Hallo zusammen,
dann werde ich in Zukunft wohl meine Krusten erstmal direkt in Kongorot mikroskopieren und nur bei konkretem Bedarf anschließend auch noch mal in Wasser reinschauen.
Noch ein Nachtrag zu Nr. 12. Da hatte Pablo ja gefragt, ob ich den Pilz an einem sehr feuchten Standort gefunden habe. Da ist die Antwort ein klares Jein Der Fundort war eine kleine Senke im Wald, das heißt, da wird es schon feuchter sein als an anderen Stellen. Am Fundtag selbst hat es dann genieselt, da war sowies alles irgendwie naß - inklusive Finder. Ansonsten wuchs der Pilz aber an einem kleinen Ast, der nicht direkt auf dem feuchten Boden lag, sondern unten im Gestrüpp zusammen mit anderen Ästen und Stämmchen stand.
Gestern hatte ich dann auch noch Zeit weiter in meiner Funde reinzuschauen. Zunächst zu Nr. 11, der vermuteten Peniophora lycii
Insgesamt war das alles relativ unschön im Mikroskop. Hyphen gab es gar nicht zu sehen und meistens war auch mehr Holz als Pilz im Bild. Aber einige Basidien und Zystiden gab es dann doch zu sehen. Zystiden kamen in verschiedenen Ausprägungen. Einige wenige waren lang und spitz, dann gab es viele breit abgerundete Zystiden. Auf dem letzten Bild ist dann eine Zystide zu sehen, die einen körnigen Inhalt hat, was ich mal unter Vorbehalt aus Gloeozystide interpretieren würde (Sulfovanillin habe ich gerade nicht zur Hand).
Reicht das zusammen mit der makroskopischen Erscheinung um den Fund als P. lycii ablegen zu können?
Und Nr. 8 wanderte dann auch noch unters Mikroskop. Wie erwartet Lyomyces sambuci:
Björn