Hallo Christine,
mit den kleinen Zähnchen, die man besonders auf den letzten Bildern gut sieht, könnte ich mir hier Cyathicula coronata vorstellen.
Björn
Hallo Christine,
mit den kleinen Zähnchen, die man besonders auf den letzten Bildern gut sieht, könnte ich mir hier Cyathicula coronata vorstellen.
Björn
Hallo zusammen,
jetzt wo ihr beide den L. perlatum in den Ring werft, kommt mein Gedächtnis auch langsam wieder: So hatten wir den Fund im Feld auch benannt.
Björn
Hallo zusammen,
vielen Dank euch beiden, da habt ihr natürlich vollkommen Recht. Hatte ich in meinem Fotoalbum auch als M. filiformis getagged und dann nur im Eifer des Gefechts hier falsch benamst. Das werde ich dann oben mal direkt korrigieren.
Björn
Hallo Thorben,
dann oute ich mich mal als dritter Unwissender im Bunde. Aber ich kenne jemanden, der Ahnung hat. Beim APR hat sich Andreas Jendral ja in letzter Zeit extrem auf Psathyrellen spezialisiert und ist da echt zum Experten geworden. Den könntest du ja mal kontaktieren. Wenn du Exsikkate hast, bearbeitet er die evtl. auch gerne selbst.
Björn
Hallo Raphael,
die Kurzstieligkeit ist uns im Feld auch aufgefallen. Den Fruchtkörper, den ich mitgenommen habe, ist auf dem Foto gar nicht zu sehen. Der war aber auch deutlich kleiner als die anderen. Jan-Arne hat da aber auch was mitgenommen und kann vielleicht auch zur Erleuchtung beitragen.
Björn
Hallo zusammen,
hier noch der zweite Teil der Elsbergsiepen-Exkursion, womit dann auch meine Reihe aus dem APR-Wochenende in Hilchenbach durch ist.
1. Inocybe lilacina
2. Ein Hydnellum, zu dem Jan-Arne schon eine Idee hat und noch auf meinen Vorschlag dazu wartet. Ich muß da aber noch mal in Ruhe schauen und schlüsseln. Geruch war sehr mehlig.
Sporen
Stacheln
3. Ein Cortinarius, zu dem im Feld erstmal die Vermutung C.hinnuleus geäußert wurde. Das wurde aber beim Fund der nächsten Cortinarie wieder verworfen. Der Pilz war relativ geruchlos, wuchs unter Laubbäumen an einem Bach im Moos, reagiert mit KOH überall nur dunkelbraun-schwarz.
4. Das hier paßt viel besser zu Cortinarius hinnuleus agg. Die Sporen sind relativ klein, recht rundlich und warzig, Geruch ist erdig, der Hut hat kleine schwarze Flecken und die Lamellen stehen relativ weit entfernt.
Huthaut
Lamelle
Sporen
5. Zu diesem schleimigen Pimmelpilz hat Jan-Arne im Feld direkt einen Namen genannt, den ich aber wieder vergessen habe und den er aber auch noch mikroskopisch absichern wollte.
6. Macrotyphula fistulosa filiformis in Massen
7. Erysiphe vanbruntiana var sambuci-racemosae ex Sambucus racemosa
8. Cladosporium uredinicola ex Coleosporium tussilaginis ex Tussilago farfara
9. Laccaria proxima
Sporen in Wasser
Huthaut
Lamelle
10. Phragmotrichum chailletii, leider schon etwas eingefallen und nicht sehr fotogen im Mikroskop
11. Gloeophyllum odoratum
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Tag des Hilchenbachwochenendes, also am Montag, ging es noch zu einer relativ kurzen Exkursion nach Krombach in den Elsbergsiepen. Dort erwartete uns eine regelrechte Pilzschwemme, entsprechend gibt es auch hier wieder zwei Teilbeiträge.
1. Rhytisma acerinum ex Acer platanoides
2. Eine Melanoleuca mit Sporen von (7.9-9.3) µm x (4.4-5.3) µm, Q=1.6-1.9 bzw. (8.4+-0.5) µm x (4.9+-0.3) µm, Q=1.7+0.1. Das Fleisch war im Schnitt weiß, rötete aber nach längerer Zeit. Mit Guajak gab es nur eine langsame Blaufärbung (wenn man da mal die üblichen 8-Sekunden von den Russulas als Bezug nimmt). So richtig will da mit Gröger nichts passen, aber wen wundert das schon in dieser Gattung...
Lamelle
Huthaut
Lamelle: Cheilozystiden
Sporen in Wasser
Sporen in Melzer
3. Eine Lepiota um die sich Jan-Arne kümmert.
4. Leratiomyces squamosus var. squamosus
Huthaut
Lamelle
Sporen in KOH
5. Pholiotina arrhenii mit Sporen von (6.5-7.9) µm x (3.1-3.7) µm, Q=2.0-2.5 bzw. (7.5+-0.4) µm x (3.4+-0.2) µm, Q=2.2+-0.1
Lamelle
Huthaut
Sporen in KOH
6. Cordyceps militaris
7. Triphragmium ulmariae ex Filipendula ulmaria
8. Um diesen Becher auf Pappel kümmert sich ein anderer Pilzfreund
9. Clitocybe houghtonii mit Tomatengeruch
10. Inocybe geophylla
Huthaut
Lamelle
Stiel
11. Lepiota grangei mit Sporen von (10.3-12.3) µm x (3.1-4.4) µm, Q=2.6-3.6 bzw. (11.5+-0.5) µm x (3.8+-0.4) µm, Q=3.0+-0.3
Sporen in Wasser
Sporen in Melzer
Huthaut
Lamelle
Björn
Hallo zusammen,
weiter geht es mit Teil 2 von der Breitenbachtalsperre.
1. Puccinia arenariae ex Stellaria holostea
2. An Weide fanden wir Exidia recisa
3. Chrysomphalina grossula
4. Amanita muscaria
5. Cladonia sp.
6. Dacrymyces stillatus
Anamorphe
Teleomorphe
7. Bulgaria inquinans
8. Paragymnopus perforans
9. Puccinia arenariae ex Stellaria aquatica
10. Den Fund hatte ich im Feld verpaßt, deshalb ohne Makrofoto: Telephora anthocephala
11. Pluteus cervinus
12. Amanita muscaria und Chalciporus piperatus
13. Cyathus striatus
Björn
Hallo zusammen,
am Sonntag begab sich der APR bei seinem Hilchenbach-Wochenende dann an die Breitenbachtalsperre in Hilchenbach. Dort ist es relativ abwechslungsreich mit Nadelwäldern, Laubwald und auch einem Bachlauf. Entsprechend reichhaltig waren dann auch unsere Pilzfunde.
1. Rhytisma acerinum ex Acer pseudoplatanus
2. Phyllachora graminis ex Elymus sp.
3. Puccinia poarum ex Tussilago farfara
4. Puccinia coronata ex Festuca gigantea
5. Puccinia graminis ex Festuca gigantea
7. Psathyrella corrugis
8. Puccinia mentha ex Mentha sp.
9. Puccinia graminis ex Dactylis glomerata
10. Puccinia sessilis ex Phalaris arundinacea
11. Inocybe lilacina
Lamelle
Huthaut
Sporen
12. Inocybe lilacina und Inocybe geophylla Seite an Seite
13. Ramularia variabilis ex Digitalis purpurea
Björn
Hallo zusammen,
hier folgt der zweite Teil der Exkursion in die Kalkwacholderheide des NSG Melbecke und Rübenkamp.
1. Neodasycypha cerina
2. Ein Bryoscyphus auf Rhytidiadelphus. Da ist Bryoscyphus rhytidiadelphi natürlich erstmal ein naheliegender Name. Die Art kommt aber wegen der zu kleinen Sporenmaße von (11.4-13.6) µm x (5.2-5.6) µm bei unserem Fund nicht in Frage. Ein heißer Kandidat ist dann Bryoscyphus phascoides. Der hat wohl deutlich kleinere Sporen (obwohl es bei Baral auch Funde mit größeren Sporen gibt), eine blaue Lugolreaktion der Ascusspitze und kann Haken haben wie unser Fund, muß es aber nicht.
3. Nochmal Mycena olivaceomarginata
4. Ein hochschwangerer Galeruca tanaceti
5. Phragmidium mucronatum ex Rosa sp.
6. Hier lande ich mit Sporenmaßen von (18.7-22.2) µm x (12.6-14.6) µm, Q=1.4-1.7 bzw. (20.7+-1.0) µm x (13.6+-0.6) µm, Q=1.5+-0.1 bei Lasiobolus cuniculi. Ich habe mir auch einige Schafsköttel eingepackt. Mal schauen, was die in Kultur noch alles hervorbringen werden.
7. Ein blauer Rötling, der einige Fragen aufwirft. Die drei Fruchtkörper wuchens in unmittelbarer Nähe, der rechte Fruchtköper ist aber der einzige mit rein weißen Lamellen. Bei den anderen beiden ist die Lamellenfläche zwar auch weiß, die Schneide ist aber bläulich. Die Farbe ist aber nicht durchgehend sondern eher in kleineren Büscheln verteilt. Die Mikrobilder stammen alle vom mittleren Fruchtkörper. Leider habe ich nicht auf Schnallen an den Basidien geachtet, da das im Funga Nordica Schlüssel bei den blauen Entolomas mit blauer Lamellenschneide nicht abgefragt wurde, in FE5a aber schon eine Rolle beim Schlüsseln spielt. Die Sporen sind (9.9-11.8) µm x (6.9-8.0) µm, Q=1.3-1.6 bzw. (10.9+-0.5) µm x (7.5+-0.3) µm, Q=1.5+-0.1 groß. Die Hyphen der Huthaut sind breiter als 10 µm.
Huthaut
Lamelle in Wasser
Lamelle in Kongorot
Cheilozystiden
Sporen
Björn
Hallo zusammen,
am vergangenen Wochenende hat sich der APR wie in jedem Herbst wieder auf sein pilzkundliches Wochenende nach Hilchenbach begeben. Diesmal zwar mit einigen Einschränkungen aufgrund von durch Corona notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln, aber Spaß gemacht hat es trotzdem sehr. Die Eindrücke von den Exkursionen dort möchte ich hier im folgenden vorstellen. Am Freitag ging es morgens in die Grube Littfeld. Da war ich leider aufgrund von Arbeit noch nicht mit von der Partie. Am zweiten Tag ging es dann nach Elspe in das NSG Melbecke und Rübenkamp, wo wir eine Wacholderheide auf kalkhaltigem Boden unter die Lupe nahmen. Di erwarteten reichen Funde von Magerrasenbewohnern blieben zwar aus, aber den ein oder anderen spannenden Fund gab es natürlich trotzdem.
1. Lycoperdon utriforme
2. Mycena olivaceomarginata
3. Im Feld hatte ich die vorschnell als Hygrocybe abgelegt, aber da kommen mir die Lamellen gerade etwas engstehend vor.
3. Lycoperdon sp.
4. Ramaria gracilis mit charakteristischem Anisgeruch
5. Lycoperdon sp.
6. Crinipellis stipitaria
7. Pluteus pouzarianus auf Nadelholz und mit Schnallen an den Basidien
Lamellen mit eindrucksvollen Hakenzystiden
Huthaut
8. Macrolepiota sp. Hier stehen M. excoriata und M. mastoidea im Raum.
9. Botryobasidium subcoronatum auf Nadelholz, Sporengröße (7.3-8.4) µm x (2.7-3.6) µm, Q=2.1-2.7 bzw. (7.8+-0.4) µm x (3.2+-0.3) µm, Q=2.4+-0.1, Schnallen vorhanden, ohne Zystiden
10. Sphaerobolus stellatus
11. Kiloweise Pilze aus der Glimmertintlingsecke
12. Xerula radicata f. marginata
13. Flammulina velutipes
Björn
Hallo Thomas,
ich fürchte, du kommst für die Ramaria-Monographie leider etwas zu spät. Die ist vergriffen und ich bin mir nicht sicher, ob und wann es eine Neuauflage geben wird.
Björn
Hallo Jürgen,
das ist Phlebia tremellosa.
Björn
Hallo zusammen,
in der Gattung Asterosporium gibt es wohl so Sporen. Die hatte ich am 29.4.2020 im Duisburger Stadtwald mal gefunden.
Björn
Hallo Pablo,
gute Frage.... aber so wie es bei deinen Bildern aussieht, blaut der ja eher im Hut. Und Hut hatten wir leider nicht so wirklich viel zur Verfügung bzw. nicht in einem schneidbaren Zustand ![]()
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Sonntag hat sich der MAB relativ spontan zu einer Exkursion im Wuppertaler Burgholz verabredet. Dort gibt es allerlei exotische Nadelhölzer, so daß die leise Hoffnung bestand, auch entsprechende Mykorrhiza-Partner zu finden. Das hat sich zwar nicht bestätigt, aber auch so gab es tolle Funde.
1. Lachnellula occidentalis
2. Sparssis crispa
3. Amanita citrina var. alba
4. Phyllactinia betulae ex Betula pendula. Hier sieht man sehr schön die Pinselzellen, die charakteristisch für die Gattung Phyllactinia sind
5. Calocera viscosa
6. Russula ochroleuca. Sporenpulver IIa, Stielbasis mit KOH sofort rot, Guajakreaktion nach 10 Sekunden blau (Stiel aber sehr aufgeweicht), Eisensulfatrekation trivial
7. Phaeolus schweinitzii
8. Direkt daneben fielen mir dieses Röhrlingsbaby und eine zugehörige Leiche auf. Auch wenn bei solchen Schlappen die Bestimmung nicht ganz trivial ist, sind wir aufgrund des gelben, nicht blauenden Fleisches und des gelben Myzelfilzes bei Buchwaldoboletus lignicola gelandet.
9. Resupinatus applicatus
10. Puccinia artemisiella ex Artemisia vulgaris
11. Xylaria longipes
12. Milesina blechni ex Blechnum spicant
Björn
Hallo zusammen,
am vergangenen Samstag war ich in Solingen in der Ohligser Heide unterwegs. So langsam zeigt der Regen auch dort seine Wirkung und bringt den einen oder anderen Pilz hervor.
1. Sparassis crispa
2. Auriscalpium vulgare
Sporen
Sporen mit Melzer
Huthaut
Stacheln
Huthaut
Stacheln
3. Typhula quisquiliaris ex Pteridium aquilinum
Stiel
Basidien
Stiel
Basidien
Stiel
Basidien
4. Grifola frondosa
Sporen
Basidien
5. Melampsora sp. ex Populus tremula
6. Melampsora sp. ex Populus cf. x canescens
7. Phragmidium rubi-idaei ex Rubus idaeus
8. Sawadaea bicornis ex Acer tataricum
Björn
Hallo Raphael,
das klingt überzeugend. Dann werde ich den Fund mal als Naucoria striatula ablegen.
Björn
Hallo zusammen,
ich bin heute früh auf dem Weg ins Büro durch den Stadtwald gegangen um noch kurz nach den Erdsternen zu schauen. Die haben mittlerweile eine schöne Halskrause entwickelt. Die Fotos von oben zeigen also einfach nur ein sehr junges Stadium von Geastrum triplex.
Und ja, der Winter ist im Anmarsch. Ich habe sogar schon Chondrostereum purpureum gesehen.
Björn
Nachtrag:
Im Kühlschrank lagen ja noch drei Stück. Die schmecken absolut nicht bitter.
Björn
Hallo Raphael,
den Geschmack habe ich leider nicht überprüft. Ich kann aber schauen, ob morgen noch Exemplare da sind und dann eine Kostprobe nehmen.
Björn
Hallo zusammen,
und weiter geht es mit den kleinen, braunen Pilzen. Ein paar Meter weiter wuchs eine Gruppe Conocybe. Es waren immer noch Erlen in der Nähe, der Standort war aber nicht mehr direkt in der potentiellen Pfütze, sondern zwischen Pfütze und Weg. Die Sporen messen (8.1-10.2) µm x (4.4-5.3) µm, Q=1.7-2.2 bzw. (9.0+-0.5) µm x (4.8+-0.2) µm, Q=1.9+-0.1. Die Köpfe der Cheilzystiden liegen zwischen 3.6 und 5.2 µm und messen im Mittel 4.4 µm. Die Basidien sind überwiegend 4-sporig.
Mit der FN lande ich in Teilschlüssel A. Dort dann 1 -> 4 -> 6 -> 7 -> 15 -> 16 -> 20 -> 24 -> 25. Dann sind wir wieder bei den Farben. Ist das hell orange-braun? Dann wäre es C. mesospora. Ansonsten 26 -> 27 und dort ohne Pileozystiden C. macrocephala.
Alternativ dann mit FE11 geschlüsselt. Auch hier ist man in Teilschlüssel A.
1-> 9 -> 13 -> 16 -> 23 -> 26 -> 30 und dann ist man ohne Pileozystiden bei C. macrocephala. Ansonsten lande ich hier am Ende auch bei C. mesospora.
Wenn ich mit den Bilder in FE11 vergleiche, passen die Farben eher zu C. mesospora.
Was sagen die Experten?
Huthaut
Caulozystiden
Lamelle
Sporen
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Freitag habe ich im Duisburger Stadtwald kleine braune Pilze gefunden. Standort ist unter Erlen an einer feuchten Stelle, die im Winter oder nach längerem Regen auch mal eine größere und dauerhafte Pfütze hat. Da sonst nichts viel wuchs, habe ich mir den Fund mal genauer angeschaut. Der Fund ist ohne besonderen Geruch, die Sporen messen (9.3-11.4) µm x (4.5-6.3) µm, Q=1.6-2.5 bzw (10.6+-0.5) µm x (5.4+-0.4) µm, Q=2.0+-0.2.
Eine Naucoria mit urticoiden Cheilozystiden, also Teilschlüssel A in der Funga Nordica. Dort von 1 -> 6 -> 7. Dann geht es um Farben. Da tue ich mich immer schwer. Die Fruchtkörper erschienen im Wald etwas dunkler als auf dem Foto, deshalb würde ich eher zu 8 als nach 10 schlüsseln. Von dort dann nur am Rand gerieft und ohne Sphagnum über 9 nach N. subconspersa. Geht ihr da mit?
Lamellen
Sporen
Huthaut
Björn
Hallo Bernd,
das sieht für mich stark nach einer jungen Phlebia tremellosa aus.
Björn
