Beiträge von Maria

    Hallo Ihr Zwei,


    erst einmal vielen Dank.


    Der Pilz der vor mir liegt ist nicht vergammelt und auch nicht kurz davor. Allerdings hatte es vorher stark geregnet und vielleicht gab es dort, es liegt ja oben auf dem Berg und damit höher, bereits Nachtfröste gegeben. Mir ist Dank Eurer angedachten Bestimmung aber eingefallen, dass ich Mitte Oktober Pilze gefunden hatte die ich so für mich als Tränender Saumpilz bestimmt hatte ohne es durch Euch absichern zu lassen. Ich hänge einmal ein Foto an mit der Bitte, dass ihr mir sagt, ob dies die Tränenden Saumpilze sind.


    Und wenn ja, dann finde ich den Unterschied schon sehr verblüffend. Allerdings habe ich gerade auf 123 Fotos gefunden die ziemlich genau meine heutigen Fotos entsprechen. Und daher - noch einmal Danke :)


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Ihr Lieben,


    zur Zeit schaue ich mir ja jeden Pilz an der vielleicht auch nur im Entferntesten irgend etwas mit Cortinarien zu tun haben könnte. Und so habe ich mir auch diese Pilze heute angesehen wobei einer meiner Gedanken vor Ort war "mmmh, vielleicht Richtung Wasserkopf ..." So, und jetzt sitze ich da und habe nicht die Spur einer Ahnung was dies für Pilze sind, in welche Richtung ich eigentlich suchen könnte.

    Funddaten: 04.11.2019, Altmühltal, alter Steinbruch, mitten auf dem spärlich und mager bewachsenen Weg, in der Nähe Lärchen und verschiedene Laubbäume. Hutdurchmesser des mitgenommenen Pilzes ca. 3,5 bis 4 cm, Stiellänge ca. 3,5 cm. Kein prägnanter Geruch - nach Pilz halt.
    Wie man auf den Fotos sieht hatte es vorher stark geregnet, jetzt ist die Huthaut eher samtig. Huthaut abziehbar.


    Vielen Dank schon einmal für Eure Hilfe.


    Liebe Grüße


    Maria



    Die anderen Pilze die daneben standen sahen dann so aus:

    Hallo Ihr Lieben,


    über die schillernde Farbenpracht dieser Eichenwirrlinge staunte ich heute nicht schlecht. Ist dies ein weiterer Pilz der sich auf den Eichenwirrlingen angesiedelt hat?


    "Betroffen" waren die Pilze von zwei Baumstümpfen die nicht weit voneinander standen.


    Liebe Grüße


    Maria



    Die Pilze des zweiten Baumes waren nicht ganz so farbenprächtig aber auf den Fotos kann man vielleicht mehr erkennen.


    Hallo Marion,


    im Mittelalter dürfte das Wissen um die besonderen Eigenschaften des Fliegenpilzes bei uns bereits weitgehend verschwunden gewesen sein, allenfalls noch Fragmente einer vagen Erinnerung übrig geblieben sein, die sich ja, noch mehr "verzerrt" und entfremdet bis heute bei uns erhalten haben.


    Wie Reisegewohnheit schreibt, muss man sehr viel weiter zurück gehen. Zunächst waren da die Sammler und Jäger die, und davon geht man relativ sicher aus, unter anderem den Fliegenpilz spirituell nutzten und dies anscheinend weltweit dort, wo der Pilz wächst. Es gab nicht nur einen Gott sondern viele verschiedene Götter, es gab nicht nur eine einzige Welt sondern mindestens drei Welten (die eine auf der wir uns befinden und noch zwei weitere oben und unten die aber nicht mit Himmel und Hölle gleichzusetzen sind, nicht mit Gut und Böse zu vergleichen sind). Die Menschen begriffen sich als Teil der Natur und nicht als Höher gestellt, als Herrscher über die Natur. Diese Jäger und Sammler hatten Schamanen, Seher oder wie auch immer sie jeweils genannt werden.


    Von jeher sind die Menschen gewandert, ihre Sitten und Gebräuche, ihren Glauben nahmen sie natürlich mit. Und so finden wir zum Beispiel bei uns bis heute Relikte die eigentlich ihren Ursprung zum Beispiel in Indien haben. Und nach Indien gelangten einige Gebräuche wiederum vorher durch die Arier die aber wiederum nicht nur nach Indien wanderten sondern auch in andere Gegenden ....


    Doch noch einmal einen kleinen Sprung zurück: Als die Menschen sesshaft wurden entwickelten sich andere Notwendigkeiten, andere gemeinschaftliche Strukturen und damit andere Bedürfnisse. Nach wie vor gab es mehrere Götter aber das Verhältnis zur Natur änderte sich und die Fruchtbarkeit wurde immens wichtig. Da man nicht mehr ein Teil der Natur war gliederte sich die Welt in die vertraute und sichere Umgebung und in die gefährliche Natur außerhalb der Gemeinschaft. Das Schamanentum wurde anfangs mitgenommen, veränderte sich allerdings je nach Gemeinschaft und mit der Zeit wurde es durch zum Beispiel Priester ersetzt. In einigen wenigen Gegenden der Welt hat das Schamanentum bis heute bzw. bis vor Kurzem überlebt und genau dort wird bzw. wurde bis in unsere heutige Zeit auch der Fliegenpilz verwendet.


    Die Menschen haben schon immer Kriege geführt und häufig war es so, dass man nach einem Sieg die Götter der Eroberten eben eliminierte, verbot oder was auch immer. Meistens allerdings wurden viele Aspekte einer Religion auch übernommen, integriert, wenn auch häufig mit einer anderen Deutung. Dies ging nicht von heute auf morgen und mit der Zeit veränderte sich dann die Deutung, Nutzung dann noch einmal.
    Der Fliegenpilz scheint in vielen Teilen der Welt göttlich gewesen zu sein, wurde zu spirituellen, religiösen Handlungen eingesetzt. Im Laufe der Jahrtausende verschwand er dann allerdings nach und nach bei verschiedenen Gemeinschaften. Teilweise wurde er durch andere bewusstseinsverändernde Pflanzen ersetzt, teils verschwanden diese Drogen ganz. Ich denke nicht, dass man dies alleine auf eine einzige monotheistische Religion oder das Christentum und/oder auf das Mittelalter zurückführen kann. Sicher spielten diese eine Rolle, dass Christentum hat den Fliegenpilz ja übernommen allerdings durch die Deutung mit den Fliegen verteufelt, aber ich persönlich denke, dass das Thema noch ein wenig komplexer ist und bereits vor dem entstehen des Christentums begonnen hat. Aber dies ist nur meine ganz persönliche laienhafte Vermutung.



    Zufällig habe ich im Internet eine gute Seminararbeit der Uni Bremen gefunden. Dort wird übrigens auch auf die Verbindung des Fliegenpilzes zum Berserkertum eingegangen mit einer verblüffend einfachen und plausiblen Erklärung:
    Auf den Spuren des Fliegenpilzes - ein kulturgeschichtlicher Streifzug


    Liebe Grüße


    Maria


    .

    Danke für diesen sehr interessanten Link Peter. Auch wenn es dabei nicht wirklich um den Fliegenpilz geht wird doch sehr deutlich ersichtlich, dass wir unser heutiges denken über die sogenannten Drogenpilze zumindest ein Stück weit revidieren sollten. Ich will damit weder gut heißen noch verteufeln, einfach nur dazu aufrufen sich Gedanken zu machen, sich etwas mehr neutral zu informieren, etwas mehr zu hinterfragen.


    Und ansonsten ... es tut mir echt leid, dass ich mich genervt und emotional hinreißen lies mich zu äußern! Wird diesbezüglich nicht wieder vorkommen - versprochen :)
    Liebe Grüße und danke Peter

    Maria

    Joseph,


    es geht hier um den Fliegenpilz im Zusammenhang mit dem Berserkertum - so lautete die Anfrage und um dies drehten sich die Kernaussagen der vorherigen Antworten, also zumindest vor Deinem dann doch irgendwie leicht daneben liegendem "Statement"!

    Und nein, wenn Dinge fehlerhaft dargestellt werden, egal ob bei der Pilzbestimmung oder wo auch immer, werde ich nicht den Mund halten sofern ich zumindest ansatzweise eine Ahnung davon habe. In diesem Falle kann ich Dir gerne die zig weiteren Bücher, Autoren und Artikel, einen Autor hatte ich ja bereits genannt und ein Buch scheinst Du ja nach Deinen Angaben selbst gelesen zu haben, nennen. Hast Du da eigentlich außer diesem einen dann doch etwas umstrittenen Buch noch mehr gelesen, recherchiert? Ach ne, eigentlich interessiert mich dies gar nicht - sorry.

    Und ja, ich für mich habe absolut kein Wissen über die Fliegenpilze in Bezug auf die GABA-Rezeptoren - habe ich ja so auch geschrieben. Über die GABA-Rezeptoren an sich, in einem anderem Bezug, habe ich allerdings durchaus Wissen - vielleicht ist da das Wort "Halbwissen" auch durchaus zutreffend - würde ich für mich selbst eigentlich auch so bezeichnen!


    Der Einzige der hier übrigens schimpft Joseph bist Du - halte Dich bitte einfach ein wenig mit solchen Äußerungen zurück und wenn Du etwas schreibst, egal zu welchem Thema, dann ist Tante Google ein durchaus nützliches Instrument die eigenen Aussagen, vor allem wenn man sie aus der Erinnerung hat, auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.


    Ich weiße bereits vorab darauf hin, dass ich nicht vorhabe auf weitere solcher Kommentare zu antworten - weder hier noch in einem anderem Thread.


    Maria

    Hallo Hackestutz,


    erst einmal ein Herzliches Willkommen hier im Forum.


    Zu Deinem Pilz kann ich Dir leider nicht viel sagen aber dies liegt schlicht an meinen Pilzkenntnissen. Aber ich denke, es wird sich noch jemand weiteres melden und vielleicht kommt man ja noch ein kleines Stück weiter.


    Dein Engagement gefällt mir persönlich übrigens unheimlich gut - Dir wird es hier sehr gut gefallen :)


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Joseph,


    nur einmal so am Rande ...

    John Marco Allegro war nicht Altphilologe sondern Linguist. Es handelt sich nicht um Texte aus dem Sumerischen sondern um die Schriftrollen von Qumran also aus dem antiken Judentum und aus dem frühesten Christentum. Und, sie sind nicht 400 Jahre vor dem Christentum entstanden sondern zwischen 250 v. Chr. und 40 n. Chr..


    Die Verwendung der Pilze war in der Regel nicht okkult, sondern je nach Kultur, Epoche und Land bei bestimmten Festen für jedermann frei zugänglich.


    LG Maria

    Hallo Ihr,


    ein wie mir scheint unerschöpfliches Thema mit vielen Vermutungen ... und um wieder auf das eigentlich Thema, den Fliegenpilz und die Berserker zurückzukommen ...


    Ich will einmal versuchen sachlich, neutral und kurz mit meinen Worten zusammen zu fassen, was ich so gefunden habe.

    Der Fliegenpilz wird seit jeher, manche meinen seit der Steinzeit, wegen seiner besonderen Eigenschaften genutzt. In allen Gemeinschaften taucht er im kultischem/religiösem Zusammenhang auf. Es handelt sich um eine uralte eurasische Zauberpflanze (Pilze wurden früher Pflanzen gleichgestellt und sie galten als Phallen der Erde).


    Der Fliegenpilz wurde von vielen Völkern in Nordeuropa und Sibirien eingenommen um eine prophetische Trance zu erzeugen oder verborgene Heilkräfte freizusetzen. Ferner lässt sich weltweit der Gebrauch des Fliegenpilzes als Aphrodisiaka nachweisen. Fast überall wo der Fliegenpilz wächst, dient er rituellen Handlungen die mit der Erotik eng verbunden sind. (C. Rätsch)


    Das "Goldene Vlies" aus der griechischen Mythologie wird zum Beispiel immer wieder als das Symbol/Synonym für den Fliegenpilz interpretiert. In dem Mythos wird ein Baum der Kenntnis beschrieben der im Garten der Hekate steht. Und diese Beschreibung ähnelt sehr dem biblischen Baum der Erkenntnis der im Paradiesgarten steht, ebenfalls von einer Schlange umwunden wird diese zum Genuss der Früchte des Baumes der Erkenntnis verführen. Das Goldene Vlies im Baum des Gartens der Hekate wird dagegen von einem Drachen bewacht welches dann gestohlen werden muss. In beiden Fällen erreichen entweder Adam oder eben Jason durch die Verkostung oder eben den Raub göttliche Erkenntnis.


    Die Schamanen in Nordeuropa und Sibiren kletterten mit Hilfe des Fliegenpilzes den "Weltenbaum" hinauf um die Götter und Geister zu besuchen um (Er-)-Kenntnis zu erlangen.


    Der Baum der Erkenntnis - Fresko aus dem 12./13. Jahrhundert in der Plaincourault-Kapelle in Frankreich.
    Das Foto habe ich hier entnommen.


    Im Dionysoskult (griechischer Gott des Weines und der Fruchtbarkeit) wurden Pilze mit Wein verwendet - so interpretiert man zumindest diverse bildliche Darstellungen. Viele Gelehrte glauben, dass es ich dabei um den Fliegenpilz handelte und dieser bei den Festen zu Ehren des Gottes Dionysos mit Wein versetzt eingenommen wurden. Man sagt, der Fliegenpilz vereinte Rausch und Erotik in sich und öffnete die Pforten zu den Gefilden der Götter.


    Auch in Indien und China wurde der Fliegenpilz seit jeher verwendet. So besteht die Vermutung, das Soma, die nicht mehr identifizierbare halluzinogene Pflanze der vor- und frühgeschichtlichen Inder, der Fliegenpilz gewesen sein könnte. Beim persischen Hauma ist man sich dagegen relativ sicher, dass die Grundlage der Fliegenpilz war. Nach der Eroberung des Persischen Reiches durch Alexander den Großen soll Wein versetzt mit Fliegenpilz das vorherrschende Rauschmittel gewesen sein.


    Auch in den Ländern des Amerikanischen Kontinents verwendete man den Fliegenpilz als sakrale Substanz.


    Die Assoziation des Fliegenpilzes mit der Hexerei ist erst in jüngster Zeit entstanden. Das er eine Zutat zu den Hexen-, Flugsalben oder ähnlichem war, ist eine Vorstellung des 20. Jahrhunderts.


    Der Fliegenpilz ist bis heute ein Glückssymbol, ein Glücksbringer. Dies kommt nicht von ungefähr wie jeder sicher assoziieren kann, würde aber zu weit führen dies hier noch ausführlicher zu erläutern.

    Und der Fliegenpilz wird mit seinen bewusstseinsverändernden Eigenschaften durchaus genannt. So zum Beispiel sehr schön bei "Alice im Wunderland". Aber es wird auch vermutet, dass es sich bei sehr alten Märchen und Liedern um den Fliegenpilz handeln könnte, so bei "Rumpelstilzchen" oder auch in dem Volkslied "Ein Männlein steht im Walde".


    Zu einem Zusammenhang mit den Berserkern habe ich ein interessantes Detail gefunden. Alle Berichte und Schilderungen zu und über die Berserker sind erst wesentlich später entstanden, zu einem Zeitpunkt, als es diese schon lange nicht mehr gab, zu dem es keine Zeitzeugen mehr gab ... Ich vermute, dass hier vielleicht auch viel Fantasie mit im Spiel war und das vielleicht auch einige Dinge vermischt wurden. So soll der Fliegenpilz ja dem Gott Wodan/Odin geweiht gewesen sein. Wodan bzw. Odin war zwar der Kriegsgott aber er war auch der Gott der Ekstase und der Magie, vermutlich war er auch Schamane. Vermutlich wurde in diesem Zusammenhang der Fliegenpilz verwendet, ähnlich wie bereits oben geschildert, und sehr viel später, lange Zeit nach dem Auftreten der Berserker, wurde dies dann irgendwie verwechselt, alles zusammen geworfen.


    Wann, wo und von wem damit begonnen wurde den Fliegenpilz als kollektive Rauschdroge aus dem Gedächtnis der Menschen zu eliminieren lässt sich heute nur sehr schwer nachvollziehen, bleibt reine Spekulation. Es scheint jedoch bereits sehr früh eingesetzt zu haben. Über die medizinische Nutzung wird man bei den alten Kräutervätern noch lange gut fündig, nicht aber über seine anderweitige Nutzung.


    Liebe Grüße


    Maria

    deinen Kindern die Natur zeigen und näherbringen willst! ==Pilz25 Das ist ein gutes Ziel.

    Ja, finde ich auch. Wenn mir jemand noch ein griffiges Rezept hätte, wie man einen Neunjähringen davon überzeugt, daß man im Wald auf viel spannendere Organismen stößt als im offiziellen Pokedex-Katalog, dann wäre ich sehr dankbar... 😩

    Meine Kinder waren zunächst zu Zweit und eroberten und verteidigten die Jägersitze, fingen mit Begeisterung Frösche, ... interessierten sich nicht die Bohne für Pilze und Co. Eines Tages kam ich auf die Idee, dass meine Kinder Freunde mitnehmen könnten - Bingo - dies hat in Bezug auf die Pilze funktioniert :) Allerdings brachte ich selbst dann keine Pilze mehr nach Hause zurück ... die waren dann für die Eltern der Freunde meiner Kinder ;) Einen "Tod" muss man irgendwie wohl immer sterben ;)

    Macht nichts - heute fragen mich meine zwischenzeitlich erwachsenen Kinder und zeigen Interessen ...

    Liebe Grüße und Hauptsache es schmeckt dann zuhause - als Erwachsenen werden sie danach fragen und wissbegierig werden.


    Maria

    Hallo Ihr,


    noch eine kurze Anmerkung zum "Fliegen". Ich vermute sehr stark, dass dies aus der Zeit der Hexenverfolgung stammt als angenommen wurde, als suggeriert wurde, dass mittels Hexensalben und Co. zum Bocksberg oder ähnlichem geflogen wurde, natürlich durch den Kamin ;) Und dies wurde dann eben, bis in unsere Zeit hinein, einfach übernommen, speziell, wie Reisegewohnheit schon andeutete, angeschürt durch eine bestimmte Person aus den USA und dies dann eben auch und vor allem für unglaublich wertvolle Pflanzen für uns, wie zum Beispiel den Hanf. Die Konsequenzen zu tragen und darunter zu leiden müssen wir alle bis heute - leider!

    Ich weiß nicht ob ich richtig liege, aber dieses "Fliegen", bedeutet vielleicht oft einfach auch nur die Schärfung des Bewusstseins. Dinge klarer zu sehen, klarer zu erkennen. Und Dinge klarer zu sehen, Zusammenhänge zu erkennen war ja schon immer irgendwie gefährlich ;) Inwieweit dies der Fliegenpilz vermag, ob er so etwas überhaupt vermag, kann ich allerdings nicht sagen.

    Sicher für mich ist allerdings, dass der Fliegenpilz völlig zu Unrecht als DER "Teufelspilz" verurteilt, dargestellt wird. Interessant wäre es zu erfahren, warum dies so ist! Wann begann dies? Durch wen begann dies? Und vielleicht könnte man dann auch den Zusammenhang mit dem Berserkertum finden.

    Liebe Grüße

    Maria

    Hallo Adrian,


    wie bereits von den Vorschreibern genannt - der Rehbraune Dachpilz sieht so aus und der wächst wie ich beobachten konnte häufig scheinbar direkt aus der Erde ... das Holz ist allerdings trotzdem im Erdreich vorhanden.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Aleksandar,


    wie schön, dass Du Dich kurz vorstellst und herzlich Willkommen.

    Eines kann ich Dir jetzt schon sagen - fit "gemacht" wirst Du hier, manchmal mehr als man vorher ahnte oder plante.


    Viele neue Erkenntnisse und viel Spaß und auf viele Beiträge/Anfragen von Dir.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Paganini,


    noch kurz zu den Totentrompeten - hier im Altmühltal waren Ende September/Anfang Oktober wirklich viele aber seitdem finde ich auch keine mehr. Und ja, in der Fränkischen wachsen die durchaus :) aber nicht jedes Jahr wirklich häufig und vielleicht ist es dort ähnlich wie im Altmühltal, vielleicht sind die schon durch?


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo mrsurprise,


    bei den Pilzen ist es nicht nur wichtig die einzelnen Arten unterscheiden zu können, sondern auch ob sie überständig sind, also zu alt sind. Die meisten Pilzvergiftungen kommen nicht von giftigen Pilzen sondern eben von zu alten Pilzen.


    Und ob ein Piz zu alt ist kann man sehr oft recht einfach erkennen. Wenn Du Dir Dein Foto ansiehst, dann siehst Du zum Beispiel im rechten oberen Eck einen Pilz dessen Hut sich schon nach oben wölbt (erstes Anzeichen). Drückst Du nun leicht von oben auf den Hut der Marone, dann gibt die Stelle sofort nach, höchstwahrscheinlich bleibt sogar eine Delle zurück (zweites Anzeichen). Und dann sieh Dir die Röhren auf der Unterseite an - die haben eine ganz andere Farbe als bei jungen festen Röhrlingen (drittes Anzeichen).
    Auf Deinem Foto sind auch Maronen (und Steinpilze - bei denen verhält es sich genau so), die noch jung und fest sind. Vergleiche die Pilze miteinander und dann wirst Du das nächste Mal im Wald dies sofort erkennen können und die älteren Exemplare gleich dort lassen.

    Ich wünsche Dir viel Spaß hier im Forum und viel Erfolg bei Deiner Pilzsuche.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Joseph,


    irgendwie verstehst Du des Öfteren so einiges nicht wirklich - sorry. Deine Vorstellung hatte ich gar nicht gesucht - warum auch? Und hier ging es darum jemandem der ganz offenkundig über ein sehr großes Wissen zumindest in diesem "Spezialbereich" und weit darüber hinaus verfügt und der noch dazu die hohe Fähigkeit hat dieses auch verständlich auszudrücken, dass eben Reisegewohnheit von Anfang an im "richtigen Licht" hier ist und eben nicht bei flüchtigem Lesen in eine bestimmte Ecke gestellt wird. Sicher wäre dies auch mit der Zeit ohne Vorstellung so gekommen, wie bei manch anderen Usern auch, ob nun in die eine oder andere Richtung und dies unabhängig von der Art der Pilze.


    Und ein Nichts für ungut, es ist alles o. K. an Dich zurück.


    Maria

    Hallo Maria,


    vielen Dank für das Lob :) Vorgestellt habe ich mich schon Anfang des Jahres [but]Grüße aus dem Ruhrpott[/but], dann hab ich das Forum aber aus den Augen verloren und lese jetzt seit ein paar Wochen wieder im Stillen mit. Vielleicht werde ich in nächster Zeit ja wirklich mal aktiver.

    Die Berührungsängste sind mir wohl bekannt und vor allem leider auch die jüngere Spaßfraktion, die weder Benehmen noch ausreichend Respekt vor der Natur kennt...
    Ich kann trotzdem nur jedem wärmstens ans Herz legen diesen Leuten irgendwie zu antworten, zu leichtsinnig sind etliche von denen. Was ich in den letzten Jahren schon alles an angeblichen SKKKs gesehen habe und welche abenteuerlichen Namen und Bestimmungsmerkmale sich dabei ausgedacht wurden, könnte n Buch füllen. Naja, ich versuche mal n Auge drauf zu halten, damit andere ihre Nerven schonen können :)

    Hi (Wie könnten wir Dich den nennen? "Reisi" wie bereits verwendet?)

    Eine sehr schöne Vorstellung die ich vorhin leider nicht gefunden hatte.


    Es wäre meiner Meinung nach eine wirklich große Bereicherung und enorme Hilfe wenn Du auf die "Spaßfraktion", wie Du sie nanntest, ein Augenmerk haben könntest. Auch ich bin nämlich der Ansicht, dass man vielleicht den einen oder anderen durch qualifizierte Antworten vielleicht von solch einem gefährlichen Unsinn abhalten kann.


    Liebe Grüße und auf viele weitere Beiträge


    Maria

    Hallo Ralph,


    soweit ich mich erinnere wird so etwas nicht gemacht und ich denke, dass dies auch meist nicht viel bringen wird.


    In den letzten drei Tagen konnte ich aus zeitlichen Gründen die ganzen neuen Beiträge nicht lesen - oh je, weit über 250 ungelesene Beiträge - habe mich aber gerade zumindest durch die ungelesenen Bestimmunganfragen etwas durch gearbeitet. Auffallend war für mich die Art der Antworten - super nett und höflich, ja manchmal schon beinahe zu ...
    Weiter auffällig war, dass viele der Anfragenden auf die netten und erklärenden Antworten sofort, nunmehr ebenfalls ganz anders, positiv in unserem Sinne reagiert haben.
    Ich glaube, bei den ganz Neuen, Erstanfragenden, ist die "Netiquette" in der Regel kein wirkliches Problem - die passen sich uns, zumindest die meisten, ganz automatisch an. Es liegt also einfach an uns!

    Und der Rest, also was ist für die Pilzbestimmung wichtig, wie sollte man fotografieren ... ja, da könnte man vielleicht tatsächlich ein kürzeres Formular erstellen aber ganz ehrlich, wenn bei einer Erstanfrage zu einem Steinpilz die Unterseite mit Lamellen beschrieben wird, dann dauert dies halt einfach ein wenig ... wo fängt man da an und wo hört man da auf? Vielleicht kann man es auch einfach akzeptieren, dass es am Anfang halt nicht so ganz klappt. Und wenn ich da an mich denke, wie es bei mir so war und teilweise auch heute noch ist ....


    Liebe Grüße


    Maria

    WOW!

    Hallo Reisegewohnheit,


    vielen Dank für diesen tollen Text. Da spricht sehr viel Wissen. Und es wäre toll, wenn Du uns nach Deiner Reise nach Sibirien weiter über den Fliegenpilz berichten könntest.


    Ich erlaube mir jetzt allerdings eine kleine Anmerkung - wie Du ja mit Sicherheit weißt, gibt es sehr häufig Berührungsängste mit bewusstseinsverändernden Dingen, egal ob Pflanzen oder Pilze. Und hier im Forum haben wir immer wieder mit Anfragen in eine bestimmte Richtung zu tun, hast Du ja bestimmt auch schon mitbekommen und auch wie darauf reagiert wird. Vielleicht wäre es eine gute Idee, eben um diesen "allgemeinen Berührungsängsten" vorzubeugen, wenn Du Dich hier im Forum kurz vorstellst?


    Ich jedenfalls würde mich über weitere solch fundierte und spannende Texte von Dir freuen.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Ihr Lieben,


    ich habe versucht da irgend etwas zu verstehen .... Es scheint sich also um einen Komplex mit mindestens 4 verschiedenen Arten zu handeln.

    • The H. lacunosa morphospecies complex comprises at least four phylogenetic species with ± restricted distributions in Europe, i.e., H. atra, H. nigra, H. sulcata and H. lacunosa s.str. Pale (albino) forms may be mistaken for H. crispa but can be distinguished readily by the smooth outer surface and partial fusing of cap margin with the stipe in H. lacunosa. Morphologically, H. lacunosa resembles H. atra and H. nigra; however, H. lacunosa possesses a receptacle surface and stipe remaining light-coloured and strongly contrasting the hymenium colour when dried. Fries (1822) adopted Afzelius’ name for his broadly defined H. lacunosa and referred to Schaeffer’s description and plate of H. nigricans (erroneously as ‘mitra’ Schaeff.) as synonymous to H. lacunosa forma major (a.) in his sanctioning work (Fries 1822, 1832). Helvella lacunosa is here typified with Schaeffer’s plate, supported with an epitype specimen from Sweden. The rpb2 barcode sequence of H. lacunosa is identical among the sequenced specimens.



    In dem Artikel gibt es auch einen Schlüssel den sogar ich ein ganzes Stück weit verstanden habe und es werden auch die makroskopischen Unterschiede erläutert. Ich kopiere einmal für die beiden angefragten/erwähnten:


    • Apothecium from 1–4 cm broad, from 3–6 cm high; hymenium black (H8); stipe slightly paler than hymenium, with 4–6 partly anastomosing longitudinal ribs, slightly lacunose...........H. sulcata

    • Apothecium large, 3–6 cm broad, 4–15 cm high, saddle-shaped or irregularly lobed, hymenium black (H8), often wrinkled-folded; stipe pale grey to white, lacunose, with 5–8 sharp-edged, commonly double-edged ribs, attached at 4–6 points to the apothecial margin; parts of margin free and often deflexed. . . . . . . . . . . . . . H. lacunosa


    So, und wenn ich mir jetzt "meine" Lorchel ansehe komme ich wegen meinem fehlendem Wissen und meinen mangelhaften Englischkenntnissen trotzdem nicht weiter. Der Stiel war im frischen Zustand nicht wesentlich heller als der Hut, er war ziemlich dunkel und kontrastierte kaum mit dem Hut. Auch jetzt, im getrockneten Zustand, ist dies so, es gibt kaum einen Kontrast. Gehe ich nach der Beschreibung im Artikel, kann dies damit meinem Verständnis nach eigentlich nicht H. lacunosa sein.

    (Nachdem der Pilz getrocknet geschrumpelt ist, kann ich jetzt zur Hut-Höhe und -Breite eigentlich nichts mehr sagen und auch die Anzahl der Rippen ist für mich nicht mehr klar erkennbar)


    Auf jeden Fall gibt es hier und habe ich nun Erklärungen und ich verstehe nun, warum ich bei meinen Bestimmungsversuchen so unterschiedliche Angaben gefunden habe. Spannend, verwirrend und interessant für mich.


    Liebe Grüße


    Maria