Beiträge von Felli

    Servus,

    Auf einer kleinen Bergtour, wollte ich eigentlich den Sumpfdotterblumensklerotienbecherling finden.

    Gefunden hab ich ihn leider nicht, dafür aber einen Vertreter aus der selben Gattung

    1: Sclerotinia sulcatula

    Gewachsen sind diese in einem Caltha palustris Bestand mit verschiedenen Gräsern, Binsen und Seggen, so dass eine Substratbestimmung sehr schwierig ist.

    Die stäbchenförmigen Sklerotien werden in den Stängel der abgestorbenen Pflanzen gebildet


    Die Sporen sind 4- Kernig Die Asci 8-sporig


    Und die äußerste Schicht des ektalen Excipulum´s reagiert mit Lugol leicht blau


    Am selben Ort wuchs auch eine große dunkelbraune Peziza

    2. Peziza cf. montirivicola

    Die meisten Merkmale stimmen überein, eine 100% Bestimmung ist es sicher nicht, da müßte evtl doch noch mal ein Genetiker ran. War halt nur 1 Fruchtkörper








    Medula





    KOH3%


    Weiter geht es

    Nr. 3

    an einem alten Holzlagerplatz, matschig, fand ich ein paar kleine violette Pezizen

    Die sahen extrem unreif aus, dennoch nahm ich sie mit.

    Die Aussenseite war braun granuliert was für violette Pezizen ungewöhnlich ist.

    Dazu kam auch noch ein kurzes Stielchen

    nach fast einer Woche war es dann soweit, das Pilzchen reifte nach


    Selbst nach einer Woche trat noch eine leicht milchige Flüssigkeit aus den verletzten Stellen.

    Allerdings ohne Blauton

    Die Hymenium- Farbe wechselte ins bräunliche

    Sporenabwurf war weiß-creme



    Auch bei dieser Bestimmung als Hansenopezia decora lass ich mal ein großes CF.stehen


    Und die

    Nr 4

    Wieder eine dunkelbraune Peziza nur ca. 30 cm neben der Violetten :)

    Hier bin ich mir fast sicher

    Peziza sublaricina

    dunkelbraun granulierte Rand


    Paraphysen mit goldgelben Guttulen




    Mit Lugol erkennt man bei dieser Peziza-Art die Sporenornamentation bessser als mit Baumwollblau, weil dieses die Sporenhülle deutlich aufquellen lässt.

    Die Ornamentation ist typisch für die Art





    So, das wars


    Grüße

    Felli

    Servus Martin,

    erstmal vorweg - so etwas hab ich noch nicht gesehen.

    Patellaria hab ich auf grund der bitunicaten Asci und der gekrümmten Sporen in Betracht gezogen.

    Kurzfristig hab ich auch mal an Stenocybe gedacht.


    Es macht irgendwie den Eindruck dass das ganze relativ weich ist - oder? [ also nicht typisch Pyrenomycet (Sporormiella/ Kohlenbeere)]

    Wenn man jetzt von den bitunikaten Asci ohne Lugolreaktion ausgeht kommt man zu den Dothideomycetes/ Hysteriales/Pleosporales


    Ich werd mal schauen ob ich in der Richtung noch was finde.


    Wäre vielleicht auch noch wichtig wenn man einen reifen Ascus mit voll entwickelten Sporen sehen könnte,-


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Danke Euch allen für eure Hinweise.

    Bei Gelegenheit werd ich mir mal ein Stückchen davon unterm Mikro anschauen.


    Grüße

    Felli

    Riecht der Sklerotienporling, den ich noch nie in der Hand hatte, auch so wie der Schuppige, also diese typisch mehlige, Maipilz ähnliche?

    Die rochen alle danach, hab bei allen ein Stück abgemacht und dran gerochen, bei allen klar zu erkennen.

    Gerüche sind relativ - empfindet jeder ein wenig anders. Manchmal riecht der Schuppige auch nach gar nichts - zumindest für mich.

    Wenn du dir mit dem Schuppigen Porling sicher bist - na, dann ist das so.


    Wieviele Porlinge waren es denn?

    Wuchsen die alle aus der Erde ( für den Schuppigen relativ ungewöhnlich)?

    Und wie groß waren sie ( Handflächengroß passt zum tuberaster?

    Grüße

    Felli

    Servus

    Hat der Sklerotienporling denn auch schwarz am Stiel, nicht daß ich wüßte, hatten die alle. Habs kontrolliert.

    Die Stielbasis kann schon dunkler ausfallen.

    Was mich an Sklerotienporling denken lässt , sind die dunklen Schuppen und der +/- zentrale Stiel. Zudem scheint mir die Größe besser zum tuberaster zu passen.

    Grüße

    Felli

    Servus,

    mit Porlingen kenne ich mich nicht aus, Werner Edelmann kann das wohl bestätigen ;)


    Hier hab ich einen ca 30 x15 cm halbresupinaten harten Porling mit dunkler Trama.

    Die Porenschicht ist recht hell, und an den Rändern ist eine leicht rotbraune Färbung zu erkennen.

    Den Pilz sah ich schon letztes Früh-Jahr. Im Winter war er verschwunden! Also nicht mehrjährig

    Seit März wächst er wieder am beschädigten Stamm einer lebenden Linde, erst weißlich dann graubraun später bräunlich mit heller Fruchtschicht.


    Bei Hutbildung sieht man eine braune "Abdeckung"


    Irgendwie sieht er jung nach Zunderschwamm aus, ist es aber definitiv nicht.

    Mikroskopiert hab ich ihn nicht, denke auch dass er noch unreif ist.


    Hat jemand eine Idee?


    Grüße

    Felli

    Servus Jörg,

    welchen gibt es denn da auf Nadelholz? Mir ist keiner bekannt.

    Ich habe z.B.einen gesicherten Fund von G. martinii auf Nadelholz ( Tanne o. Fichte).


    Und was ist mit Gyromitra warnei ? ( kenn ich zwar nicht persönlich,- aber kann man das einfach ausschliessen?)


    Grüße

    Felli

    Servus,

    vermutlich riecht er nach Pferdemist ^^

    Möglicher Weise ist es ein halbkugeliger Ackerling, oder ein junger Träuschling,

    Lass ihn doch mal aussporen um die Sporenfarbe zu sehen.

    Grüße

    Felli

    Servus Patrick

    recht herzlichen Dank für deine Bestimmungshilfe.

    Schön, dass auch für dich noch etwas Neues dabei war.

    Das Parasit und Hyphomycet schwierig sind hab ich mir schon gedacht :(

    Es handelt sich tatsächlich um Erle als Substrat (was auch nie bezweifelt wurde!): Auf dem einen Beleg sind zwei Fruchtkörper der nur auf Erle wachsenden Stenocybe pullatula drauf

    Hab ich diesen winzling doch übersehen ;)


    Herzliche Grüße

    Und nochmals Dank

    Servus Thorben,

    hab mir so was schon gedacht als ich deinen Beitrag über S. trimorphus las.

    Ist halt echt schade, dass man so hübsche Konidien einer Art nicht genau zuordnen kann ohne sie zu sequenzieren.

    Kennst du eigentlich diese S. caudatum ?

    In Seimatosporium Shoemaker-1964 ist ein Schlüssel über die auf Rosen vorkommenden Arten - aber gut, der ist natürlich schon ein halbes Jahrhundert alt und kaum mehr zu gebrauchen.


    Grüße +Dank

    Felli

    Servus Matevž

    nämlich als

    Saccobolus minimus var. (tuberculatus ?). Passt zu dem Fund von Matthias, den er am 14 Januar hier eingestellt hat.

    Wenn ich das jetzt auf die Schnelle richtig im Kopf habe, gehört doch S. minimus aber in die Sektion saccobolus.

    Wenn also dein Fund nix gelbes hatte sondern eher rosa war kanns kein S. minimus var. sein.

    Ich hoff ich bring jetzt nix durcheinander

    Grüße

    Felli

    Servus,

    An einem abgestorbenem Rosenzweig fand ich ein paar dunkle Flecken,

    erinnern ein wenig an geöffnete Spaltlippen








    Das sieht doch irgendwie nach Sporocadus trimorphus oder?

    Die teils gegabelten Anhängsel passen nirgends dazu?

    Für Sp. rosarum sind die Konidien zu groß, und für Seimatosporium rosae sind sie mir nicht gebogen genug.

    Was ist eigentlich mit Seimatosporium caudatum?


    Meinungen dazu?


    Grüße

    Felli

    Servus Martin,

    Die Makroskopie spricht schon sehr für D. venosa und die mikroskopischen Merkmale passen eigentlich auch, vorallem die kleinen Bläschen an den Sporenenden sprechen dafür. Und wenn der dann auch noch nach Chlor duftet - passt das.

    Sicher sind die Sporen nicht ausgereift.

    Waren da gar keine Bäume in der Nähe?


    Grüße

    Felli