Beiträge von boccaccio

    Hallo Thorben,


    ich hatte lange Zeit große Schwierigkeiten mit der Unterscheidung der beiden Roste. Das mit der Anzahl von Zellen ist ja leider nicht immer so eindeutig und wenn man sich dann mal 50 Sporen anschaut, kriegt man halt irgendeine Verteilung, die mal mehr oder weniger in die eine odere andere Richtung tendiert. Mittlerweile habe ich aber ein paar Funde gehabt, die Jule mir auch bestätigt hat. Was meiner Meinung nach gut hilft ist der Gesamteindruck aus Zellenzahl, der Spitze (aufgesetzt oder langsam ausgezogen) und der Verbreiterung des Stiels. Das ist dann zwar auch nicht so, daß man sich eine Teliospore anschaut und weiß, was Sache ist. Aber wenn man sich da mal ein Ensemble von Sporen anschaut und auf sich wirken läßt, hat man meistens schnell einen passenden Gesamteindruck.


    Björn

    Hallo Mischa,


    was bei den Tulostomas wohl auch wichtig ist, ist die Mündungsöffnung des Fruchtkörpers. Von daher wäre es sicher gut, wenn du da von den neuen, frischen Exemplaren weitere Aufnahmen machen könntest. Die Farbe der Fruchtkörper scheint beim Schlüsseln auch immens wichtig zu sein.


    Björn

    Hallo zusammen,


    die Stielboviste sind heute bei mir angekommen und ich habe mal direkt einen Blick mit dem Mikro reingeworfen. Sporen habe ich nur mal eben auf die Schnelle gemessen: (4.0-) 4.5+-0.3 (-5.2) µm (Wer selber messen möchte: Auf den Bildern mit dem 100er-Objektiv in voller Auflösung entsprechen 2317 Pixel genau 100 µm). Bilder in Wasser bzw. Kongorot/NH3.




    Björn

    Hallo zusammen,


    ein schöner Beitrag! Ich habe ja mal viereinhalb Jahre in Genf gelebt und war da entsprechend auch viel in den Bergen unterwegs. Leider hatte ich damals noch nicht das Interesse an Pilzen. Das Exobasidium an Alpenrose hatte ich dann vor 2 Jahren im Schweizurlaub in Les Diablerets, aber leider war das bei der Rückkehr nicht mehr im mikroskopierbaren Zustand.


    Björn

    Hallo Mischa,


    wenn sich da niemand anders findet, kannst du mir gerne ein Exemplar zukommen lassen (möglichst nicht durchgeschnitten :D), dann schau ich da mit dem Mikroskop rein. Ich bin zwar kein Tulostoma-Experte, aber vielleicht kann man dann im Anschluß anhand meiner Mikrobilder mehr sagen.


    Björn

    Hallo zusammen,


    in den Sommerferien gab es hier in NRW von unserem Verkehrsverbund das Angebot, daß man am Wochenende ganz NRW kostenfrei bereisen konnte. Davon habe ich dann am letzten Ferienwochenende auch mal Gebrauch gemacht und bin in die Eifel gefahren um dort von Urft über den Weyrer Wald nach Kall zu wandern. Großpilze waren auch dort wegen der trockenen Witterung Mangelware, aber es gab einige für mich neue Phytoparasiten und auch etliche alte Bekannte.


    1. Polythrincium trifolii ex Trifolium repens


    2. Puccinia cnici-oleracei ex Cirsium oleraceum


    3. Puccinia laschii ex Cirsium oleraceum


    4. Puccinia carduorum ex Carduus crispus


    5. Coleosporium senecionis ex Senecio ovatus


    6. Puccinia punctata ex Galium sylvaticum


    7. Golovinomyces valerianae ex Valeriana officinalis agg.


    8. Das könnte Puccinia carniolica ex Peucedanum carvifolia sein. So schrecklich viele Roste an Apiaceaen, die nur Aecien und Telien bilden, gibt es ja nicht, so daß man hier fast die Pflanze über den Wirt bestimmen kann. Außerdem ist dieser seltene Pilz wohl 1978 schon einmal dort im NSG gefunden worden.


    9. Puccinia millefolii ex Achillea millefolium


    10. Taphrina alni ex Alnus incana


    11. Microstroma album ex Quercus robur


    12. Rhytisma salicinum


    Björn

    Hallo zusammen,


    am vergangenen Sonntag traf sich der APR zu einer Exkursion am Hertener Waldfriedhof. Leider waren wegen der großen Trockenheit fast keine Großpilze zu finden. Aber immerhin hat es für ein paar Täublinge und Phytoparasiten gereicht.


    1. Unter Eiche, mit blauer FeSO4 Reaktion, mit Guajak schnell blau, Stiel an der Luft bräunend, Geruch schwach nach Fisch. Da lande ich dann bei Russula graveolens agg. Sporenpulver war leider keines zu bekommen...

    Huthaut vom Rand des Hutes

    Huthaut von der Hutmitte


    2. Uromyces verruculosus ex Silene dioica


    3. Pucciniastrum circaeae ex Circaea lutetiana


    Björn

    Hallo erstmal!


    Jetzt formulier doch mal bitte deinen Beitrag so, daß er mit einer Begrüßung beginnt, mit einer Verabschiedung aufhört und dazwischen eine Anfrage in ganzen Sätzen beinhaltet.


    Björn

    Hallo zusammen,


    für die gestrige Exkursion hatte sich der MAB den Parkfriedhof in Solingen-Gräfrath ausgeschaut. Ein 24 ha großer Friedhof mit vielen, alten Bäumen, der sicher einiges an Potential hat...wenn es denn mal regnen würde. Das war hier die letzten Wochen leider eher selten der Fall und entsprechend machten sich die Großpilze rar. Aber es gibt ja auch noch Kleinpilze ;)


    1. Marasmius oreades


    2. Puccinia piloselloidearum ex Pilosella officinarum


    3. Puccinia convolvuli ex Calystegia sepium agg.


    4. Tuberculina persicina ex Puccinia convolvuli


    5. Pseudomicrostroma juglandis ex Juglans regia


    6. Puccinia veronicae ex Veronica montana


    7. Puccinia pulverulenta ex Epilobium montanum


    8. Puccinia violae ex Viola sp.


    9. Puccinia piloselloidearum ex Pilosella aurantiaca


    10. Scleroderma verrucosum, Sporen (9.9+-0.6) µm, (8.6-11.1) µm


    11. Puccinia chondrillae ex Mycelis muralis

    IMG_6527.JPG


    12. Agaricus augustus


    13. Pucciniastrum epilobii ex Epilobium angustifolium


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Samstag hatte ich eigentlich geplant im Wuppertaler Raum durch die Wälder zu streifen. Da sich morgens aber bereits Regen und eventuell Gewitter über dem Bergischen Land abzeichneten, habe ich mich umentschieden und war eine Runde im Duisburger Stadtwald unterwegs.


    1. Podosphaera macularis ex Humulus lupulus


    2. Golovinomyces sonchicola ex Sonchus oleraceus


    3. Plasmopara nivea ex Aegopodium podagraria


    4. Diachea leucopodia


    5. Rotfärbung mit 3% KOH und kein Schwärzen des Fruchtkörpers, monomitisches Hyphensystem (auch wenn es stellenweise erstmal anders wirkte), Sporen (4.8+-0.4) x (2.4+-0.2) µm, Q=2.0+-0.2, da lande ich bei Phlebia uda


    6. Puccinia brachypodii ex Brachypodium sylvaticum


    7. Unter Fagus, Geschmack mild, kein besonderer Geruch (Fruchtkörper aber auch sehr trocken), mit Eisensulfat orange-braun, mit Guajak nach 5 Sekunden blau, Sporenabwurf ist leider mißlungen, auffallend festfleischig. Pileozystiden färben in SV nicht. Da lande ich bei Russula lepida


    8. Russula violeipes


    9. Delicatula integrella


    10. Puccinia komarovii ex Impatiens parviflora


    11. Taphrina sadebeckii ex Alnus glutinosa


    12. Puccinia annularis ex Teucrium scorodonia


    13. Uromyces sarothamni ex Cytisus scoparius


    14. Thecaphora oxalidis ex Oxalis stricta


    Björn

    Hallo Erich,


    den Rost habe ich auf Erle immer erst im Herbst gefunden. Aber die Taphrina (die ein Wucherling ist) findet man aktuell überall.


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich stimme zu, daß das kein Rost sondern was Tierisches ist. Der Rost (bzw. die Roste) auf Erle sind deutlich dünner ausgeprägt. Wenn man aber Erlen in der Nähe hat, lohnt sich im Moment die Suche nach der recht häufigen Taphrina sadebeckii. Die macht kleine Aufwölbungen der Blätter (Durchmesser so bis 1 cm) und auf der Unterseite wird dann ein Rasen aus Asci gebildet. Gerade wenn man so einen tollen Blattquerschnitt wie in Bild 4 hinbekommt, sieht das bestimmt sehr hübsch aus im Mikroskop.


    Björn

    Hallo zusammen,


    im April hatte ich bei einer meiner Touren in Duisburg am Rhein einen Rostpilz auf Valerianella gefunden. Da alle drei Valerianella-Roste wirtswechselnd sind, war es nun an der Zeit zu schauen, wen der Rostpilz sich als Partner auserkoren hat. Es waren dann weder Gladiolen noch Schilf, sondern Cynodon dactylon, das Hundszahngras. Der Rost ist somit Puccinia cynodontis (Das hatte Jule mir auch schon im April gesagt, aber jetzt kann ich es auch selber verifizieren):


    Hallo zusammen,


    letzte Woche habe ich mich abends auf eine Runde durch den Waldfriedhof in Duisburg begeben. Leider hat die Trockenheit da schon wieder alle Großpilze vertrieben. Aber es gibt ja immer noch Phytoparasiten.


    1. Peronospora meliloti ex Melilotus altissimus. Danke Jule weiß ich jetzt auch, daß es mehr als nur einen gelben Melilotus gibt :D


    2. Peronospora trifolii-hybridi ex Trifolium hybridum


    3. Zurück ging es dann die Regattabahn entlang. Da hatte ich ja schon im Winter einen Rostpilz auf einem Nelkengewächs gefunden. Zwischenzeitlich blühte die Nelke dann und ließ sich als Dianthus deltoides identifizieren, aber der Rost war weg. Jetzt blühen die Nelken immer noch und der Rost ist wieder da, sogar mit Uredien und Telien: Uromyces dianthi ex Dianthus deltoides.


    Björn

    Hallo zusammen,


    auf Kiefern gibt es z.B. diverse Rostpilze der Gattung Coleosporium. Die findet man aber eher im Frühjahr, jetzt sitzen sie auf ihren Wirtswechelpartnern wie Huflattich, Glockenblumen, Greiskraut, Pestwurz etc.


    Björn

    Hallo Thorben,


    die Hypocrea-Sporen waren in der Länge zwischen 4,7 und 7,4 µm, wobei der Großteil zwischen 5 und 5,5 µm lag. In der Breite lagen die meisten Sporen bei (3,5-4,5) µm. Bei der Russula habe ich die Sporen nicht ausgemessen.


    Björn