Wahrscheinlich wurde es überlesen. Beli teilte mit, dass er nicht wußte, dass die Pilze streng geschützt sind. Leider muss ich gestehen, dass ich es auch nicht wußte. Daher ist der Beitrag für mich ein guter Anlaß, mir diese Pilze rauszuschreiben und zu merken.
Der Fund ist jedenfalls große Klasse. Sollte ich jemals das Glück haben, die oder andere geschützte Pilze zu finden, wird eben nur photographiert und für die Unterseite die Kamera "druntergehalten". Ist dann allein wegen der Seltenheit dieser Pilze auch toll. Wie sagte Christian Morgenstern: "Ich habe heute ein paar Blumen nicht gepflückt, um dir ihr Leben zu schenken".
In diesem Sinne LG.
Thomas
Beiträge von Bergwald
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Hallo zusammen,
auch ich denke, dass es ungut (um es etwas vorsichtig auszudrücken) wäre, wenn kein gemeinsamer Konsens über Regeln bestehen würde, sondern diesbezüglich jeder frei entscheiden würde. Leider muss ich aus bitterer Erfahrung (Gott sei Dank nicht mich selbst betreffend) sagen, dass durch die freie Entscheidung mancher Mitbürger, wie schnell man auf der Straße wo fahren kann, viel Leid über andere kam und kommt. Es ist ein anderer Sachverhalt, aber das Prinzip gleicht sich und an plakativen Beispielen kann man oft besser erkennen was gemeint ist.
Aber zurück zu den Pilzen. Das Thema ist schwierig und sicherlich differenziert zu betrachten. Ich meine, dass Beorn es doch top dargestellt hat. Es hat gute Gründe, dass bestimmte Arten nicht entnommen werden dürfen. Auf der anderen Seite sollte auch in den Roten Listen und den Gesetzen (dürfte da allerdings kaum machbar sein) klar darauf hingewiesen werden, was die wahren Ursachen sind, dass diese Arten nicht entnommen werden dürfen oder bei andern Arten Sammelbeschränkungen bestehen. Nur die Benennung der wahren Ursachen wie Biotopzerstörungen usw. ändert nichts an den faktischen Verhältnissen und diese machen es eben zwingend notwendig, die durch Zerstörungen vom Aussterben bedrohten Arten vor der Entnahme zu schützen (um zumindest ihre Vermehrungsmöglichkeiten –“ und dies geht nun mal über die Fruchtkörper –“ nicht noch weiter einzuschränken). Kurz gesagt, das eine schließt das andere ja nicht aus.
Dies ist meine ganz persönliche Meinung hierzu.
Letztendlich ist es sicher so, dass alle hier am selben Strang ziehen, um unsere wunderbaren und für die Natur so wichtigen Pilze zu schützen.
Viele Grüße.
Thomas -
Hallo Pablo,
wenn insoweit sogar mehrere Gattungen in Frage kommen, ist eine Bestimmung tatsächlich ausgeschlossen. Aber nun weiß ich definitiv, dass ich bei solchen Pilzen anders vorgehen muss, um eventuell wenigstens die Gattung rauszubekommen. Allerdings würde ich mit mikroskopieren auch erhebliche Schwierigkeiten haben, da ich mich in den von dir genannten Gattungen praktisch nicht auskenne. Aber vielleicht versuche ich es beim nächsten Pilz zumindest mal. Danke dir.
LG.
Thomas -
Hallo Abeja, Hallo Pablo,
danke euch für eure Beiträge. Dann hatte Jan –“ Arne von Anfang an recht. Auf striegelige Tramete wäre ich nicht gekommen, obwohl ich die aufgrund ihrer Häufigkeit schon oft gesehen hatte.
abeja: Die Landschaftsbilder habe ich gerne eingestellt, da es mir dort und allgemein im Voralpenland immer sehr gut gefällt.
LG.
Thomas -
Hallo Claudia,
gerne. Ja dort ist es wunderschön.
Claudia und Jan-Arne. Bei dem Pilz werde ich immer unsicherer und Jan-Arnes Idee einer striegeligen Tramete erscheint mir nun auch möglich, auch wenn ich das nicht mit meiner Vorstellung dieses Pilzes in Einklang bringe. Ich habe mal bei diesem Pilz nachgeschaut und auch Bilder gefunden, wo sie einen ganz leichten Blauton haben. Andererseits waren die radialen blauen Streifen bei meinem doch viel deutlicher. Vielleicht war er noch ganz jung und daher so weich. Mal schauen, was für Meinungen dazu noch kommen.
Liebe Grüße.
Thomas -
Hallo Jan-Arne,
die Farben auf Bild 1 waren in natura so. Eventuell sogar noch etwas intensiver blau. Da ich hierüber auch etwas verwundert war, fragte ich extra noch Connie, ob sie das Blau auch so sehe. Dies wurde von ihr bestätigt. Bild 2 und Bild 3 stimmen von den Farben nicht, da sie das Blau nicht wiedergeben. Dies liegt wohl daran, dass ich so nah hin ging und auch die Kamera dafür nicht geeignet ist (Canon IXUS 80 ca. sechs Jahre alt). Dies hatte ich leider bei meinem ersten Beitrag vergessen mitzuteilen. Interessant war auch, dass sich der Porling ganz leicht zusammendrücken ließ und auch saftig war. Gleich in der Nähe war auch Stereum hirsutum und total ausgetrocknet. Dies sagt natürlich nicht unbedingt etwas. Aber über die weiche saftige Konsistenz des fotografierten Pilzes war ich dennoch etwas überrascht.
Viele Grüße.
Thomas -
Hallo zusammen,
diesen Pilz fand ich auch am 3.5.2017 im Würmtal, am Fluss Würm südlich von Gauting (Gauting liegt etwa 15 km südlich von München). Hier habe ich außer zwei Fotos überhaupt nichts. Dies liegt daran, dass mir der Pilz, der meiner Erinnerung nach leicht bläulich grün war, einfach nur gefallen hatte und ich gar nicht an eine Bestimmung dachte. Als ich mir die Bilder gerade anschaute, kam mir spontan ein Gedanke. Könnte dies ein Filzrindenpilz Byssocorticium sein? Ich weiß, dass mit zwei Bildern, vor allem bei einem Pilz der eine leichte Einhöhlung in einem lebenden Baum nur gerade überzieht, eine Bestimmung eigentlich ausgeschlossen ist. Aber da mir der Gedanke an einen Filzrindenpilz kam, könnte er etwas Typisches haben, was vielleicht die Bestimmung einer Gattung zulässt.
Wenn nicht, habe ich es zumindest versucht. Sollten solche Einstellungen nicht sinnvoll sein, gebt mir einfach Bescheid, dann werde ich dies zukünftig nicht mehr so machen, was für mich kein Problem wäre.
Viele Grüße.
Thomas -
Hallo zusammen,
am letzten Mittwoch (10.5.2017) waren wir in der Jachenau ca. 15 km südlich von München. Dort, entlang eines kleinen Flusses, fand ich auf einem Baumstamm den unten abgebildeten Pilz. Dieser war ziemlich weich und kam mir recht saftig vor. Auf dem Hut waren 2 oder 3 bläuliche radiale Streifen (siehe Foto). Ich habe mich noch nie näher mit Saftporlingen befasst, daher kam ich zu dem schnellen Ergebnis, dass es sich um einen der bläulichen Saftporlinge handeln muss und ich daheim nur noch kurz nachschauen brauche. Daher machte ich nur ein paar Fotos. Da nur vier oder fünf Pilze an dem Stamm waren und diese auch wunderschön, wollte ich keinen abnehmen, da für mich eh klar war, um zumindest welche Gattung es sich handelt. Daher habe ich die Porenaufnahmen so gemacht, dass ich das Objektiv der Kamera unter den Pilz am Stamm hielt und in etwa abschätzte (da ich den Kamerabildschirm so nicht mehr sehen konnte), welcher Abstand der richtige sein könnte. Aus diesem Grund sind die Fotos schlecht und geben zumindest am Rand, also da wo sich auch der Hutrand befindet nicht die wahren Farben wieder. Das Blau dürfte durch Spiegelung entstanden sein. Die radialen blauen Streifen auf dem Hut, waren aber exakt so, wie auf dem einen Bild zu sehen. Da ich mir mit der Gattung so sicher war, versuchte ich auch nicht festzustellen, um welche Baumart es sich bei dem stumpf gehandelt haben könnte.
Nun das Problem: Daheim angekommen fand ich keinen passenden Saftporling. Entweder ist es gar kein Saftporling, oder dieser sieht in jung doch erheblich anders aus (bei keinem einzigen konnte ich einen solchen braunen Hutrand finden, oder handelt es sich um eine Zuwachskante?), oder es ist doch ein Saftporling und ich kann ihn einfach nicht zuordnen und kein entsprechendes Bild finden.
Kann jemand helfen? Wäre toll!
Viele Grüße.
Thomas1. Pilz mit den radialen blauen Streifen.
2.
3.
4. Das blaue Licht am Hutrand ist farblich falsch und wohl durch Lichtbrechung entstanden.
5. Siehe Ziffer vier.
[hr]
Nachtrag:
da die Landschaft in der Jachenau sehr schön ist und auch Bad Tölz sehr sehenswert, hänge ich unabhängig von den Pilzbildern, ein paar Fotos von dort noch hier an.
Viele Grüße.
Thomas -
Klasse!
VG.
Thomas -
Hallo Chris,
Nr.5 müsste Daedaleopsis tricolor die dreifarbige Tramete sein. Nr.2 Blutmilchpilz denke ich auch. Nr.4 muss Mycel vom Hallimasch sein.
VG.
Thomas -
Stefan servus,
besten Dank für die Literaturhinweise. Ich glaube ich muss mich erst mal grundsätzlich mit dem Thema beschäftigen, ich weiß da einfach zu wenig. Jedenfalls höchst interessant.
Wegen Löcher in den Bauch fragen: Na gut, dann laß ich dich da mal in Ruhe, dafür machen wir dies bei den anderen Teilnehmern

. So jetzt klappt's auch mit den Smileys.
Wo übernachtest du eigentlich bei der Tagung? Direkt im dortigen Hotel?
LG.
Thomas -
Stefan servus,
erstmal besten Dank, für deine ausführliche Antwort. Wissen wollte ich es allgemein. Du hast ganz klar recht, dass der Brandkrustenpilz im Prinzip leicht zu erkennen ist, wobei ich diesmal wie geschrieben, sehr irritiert war, keine schwarzen –œKnubbel" vorzufinden. Beim nächsten Mal erkenne ich ihn dann wohl auch gleich. Aber wie ist es bei schwieriger zu erkennenden Pilzen. Was bekomme ich dann anhand der Konidien (wie du richtig sagst Sporen) raus und wo finde ich entsprechende Beschreibungen und Abbildungen? Dann auch die von dir angesprochene Konidiogenese, Pycnidien oder Acervuli usw. (von alldem habe ich noch nie etwas gehört), wo findet man da etwas?
L. G.
Thomas
P. S.: Ich habe mich gerade eben auch für die BMG Tagung angemeldet. Da werde ich dich dann ordentlich löchern! Denk dir ein Lach Smiley dazu (kann man bei der direkten Antwort nicht einfügen). -
Hallo zusammen,
ich gehe davon aus, dass ich heute bei einem Spaziergang mit unserem Hund im Pasinger Stadtpark (bei München), Kretzschmaria deusta den Brandkohlekrustenpilz gefunden habe. Es dauerte etwas, bis ich diesen erkannte, da keinerlei von den schwarzen–œ Knubbeln–œ vorhanden waren, also sämtliche Fruchtkörper von den Konidien grau bestäubt waren (siehe Foto). Leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei, so dass ich nur einen Fruchtkörper mitnehmen konnte, um diesen daheim zu fotografieren. Ich hatte dann noch vom Fruchtkörper die obere Schicht (wohl alles Konidien?) abgeschabt und mit dem Mikroskop angeschaut (siehe Fotos).
Ich hätte aus diesem Anlass hierzu zwei Fragen. Ich hatte im Internet nach Konidien des Brandkrustenpilzes gegoogelt, in der Hoffnung hier Näheres zu erfahren, bzw. auch Bilder der Konidien zu finden. Außer, dass der Pilz Konidien bildet, kam so gut wie nichts. Fündig wurde ich dann auf der Website von:–œ Die Ehinger Pilzflora–œ. Dort werden die Konidienmaße angegeben, sowie eine Abbildung der Konidien gezeigt. Weiß jemand, ob es noch andere Fundstellen mit solchen Angaben gibt? Des Weiteren, ob die Konidien für eine Bestimmung genauso relevant bzw. aussagekräftig sind, wie Sporen?
Viele Grüße.
Thomas -
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Hallo Jürgen,
sehr interessant. Was es nicht alles gibt, oder sollte man besser sagen, es gibt alles.
Deinen Beitrag nütze ich gleich um mal zu sagen, dass mir eure Website außerordentlich gut gefällt. Kürzlich konnte ich Euthypa spinosa damit bestimmen (bzw. war ich mir ziemlich sicher und es wurde dann hier im Forum von Jan-Arne bestätigt).
LG.
Thomas -
Eher mal geraten. Richtung Zwergchampignon Minores. Wiesenzwergchampignon mit flüchtigem Ring.
Wie gesagt, eher so ne Idee.
VG.
Thomas -
Danke für den Hinweis. Das hatte ich noch gar nicht gesehen!
LG.
Thomas -
Bernd servus,
ich komme selten dazu, Holz zu mikroskopieren, aber das selbe gilt für die Pilze. Aber zur Zeit versuche ich mich mehr mit Holzpilzen zu beschäftigen, so dass die Holzbestimmung für mich immer wichtiger wird. Vor allem schaue ich mir die Unterlagen aus deinem Holz Pilzkurs regelmäßig durch, damit ich die Sachen auch präsent habe. Soweit ich keine Dauerpräparate herstelle, geht die Holzmikroskopie doch recht schnell. Vor allem kann ich bestimmte Hölzer inzwischen relativ schnell erkennen. Übrigens haben wir im Münchner Pilzverein schon dein neues Buch angeschafft.
So dann bis zum nächsten Mal weiterhin viel Spaß mit der Holz- und Pilzbestimmung.
Liebe Grüsse.
Thomas -
Hallo Pablo und Andreas,
danke für die Erweiterungen. Leider kann ich da überhaupt nichts beitragen, ich bin froh überhaupt in die richtige Richtung gekommen zu sein, aber erst nach langem Suchen.
Stefan.
Ich sollte auch mal einen Kurs bei Andreas machen. Dieses Jahr bin ich allerdings schon ausgebucht. Mal schauen nächstes Jahr müsste es klappen. Meinst du die Tagung der BMG?
LG.
Thomas -
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Hallo Stefan,
danke für den wichtigen Hinweis, sonst ist man ganz schnell auf dem "Holzweg". Gut dass auch dein Gedanke, welche Art es sein könnte, mit der Einordnung durch Andreas übereinstimmt.
LG.
Thomas -
Hallo Andreas,
danke für deine für mich wichtige Einschätzung. Prima, dass ich jetzt von dir, die frühere Sektion weiß.
Gelernt habe ich, dass ich die Merkmale ordentlich feststellen muss und auch ein Exsikkat machen sollte.
LG. nach Jenaprißnitz.
Thomas -
Hallo zusammen,
den nachfolgenden Pilz fand ich am 23.9.2016 in Bad Birnbach dort im Stadtpark. Leider hatte ich mich damals noch kaum mit Schleierlingen befasst. Insoweit habe ich die für die Bestimmung notwendigen Merkmale nicht festgehalten, was ich jetzt doch bedauere. Dieser Schleierling hatte mich sehr fasziniert und ich habe ihn daher ziemlich ausführlich fotografiert. Auf dem Schnittbild sind keine Farbveränderungen zu sehen, aber ich weiß nicht welcher Zeitraum zwischen dem Schnitt und der Fotografie vergangen war. Außerdem hatte ich kein KOH, oder eine sonstige Chemikalie aufgebracht, so dass auch diesbezügliche Reaktionen oder nicht Reaktionen von mir nicht überprüft wurden.
Rein aufgrund des Aussehens könnte es Cortinarius balteatus, lilarandiger Schleimkopf, oder Cortinarius balteatocumatilis, braunvioletter Schleimkopf sein. Ich hoffe, dass ich nicht gar in der falschen Untergattung bin!
Für Cortinarius balteatus, lilarandiger Schleimkopf spricht eventuell Bild Nr. 8-10 wo der ganz kleine-junge einen komplett lila Hut hat und auf einigen Bildern, wo die älteren Pilze einen lila Rand haben, verglichen mit der Abbildung bei Ludwig auf Tafel 933. Für Cortinarius balteatocumatilis, braunvioletter Schleimkopf spricht der Fund unter Laubbäumen (ist aber kein Ausschlußkriterium für Cortinarius balteatus) und der doch recht kompakte Wuchs vor allem des Stiels, verglichen mit Ludwig auf Tafel 929. Wegen mangelnder Aufnahme der entscheidenden Merkmale, könnte es auch ein anderer sein.
Aber seht selbst.
Viele Grüße.
Thomas
P.S.: Habe noch mehr Photos, falls weitere was bringen könnten.
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7. Fundort Grasstück im Vordergrund. Laubbäume. Ev. Eiche, Buche?
8. Zwei Ausgewachsene und ein Kleiner. Der Kleine mit ganz lila Hut. Ebenfalls Bilder 9 und 10.
9.
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Hallo zusammen,
diesen Pilz fand ich gestern am 3.5.2017 im Würmtal, am Fluss Würm südlich von Gauting (Gauting liegt etwa 15 km südlich von München). Den Pilz konnte ich an zwei liegenden Buchenstämmen die ca. 15 m voneinander entfernt waren, finden. Er befand sich sowohl auf der Rinde als auch auf dem rindenfreiem Holz.
Rein makroskopisch halte ich ihn für Eutypa spinosa.
Wie seht ihr dies?
Ich habe noch ein paar Stücke davon zu Hause.
20 oder 40fach vergrößert. Stereolupe.
20fach vergrößert. Stereolupe
40fach vergrößert. Stereolupe.
Viele Grüße.
Thomas
