Beiträge von Wolfgang P.

    Hallo Eule,

    Aber später werde ich sie mir nochmal bei einer schönen Tasse dampfendem Tee anschauen. Leider fehlt mir da der Querschnitt und die Messung, versuchen möchte ich es trotzdem...


    die Bestimmung zu Hause bei einer Tasse Tee vorzunehmen, ist auf jeden Fall die bessere Variante. Warum nimmst Du nicht je 2-3 Exemplare der unbekannten Pilzarten mit nach Hause? Den Querschnitt kannst Du da genauso messen, als nächstes wirst Du die Pilze 2h auf ein weißes Blatt legen um die Sporenpulverfarbe zu bestimmen, und wenn Dich der Myko-Virus noch stärker befällt, kaufst Du Dir ein Mikroskop...

    ;)


    Grüße,



    Wolfgang

    Hallo Frank,


    nein, rhodopolium riecht nitrös oder gar nicht.


    Gurke und Mehl gehören dagegen in die gleiche Geruchsgruppe - je nach Nase. Das würde also für lividoalbum sprechen - die Art kenne ich aber nicht gut.


    Leider haben beide fast gleiche Mikromerkmale - selbst mit Mikroskop würde man also kaum vorankommen.


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo Frank,


    bei so hellbraunen Rötlingen mit weißem Stiel wäre erstmal der Verdacht auf rhodopolium, was die häufigste und sehr variable Art ist.


    Dagegen spricht hier der Geruch nach Gurke, die relativ kompakten Fruchtkörper und die fehlende durchscheinende Riefung.

    Gegen lividoalbum spricht m.E. der recht helle Hut.


    Damit bin ich auch am Ende.


    Grüße,


    Wolfgang

    01. Ein Rötling mit braunem Hut und stark filzigem, blauem Stiel, für den Wolfgang im Feld sogar einen potentiellen Namen hatte - nur habe ich den vergessen.

    Weiß den noch jemand?

    Hi Pablo,


    Nr. 1 ist E.griseocyaneum - nicht nur "potentiell im Feld", sondern einer der wenigen unverwechselbaren.


    Du hattest doch auch noch einen Cortinarius aus der riederi-Gruppe?


    Davon hatte ich bis dato noch nix gehört, und gerade gestern kommt dann das neue JEC-Heft in's Haus mit einem ausführlichen Review der Sektion incl. Schlüssel...


    Gruß,

    Wolfgang

    Gab es eigentlich nicht mal einen sagenumwobenen Verwechslungspartner, den Clitocybe maxima (Riesentrichterling), den keiner sich getraut, irgendwo richtig einzuordnen? Von manchen gar als "Fantom des Waldes" bezeichnet wird? Für die einen ist das dieselbe Art wie der Geotropa, für die anderen eine Varietät, für noch andere gar der derselbe wie Leucopaxillus giganteus (Riesenkrempentrichterling) der wiederum von einigen als die gleiche Art wie Leucopaxillus candidus (Weißer Krempentrichterling) angesehen wird?


    Folglich wäre es also möglich, dass alle 4 Bezeichnungen den gleichen Pilz meinen... :gschock: ???

    Hallo Fredi,


    zu Clitocybe maxima sage ich nix, aber die Krempentrichterlinge sind definitiv eine andere Gattung.


    Gruß,

    Wolfgang

    Nachtrag:

    das, was Orton in der Originalbeschreibung von konradii beschreibt (Trans. Br. mycol. Soc. 43(2): 283 (1960)), entspricht m.E. dem, was bei 123pilze "Sternschuppiger Riesenschirmling" genannt wird (obere 2 Bilder).


    Sternschuppiger Riesenschirmpilz, Sternschuppiger Riesenschirmpilz, Essbarer Gartenriesenschirmling, Grobscholliger Riesenschirmling = MACROLEPIOTA FULIGINOSA (SYN. MACROLEPIOTA RHODOSPERMA, MACROLEPIOTA KONRADII, LEUCOCOPRINUS FULIGINOSUS)


    Also ein dunkler Vertreter des mastoidea-Komplexes, was aber keineswegs rhodosperma im Sinne von Vellinga wäre!


    In der unteren Reihe von "SternschuppigerRiesenschirmling" bei 123 geht es etwas durcheinander, das 2. Bild ist m.E. procera forma olivascens, erkennbar am grob genatterten Stiel und den grünlichen Flecken auf der Huthaut.


    Gruß,

    Wolfgang

    Hi Stefan,


    das müsstest Du Frank Dämmrich fragen... die grundsätzliche Frage ist ja, wie man in einer Datenbank mit Datensätzen umgeht, die im Nachhinein zu einem unklaren Taxon zugeordnet wurden. Verwerfen? Unter dem veralteten Taxon (das ja heute immer noch noch viel benutzt wird) belassen? Alles auf eines der beiden verbliebenen Taxa umschlüsseln?


    Wäre besser ein Thema für das DGfM-Forum.


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo an alle,


    konradii ist wohl ein "nomen dubium", also ein Name, bei dem nicht klar ist, was der Autor genau damit gemeint hat.


    Daher wurde der Name "rhodosperma" aus der Versenkung hervorgeholt, weil es der älteste Name für das m.E. recht gut bestimmbare Taxon ist, das hier im Bild gezeigt wird.


    Die in den Herbarien unter "konradii" abgelegten Funde gehören genetisch teilweise zu dem, der jetzt rhodosperma heißt (wegen des rosa Sporenpulvers), teilweise zum mastoidea-Komplex.


    M. mastoidea hat rein weißes Sporenpulver - solche Sternschuppigen sollte man also wohl öfter mal aussporen lassen...


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo Hagen,

    am besten fängst Du unter dem Mikro an zu suchen - sericeum hat isodiametrische Sporen, Schnallen und ein sehr auffällig inkrustierendes Pigment in der Huthaut. Und starken Mehlgeruch...


    Ohne Mikros wirst Du zu einer braunen Entoloma sowieso keinen Namen bekommen - mit oder ohne Buch. E. sericeum ließe sich aber mit dem Gröger schlüsseln, wenn Du Dir das antun willst. Ich würde es bei den 4 oben aufgeführten Merkmalen belassen...


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Adi,


    Dermocybe sanguinea wäre noch deutlich röter.


    Vergleiche mal mit Cortinarius anthracinus - ein Wasserkopf, der früher mal bei Dermocybe stand, weil er auch alkohol-lösliche Farbstoffe enthält.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo EarthwormJim,


    wenn Du nicht auf die Sporenpulverfarbe warten willst: Schüpplinge sind entweder gelb oder schleimig am Hut (oder beides).


    Du zeigst einen perfekt typischen dunklen Hallimasch. Von dem würde ich übrigens keinen Geschmackstest machen, weil roh sehr giftig.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo Malone,


    wenn Du ein Mikroskop hast, kannst Du immerhin noch die Untergattung bestimmen, anhand der Form der Cheilocystiden.


    Hat er keine Cheilos, kannst Du ihn grundsätzlich gar nicht bestimmen, denn das Fehlen des wichtigsten Bestimmungsmerkmals in der Gattung liegt bei verschiedenen Arten im Bereich der normalen Variabilität.


    In der Gattung wurden 380 Namen gültig publiziert, und niemand weiß, welche 80% davon Synonyme zu welchen erstbeschrieben Arten sind.


    Du könntest mit dem ganz dunklen Pilz aber Glück haben und er ist in der Sektion von M. excissa, in die Antonin etwas taxonomisches Licht gebracht hat:

    (PDF) Molecular phylogenetics and taxonomy in Melanoleuca exscissa group, (Tricholomataceae, Basidiomycota) and the description of M. griseobrunnea sp. nov.


    Plant Syst Evol (2017) 303:1181–1198

    DOI 10.1007/s00606-017-1430-y



    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo Fungi-Troll,


    lass mal auf ein weißes Blatt aussporen wegen der Sporenpulverfarbe.


    Ich könnte mir was um den Horngrauen Rötelritterling (Lepista panaeolus) vorstellen.


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo Naturgucker,

    an der Sporengröße kannst Du brunneum und rachodes nicht trennen. Die Sporen sind fast alle abgestutzt, was eher zu brunneum passt.


    Der komplexe Ring und die fehlende Knolle sprechen hier klar für rachodes, aber könntest Du bitte auch Bilder der Cheilocystiden einstellen?


    Bei brunneum langgestreckt keulig, bei rachodes breit keulig bis fast kugelig.


    Gruß,

    Wolfgang

    Und Gaukler, danke für den Hinweis, normalerweise nehme ich nur Pilze die ich kenne, Steinpilze, Maronen, Schirmpilze, Krause Glucke, Wald- und Wiesenchamignons, letztere aber nur mit typischen Chamignong Lamellenfarben.

    Hallo romo,

    da ist schon ein gefährliches Missverständnis mit dabei:


    Die häufigsten Vergiftungen sind mit Champignons. Echten Champignons - meist mit dem Karbol-Egerling. Weitere giftige Champignons sind wegen des Klimawandels in Ausbreitung. Wer sich bei Champignons mit dem weißem Knollenblätterpilz als Verwechslung auseinandersetzt, hat einen Wissensstand von vor 100 Jahren.


    Champignons kauft man im Supermarkt, aber für's Sammeln sind das definitiv keine Anfängerpilze! Finger Weg davon!!!


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo Heidi,


    die große Wiese zieht sich so über 1,5 km. Ich glaube nicht, dass wir danach noch woanders hin müssen. Am Ende der Wiese ist eine Bank, da hättest Du einen guten Überblick über die Grüppchen, die im oberen Teil der Wiese an verschiedenen Stellen im Gras knien.


    Wenn allerdings alle schon nach 100m mit der Kamera am Boden und dem Po in der Höhe in die Pilz-Anbetungsstellung gehen, müsstest Du Dir einen Campingstuhl mitnehmen.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo Saftlingsfreunde,

    auf der anderen Rheinseite, 20 km Luftlinie entfernt, habe ich heute die ersten 3 Saftlingsarten gesehen.

    Die Chancen sind also nicht schlecht, dass was kommt.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Wolfgang, beinhaltet der Pilzgewerbeschein bei Euch auch eine Ausnahmegenehmigung von der BundesartenschutzVO?

    Hallo Wutzi,


    ich kenne wie gesagt niemanden mit so einem Schein, aber die Rechtslage findet man in der BArtSchV §2, Abs. 1:


    >>Die nach Landesrecht zuständige Behörde kann im Einzelfall für die in Satz 1 genannten Pilze weitergehende Ausnahmen von den dort genannten Verboten zulassen, solange und soweit die Erhaltung der betreffenden Arten landesweit oder in bestimmten Landesteilen nicht gefährdet ist.<<

    Danach dürfen nach deutschem Recht prinzipiell für Steinpilze, Pfifferlinge und Morcheln Sammelgenehmigungen erteilt werden.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo an alle,


    ganz so einfach wie wutzi das darstellt, ist es leider nicht, denn in der Tat sieht das Gesetz Ausnahmegenehmigungen vor.


    Ob die wirklich vergeben werden, hängt wohl von der jeweiligen zuständigen Naturschutzbehörde ab - das kann in jedem Landratsamt (oder wer auch immer im jeweiligen Bundesland zuständig ist) unterschiedlich gehandhabt werden.


    Leider weiß ich es auch nur vom Hörensagen und kenne niemanden persönlich, der eine Genehmigung bekommen hat. Was ich gehört habe, kann man in manchen Gegenden den Antrag unter Angabe von einem Waldstück und einem Zeitraum stellen, und muss eine Gebühr bezahlen.


    Das meiste, was auf ebay verkauft wird, wird aber illegal sein.


    Grüße,


    Wolfgang