Hallo Karl,
jetzt sehe ich die Chrysozystiden auch! Die ersten beiden Bilder sind in KOH 3% entstanden, danach hatte ich noch mal ein neues Präparat in Wasser angefertigt. Gequetscht habe ich natürlich wie immer so fest es nur geht (man denke nur an die ganzen armen Mehltau-Cleistothecien, die ich schon zu Brei verarbeitet habe). Dabei zeigte sich dann auch, daß der Pilz sein gummosa Artepitheton zu Recht verdient: Das Lamellenstück flutschte mehr als daß es Anstalten machte, breiter und flacher zu werden.
Der Hinweis speziell auf die rotbraune Lamellenschneide war Gold wert! Da stellt man in der Tat mit Andreas Melzers Schlüssel fest, daß es nicht viele Arten gibt, die da in Frage kommen. Wenn man dann noch die Sporengröße meines Fundes von (10.8+-0.7) µm x (5.5+-0.3) µm berücksichtigt, bleibt am Ende nur noch die von dir schon erwähnte Psathyrella microrhiza übrig.
Björn
