Hallo Bernhard,
ich sehe auch klar den vorteilhaften Zusammenhang zwischen Wohlstand und sozialer Marktwirtschaft mit Kapitalpräsenz und den Bestrebungen zu Umwelt- und Naturschutz. Im tollen Sozialismus bleibt dafür nichts übrig, wie ich in früheren Zeiten erleben durfte. Da werden ganz schnell soziale Probleme und Fragen des Machterhaltes viel wichtiger.
Wer meint es müsse übers Knie gebrochen werden und einer "Ökodiktatur" das Wort redet, soll bitte auch sagen, wie er das repressiv durchsetzen will. Mit dem früher betonten Überzeugen hat es ja nicht so recht geklappt. Kommt nun die Klimapolizei?
Für mich ist Klimaschutz, so man denn einen abstrakten Begriff schützen kann, und Naturschutz, besonders Biotopschutz, oft eher gegensätzlich oder feindlich. Der einzelne Baum wird vehement beschützt, aber die Waldschneise fürs Windrad befürwortet und gut geheißen. Es lebe auch hoch der Energiewirt mit Raps, Getreide und Mais. Wer hat's erfunden?
Will man die Natur für den Menschen schützen oder will man die Natur vor den Menschen schützen? Mitunter ist ja auch die Natur vor sich selbst zu schützen oder ist es hier bei uns nicht eher eine Kulturlandschaft, die wir schätzen? Ohne extensive Beweidung, also Baumverbiß holt sich der Wald schnell die Saftlingswiese. Ökologie bedeutet Zusammenhang und Reaktion A führt wohl vermutlich zu Reaktion B und dann zu C ... Das Ganze dann auch noch chaotisch. Abschalten, auch des Menschen, hat auch seine Auswirkungen.
Ich bin bei diesen Dingen für eine starke Versachlichung mit Blick auf den Gegenstand um den es geht, weg von sich verselbstständigter Ideologie und Katastrophismus. Nutzen wir unser Potential nicht, um uns selbst zu bekämpfen und zu beschimpfen, sondern, um gemeinsam etwas Positives zu erreichen.
Beste Grüße
Stefan