du vermutet hast, bereits konsultiert, aber eine Restunsicherheit blieb eben trotzdem. Auch weil mein Exemplar etwas breite Sporen zeigte.


    Dies war übrigens mein exakt 100. Dungpilz. Und ich meine, ein würdiger.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Dies ist erst die zweite Preussia, die ich in meinen Händen, nein, auf meinen ausgemusterten Zahnarztinstrumenten, halte. Deshalb bitte ich Euch um Eure Meinungen.


    Wenn ich überhaupt die richtige Gattung getroffen habe, lande ich bei P. fleischhakii.


    Substrat: Rind (evtl. Schottisches Hochlandrind)

    FK: Ø 190 µm

    Sporen: (27) 27.2 - 29.8 (30.9) × (6.7) 6.8 - 7.8 (7.9) µm

    Asci: (46.3) 47.6 - 53.7 (56.8) × (21.4) 22 - 23.1 (23.6) µm

    Keimspalte: schräg






    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Nobi


    Vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

    Es freut mich natürlich ganz besonders, Dir auch noch was Neues zeigen zu können.


    Interessanterweise ist nur eine von zwölf Pillen mit dieser Art besetzt.

    Diese ist bereits in der Trocknungsphase und selbstverständlich schicke ich Dir einen Teil davon. Dazu brauche ich noch Deine Adresse.



    Wenn wir schon dabei sind, noch eine weitere Frage:

    Auf der selben Aufsammlung war noch eine Podospora zu finden, die sämtliche Merkmale von P. setosa zeigt, ausser der Sporengrösse: 128-sporig,

    (14.9) 15.4 - 17.4 (18.1) × (9.4) 9.7 - 10.9 (11.3) µm. Kann denn die so Kleine?



    Und wenn wir immer noch dabei sind, diese neue Aufsammlung aus der selben Region, die ich auch dem Hasen zuschreibe, irritiert durch seine Form. Kann der so tropfenförmig?



    Und dann noch ein Bonus-Bild des edlen Weissen von Heute.


    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Forum


    Ende Mai hab ich auf 1500 m NN ein paar Hasenhinterlassenschaften aufgesammelt, die vermutlich schon im Schnee gelegt wurden.


    Nun haben sich diese Kerlchen gezeigt, die ich durch Schlüsseln als Schizothecium inaequalis bezeichnen würde. Im globalen Netz konnte ich kaum Infos finden. Bin ich holzwegig unterwegs? Kennt Ihr den?


    Ideen, Meinungen, Kommentare sehr gefragt!


    Daten und Bilder:

    FK: 185 x 123 µm

    Sporen: (18.3) 19.2 - 20.9 (21.8) × (10.3) 10.9 - 11.7 (11.8) µm

    Pedicell: (4.2) 4.4 - 5.8 (6.2) × (1.7) 2 - 3.19 (3.2) µm

    Asci: 4-sporig (65.3) 65.4 - 65.8 (66.3) × (12.8) 13.5 - 15 (17.3) µm (waren nicht komplett sichtbar)







    Liebe Grüsse

    Marco

    Hallo Nobi


    Das ist ja genial. Die verlinkten Beiträge hatte ich tatsächlich auch schon mal gelesen. Aber ohne einen Anhaltspunkt, wonach man genau suchen muss, kann man's dann natürlich im Bedarfsfall nicht mehr abrufen.


    Die Sporormiella werde ich also als S. minimoides mit "fremder" Keimspalte ablegen.


    Vielen Dank und gute Nacht

    Marco

    Hallo Forum


    Vor ein paar Tagen durfte ich mich gütiger weise in einem Alpaka-Gehege bedienen. Diese haben übrigens ein Toiletten-Verhalten und erleichtern sich dem entsprechen immer an der selben Stelle. Also schnappte ich mir einige ältere und einige frischere Proben. Die Älteren waren auch schon gut besetzt. Ascobolus furfuraceus, Coprotus leucopocillum, Pilobolus spec., Sporormiella spec., Schizothecium conicum.


    Nun zu meinen Problemen. Zuerst der Unbekannte:


    Weisshaarig sitzen die Pölsterchen auf Schizothecium conicum (wenn ich mich nicht irre).


    Asci: (33.4) 33.7 - 41.2 (41.9) × (7.5) 7.9 - 10 (10.9) µm


    Freie Sporen waren keine zu finden. In den Asci massen sie (5.9) 5.94 - 7.1 (7.4) × (3.9) 4 - 4.9 (5.2) µm.



    Haare: 34.4 - 50.6 × 2.3 - 3.19 (3.2) µm


    Da hab ich nicht mal ne Gattungs-Idee.





    Und hier mein Sporormiellchen:

    Asci kurzstielig, (87.9) 88.1 - 90.2 (93.7) × (15.7) 17.3 - 18.2 (18.6) µm.

    Keimspalte (parallel u. Knick) deutet auf S. minima.

    Sporenmass, (32.9) 34.3 - 37.3 (38.6) × (6) 6.1 - 7 (7.2) µm, passt eher zu S. minimoides.





    Freue mich auf Eure Meinungen.


    Liebe Grüsse

    Marco