Beiträge von Wutzi
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Ach was, Habichts-Peter,

mir ist das höchstens... naja... vielleicht doch erst 30 Mal passiert.
...Wenn ich alle Pilze sicher bestimmen könnte, würde ich hier nicht die Experten mit meinen Fragen löchern müssen. Ich glaube, dass man auch mal falsch liegt, gehört dazu.
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Hallo Claudia,
ein sehr schwieriger Fall. Es ist nicht klar, ob diese Verfärbungen ein Grauen/Schwärzen oder ein wegen Hitze oder Trockenheit besonders starkes Bräunen sind. Große Probleme macht auch deine Angaben der Sporenpulverfarbe mit Cremeweiß (= nach dem Romagnesi-Code II), denn R. vinosa hätte nach dem Romagnesi-Code III, also Ockergelb.
Was kommt alles in Frage?
1) dein Vorschlag R. vinosa. Dafür spricht das Vorkommen im (montanen?) Fichtenwald, dagegen aber das zu helle (farblich wirklich richtig angegebene??) Sporenpulver. Wenn das wirklich R. vinosa sein sollte, könntest du es mit Sulfovanillin nachweisen, das du auf die Stielrinde schmierst, woraufhin sich ein leuchtendes Magentarot ergibt.
2) einer der Heringstäublinge. Dafür spricht das Bräunen, wenn es denn ein Bräunen wäre, sowie die von dir mit schwach blaugrün angegebene FeSO4-Reaktion. Dann müsste der Pilz allerdings zumindest schwach fischig riechen, außerdem ist auch für diese Option die von dir angegebene Spp-Farbe zu blass. Die im Fichtenwald wachsenden Heringe haben eigentlich auch ein wesentlich leuchtenderes Rot in der Hutfarbe.
3) der unter Laubbäumen vorkommende Honigtäubling (R. melliolens) bzw. sein Pendant aus dem Nadelwald (unter Tanne), Russula viscida, die sich beide auch durch starkes Bräunen auszeichnen und in der Tat ein sehr blasses Sporenpulver (Romagnesi-Code II) haben. Vom Aussehen des Pilzes scheint mir dies die am wenigsten wahrscheinliche Lösung zu sein, aber auch die anderen Optionen würden mich nicht zufrieden stellen.
Falls man mit einer Geruchsprobe und den Chemie-Reaktionen keine Klärung herbeiführen kann, wäre dies ein Fall für das Mikroskop (Huthautbestandteile, Sporenornament in Melzer).
FG
Oehrling
Hallo Oehrling,
Danke für Deine Anmerkungen
zu 1. Oh weh. Wieder erwischt. Hier habe ich falsch abgeschrieben. Ich hatte zwei Zettel- den vom potentiellen Stachelbeertäubling und diesen hier. Die Sporen von diesem waren ocker, sehr kräftig sogar.. Sorry, dass ändere ich gleich. Peinlich aber auch.
zu 2. Der roch kein bisschen fischig. Er war allerdings auch schon recht betagt, trocken und wurmzerfressen. Vielleicht verduftet der Fischgeruch im Alter? Sulfovanillin habe ich leider nicht. -Steht ab sofort auf meiner Besorgungsliste-.
zu 3. Ich suche mal nach den Resten auf dem Kompost. Vielleicht finde ich die Reste und komme ich dann der Sache näher.
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Hallo
Geruch nicht wahrnehmbar? Und "nur scharf"? An meinem Monitor erscheint der Stiel eher leicht rotbraun? Ist das so real?
Hallo Uwe, ein Geruch war definitiv nicht wahrnehmbar. Der Pilz war allerdings schon recht alt und sehr trocken. Der Stiel war rötlich überhaupt.
Alles anzeigenGuten Morgen Claudia,
Ohne mich weiter mit dem Pilz beschäftigt zu haben und mit dem Fundort und Aussehen würde ich zuerst
auf R. integra, Rotstieliger Ledertäubling tippen. Den Stachelbeertäubling kenne ich und er riecht deutlich nach
Stachelbeerkompot..

LG Brassella
Hallo Brassella, den Rotstieligen Ledertäubling habe ich ausgeschlossen, weil dieser Täubling scharf war. Ich hätte sonst noch auf die Option Dunkelroter Stachelbeertäubling getippt. Wie geschrieben, er war sehr alt, möglicherweise war das Dach schon etwas ausgeblichen.
Alles anzeigenHi,
an R. integra musste ich bei dem Fund auch zuerst denken, allerdings ist der mild und auch das Sporenornament passt nicht. Der hat deutlich höckrige Sporen. Mikrospoiere bitte mal die Sporen in Melzer Claudia. Dadurch ist das Ornament besser zu sehen.
Ansonsten noch eine Anmerkung von mir. R. olivacea ist der Rotstielige.

l.g.
Stefan
Hallo Stefan, da muss ich mal gucken, ob ich auf dem Kompost den eingetrockneten wiederfinde...
Alles anzeigenHallo Claudia,
rein aufgrund der von dir bereitgestellten Bild- und Wortinformationen komme ich als erste Idee bei Russula badia (Zedernholztäubling) raus. Für diese Option sprechen der scharfe Geschmack, das Vorkommen im montanen Fichtenwald, die braunrote Hutfarbe, das gelbe Sporenpulver (welches leider nicht wirklich farbecht und verlässlich dokumentiert ist) und nicht zuletzt die rosa überflammte Stielrinde. Du solltest mMn in dieser Richtung weiterforschen, also z. B. die Bestandteile der Huthaut mikroskopieren.
Ich möchte auch anmerken, dass man rein optisch R. integra sehr leicht mit R. badia verwechseln kann, sofern am Stiel kein Rot zu sehen ist (was hier freilich deutlich der Fall ist).
Für den von dir vorgeschlagenen Stachelbeertäubling (R. queletii) passt die Hutfarbe nicht, diese wäre ein ziemlich trübes, grünliches Violettrot, aber kein warmes Braunrot so wie hier.
FG
Oehrling
Hallo Oehrling,
Zedern gibts hier gar keine. Mich hat der Sporenabwurf so verblüfft, dass ich ihn fotografiert und hier vorgestellt habe. Der rechte Teil auf dem Objektträger hat sehr hell cremefarbene Sporen. Im mittleren und linken Bereich spielte der Abwurf ins Rosa. Was da passiert ist, kann ich mir nicht erklären. Die einzige Möglichkeit könnte sein, dass Reste von Kongorot auf dem Objektträger übrig geblieben sind. Aber ich hatte sie eigentlich abgespült.
Leider ist der Pilzrest schon auf dem Kompost. Ich muss sehen, ob ich ihn wiederfinden. Der Pilz war wirklich schon sehr alt und trocken. Könnte der Hut ausgeblichen sein und es sich vielleicht um Dunkelroten Stachelbeertäubling handeln?
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Danke für den Hinweis Uwe, bewusst angekratzt und die Stelle beobachtet habe ich ihn nicht. Aber dafür angeschnitten und sicher auch gedrückt. Farblich verändert hat er sich nicht. Hmm.....
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Moin, hier ist der zweite Täubling.
Fundort: unter Fichten, saurer Boden 500 m ü. NN
Geruch: nicht wahrnehmbar
Geschmack: scharf
Hut: ca. 6 cm Durchmesser, unter der Huthaut rot
mit FeSO4 rosa; mit Guajak blaugrün
Bei diesem Kandidaten bin ich mir sehr unsicher. Ich habe gelesen, dass der Stachelbeertäubling kalkhaltige Böden bevorzugt. Hier sind die Böden sauer. Seltsam fand ich den Sporenabwurf, aber
seht selbst. Vielleicht kommt der Dunkelrote Stachelbeertäubling infrage, oder es gibt eine andere Art, die ich übersehen habe. Wer kann helfen?
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Moin zusammen,
es gibt zwar keine Pilze, aber das heißt nicht, dass es gar keine gibt. Ein bisschen madiges Zeug, Schönfüße, Breitblättrige Rüblinge und Frauentäublinge haben in schattigen Nischen der Trockenheit getrotzt.
Zwei rote Täublinge, die ihre beste Zeit schon hinter sich haben, habe ich versucht zu bestimmen. Mein Bestimmungsvorschlag ist im ersten Fall der Weinrote Graustieltäubling. Würdet Ihr das bestätigen?
Fundort: unter Fichten
Geruch: ohne
Geschmack: mild
Hut: ca. 10 cm Durchmesser, unter der Huthaut rot
Bei Verletzung grauend
mit FeSO4 kaum; mit Guajak dunkel blaugrün
Sporenfarbe (edit: cremeweiß war ein Übertragungsfehler) ocker
Die FeSO4-Reaktion passt nicht, aber ich habe keinen passenderen Namen für den Pilz gefunden.
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Moin, seh ich genauso. So ähnlich gucken die jungen Rotrandigen Baumschwämme bei mir aus dem Holz. Aber vielleicht wird aus den Babys auch etwas Anderes. Mal hören, was die Experten meinen.
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Moin Norbert, die hatte ich auch mal, aber geblüht hat sie leider nie. Dafür hingen die Schlangenarme überall unordentlich herum
. Wunderschön. -
Hallo Heide,
endlich Regen! Endlich Pilze! Das Foto von der regennassen Heckenkirsche macht so Lust auf Wasser. Ein toller Beitrag und um die Eichhasen beneide ich dich auch. Die habe ich noch nie gesehen. Schön dass Du uns die Bilder zeigst.
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Hallo Nobi, feine Ausflugsbilder zeigst Du uns. Ein Glück, dass wir sie doch noch sehen können. Es wäre jammerschade gewesen. Beeindruckt hat mich vor allem diese transgalaktische Riesenschrecke. Die sieht aus, als wäre sie nicht von dieser Welt. Aber die Landschaft ist einfach nur schön. Danke fürs Zeigen.
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Hallo Peter, klasse Nachschlag! Das ist wieder wundervolles Krabbelzeug. Der Baumweißling ist ja eine Schönheit, der ist mir noch nie über den Weg geflogen - oder er war zu weit weg. Vielen Dank fürs Mitnehmen.
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Wutzi, ich weiß auch, daß der Regen letzte Nacht nie zu Pilzen führen wird, viel zu wenig, aber man wird mal erinnert , was Regen ist, bevor man diese Erfahrung (-; gänzlich vergißt .Ich habe letzte Nacht die Fenster offen gelasssen- mir war es echt egal, ob es vielleicht etwas reinregnete- Tapeten? Sch... drauf. Es roch sogar nach Regen.. Ich konnte nicht anders.
Ich gehe zur Zeit nicht in die Wälder.- Wenn ich mir kein neues Hobby suchen sollte, wäre das sinnlos.
Ach Safran, das Geräusch möchte ich zu gern wieder einmal hören. Bei uns am Haus fließt ein Bächlein vorbei. normalerweise hört man das bei offenem Fenster. Inzwischen ist es verstummt. Kaum noch Wasser drin.
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was ist Regen?
Das ist ein Fluß zur Donau. Das erklärt auch die Nässe.
Oh danke Mausemann, das ist sehr weit weg, deshalb ist es hier so trocken

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Hallo Idefix, dann gib schön acht, dass die Feuchtigkeit im Keller bleibt und nicht bis in dein Fachwerk dringt. die Pilze die dann wachsen, sind nicht so nett wie das Hexlein. Das kann richtig teuer werden.
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Hallo Ben, es sollte sich um einen Schleimpilz handeln. Welcher das genau ist, werden dir die Spezialisten sicher gleich noch genau sagen können. Ich weiß nur so viel: Schleimpilze sind eigentlich keine Pilze: ein-superorganismus-von-schleimiger-intelligenz.html
Aber sie sind interessante Organismen.
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Hallo Thorben, so hat die Trockenheit auch einen tieferen Sinn. Ansonsten hätte ich Deinen interessanten Beitrag vor lauter Großpilzlektüre möglicherweise übersehen. Danke für’s Vorstellen, sehr lesenswert.
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Donnerwetter, so also sehen Pilze aus! Danke fürs Zeigen

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Hallo Steffen,
mit Deinem Fund machst du bestimmt ein paar Leute im Forum ziemlich neidisch. Der Nadelholz-Braunporling (ich nenne ihn lieber bei diesem Namen, weil er bei mir an Lärche und neben Fichten wächst), ist nämlich ein Färbepilz mit dem man Wolle färben kann.
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was ist Regen?
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Hallo Nobi,
als ich die Überschrift gelesen habe, wusste ich, dass ich gleich ein paar großartige Bilder zu sehen bekommen würde. Und: richtig! Ganz wunderbar hast du die Flattermänner und -frauen eingefangen. Hab vielen Dank fürs Zeigen. Ich sammle in Ermangelung von Pilzen auch gerade Tierchen für einen Thread
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Hallo beli,
eine schöne Gegend zeigst Du uns. Bei den Pilzfunden kann ich nur neidisch werden. Hier bei mir wachsen bislang nur Schönfußröhrlinge und Breitblattrüblinge und ein paar erbsenkleine Pfifferlinge. Nichts für die Pfanne. Die Maipilze sind völlig ausgefallen. Nichts an allen Fundstellen. Also Glückwunsch zu Deinen Pilzen!
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Hallo Peter,
ein himmlisches Plätzchen hast du Dir zum urlauben ausgesucht! Ich habe den Beitrag erst jetzt entdeckt. Die Bilder sind großartig - vom Drahtesel übers Widderchen bis zum gescheitelten Saftling. Ganz großes Kino! Vielen Dank, dass Du uns mit auf die Reise genommen hast.
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