Ich wundere mich immer, warum es so wenig aussagekräftige Untersuchungen über die Heilkraft von Pilzen gibt. Wahrscheinlich ist der Verkauf von Heilpilzen nicht so lukrativ, wie der von künstlichen pharmazeutischen Produkten. So ähnlich wie bei den Kräutlein...
Hallo Wutzi,
das Gegenteil ist richtig:
eine klinische Doppel-Blind-Studie ist richtig teuer. Das reduziert den Gewinn der pharmazeutisch hergestellten Arzneimittel. Daher machen das die Pharma-Firmen nur dann, wenn sie auch die Patente auf die Herstellung haben, und damit eine Krankheit behandelt wird, die relativ häufig ist, damit der Umsatz reicht, die Kosten der Zulassung wieder reinzukriegen.
Wenn Du dagegen Naturprodukte als Nahrungsergänzungsmittel vermarktest, kannst Du jeden wirkungslosen Mist für absurde Preise verkaufen. Da ist der Gewinn nach oben eigentlich nicht begrenzt. Stell Dir vor, Du züchtest Schmetterlingstrameten, und kannst sie unter dem klingenden Namen "Coriolus" für 377 Euro das Kilo verkaufen:
https://www.pilzshop.de/coriolus-pulver-kapseln
Da wird doch jeder Speisepilzzüchter und jederTrüffelsucher blass vor Neid...
Das heißt nicht, dass Pilze wie Chaga wirkungslos sind. Es bezahlt nur keiner die klinische Studie, weil man auf den Pilz kein Patent anmelden kann. Das sind m.E. die Kollateralschäden eines kapitalistisch organisierten Gesundheitssystems, aber das führt hier etwas zu weit...
Wolfgang
