Oh, ein ganz anderes Bild vom Blautopf! Wunderschön mit all dem Eis...und so einsam...
Vorletztes Jahr hatten wir (mein Mann, unsere Enkelin und ich) diese berühmte Karstquelle auf einer Reise in die Schwäbische Alb besucht, da das, seit ich vor vielen Jahren Eduard Mörikes "Stuttgarter Hutzelmännlein" gelesen habe, eines meiner "Wollte ich schon immer mal sehen"-Naturwunder war. Wir waren dort an einem Wochenende im September bei wunderbarem Wetter und konnten die typische tintenblaue, teilweise fast grüne scheinbare Farbe des Wassers bewundern...gemeinsam mit ein paar hundert anderen Touristen!
Aber das muß man zu dieser Jahreszeit dann wohl in Kauf nehmen. Trotzdem habe ich mich gefreut, dies endlich einmal "in echt" zu sehen, und wir hatten auch Glück mit der passenden Lichteinstrahlung.
Hier ein paar Eindrücke von damals:
Der Volksmund sagt etwas von ausgegossener Tinte...und daß der Blautopf grundlos sei. Das Lot, mit dem die Leute ihn ausmessen wollten, soll die schöne Lau, eine Nixe, immer wieder gestohlen haben. Daher der "ortsübliche" Zungenbrecher " 's leit a Klötzle Blei glei bei Blaubeura, glei bei Blaubeura leit a Klötzle Blei". Probiert mal, das dreimal hintereinander schnell und fehlerfrei zu sagen! 

Spiegelungen und Blick bis auf den Grund im klaren Wasser ergeben ein verwirrendes, wunderschönes Bild.

Der Blick auf den Grund hat schon fast etwas Karibisches...die Wasserpflanzen...die Farbtöne...grandios!

Hier die Kirche und die Mühle aus Radelfungus' Winterbildern in der Spätsommersonne mit dem Blautopf davor.


Trotz der vielen Leute: Schön war's!