Hallo zusammen,
ich bin diese Woche auf einer (Physik)-Konferenz in Prag und werde deshalb heute nicht teilnehmen. Die ganzen tollen Brandpilze, die es hier gibt, zeige ich dann nächste Woche.
Björn
Hallo zusammen,
ich bin diese Woche auf einer (Physik)-Konferenz in Prag und werde deshalb heute nicht teilnehmen. Die ganzen tollen Brandpilze, die es hier gibt, zeige ich dann nächste Woche.
Björn
Hallo Steffen,
das ist definitiv Puccinia bornmuelleri. Da es auf dem Wirt keine weiteren Roste gibt, ist da auch keine weitere Untersuchung notwendig. Der Pilz ist aber laut Klenke/Scholler schon seit 2008 bei uns im Gebiet unterwegs und wenn man sich die Verbreitungskarte so anschaut zerstreut über ganz Deutschland zu finden.
Björn
Hallo Matthias,
bei der Wirtsbestimmung bin ich mit Blumen in Schwaben auch zu Crepis capillaris gekommen. Bei der Bestimmung des Rostes kann ich leider auch nicht weiterhelfen. Da fehlt mir bisher die Funderfahrung und wenn man sich die Beschreibungen im Klenke/Scholler und im Gäumann anschaut, dann sind die Unterschiede zwischen den beiden Arten wohl ziemlich marginal. Was du natürlich machen kannst, da der Pilz ja bei dir im Garten wächst: Schau doch im nächsten Frühjahr, ob der Pilz direkt mit Uredien startet, oder Aecien bildet (letztere sollten dann auf eher deformierten Pflanzen zu finden sein).
Björn
Hallo Bläuling,
das ist kein Scleroderma, sondern rin Rhizopogon. Sehr typisch sind die Rhizomorphen an der Außenseite, die es bei Scleroderma nicht gibt.
Björn
Hallo Felli,
Zweifel sind ja immer gut, gerade wenn man mal wieder Pilze bestimmt, die sich nicht komplett ans Lehrbuch halten ![]()
Björn
Hallo Felli,
ich stimme dir zu, daß die makroskopische Erscheinung hier nicht so gut paßt. Allerdings waren die Fruchtkörper gestern Abend, als noch keine reifen Sporen gebildet waren, durchaus schön gelb. Das erkennt man zumindest in den Mikrobildern auch noch ganz gut, denn da ist ja eine intensive gelbe Schleimschicht um die Paraphysen erkennbar. Soweit ich das überblicke, hat A. sacchariferus das nicht, da sind die Paraphysen in eine hyaline Masse eingebettet.
Björn
Hallo zusammen,
auch wenn mir dank Phytoparasiten aktuell ja eigentlich alles andere als langweilig wird, habe ich am letzten Wochenende mal wieder sehr alten Schafdung aus Treis-Karden an der Mosel mit nach Hause genommen und in die feuchte Kammer gegeben. Da ging es dann auch direkt zur Sache und die ersten Pilze präsentierten sich binnen kurzer Zeit:
1. Sporormiella minima mit Sporen von 29-32 x 5-6 µm
2. Iodophanus carneus
3. Podospora setosa
4. Ascobolus michaudii mit Sporen von 16,7-19,4 x 9,5-11,3 µm
Björn
Du kannst auch mit
Meeting-ID: 653 1380 4522
und
Passwort - 936576
rein
Björn
Das erklärt natürlich so einiges! ![]()
Björn
Hallo Jörg,
wie geht denn das, ein Bericht aus Chemnitz ganz ohne Netzhexen? :-O
Björn
Hallo Oehrling,
es ist ja nicht nur nach 20 Arten Ende im Gelände. Ohne genaue Beschäftigung mit den relevanten Merkmalen lernt man dann im Zweifelsfall nach dem Motto: Löwenzahn ist ein gelber Korbblütler, also sind alle gelben Korbblütler Löwenzahn.
Björn
Hallo zusammen,
als Nachtrag zu Oehrlings Beitrag sei auch noch angemerkt, daß jemand, der Pflanzen mit der App bestimmt in der Regel nicht lernen wird, Pflanzen zu bestimmen. Macht ja immer die App und man lernt dabei nicht, was die relevanten Merkmale zur Bestimmung sind. Wenn man sich hingegen die Mühe macht und Pflanzen z.B. mit Blumen in Schwaben schlüsselt, wird man sich zwangsläufig mit den bestimmungsrelevanten Merkmalen beschäftigen und wenn man das oft genug macht kann man dann irgendwann auch einige Pflanzen sicher bestimmen.
Björn
Hallo zusammen,
ich werde wohl etwas später dazustoßen, bin noch beim MAB-Zoom.
Björn
Hallo Bläuling,
ich habe einen Nashornkäfer auch erst vor 3 Jahren zum ersten Mal in natura gefunden - auch da ein totes Exemplar. Seit ich aber bei mir auf dem Balkon nach Nachtfaltern leuchte, kommen dort im Frühsommer immer jede Menge dieser dicken Brummer an und das in einer nicht gerade naturnahen Großstadt wie Duisburg:
Björn
Hallo zusammen,
da ich ja von Haus aus Physiker bin und kein Biologe, weiß ich leider auch nicht, wie das mit dem Verschicken von Material nach Deutschland grundsätzlich funktioniert. Ich weiß allerdings, daß ich Teloschistes chrysophthalmus in Santa Barbara einfach in den Tiefen meines Rucksacks versenkt habe und dann in Duisburg wieder aus eben jeden Tiefen zu Tage gefördert habe. Ob das jetzt Glück war oder ob bei Ausfuhr in den USA und Einfuhr in D niemand so genau hinschaut, weiß ich aber nicht.
Björn
Ich hörte, daß es sehr schönen Nachschub an falschem Mehltau gab. Den willst du uns doch nicht vorenthalten?
Björn
Hallo Benjamin,
ich finde deine Präparate schon gut gemacht. Das ist dann eher eine Frage der Erfahrung. Vielleicht melden sich ja auch noch die Rötlingskenner wie Karl und Wolfgang hier zu Wort.
Björn
Hallo Benjamin,
ich würde beim Huthautpräparat nicht zu sehr quetschen, man möchte ja auch noch grob wissen, wo bei der Huthaut oben und unten ist. Idealerweise hat man mit der oben beschriebenen Rasierklingentechnik aber auch nur ein hauchdünnes Stück Huthaut, das man gar nicht groß quetschen muß. Beim intrazellulären Pigment ist das Pigment im "Saft" im Inneren der Zelle gelöst. Das ist mitunter nicht so gut zu erkennen, gerade bei helleren Fruchtkörpern. In den FE wird deshalb auch empfohlen, Präparate in Zucker- oder Salzlösung zu machen, wo die Osmose dann dazu führt, daß das Zellinnere Wasser verliert und die Färbung besser erkennbar wird.
Björn
Hallo Claudia,
daß die Hyperparasiten auch die Wirtspflanzes ihres Wirtspilzes befallen, ist mir neu. Das muß üble Nachrede sein
Auf falschem Mehltau sieht es mit Hyperparasiten aber rar aus. Da ist bis jetzt nur Cladosporium uredinicola auf Plasmopara nivea nachgewiesen. Aber ist doch sehr schön, daß der Phlox wieder so weit gewachsen ist, daß er von Mehltau befallen werden kann ![]()
Björn
Hallo Benjamin,
ja, da sind einwandfrei Schnallen zu erkennen! War doch gar nicht so schwierig
Jetzt fehlt zum Schlüsseln nur noch ein Blick auf die Huthaut: Am besten mit zwei aufeinander gelegten Rasierklingen radial von der Hutmitte nach außen schneiden und dann ein dünnes Fitzelchen Huthaut von den Klingen in Wasser geben.
Björn
Hallo zusammen,
am Sonntag ging es mit der Deutschen Bahn wie am Schnürchen nach Spay und von dort dann zu Fuß über den Bopparder Hamm nach Boppard. Der Rückweg war dann wieder ein Bahnabenteuer mit 16 km Stau zwischen Koblenz und Andernach, aber das ist eine andere Geschichte. Am Bopparder Hamm gab es neben einem Wildschwein auch zahlreiche Pilze, die meisten davon natürlich Phytoparasiten - kein Wunder bei der Wärme und Trockenheit dort.
1. Vielleicht ein neuer Lieblingspilz für Wutzi? Eudarluca caricis, ein Hyperparasit auf Puccinia graminis auf Dactylis glomerata. Frei nach dem Motto: Der Feind meines Feindes ist mein Freund.
2. Puccinia tritici ex Tricitum aestivum
3. Uromyces ervi ex Vicia hirsuta
4. Blumeriella jaapii ex Prunus mahaleb
5. Uromyces genistae ex Genista pilosa
6. Plasmopara viticola ex Vitis vinifera
7. Puccinia echinopis ex Echinops sphaerocephala
8. Puccinia coronata ex Arrhenatherum elatius
9. Peronospora ervi ex Vicia ervi. Hier gibt es keine Makrofotos, weil ich den Befall erst zu Hause am Beleg von Uromyces ervi bemerkt habe.
Björn
Hallo Benjamin,
das mit den Schnallen kann tatsächlich ein mühsames Geschäft sein. Am besten geht das mit jungen Fruchtkörpern, wo einerseits noch nicht zu viele Sporen vorhanden sind, die alles andere verdecken und wo man andererseits eben noch Basidiolen hat, an denen man die Schnallenverhältnisse meistens besser klären kann.
Björn
Hallo Benjamin,
die Schlüssel in den Fungi Europaei 5B sind für die Untergattung Noleana doch eigentlich relativ einfach im Gebrauch. Von der Benutzung älterer Schlüssel würde ich absehen. Damit magst du zwar zu einem Ergebnis kommen, aber das kann eben beliebig falsch sein, weil sich bei den Rötlingen in letzter Zeit doch einiges getan hat aufgrund von DNA-Untersuchungen.
Ganz grundsätzlich sollte man bei Entoloma neben den Sporen, die du ja schön dargestellt hast, die folgenden Dinge prüfen:
Sind Schnallen (insbesondere an der Basis junger Basidien/Basidiolen) vorhanden? Hierfür empfiehlt sich übrigens ein Präparat in Kongorot zu erstellen. Am besten etwas Lamelle in Kongorot geben, das Färbemittel komplett eintrocknen lassen und dann mit KOH ausspülen und darin mikroskopieren.
Ist das Pigment der Huthaut inkrustierend oder intrazellulär? Hierbei dann in Wasser mikroskopieren.
Zum Nachweis von Cheilozystiden empfiehlt es sich, eine Lamelle auf einen Objektträger zu legen, dann mit der Rasierklinge einen dünnen Streifen der Lamellenschneide abzutrennen und die dann ohne großes Quetschen weiter zu untersuchen. Wenn Zystiden vorhanden sind, sollte man die dann eigentlich an der Schneide gut erkennen können.
Da der Stiel bei deinem Fund auffallend bereift ist, bietet es sich auch an zu prüfen, ob Caulozystiden an der Stielspitze vorhanden sind.
Björn
