Hallo Schupfnudel,
für die Bewertung der Aussage in Wikipedia müsste man wissen, welches Gattungskonzept der Autor meint.
Die giftigen Arten in Deutschland bzw. solche, die wiederholt aber nicht immer zu Magen-Darm-Vergiftungen führen, wurden - glaube ich - alle nach Chlorophyllum (z.B. brunneum) oder Leucoagaricus (z.B. nympharum, bei 123pilze als Speisepilz bezeichnet) ausgelagert.
Für einen Speisepilzsammler ist das wenig beruhigend, wenn er die drei Gattungen makroskopisch nicht unterscheiden kann.
Wenn man sich auf die nicht-rötenden Arten mit doppeltem Ring und genattertem (auch fein genattertem) Stiel beschränkt, hat man zwar ein paar potentiell essbare Vertreter mit ausgeschlossen, aber auch das Risiko minimiert. Allerdings bin ich auch nicht up-to-date, ob bei uns mit dem Klimawandel mediterrane Arten mit dieser Merkmalskombination zu befürchten sind.
Gruß,
Wolfgang
P.S.: ich würde die Pilze im Eingangs-posting als konradii bezeichnen, was natürlich nicht als Verzehrfreigabe zu deuten ist.
