Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    Eudarluca scheint ein Faible für Roste auf Gräsern im weiteren Sinne zu haben. Auf einem Bambusrost hatte ich den auch schon und bei den Uromyces-Rosten auf Juncus steht im Klenke explizit drin, daß die oft von Eudarluca caricis befallen sind.


    Das Kaleidoskop habe ich selber gar nicht gesehen :D


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Samstag war ich noch mal auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Zollverein unterwegs und habe nach Phytoparasiten Ausschau gehalten. Neben einigen Arten, die ich schon in der Vorwoche gefunden habe, gab es auch einige neue Arten.


    1. Erysiphe capreae ex Salix caprea. Fruchtkörper um die 150 µm im Durchmesser


    2. Uromyces euphorbiae-corniculati ex Lotus corniculatus


    3. Uromyces junci ex Juncus tenuis. Darauf als Hyperparasit Eudarluca caricis


    4. Podosphaera plantaginis ex Plantago lanceolata


    5. Albugo candida s.l. ex Diplotaxis tenuifolia


    6. Golovinomyces artemisiae ex Artemisia vulgaris


    7. Uromyces striatus ex Medicago lupulina


    8. Uromyces striatus ex Medicago x varia

    Zeche Zollverein-0030.JPG


    9. Melampsora larici-populina ex Populus maximowiczii Hybride

    Zeche Zollverein-0034.JPG


    10. Moeziomyces bullatus ex Echinochloa crus-galli


    11. Bremia lactucae s.l. ex Senecio vulgaris


    12. Puccinia lagenophorae ex Senecio vulgaris


    13. Puccinia artemisiella ex Artemisia vulgaris


    14. Septoria cornicola ex Cornus sanguinea. An den geraden bis maximal leicht gekrümmten Konidien von S. cornina zu unterscheiden.


    15. Puccinia pulverulenta und Pucciniastrum epilobii ex Epilobium hirsutum


    Björn

    Hmmm, das sieht mir irgendwie zu hyphig und nicht zellig genug aus. Ist natürlich die Frage, ob du da jetzt einfach nur Hutfleisch erwischt hast oder ob wir hier wirklich Huthaut sehen. Mit getrockneten Pilzen habe ich wenig Erfahrung, da ich meistens frisch mikroskopiere. Aber ich meine, daß sich die Xerula-Huthaut beim Frischpilz relativ gut abziehen ließ.


    Björn

    Hallo Claudia,


    wodrauf du achten solltest, hängt davon ab, ob du X. radicata bestätigen oder widerlegen möchtest :D Wenn es so aussieht

    spräche das auch für X. radicata. Wie groß sind eigentlich die Sporen. So per Auge kommen die mir fast etwas zu klein für X. radicata vor.


    Björn

    Hallo Felli,


    bei FB in der Ascomycetengruppe ist mittlerweile auch Ombrophila fagiseda in den Ring geworfen worden. Dort wollte man auch noch ganz gerne einen Schnitt durch den Fruchtkörper sehen. Das ist aber nicht so ganz einfach.... man kann wohl eher einen Wackelpudding an die Wand nageln als daß man diese Glibberdinger in feine Scheiben zerlegt. Das hier war das höchste der Gefühle:



    Björn

    Hallo Pablo,


    ich bin bei den durchsichtigen Glibberdingern ja auch immer sehr skeptisch. Aus meiner Sicht sprechen aber die nicht gestielten Basidien und die Sporenmaße von (14.0+-0.9) µm x (5.2+-0.3) µm, Q=2.7+-0.2 bzw. (11.6-15.5) µm x (4.5-5.6) µm, Q=2.4-3.0 für Exidia candida. Als Vergleichswerte hatte ich die Beschreibungen in Spirin et al., On some forgotten species of Exidia and Myxarium (Auriculariales, Basidiomycota), Nordic Journal of Botany (2018) herangezogen.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am vergangenen Sonntag hat sich der APR mal wieder zu einer Pilzexkursion getroffen. Ziel war das Asbachtal in Velbert. Die Nacht vorher hatte es ausgiebig geregnet. Das half zwar dem aktuellen Pilzwachstum eher wenig, macht aber zumindest Hoffnung für die nahe Zukunft.


    1. Cyathus striatus


    2. Peziza varia mit leichten Schwierigkeiten bei der Reaktion mit Luhol


    3. Puccinia arenariae ex Stellaria aquatica

    Asbachtal-0009.JPG


    4. Puccinia coronata ex Festuca gigantea


    5. Puccinia graminis ex Festuca gigantea


    6. Puccinia coronata ex Arrhenatherum elatius


    7. Puccinia laschii ex Cirsium palustre


    8. Puccinia graminis ex Dactylis glomerata

    Asbachtal-0059.JPG


    9. Rhodocollybia maculata


    10. Gymnopus confluens


    11. Exidia candida


    12. Peniophorella praetermissa


    13. Puccinia artemisiella ex Artemisia vulgaris


    Björn

    Hallo Felli,


    da hatte Viktorie Halasu mich bei FB gerade auch drauf gestoßen (heißt jetzt wohl H. kathiae). Und das sieht soweit sehr gut aus. Insbesondere konnte ich gerade auch die Blaufärbung des Stiels mit Lugol beobachten.



    Björn

    Hallo Felli,


    Ascomyceten machen einem das Leben schwer ;) Hier zunächst mal Fotos von Nr.4, dem geblichen Hymenoscyphus (Fruchtkörper röten übrigens bei Verletzung). Sporen sind (12.2+-0.9) x (4.8+-0.4) µm bzw (10.3-14.0) x (3.9-5.9) µm


    Dann zur Nr. 5. Da ist mir zum einen aufgefallen, daß es ganz winzige, junge Fruchtkörper nebendran gibt, die quasi schwarz sind. Sporen gab es dann von den reifen Kerlen auch. Interessanterweise scheinen die eine Gelhülle zu haben. Konnte man im Mikro optisch erahnen und mit etwas Tinte wurden dann auch die Umrisse sichtbar. Sporen sind (11.3+-0.7) x (4.2+-0.2) µm bzw (10.0-12.9) x (3.8-4.7) µm


    Björn

    Hallo Felli,


    bei Nr.4 habe ich gerade noch mal ein paar neue Fotos gemacht. Wirklich intensiv ist die IKI-Reaktion nicht (das ist jetzt komplett in Lugol gebadet), ich hoffe aber, daß man die Reaktion jetzt wenigstens etwas besser erkennt. Ich bin jetzt auch der Meinung, daß die Asci sehr wohl Haken haben.


    Die Nr.5 war schon relativ fest für einen Ascomyceten.


    Björn

    Hallo zusammen,


    gestern war ich am späten Nachmittag auf einer kleinen Runde im Duisburger Stadtwald unterwegs. Der Wald ist nach wie vor noch sehr trocken, so daß Pilze Mangelware sind. Aber ein bißchen was ließ sich dann doch finden.


    1. Phragmidium bulbosum ex Rubus fruticosus agg.


    2. Tranzschelia discolor ex Prunus spinosa


    3. Ein Pluteus so ähnlich wie Thorbens Fund letztens. Die Sporen messen (5.9+-0.5) µm x (5.2+-0.3) µm, Q=1.1+-0.1, bzw. (5.2-6.7) x (4.8-5.7), Q=1.0-1.3. Die Zystiden würde ich überwiegend für sackförmig halten, womit ich bei Pluteus pallescens rauskäme.

    Lamelle: Cheilzystiden

    Pleurozystiden

    Basidien

    Cheilzystiden

    Huthaut

    Sporen


    4. Ein Ascomycet an einem feucht liegenden Laubholzstöckchen. Wer hat Ideen? Vielleicht ein Hymenoscyphus? Asci reagieren mit Lugol blau und sind ohne Haken.


    5. Noch ein Ascomycet, an feucht liegender Buchecker. Auch hier fehlt mir der Zugang. Asci mit Lugol blau, Haken evtl. vorhanden


    6. Dann an einem Laubholzast direkt 2 Pilzarten dicht an dicht beieinander. Fangen wir mal mit den kleinen gelben an. Pleurozystiden nicht vorhanden, Geschmack mild, Huthaut reagiert rötlich mit 3% KOH. Da lande ich bei Pholiota alnicola

    Lamellenschneide

    Basidien


    7. Bei den großen orangefarbenen Pilzen war ich zunächst ratlos, da ich makroskopisch auch an Pholiota gedacht habe. Aber das paßte mikroskopisch nicht. Zum Glück hat Stefan den Pilz blind bestimmen können: Gymnopilus junonius. Huthaut reagiert dunkelrot mit KOH

    Cheilozystiden

    Basidien

    Cheilozystiden

    Sporen in Wasser

    Sporen in Melzer

    Sporen in KOH


    Björn

    Hallo Malone,


    mit Galle meinte ich die Auswüchse auf der Ulme. Mir war halt nicht klar, ob alle Fotos den selben Baum zeigen oder ob wir hier zwei verschiedene Bäume sehen. Aber das hat sich ja jetzt geklärt. Mehlbeeren sind übrigens auch so ein Teufelszeug wie z.B. Brombeeren. Es gibt zig Arten, die man teilweise nur sehr schwer trennen kann.


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich wäre mit den Farben (so das Foto denn halbwegs farbecht ist) eher beim Schwefelporling. Der verfärbt sich bei Berührung im Gegensatz zum RIesenporling nicht schwarz.


    Björn

    Hallo Raphael,


    wieder mal ein sehr schöner Beitrag von dir! Den Tintenfischpilz habe ich mangels eigener, aktueller Funde zwar noch nicht unter dem Mikroskop gehabt, aber die Problematik ist ja bei der Stinkmorchel sehr ähnlich. Und da gibt es einen einfachen Trick: Man nimmt ein Hexenei mit und mikroskopiert das bevor es aufschirmt. Das hat auch den Vorteil, daß dann noch Basidien vorhanden sind und man nicht nur die Sporen vorfindet.


    Björn

    Hallo Thorben,


    wenn ich mit dem Gröger schlüssel, lande ich bei Pluteus pallescens oder aber bei Pluteus phlebophorus bzw. Pluteus nanus. Da fehlt mir aber bei allen Arten die Funderfahrung.


    Björn