Beiträge von Cortinarius

    Hallo Martin,

    da gehe ich mit Larchbolete

    Die typischen Farben von R. exalbicans , verblassender Birkentäubling

    jung noch deutlich roter , kann dann komplett cremefarben werden

    Nur in den Lamellen etwas scharf.

    Bei dieser Birke wirst du später im Jahr noch Lactarius pubescens finden
    R.exalbicans parasitiert die Mykorrhizza des Milchlings mit der Birke


    Gruss

    Uwe

    Hallo Schupfnudel,
    gut gesehen , war mir nicht aufgefallen .

    Da ich die Stelle aber gut kenne, kann ich dir sagen das es ein Risspilz war und zwar der Rötende, Inocybe godeyi

    Der wächst dort in grossen Mengen


    Den Helmling auf dem Ausschnittsbild der Scheide halte ich für Mycena rosella

    Er ist ja wirklich winzig im Vergleich zur Scheide des Streiflings


    beste Grüße

    Uwe

    Hallo zusammen,
    gestern und heute konnte ich drei doch recht spezielle Scheidenstreiflinge finden

    Gerne stell ich die euch vor


    Los gehts mit Amanita lividopallescens, Ockergrauer Scheidenstreifling

    Bei mir immer unter Eiche zu finden.
    Eine recht stattliche Art , mit genattertem Stiel


    Dann eine kleiner Art , leider ist nur diese Bild einigermassen etwas geworden
    Amanita mairei, Silbergrauer Scheidenstreifling , unter Eiche



    Dann mein Highlight, ein Erstfund für mich

    Der Zweifarbige Laubwald- Scheidenstreifling, Amanita Battarrae ( Boud.) Bon

    Laut Erhard Ludwig hauptsächlich mediterran verbreitet und in Deutschland wohl sehr selten

    Nicht zu verwechseln mit Amanita umbrinolutea, dem häufigeren Zweifarbigen Scheidenstreifling aus dem Nadelwald

    Auffallend die hochgezogene und bis zu 4mm Dicke Scheide und ein absolut glatter nicht genatterter Stiel
    Zwei verschiedene Fundstellen , einmal bei Eiche und einmal bei Buche



    beste Grüße vom Bodensee


    PS: Wer findet und benennt die unbeabsichtig mit fotografierte Art

    Hallo zusammen,

    der Pilz ist getrocknet und geht die Woche noch nach Spanien zu Pablo Alvarado zur Sequenzierung

    Mit dem Ergebnis kanns dann etwas dauern, da Pablo im August noch im Urlaub ist.

    Die Resultate poste ich dann hier.

    Aus der Wette halte ich mich raus.


    beste Grüsse vom Bodensee

    Uwe

    Hallo Jörg,

    dein Fund ähnelt meinem schon sehr.

    Mal schauen ob ich was herausfinden kann


    Vielleicht lasse ich den mal sequenzieren, mal schauen was da raus kommt

    Gruss

    Uwe

    Amanita regalis , wäre bei mir eine ziemliche Sensation
    Der Fund ist aus Konstanz am Bodensee
    Regalis hab ich erst einmal in Thüringen gesehen

    Ausschliessen kann da gar nichts

    Gruss

    Uwe

    ja, die Gürtel an der Knolle sind deutlich gelb
    Das Velm partiale war noch am Hut dran , deshalb sieht man den Ring nicht
    Der Rand des Rings ist auch gelb, das Velum selber ist aber weiss

    Hallo zusammen,

    heute habe ich diesen Kleinen hier gefunden
    Netter Perlpilz , gleichmal fotografiert
    Dann festgestellt, das da irgendwas nicht stimmt
    Er hat keinerlei Rotverfärbungen

    Ring und Gürtel sind deutlich gelb

    Es gibt ja die Varietät A. rubescens var. annulosulfureus mit gelbem Ring

    Der sollte aber auch Rotverfärbungen zeigen.
    Interessant war dann das Bild beim Abziehen der Huthaut, deutlich gelb unter der Huthaut
    Amanita franchetti hätte meines Wissens andere Velum Reste auf dem Hut

    Hat das schon mal jemand gesehen ?
    Wie beurteilt ihr den Fund ?


    beste Grüße

    Uwe


    Hallo Thomas,

    so 100% kann ich die Hutfarben nicht einordnen
    Siehst du am Orginal auch Blau/Violett Töne ?
    Die Hutoberfläche sieht für mich matt aus wie typisch bei einem Reiftäubling
    Mit weissen Sporenpulver käme da Russula azurea in Frage.


    Aber ohne Mikroskopie und Makro-Chemie wird immer nur eine Raterei bleiben


    beste Grüße

    Uwe

    Hallo Grüni,

    ja, schön dokumentiert und gute Macro-Fotos

    Also es handelt sich auf jeden Fall um einen der "Zärtlinge"

    Ausschliessen würde ich die etwas häufigeren

    E. serrulatum - wegen fehlender gesägter Lamellen

    E. chalybaeum - wegen nicht blauer Lamellen


    Bleiben nur noch ca. weitere 15 Arten übrig die in Frage kämen.
    Ich bin aber kein Rötlingsspezialist , wahrscheinlich kommt man ohne Mikromerkmale nicht weiter

    Auf jeden Fall sind diese Pilze Zeiger für wertvolle Biotope , Magerwiesen ohne nennenswerten Nährsoffeintrag

    Würde mich nicht wundern wenn im Herbst bei dir dann auch schöne Saftlinge wachsen

    beste Grüße

    Uwe

    Vielen Dank euch allen für die netten Kommentare.
    Wenn das Wetter passt sind wir hier im Süden schon ganz gut dran.
    Eigentlich hatte ich heute noch auf den Kaiserling gehofft, der kommt im selben Gebiet vor,

    macht sich aber noch rarer wie die Rotporer.

    Hallo zusammen,
    Hier am Bodensee brummt es richtig

    Erstmal was gewöhnliches , Sommersteinpilz, Boletus reticulatus



    Mit gelben Poren, Caloboletus radicans zur Zeit recht häufig


    Hemileccinum depilatus, gefleckter Röhrling auch der hat ein gutes Jahr


    Jetzt die Rotporer

    Rubroboletus satans, Satansröhrling

    und noch ein Baby dazu


    Ein enger Verwandter, Rubroboletus rhodoxanthus

    Einer war schon rausgekickt, also kann man mal ein Schnittbild machen


    normale Netzhexen gab es natürlich auch, diesen halte ich aber für Suillelus mendax


    Das Highlight heute war aber eine neue Fundstelle von
    Imperator rhodopurpureus ( oder luteocupreus)

    Da hätte ich gerne mal ein Expertenmeinung, vielleicht liest Jürgen Schreiner ja mit


    und noch Babys davon


    So das wars erstmal

    Hoffentlich geht das Pilzjahr so weiter


    Pilzige Grüße vom Bodensee


    Uwe

    Hallo Tobias,

    hast du denn die namensgebenden netzig angeordneten Flöckchen/Pusteln auf dem Stiel am Lamellenansatz gesehen.
    Am besten mal mit der Lupe überprüfen.

    Hutfarben und Lamellen passen sehr gut zu R.aurora ( velutipes), dem Netzflockigen Rosatäubling


    Gruss

    Uwe

    Hallo Pablo,

    Zu den Pilzen kann ich nichts beitragen, werde aber zukünftige Filzröhrlingsfunde mal näher anschauen

    Dem Baum vergleiche mal mit der Feldulme, Ulmus minor

    Gruss

    Uwe

    Hallo Chris,

    falls du am Samstag noch in der Gegend bist., komm um 9:00 Uhr zur Pilzlehrschau nach Hornberg

    Da trifft sich der Mykologische Arbeitskreis "mittlerer Schwarzwald"

    Wir gehen erst mal auf Exkursion und sind anschliessend in der Pilzlehrschau zum Pilze bestimmen.


    beste Grüße

    Uwe

    Hallo Dieter,

    Ohne die Makro Chemie kommst du bei den Phlegmacien nicht weiter
    Die sind ein Muss , bei der Bestimmung.

    Die Mikroskopie dient meist nur der Verifizierung

    Oft gibt es dann immer noch Zweifel, deshalb sind sie bei vielen so unbeliebt ;)
    Ich lasse mittlerweile jedes Jahr kritische Funde, die mich interessieren, sequenzieren.
    Dann wird das ganze klar.

    Falls du also die Möglichkeit hast, dann wäre das die einzige Chance dem Pilz den richtigen Namen zu verpassen
    Am Ergebnis wäre ich natürlich auch interessiert


    Zu C. largus : der gehört ja in die Gruppe um variecolor , da steckt es schon im Namen , diese Arten verändern ihre Farbe. Nur junge Pilze zeigen diese Violetttöne am Hutrand , das geht bald komplett verloren
    Mein Tip mit C. largus war nur ein Vorschlag , es gibt da noch mehr ähnliche Arten

    Gruss

    Uwe

    Hallo Dieter,

    da hast du wohl recht , auflösen lassen wird sich das nicht mehr
    Ich hatte das Velum Muster auf dem Stiel gerade umgekehrt interpretiert
    Gelbe Velum Gürtel auf rotbraunem Stiel.
    Bei den Lamellen erwarte ich bei einem Hautkopf deutlich leuchtendere Farben


    Gruss

    Uwe

    Hallo Dieter,
    Vielen Dank für die tollen Bilder und ausführlichen Beschreibungen


    Zu deinem Schleimkopf habe ich eine kritische Nachfrage.
    Wie bist du in Funga Nordica auf den Schlüssel H gekommen.
    Hast du die KOH Reaktion im Fleisch getestet ?

    Im Text finde ich keine Bemerkung

    Ich hätte bei deinem Fund eine gelbe KOH Reaktion im Fleisch erwartet.


    C. variiformis ist eine mediterran verbreitete Art.
    Ludwig schreibt: strikt mediterran unter Steineiche und Cistrose


    Deinen Fund hätte ich mit C. largus verglichen.

    Sporenmasse passen exakt , es müsste halt die KOH Reaktion im mittleren Hutfleisch getestet werden.

    Übrigens ist C. largus auch eine vielgestaltige Art.
    Aufgrund von Gen-Sequenzierungs Ergebnissen wurden insgesamt 18 Arten ( hauptsächlich der Franzosen) kassiert und zu C. largus gestellt


    beste Grüße

    Uwe

    Hallo zusammen,

    Für R. sardonia sind die Lamellen nicht gelb genug und auch die Hutfarbe stimmt nicht

    Also sind wir in der Gruppe um R.queletii und im Süden ist da R. torulosa unter Kiefern wohl die häufigste Art

    Entsprechend kann das gut R.torulosa sein

    Hier ein Bild aus Italien mit den verschiedensten Farbvarianten von Torulosa


    Gruss

    Uwe