Hallo zusammen,
es geht weiter auf der Kuh. Aktuell kommen immer mal wieder Tintling, da fehlt aber meistens die Zeit und Ruhe, um die gescheit zu beobachten und zu dokumentieren. Einen habe ich aber dann doch erwischen können.
Ein ziemlicher haariger Zeitgenosse, der war auch schon länger nicht beim Friseur. Aber kein Wunder, ist ja Lockdown 




Velum aus länglichen Zellen, keine Setae beobachtet. Das Velum ist reichlich vorhanden, abwischbar und die Velumselemente sind nicht verzweigt. Damit lande ich bei den Lanatuli




Basidien sind 4-sporig, die Sporen messen (14.7+.0.7) µm x (7.9+-0.5) µm, Q=1.9+-0.1, bzw. (13.5-15.7) µm x (7.3-9.0) µm, Q=1.7-2.0



Hier noch Impressionen vom Stiel



Insgesamt lande ich damit bei Coprinopsis radiata. Paßt das?
Das dürfte ein Kollege sein, der im Doveri fehlt. Winzige Perithecien und darinnen Unmengen an 8-sporigen Asci mit kleinen, hyalinen Sporen von (4.2-5.3) µm x (2.4-2.8) µm. Mit Watling bin ich bei Phomatospora gelandet und dann dank diverser Forumsbeiträge mit den schräg im Ascus liegenden Sporen und Kuh als Substrast bei Phomatospora minutissima





Und dann gibt es da schon seit über eine Woche immer wieder eine Podospora. Die Perithecien sind richtig dicke Kugeln, oben am Hals mit dünnen, hyphenartigen Haaren. Leider waren bis jetzt alle Fruchtkörper, die ich geerntet habe, nicht reif. So ganz gar waren die Funde von gestern dann auch noch nicht, aber vielleicht gelingt es ja mit dem Nobi-Joker trotzdem, einen Namen zu vergeben. Die Sporen messen (31.5-39.4) µm x (22.3-26.5) µm, das Pedicel (30-35) µm x (4.5-5.5) µm. Oben am Sporenkopf waren mehrere Anhängsel zu erkennen, unten am Stiel des Pedicels waren auch welche. Da tue ich mich aber immer schwer mir, weil die Anhängsel ohne Tinte ja nur schwer sichtbar sind und die Tinte leider oft nicht da hin will, wo die Sporen sind. Ich äußere mal eine vorsichtige Tendenz zu Podospora communis.













Björn