Hallo Christian,
schön mal wieder von Dir zu hören! Ich hoffe, wir sehen uns dann auch bald mal wieder auf gemeinsamen Exkursionen. Und vielen Dank für die Übersicht über all die tollen Flechtenseiten!
Björn
Hallo Christian,
schön mal wieder von Dir zu hören! Ich hoffe, wir sehen uns dann auch bald mal wieder auf gemeinsamen Exkursionen. Und vielen Dank für die Übersicht über all die tollen Flechtenseiten!
Björn
Hallo Grüni,
du heißt also Birne? ![]()
Björn
Hallo Dieter,
wieder mal jede Menge beeindruckender Aufnahmen in den 11 Beiträgen! Da kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr raus.
Was den Pilobolus angeht, habe ich ehrlich gesagt nicht ganz verstanden, in welche Richtung der nun genau wächst. Aber was ich sicher ausschließen kann ist, daß er die Gravitation zwischen sich und dem Substrat spürt. Die entsprechenden Kräfte sind viel zu klein, um meßbar zu sein. Temperaturunterschiede, Luftbewegung etc. haben da einen viel größeren Einfluß. Von daher würde ich einfach mal vermuten, daß der Pilz sich mithilfe von Erdanziehung und Licht irgendwie orientiert. Auch was den Abschußwinkel angeht, müßte man sich mal genau überlegen, was da jetzt optimal ist. Ohne Luftreibung wäre es ja im 45-Grad-Winkel. Mit Reibung ändert sich das dann zu flacheren Winkeln. Aber 10 Grad gegen die Horizontale kommt mir dann doch fast ein bißchen zu flach vor.
Björn
Hallo zusammen,
nach der MAB-Tour am Samstag stand gestern direkt die nächste Exkursion auf dem Programm. Mit dem APR ging es nach Herten auf den Waldfriedhof und in den Katzenbusch. Nachdem wir zu Beginn der Exkursion den letztes Jahr verstorbenen und auf dem Waldfriedhof beerdigten Fredi Kasparek besucht haben, ließen die Pilze anschließend nicht lange auf sich warten:
1. Lyophyllum decastes
2. Gloeoporus dichrous. Hätte ich in dem Zustand erstmal auch nicht erkannt, aber an einem anderen Fruchtkörper waren der weiße Rand an der Unterseite erkennbar und das Ablösen der Fruchtschicht ging dort auch ganz leicht (danach war der Fruchtkörper aber leider nicht mehr fotogen, deshalb also hier ohne Bild des weißen Randes).
3. Polyporus ciliatus
4. Becherchen an Erlen- oder Eichenblättern. Werden noch von anderen Pilzfreunden mikroskopiert.
5. Das dürfte Lachnum virgineum auf alten Rubus-Stängeln sein (der Farbton täuscht auf den Bildern, die Fruchtkörper waren rein weiß). Haare waren oben keulig verdickt, teilweise septiert und um die 80 µm lang. Asci hatten Haken und reagierten mit Lugol blau. Die Paraphysen sind spitz, um die 70 µm lang und überragten die Asci meistens ein Stück.
6. Trichopeziza nidulus auf vorjähriger Weißwurz
7. Agaricus sp., Sporengröße (6.4+-0.5) µm x (5.1+-0.3) µm. Cheilozystiden konnte ich bis jetzt noch keine entdecken, nur 4-sporige Basidien. Wobei ich aber auch sagen muß, daß die Lamellenschneide unterm Mikroskop nicht so wirklich gut beobachtbar war. Ohne Quetschen wirkte sie irgendwie verklebt und nach dem Quetschen war halt schwer zu sagen, was mal Schneide war. Ansonsten hatte der Pilz einen nach unten abziehbaren Ring, roch angenehm pilzig und zeigte keine Verfärbungen irgendwelcher Art. Mit KOH (3% und 20%) gab es an Stiel, Fleisch und Hut auch keine Reaktion.
8. Gymnosporangium sabinae auf Juniperus chinensis. Quasi mit Ansage gefunden: Hier ist ein chinesischer Wacholder, da müßte doch auch Birnengitterrost dran sein. Zunächst war nichts zu sehen. Aber an einem Ast gab es eine charakteristische Verdickung. Bei genauerer Betrachtung konnte man dort auch noch Reste von Telien entdecken. Und im Mikroskop ergab sich dann dieser tolle Anblick:
Björn
Hallo zusammen,
eigentlich waren für gestern ja mehrere Liter Regen pro Quadratmeter fürs Bergische Land angesagt, aber aus irgendeinem Grund hat sich der Regen das dann doch noch mal anders überlegt und ist weiter südlich zu Boden gegangen. So ging es dann bei bestem Pilzwetter in den Hilgenpütt, einen Wald an der Stadtgrenze Sprockhövel/Wuppertal, der u.a. die eine oder andere sehr schöne Quelle aufzuweisen hat. Pilze gab es natürlich auch:
1. Calocybe gambosa
2. Peronospora calotheca auf Galium odoratum
3. Ein Brandpilz an einem Gras. Das Gras wurde von unseren Botanikern vor Ort als Dactylis glomerata bestimmt, womit man dann bei Urocystis dactylidina auskommen würde. Das wäre ein Pilz, der das letzte mal 1967 im Kanton Vaud in der Schweiz gesichtet wurde... da müssen wir also zur Sicherheit noch mal einen besseren Blick auf das Gras werfen.
4. Taphrina farlowii auf Prunus serotina
5. Taphrina pruni auf Prunus spinosa
6. Puccinia lapsanae auf Lapsana communis
7. Mycena acicula
8. Peniophora quercina
9. Uromyces ficariae auf Ficaria verna
10. Bulbillomyces farinosus
11. Gymnopus dryophilus
12. Vibrissea flavovirens
13. Mycena galericulata
14. Helvella acetabulum
15. Lachnellula sp. an Larix. Wird noch mikroskopiert
16. Puccinia veronicae auf Veronica montana
17. Phragmidium violaceum auf Rubus fruticosus agg.
Björn
Hallo Muckenpfiffer,
das mit der Besiedlung kann ich mir nicht vorstellen. Die Tiere häuten sich ja regelmäßig und Flechten wachsen verdammt langsam. Das würde Jahre dauern, bis so ein Tier bedeckt ist.
Björn
Hallo zusammen,
bei der ersten bin ich mir nicht wirklich sicher, ob das tatsächlich eine Parmelia ist. Sie steht irgendwie ziemlich stark vom Substrat ab. Nummer 2 würde ich für eine Ramalina halten. Evernia prunastri hat keine Apothecien.
Björn
Hi,
wenn die H. r. auf der Unterseite des Stammes wächst, dann bildet sie halt keine Hutkanten. Der helle Rand und die Setae sind eigentlich typisch für die Art. Dazu noch Eiche als Substrat.
Björn
Hallo zusammen,
ist das nicht eher Hymenochaete rubiginosa?
Björn
Hallo zusammen,
das sieht nicht nach Lecanora muralis sondern viel mehr nach Circinaria contorta aus.
Björn
Hallo Pablo,
Nummer 4 hat mittlerweile von Jan-Arne einen Namen verpaßt bekommen: Es ist "nur" Agrocybe praecox.
Björn
Hallo RudiS,
das mit der fehlenden Wahrnehmung für Phytoparasiten geht wohl den meisten so. Aber wenn man da einmal ein Auge für entwickelt hat, sieht man sie (fast) überall. Wenn du z.B. im Moment auf Aronstab schaust, wirst du eigentlich fast zwangsläufig gelbe Flecken mit Aecien von Puccinia sessilis auf der Unterseite finden.
Und Rundbriefpilz, weil Jule den vor einigen Wochen in einem ihrer Rundbriefe zu Phytoparasiten vorgestellt und zur Nachsuche empfohlen hat.
Björn
Hallo Felli,
vielen Dank für den Hinweis. Peziza fimetiii ist auch der Kandidat bei dem ich in der Zwischenzeit gelandet bin.
Björn
Hallo zusammen,
gestern ging es wieder mal in die Gruga zur Kartierungsexkursion. Neben einigen Phytoparasiten fanden wir auch den ein oder anderen Wiesenpilz, der offenbar vom Regen der letzten Tage profitiert hatte:
1. Wird mikroskopiert
2. Wird mikroskopiert
3. Coprinellus disseminatus
4. Wird mikroskopiert
5. Podosphaera filipendulae auf Filipendula ulmaria
6. Puccinia sessilis auf Arum maculatum
7. Puccinia lagenophorae auf Bellis perennis
8. Leucocoprinus heinemannii im Tropenhaus
9. Wird mikroskopiert
10. Kein Pilz: Colomerus vitis auf Vitis vinifera
11. Phragmiduium mexicanum auf Potentilla indica
12. Puccinia malvacearum auf Alcea rosea
13. Puccinia bornmuelleri auf Levisticum officinale
14. Wird mikroskopiert
15. Agrocybe praecox
16. Rost auf Carex riparia
Björn
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Samstag habe ich wegen des angesagten unbeständigen Wetters mit Schauern und Gewittern nur eine kleine Vormittagsrunde an der Regattabahn und durch den Stadtwald gedreht. Dabei gab es folgende Funde:
1. Phragmidium sanguisorbae auf Sanguisorba minor. Ein Rundbriefpilz, den ich aber erst jetzt gefunden habe, weil ich mir vorher nie der kleine Wiesenknopf über den Weg gelaufen ist.
2. Taphrina padi auf Prunus padus. Die scheint dieses Jahr ein sehr gutes Jahr zu haben und befällt hier reihenweise ganze Traubenkirschen
3. Calocybe gambosa. Hab ich dann auch mal in die Pfanne geworfen. Schmeckt kross in Butter angebraten durchaus sehr lecker.
4. Steccherinum ochraceum
5. Puccinia veronicae auf Veronica montana
6. Melamspora euonymi-caprearum auf Euonymus europaeus
7. Tuberculina persicana auf Puccinia sessilis auf Arum maculatum
Björn
Hi Stefan,
nach Rosten an Wacholder suche ich nach wie vor vergebens. Aber das mag zum Teil auch einfach daran liegen, daß ich in den Wacholderheiden der Gegend meistens nur im Herbst/Winter unterwegs bin.
Björn
Hallo Stefan,
tolle Phytofunde! Auf den Ornithogalum-Rost warte ich hier in der Gegend noch immer vergeblich...
Björn
Hallo Wasterl,
das sieht mir eher nach Daedalea quercina aus.
Björn
Hi,
dann ist wohl das Hauptproblem, daß man Taphrinas nur findet, wenn man danach sucht ![]()
Björn
Hi Stefan,
zu der Pholiota kann ich nur sagen, daß entweder Mario sie mitgenommen hat, oder keiner. Ich vermute letzteres...
Und Phragmidium violaceum wurde von einem Physiker, der hier schnell noch seinen Beitrag vor der Topologie-Vorlesung abschicken wollte, umsortiert. Wurde aber wieder rückgängig gemacht ![]()
Die Taphrinas finde ich gerade überall hier. Im letzten Jahr habe ich die nicht gesehen, aber auch nicht so bewußt drauf geachtet.
Björn
Hallo zusammen,
am gestrigen ersten Mai ging es mit dem MAB auf die übliche Tour in die Hildener Heide um dort nach Sumpfhaubenpilzen und Backenzahnkreislingen Ausschau zu halten. Wir wurden auch fündig, fanden aber auch noch den einen oder anderen Pilz:
1. Entyloma ficariae auf Ficaria verna. Ein wahrer Flächenbrand! Wobei es wohl zu Ostern tatsächlich in der Hildener Heide einen größeren Waldbrand gegeben hat.
2. Taphrina pruni auf Prunus spinosa
3. Eine Pholiota
4. Uromyces ficariae auf Ficaria verna
5. Auch für Mario gab es Pilze
6. Und noch einer am gleichen Eichenast
7. Tranzschelia fusca auf Anemone nemorosa
8. Puccinia punctiformis auf Cirsium arvense, das olfaktorische Highlight der Exkursion
9. Melampsora euonymi-caprearum auf Euonymus europaeus
10. Mitrula paludosa
11. Cudoniella tenuispora
12. Hyaloperonospora niessliana auf Alliaria petiolata
13. Laetiporus sulphureus
14. Peziza sp. auf Pferdedung. Im Moment tue ich mich bei der Beurteilung des Excipulum schwer.
15. Lophodermium pinastri auf Pinus nigra
16. Taphrina farlowii auf Prunus serotina
17. Coleosporium senecionis auf Senecio inaequidens
18. Taphrina padi auf Prunus padus
19. Puccinia mirabilissima auf Mahonia aquifolium
20. EDIT: Phragmidium violaceum auf Rubus fruticosus agg.
21. Bei diesem Brombeerrost bin ich unsicher
Björn
Hallo Alis,
das ist eine Lecanora. Die Physcia ist auf den beiden obersten Ästen mit den feinen Lappen und den dunklen, teilweise bereift wirkenden Apothecien.
Björn
Hallo Alis,
die Flechten haben eigentlich keine Saison und sind das ganze Jahr über da - wenn man auf sie achtet. Du hast auf deinen Zweigen aber deutlich mehr als nur eine Art Flechten. Xanthoria parietina ist unten in gelb klar zu erkennen. Auf den oberen Zweigen erkenne ich mindestens eine Physcia, eine Lecanora und noch mindestens eine weitere Art.
Björn
Hallo Stefan,
viel Zeit hab ich im Moment eigentlich auch nicht, aber so eine halbe Stunde Spaziergang und eine halbe Stunde Mikroskop sind schon noch drinnen. Die Rostpilze sind ja auch schnell präpariert. Was mein Mikroskop angeht, bin ich aber nach wie vor noch bei meinem monokularen Bresser aus Kindertagen und einer LED-Schreibtischlampe als Beleuchtung:
Björn
Hallo zusammen,
gestern Abend ging es für mich als Abschluß der Arbeitswoche auf eine kleine Runde durch den Botanischen Garten Duisburg, wo ich wieder auf der Suche nach Phytoparasiten war. Dabei gelang als netter Fund u.a. Uromyces hyacinthi, den Karl vor Kurzem in Krefeld gefunden hat.
1. Puccinia sessilis auf Arum maculatum
2. Puccinia mirabilissima auf Mahonia aquifolium
3. Uromyces hyacinthi auf Hycinthoides sp.
Björn
