Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    gestern Abend war ich auf einer kleinen Runde im Duisburger Stadtwald unterwegs. Der Regen der letzten Tage zeigte seine Wirkung und alles stand voller Täublinge. Stellenweise konnte man vor lauter Russula violeipes keine anderen Pilze mehr sehen :D


    1. Calocera cornea


    2. Russula virescens. Sporenpulver IIa, schnelle und intensive Reaktion mit Guajak, orange mit Eisensulfat, Begleitbäume Fagus und Quercus

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    3. Hypocrea citrina


    4. Fomitopsis pinicola


    5. Puccinia glechomatis


    6. Taphrina sadebeckii ex Alnus glutinosa


    Björn

    Hallo zusammen,


    gestern traf sich der APR zu einer Exkursion an der Stadtgrenze zwischen Bochum und Dortmund im Harpener Bachtal. Da ist es auch bei Trockenheit immer noch ein wenig feuchter als anderswo, also das ideale Sommerziel. Und dankenswerterweise hat es dann auch noch in der Nacht vorher ordentlich geregnet.


    1. Microbotryum anomalum ex Fallopia dumetorum


    2. Hapalopilus nidulans


    3. Taphrina sadebeckii ex Alnus glutinosa


    4. Lentinus tigrinus

    Huthaut

    Sporen

    Lamellen


    5. Bremia lactucae s.l. ex Arctium sp.


    6. Tarzetta cupularis


    7. Lactarius circellatus unter Hainbuche. Leider gab es keinen gescheiten Sporenabwurf :(

    Huthaut

    Lamelle


    8. Mutinus caninus


    10. Hymenoscyphus fraxineus


    11. Steccherinum fimbriatum. Vor Ort wirkte der deutlich weniger grün...


    12. Clavulina coralloides


    13. Helvella lacunosa


    14. Phragmidium tuberculatum ex Rosa sp.


    15. Melampsora helioscopiae ex Euphorbia helioscopia


    16. Phallus impudicus


    Björn

    Hallo zusammen,


    da es bei uns die letzte Woche über sehr trocken war, habe ich mich am Samstag gegen eine Tour ins Bergische Land entschieden und bin stattdessen lieber an den Rhein bei Neuss gefahren um nach Phytoparasiten Ausschau zu halten. Das war auch nicht ganz unerfolgreich:


    1. Golovinomyces depressus ex Arctium sp.


    2. Puccinia bardanae ex Arctium sp.


    3. Puccinia menthae ex Mentha spicata


    4. Puccinia punctata ex Galium mollugo agg.


    5. Puccinia centaureae ex Centaurea scabiosa


    6. Nochmal Puccinia centaureae ex Centaurea scabiosa


    7. Puccinia tanaceti ex Tanacetum vulgare


    8. Erysiphe heraclei ex Pimpinella saxifraga


    9. Phragmidium mucronatum ex Rosa sp.

    Hallo Christoph,


    auf den ersten Blick sieht das definitiv wie ein Schatten aus. Aber ob es einer ist? Dann müßte man das ja eigentlich auch bei allen anderen Kometen sehen und das scheint definitiv nicht der Fall zu sein. Interessanterweise gibt es bei diesem Kometen hier File:Comet P1 McNaught02 - 23-01-07-edited.jpg - Wikipedia auch so ein Phänomen (neben einer noch viel deutlicher ausgeprägten Struktur im Staubschweif). Hier ist dieser dunkle Zentralbereich aber sehr weit hinten im Schweif, o er schon deutlich gekrümmt ist. Der Schatten sollte die Krümmung aber nicht mitmachen. Das würde also eher gegen die Schattenhypothese und für eine Inhomogenität im Schweif selbst sprechen.


    Björn

    Hallo Frank,


    mache ich sehr gerne. Gibt es da einen Trick, wie man die am besten versendet? Die wuchs auf dem Erdboden und entsprechend ist der Beleg jetzt also trockene Erde mit Pilz drauf - ich kann mir vorstellen, daß das ganz unterwegs leicht zerbröselt.


    Björn

    Hallo Christoph,


    das, was man da so kernförmig sieht, ist sicher nicht der Kometenkern. Der ist ja nur 10 km groß und somit viel zu klein, um ihn von der Erde aus direkt beobachten zu können. Der punktförmige Bereich ist wohl die (innere) Koma, die um einiges größer ist als der Kern. Inwiefern der Erdabstand da was an der Sichtbarkeit ändert, ist eine gute Frage.... so lange die punktförmig erscheint, wäre die Flächenhelligkeit ja egal und man würde an Punkthelligkeit gewinnen. Aber irgendwann macht sich da natürlich auch die endliche Ausdehnung bemerkbar und es wird flächig.

    Ist also alles nicht so einfach einzuschätzen, aber im Zweifelsfall ist Sonnenabstand wichtiger als Erdabstand (wobei Sonnennähe natürlich bei der Beobachtung auch ein Problem darstellt).


    Björn

    Hallo zusammen,


    was für T. cinerascens so gar nicht zu passen scheint, ist die Sporenform. Die ist bei T. cinerascens offenbar eher elliptisch, während mein Fund deutlich gelappte Sporen hat. Was Rhizomorphen und Ablösbarkeit angeht, werde ich mir den Fund noch mal genauer anschauen und berichten.


    Björn

    Hallo zusammen,


    von dem Rost an den Heidelbeeren hast du kein Foto gemacht? Das hätte mich ja schon interessiert. Ansonsten gibt es auf Heidel- und Preißelbeeren auch noch spannende Nacktbasidien.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Montag Abend war ich eine kleine Runde im Duisburger Stadtwald unterwegs. Dabei fanden sich neben zahlreichen Kammtäublingen unter anderen diese interessanten Funde hier:


    1. Phylloporus pelletieri. Der wuchs vor 3 Jahren schon an exakt der gleichen Stelle und scheint einfach nur immer auf einen feuchten Sommer zu warten, damit er mal Fruchtkörper schieben kann.

    Sporen (11.9+-0.7) x (4.4+-0.3), Q=2.7+-0.2

    Huthaut

    Lamellen


    2. Als ich mir an einer Stelle einen Täubling anschaute, sprangen dort auch drei Kinder mit ihren Eltern durch den Wald. Die Kinder waren ganz neugierig, was ich da gefunden habe. Als ich dann erklärte, was einen Täubling so ausmacht, meinten sie, daß sie da vorne auch welche gesehen hätten. Also hin und in der Tat standen dort gaaaanz viele Kammtäublinge. Aber eben auch diese beiden Exemplare, die ich interessant fand. Geruch unangenehm, Geschmack ebenso, dazu auch mit scharfer Komponente.

    Mit Guajak gefühlt schon blau werdend, bevor der Tropfen den Stiel überhaupt berührt hat. Mit Eisensulfat rosa-orange, mit KOH deutlich gelb. Stielfleisch beim ankratzen an der Luft hellgelb färbend

    Pileozystiden färben in SV dunkel

    Huthaut mit leicht welligen Haaren

    Sporen mit flachem Ornament, warzig und teilweise schwach verbunden

    Damit bin ich dann beim Schlüsseln bei Russula subfoetens angelangt. Nur dummerweise mußte ich gerade in Karls Täublingsbeitrag lesen, daß die Trennung von R. foetens und R. subfoetens wohl gar nicht so klar ist. Also wohl nur eine Russula cf. subfoetens.


    3. Auf dem alten Friedhof dann noch Champignons, Agaricus cf. xanthoderma. Die habe ich mir aber nicht genauer angeschaut.


    Björn

    Hallo Karl,


    ich hatte die Fotos ja schon bei Facebook gesehen, bin aber auch hier in der Gesamtschau immer noch überwältigt von der Täublingsschwemme! Wobei ich ja fast sagen muß, daß ich froh bin, nicht solche Täublingsmengen gefunden zu haben.... da würde ich ja den ganzen Rest des Monats dran mikroskopieren müssen :D


    Björn

    Hallo zusammen,


    hattest du bei der Lupine die Fußzelle der Kondidienträger betrachtet? Es gibt nämlich neben E. intermedia auch noch E. pisi var. pisi auf Lupine, da ist die Fußzelle dann zylindrisch statt mehr oder weniger gebogen bis gewunden. Am einfachsten läßt sich das untersuchen, wenn man einen Streifen Tesa auf das Blatt klebt und denn dann auf den Objektträger übertragt.


    Björn