Hallo Joe,
ich würde hier rein makroskopisch erstmal Richtung Peziza gehen.
Björn
Hallo Joe,
ich würde hier rein makroskopisch erstmal Richtung Peziza gehen.
Björn
Hallo Bernd,
ich würde hier eher Richtung Cortinarius denken. Da fehlt mir jegliche Erfahrung, aber andere hier im Forum kennen sich aus.
Björn
Hallo zusammen,
was das Präparieren angeht, färbe ich Lamellen meistens erst in Kongorot/NH3 an, lege das gefärbte Stück in 3% KOH und quetsche dann. Vom Gefühl her hilft das KOH etwas dabei, die einzelnen Elemente zu lockern. Mitunter ist es auch hilfreich nach dem ersten Quetschen 1-2 Minuten zu warten und dann noch mal zu quetschen.
Björn
Hallo zusammen,
bei der Nr.4 paßt FomFom in der Tat deutlich besser. Da war ich wohl durch einige junge Fruchtkörper, die direkt daneben wuchsen und deutlich besser zu FomPin paßten, irritiert.
Das mit den roten Flecken bei R. recondita hatte Karl mir auch mal gesagt. Wenn die vorhanden sind (was sie eben nicht immer sein müssen), ist die Bestimmung wohl in der Tat sehr einfach. Mich hatte halt nur die Massigkeit der Fruchtkörper etwas stutzig gemacht. Aber wenn man den ganzen Sommer Zeit hatte, sich auf den großen Auftritt im Herbst vorzubereiten, kann der Stiel vielleicht auch mal dicker werden.
Das mit dem Ende der Saison hatte ich beim Anblick einiger Hallimasch-Büschel auch gedacht. Dabei hatte die Saison hier doch mangels Regen noch gar nicht richtig angefangen...
Björn
Hallo zusammen,
wenn man 10 Sporen mißt, kann man natürlich einen Mittelwert auf 0,1 µm genau angeben. Aber die Aussagekraft dürfte im Allgemeinen sehr gering sein. Man muß sich ja auch anschauen, wie groß die Standardabweichung ist und die wird da in der Regel deutlich größer als 0,1 µm sein. Das heißt also, daß man im Endeffekt deutlich mehr Sporen messen muß.
Björn
Hallo zusammen,
Macrocystidia hat nicht solche braunen, setae-artigen Zystiden. Bin mal gespannt, was das am Ende ist...
Björn
Hallo Thorben,
heute hat es mit dem Schneiden dann doch etwas besser geklappt. Neben den Gelyphen (die nicht sehr fotogen sind) gab es auch einige Kristalle im Hymenium, die Zotto bei Ascofrance mal erwähnt hat. Dann werde ich den Fund mal als Ombrophila fagiseda ablegen (bei Pilze-Deutschland scheint es die Art noch nicht zu geben).
Björn
Hallo zusammen,
nachdem ich gestern mal wieder im Büro war, habe ich auf dem Rückweg noch eine Runde durch den Duisburger Stadtwald gedreht. Der Regen der letzten Tage zeigt langsam seine Wirkung und es gibt die ersten Großpilze.
1. Radulomyces molaris
2. Sphacelotheca hydropiperis ex Persicaria hydropiper
3. Phyllotopsis nidulans
Sporen
Basidien
4. Fomitopsis pinicola
5. Geastrum triplex
6. Hypholoma fasciculare
Lamelle
Huthaut
Sporen in Wasser
Sporen in KOH
7. Das würde ich für Russula recondita halten. Unter Fagus und Quercus, mit Guajak nach 5 Sekunden blau, mit Eisensulfat triviale Reaktion, keine Reaktion mit KOH, Sporenpulver IIc-IIIa mit der Marxmüller-Tafel, IIIa mit der Romagnesi-Tafel, Geschmack mild aber nicht angenehm. Was mich etwas irritiert ist die Größe der Fruchtkörper. Die Stiele waren beinahe oberschenkeldick ![]()
Mit Sulfovanillin nur minimale Färbung der Pileozystiden
Björn
Hallo zusammen,
Eudarluca scheint ein Faible für Roste auf Gräsern im weiteren Sinne zu haben. Auf einem Bambusrost hatte ich den auch schon und bei den Uromyces-Rosten auf Juncus steht im Klenke explizit drin, daß die oft von Eudarluca caricis befallen sind.
Das Kaleidoskop habe ich selber gar nicht gesehen ![]()
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Samstag war ich noch mal auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Zollverein unterwegs und habe nach Phytoparasiten Ausschau gehalten. Neben einigen Arten, die ich schon in der Vorwoche gefunden habe, gab es auch einige neue Arten.
1. Erysiphe capreae ex Salix caprea. Fruchtkörper um die 150 µm im Durchmesser
2. Uromyces euphorbiae-corniculati ex Lotus corniculatus
3. Uromyces junci ex Juncus tenuis. Darauf als Hyperparasit Eudarluca caricis
4. Podosphaera plantaginis ex Plantago lanceolata
5. Albugo candida s.l. ex Diplotaxis tenuifolia
6. Golovinomyces artemisiae ex Artemisia vulgaris
7. Uromyces striatus ex Medicago lupulina
8. Uromyces striatus ex Medicago x varia
9. Melampsora larici-populina ex Populus maximowiczii Hybride
10. Moeziomyces bullatus ex Echinochloa crus-galli
11. Bremia lactucae s.l. ex Senecio vulgaris
12. Puccinia lagenophorae ex Senecio vulgaris
13. Puccinia artemisiella ex Artemisia vulgaris
14. Septoria cornicola ex Cornus sanguinea. An den geraden bis maximal leicht gekrümmten Konidien von S. cornina zu unterscheiden.
15. Puccinia pulverulenta und Pucciniastrum epilobii ex Epilobium hirsutum
Björn
Hallo Ben,
das würde ich rein makroskopisch für Parasola conopilea halten. Läßt sich mit dem Mikroskop leicht anhand der Haare in der Huthaut erkennen.
Björn
Sonst schneid doch einfach mal mit dem Skalpell ein Quadrat auf dem Hut. Das umdrehen und vorsichtig die Trama wegkratzen, dann wieder umdrehen und mal schauen, was du so siehst.
Björn
Hmmm, das sieht mir irgendwie zu hyphig und nicht zellig genug aus. Ist natürlich die Frage, ob du da jetzt einfach nur Hutfleisch erwischt hast oder ob wir hier wirklich Huthaut sehen. Mit getrockneten Pilzen habe ich wenig Erfahrung, da ich meistens frisch mikroskopiere. Aber ich meine, daß sich die Xerula-Huthaut beim Frischpilz relativ gut abziehen ließ.
Björn
Hallo zusammen,
wie sieht denn die Huthaut des Pilzes unterm Mikroskop aus?
Björn
Hallo zusammen,
als weitere Ergänzung würde ich hinzufügen, daß man sich da wahrscheinlich eher den Magen an dem alten Röhrlingsschlappen verdirbt.
Björn
Hallo Felli,
bei FB in der Ascomycetengruppe ist mittlerweile auch Ombrophila fagiseda in den Ring geworfen worden. Dort wollte man auch noch ganz gerne einen Schnitt durch den Fruchtkörper sehen. Das ist aber nicht so ganz einfach.... man kann wohl eher einen Wackelpudding an die Wand nageln als daß man diese Glibberdinger in feine Scheiben zerlegt. Das hier war das höchste der Gefühle:
Björn
Hallo Pablo,
ich bin bei den durchsichtigen Glibberdingern ja auch immer sehr skeptisch. Aus meiner Sicht sprechen aber die nicht gestielten Basidien und die Sporenmaße von (14.0+-0.9) µm x (5.2+-0.3) µm, Q=2.7+-0.2 bzw. (11.6-15.5) µm x (4.5-5.6) µm, Q=2.4-3.0 für Exidia candida. Als Vergleichswerte hatte ich die Beschreibungen in Spirin et al., On some forgotten species of Exidia and Myxarium (Auriculariales, Basidiomycota), Nordic Journal of Botany (2018) herangezogen.
Björn
Hallo zusammen,
am vergangenen Sonntag hat sich der APR mal wieder zu einer Pilzexkursion getroffen. Ziel war das Asbachtal in Velbert. Die Nacht vorher hatte es ausgiebig geregnet. Das half zwar dem aktuellen Pilzwachstum eher wenig, macht aber zumindest Hoffnung für die nahe Zukunft.
1. Cyathus striatus
2. Peziza varia mit leichten Schwierigkeiten bei der Reaktion mit Luhol
3. Puccinia arenariae ex Stellaria aquatica
4. Puccinia coronata ex Festuca gigantea
5. Puccinia graminis ex Festuca gigantea
6. Puccinia coronata ex Arrhenatherum elatius
7. Puccinia laschii ex Cirsium palustre
8. Puccinia graminis ex Dactylis glomerata
9. Rhodocollybia maculata
10. Gymnopus confluens
11. Exidia candida
12. Peniophorella praetermissa
13. Puccinia artemisiella ex Artemisia vulgaris
Björn
So, Nr.5 ist auf FB von Ingo Wagner gerade als Hymenoscyphus fagineus benamst worden.
Hallo Felli,
Ascomyceten machen einem das Leben schwer
Hier zunächst mal Fotos von Nr.4, dem geblichen Hymenoscyphus (Fruchtkörper röten übrigens bei Verletzung). Sporen sind (12.2+-0.9) x (4.8+-0.4) µm bzw (10.3-14.0) x (3.9-5.9) µm
Dann zur Nr. 5. Da ist mir zum einen aufgefallen, daß es ganz winzige, junge Fruchtkörper nebendran gibt, die quasi schwarz sind. Sporen gab es dann von den reifen Kerlen auch. Interessanterweise scheinen die eine Gelhülle zu haben. Konnte man im Mikro optisch erahnen und mit etwas Tinte wurden dann auch die Umrisse sichtbar. Sporen sind (11.3+-0.7) x (4.2+-0.2) µm bzw (10.0-12.9) x (3.8-4.7) µm
Björn
Hallo Felli,
bei Nr.4 habe ich gerade noch mal ein paar neue Fotos gemacht. Wirklich intensiv ist die IKI-Reaktion nicht (das ist jetzt komplett in Lugol gebadet), ich hoffe aber, daß man die Reaktion jetzt wenigstens etwas besser erkennt. Ich bin jetzt auch der Meinung, daß die Asci sehr wohl Haken haben.
Die Nr.5 war schon relativ fest für einen Ascomyceten.
Björn
Hallo zusammen,
gestern war ich am späten Nachmittag auf einer kleinen Runde im Duisburger Stadtwald unterwegs. Der Wald ist nach wie vor noch sehr trocken, so daß Pilze Mangelware sind. Aber ein bißchen was ließ sich dann doch finden.
1. Phragmidium bulbosum ex Rubus fruticosus agg.
2. Tranzschelia discolor ex Prunus spinosa
3. Ein Pluteus so ähnlich wie Thorbens Fund letztens. Die Sporen messen (5.9+-0.5) µm x (5.2+-0.3) µm, Q=1.1+-0.1, bzw. (5.2-6.7) x (4.8-5.7), Q=1.0-1.3. Die Zystiden würde ich überwiegend für sackförmig halten, womit ich bei Pluteus pallescens rauskäme.
Lamelle: Cheilzystiden
Pleurozystiden
Basidien
Cheilzystiden
Huthaut
Sporen
4. Ein Ascomycet an einem feucht liegenden Laubholzstöckchen. Wer hat Ideen? Vielleicht ein Hymenoscyphus? Asci reagieren mit Lugol blau und sind ohne Haken.
5. Noch ein Ascomycet, an feucht liegender Buchecker. Auch hier fehlt mir der Zugang. Asci mit Lugol blau, Haken evtl. vorhanden
6. Dann an einem Laubholzast direkt 2 Pilzarten dicht an dicht beieinander. Fangen wir mal mit den kleinen gelben an. Pleurozystiden nicht vorhanden, Geschmack mild, Huthaut reagiert rötlich mit 3% KOH. Da lande ich bei Pholiota alnicola
Lamellenschneide
Basidien
7. Bei den großen orangefarbenen Pilzen war ich zunächst ratlos, da ich makroskopisch auch an Pholiota gedacht habe. Aber das paßte mikroskopisch nicht. Zum Glück hat Stefan den Pilz blind bestimmen können: Gymnopilus junonius. Huthaut reagiert dunkelrot mit KOH
Cheilozystiden
Basidien
Cheilozystiden
Sporen in Wasser
Sporen in Melzer
Sporen in KOH
Björn
Hallo Malone,
mit Galle meinte ich die Auswüchse auf der Ulme. Mir war halt nicht klar, ob alle Fotos den selben Baum zeigen oder ob wir hier zwei verschiedene Bäume sehen. Aber das hat sich ja jetzt geklärt. Mehlbeeren sind übrigens auch so ein Teufelszeug wie z.B. Brombeeren. Es gibt zig Arten, die man teilweise nur sehr schwer trennen kann.
Björn
