Alles anzeigenHi.
Ob man die nun übrigens "Osmoporus" oder wie gewohnt "Gloeophyllum" nennt, ist dabei noch das kleinere Problem, da kann man auch unterschiedliche Ansichten vertreten, wie ein Gattunsgbegriff in einem Fall zu definieren wäre.
Cinereomyces lindbladii wäre übrigens mikroskopisch wirklich ganz erhellend, weil der ein ziemlich einzigartiges Merkmal bietet: Man fertigt ein Präparat in Wasser an, wo man erstmal nicht viel sieht (wie bei allen Porlingen). Wenn das präparat was taugt, erkennt man aber immerhin in Wasser die dickwandigen, unseptierten Skeletthyphen. Lässt man nun von einer Seite KOH (3% reicht!) unters Deckgläschen strömen, kann man beobachten, wie sich diese Skeletthyphen beim Kontaakt mit der Lauge sofort und ziemlich vollständig auflösen.
Auch ganz nett: Bei den meisten Kollektionen sind diee Skeletthyphen ziemlich stark amyloid. Das kann man sogar schon makroskopisch nachweisen, indem man den mal quer durchschneidet und Melzer auf die schnittflächen packt. Sieht dann so aus:
Aber Achtung: Einige Antrodia - Arten (zB Antrodia xantha) haben ebenfalls amyloide Skeletthyphen. Oder auch Rhodonia placenta (= Oligoporus placenta), wobei das da keine echten Skeletthyphen sind sondern sklerifizierte generative Hyphen und die Reaktion oft fehlt oder undeutlich ausgeprägt ist.
Antrodia serialis (s.l.) hat keine amyloiden Skeletthyphen.
LG, Pablo.
Das muss ich noch ein paar mal lesen, bevor ich es kapiert habe. Klingt erst mal ziemlich kompliziert. Den Test mit Melzer könnte ich ja mal ausprobieren, wenn mich meine Beine wieder in den Wald tragen. Dass einige Antrodia -Arten ebenfalls amyloide Skeletthyphen haben halte ich für eine typische Fieshait der Pilze. Gar nichts ist so, dass es zu verallgemeinern wäre. Frau muss jeden einzelnen Pilz lernen. Das schaffe ich nie. Da hätte ich vor 60 oder wenigstens vor 50 Jahren anfangen müssen.
Eike hat’s gut. Hoffentlich bleibt er dabei.
