Beiträge von mollisia

    Hallo,


    "ricerca" heißt meines Wissens aber auch generell "(er-)forschen" und auch "aufspüren". Sinngemäß würde ich es mit "Pilze suchen und sammeln verboten" übersetzen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Pablo,


    also die Hymenialzystiden sind relativ ähnlich bei den beiden arten, aber die austretenden Hyphenenden in den Warzen/Zähnchen sind deutlich unterschiedlich: bis 200 µm lang bei Dacryobolus, unseptiert oder mit schnallenloser Sekundärsepte, meist harzig verklebt; dagegen unter 100 µm lang bei Alutaceodontia, aus mehreren Zellen bestehend die mit beschnallten Septen voneinander abgetrennt sind und sogar bisweilen etwas eingeschnürt an der Septe, nie mit amorpher harziger Masse.

    Makrosopisch ist Dacryobolus meiner Erfahrung nach viel zerstreuter warzig und ähnelt darin manchmal sehr Resinicium bicolor. Alutaceodontia ist dagegen ganz dichtwarzig, eher wie ein Xylodon rimosissimus z.B.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Thorben,


    ich würde mal mit Kneiffiella (floccosa) vergleichen oder Alutaceodontia alutacea. Kommt drauf an, ob die Hyphenende die aus den Spitzen rausstehen eher röhrig sind mit leicht verdickten Wänden oder eher septiert und dünnwandig. Falls es überhaupt solche Strukturen in der Spitze der Zähnchen/Warzen gibt, ich kanns auf deinen Bildern nicht gut genug erkennen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Claudia,


    bei 4 wäre ich mir mit Fichten-Zapfenrübling auch sehr sicher. Ich würde KiZaRü nicht völlig ausschließen wollen, aber plädiere sehr für FiZaRü


    1 dürfte einer der chlorigen sein, ob nun leptocephala oder silvae-nigrae oder gar stipata - oder vielleicht auch ein anderer der gar nicht chlorig riecht ....


    Bei 2 denke ich an Mycena maculata, wäre ich mir recht sicher


    3 hätte ich mal geschaut ob es nicht vielleicht Weißmilchende sind. In Betracht käme auch Mycena metata meiner Ansicht nach.


    5 halte ich sicher für den Buntstieligen, ganz typisch auf diesen Eichenstubben mit Cladonien, oft vergesellschaftet mit Eichenwirrling und/oder Umberbrauner Borstenscheibe


    6 ist Mycena flavescens, eine ganz häufige Art im Buchenlaub mit dem typischen Gelbstich in den Lamellen.


    7 halte ich für junge Glöckchennabeling. Wobei ich Chrysomphalina chrysophylla nicht völlig ausschließen möchte, wäre natürlich ein Knaller dann ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Nobi,


    Maisels war als ich noch in Stuttgart wohnte meine "Hausmarke", aber schon in Jena war das praktisch nirgendwo mehr zu bekommen - in Goslar schon gar nicht.


    Mit den Weißbieren der kleinen Brauereien habe ich bisher offenbar immer Pech gehabt, nur schlechte Erfahrungen gemacht. Falls sich mal jemand das Biertrinken abgewöhnen möchte, empfehle ich ihm das Weißbier aus der kleinen Brauerei im Pennickental in Jena-Wöllnitz. Unglaublich, wirklich! Hätte ich Apfelmost bestellt, es wäre mir nicht aufgefallen dass ich versehentlich Weißbier bekommen hätte ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Mit nur 400.000 Hektos und damit eine ganze Nummer kleiner kommt Maisels aus Bayreuth daher - und das schmeckt man meiner Meinung auch.

    So ist Maisels Weisse Original für mich eines der besten Weißbiere einer größeren Brauerei.:thumbup:


    Ein wirklich sehr gutes, sozusagen ein Spitzenweißbier, findet man wohl nur in kleinen Privatbrauereien, die nicht den Ehrgeiz haben, die halbe Welt zu beliefern sondern deren Biere aufgrund des geringen Ausstosses nur regional anzutreffen sind. Hier wird noch traditionell gebraut und man kann so manches Juwel entdecken.

    Hallo,


    war mir schon klar dass es jetzt ne Runde Paulaner-Bashing setzen würde, aber ich musste mich ja irgendwann mal outen, dass ich das ganz gerne trinke. Selbst wenn alternativ ein Erdinger zu Hand wäre. Andechser gibt's hier leider net.

    Genau Paulaner und gscheits Weißbier in einem Satz zu nennen ist Blasphemie. ==Gnolm7==Gnolm10

    sagt ausgerechnet der Sachse .... :giggle::giggle:


    LG, Andreas

    Hallo,

    Wichtig ist mir aber, dass man den nützlichen wissenschaftlichen Hintergrund bei der Beschäftigung mit Pilzinhaltsstoffen erkennt auch wenn dies oft von Geschäftemachern esoterisch missbraucht wird. Pilze sind nun mal chemische Wunderfabriken und voller Geheimnisse und Geheimstoffe.

    ja, bei allem Geflachse hier ist das ein wahres Wort, das ich voll unterschreiben kann!

    Wobei ich so naiv bin und glaube, dass niemand hier in Frage stellt, dass es in Pilzen teilweise sehr wertvolle Inhaltsstoffe gibt, und auch dass wir noch vieles in Pilzen entdecken können was dort noch schlummert.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Christoph,

    Tja, Pech gehabt. :giggle:

    Ein gutes Hefeweißbier schmeckt aber immer, auch ohne Unterhaltung von außen ^^

    Wobei: gibt's in Thüringen überhaupt a g'scheids Weißbier:?::saint:

    also ja natürlich - halt importiert aus Bayern ..... Wobei ich ja jetzt in Niedersachsen bin, aber selbst bis hierhin reicht der Mobilitätsradius von Paulaner ^^


    beste Grüße,

    Andreas

    Och menno, Christoph, jetzt hab ich mir grad ein Hefe eingeschenkt und die Chipstüte aufgemacht, und jetzt les ich dass es gar keine Fortsetzung gibt! ||

    Bissel schade aber schon auch :saint:

    Habe also bitte Verständnis dafür, dass ich auf Diskussion rund um Messtechnik nicht weiter eingehe. Ich bin raus aus dieser Diskussion (auf themanbezogene Inhalte von allen Seiten gehe ich gerne ein, aber nicht mehr auf das...).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Hallo,


    also ich meine auch dieses Erscheinungsbild zu kennen und würde viel auf Sistrotrema brinkmannii wetten. Makroskopisch finde ich die typisch für ne nicht mehr so ganz frische Kollektion, dazu die kurzen Wurstsporen, und Algen hab ich auch meistens mit im Präparat. Wenn die noch gammeliger werden dann ist oft auch noch viel amorphe Kristallmasse mit dabei.

    Klar, 100% sicher bin ich nicht, aber ich wäre doch deutlich verwundert wenn was anderes rauskäme.


    LG, Andreas

    Hallo,


    ja, definitiv Mollisia lividofusca.

    Die Art kommt zwar gerne auf Eiche vor, aber beileibe nicht ausschließlich. Vor allem recht hartes, eher trocken liegendes Holz wird besiedelt (auch Rose, Schlehe, alle Laubbäume), aber auch in der Streu liegende Kiefern- und Lärchenzapfen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Bernd,


    genau. Viele Merkmale genau wie bei anderen Flechten, z.B. komplett tiefblau auf Jod reagierendes Hymenium und solche Dinge. Das gibts bei inoperculaten Ascomyceten nur bei Flechten.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Christoph,


    ich erinnere mich nicht, mal eine Nadelwald-Rotkappe im Bayerwald gehabt zu haben. Da war ich wahrscheinlich immer zu spät dran. Jedenfalls kommen die bei mir im Thüringer Wald immer recht früh.

    Du magst recht haben, vielleicht habe ich nur vulpinum in variabler Ausprägung, aber dann sowohl unter Kiefer als auch unter Fichte.

    Hier mal ein Bild einer rein weißstieligen aus Fichtenwald und einer schon jung graustieligen aus einem anderen Fichtenwald.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Thorben,


    da kann ich Dir leider nix dazu sagen. KOH grün sehe ich nicht, sondern nur eine normale etwas mehr ins grau gehende Farbe nach KOH-Zugabe. Mag aber an der Aufnahme oder an meinem Monitor liegen. Die Sporen sind auch nicht so ganz astrein, ich glaube die Kollektion ist nicht so ganz optimal entwickelt. Aber jedenfalls spricht nichts dagegen, dass das in diesen "Mollisia olovaceocinerea-ss-Gminder-Komplex" gehört, aus dem inzwischen mehrere Phialocephalas beschrieben wurden. Welche davon, oder ob eine der noch unbeschriebenen Sippen aus der Gruppe - keine Ahnung .....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Christoph,


    puh, also das mit den Nadelwald-Rotkappen seh ich anders, ehrlich gesagt halte ich die nur für molekular trennbar (wenn überhaupt). In Thüringen sind diese Nadelwald-Rotkappen ja gebietsweise die häufigste Rotkappen-Art und ich hab insbesondere im Unterpörlitzer Wald schon mehrere hundert Fruchtkörper gesehen in den letzten 15 Jahren. Und da war wirklich alles dabei: schneeweiß im Stiel aber auch dunkel grauschuppig bei noch jungen Exemplaren, fuchsrote, braunrote, trüb rostbraune Hüte oder auch mal gelborange wie ne Birkenrotkappe, Stielschuppen schnell braunrötlich nachdunkeln oder auch bei alten Schlappen noch hell rauchgrau, Fleischverfärbung eher langsam bis grauviolettlich gehend oder innerhalb von 2 Minuten sofort so verfärbend. Rötend habe ich nie gesehen. Biotop ist ein relativ nährstoffarmer Kiefern-Fichtenwald mit auffallend vielen Kiefernbegleitern (Boletus pinophilus, Lactarius deliciosus, Suillus-Arten etc.), aber auch Fichtenbegleitern (Lactarius deterrimus, Sarcodon imbricatus etc.). Den von Dir oben angeführten Unterscheidungsmerkmalen nach hätte ich dort also einen Hybridschwarm von Leccinum vulpinum ss.str. und piceinum ... Diese Variabilität kenne ich von weiteren Standorten in Thüringen zwischen Eisenach und Rudolstadt von etlichen Standorten.

    Also dies ist einer der gar nicht sooo seltenen Fälle wo ich zwar die molekularen Ergebnisse als "Totschlagargument" akzeptieren muss, aber die morphologische Trennung für mich nicht nachvollziehbar ist. Ich kanns jedenfalls nicht.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ja, makroskopisch wäre das für mich Mollisia lividofusca und zwar so sicher dass ich es nicht mal mikroskopisch überprüfen würde.

    WENN Du es aber mikroskopisch überprüfen willst, dann ist in erster Linie das bräunliche Subhymenium ein einzigartiges Merkmal - allerdings nicht in jedem Fruchtkörper ausgeprägt. Das müsstest Du also noch testen. Das was auf dem letzten Bild braun ist, das ist das Excipulum (also die Außenschicht), aber das war die vielleicht eh klar.

    Du solltest deine Aperturblende weiter öffnen, um ein deutlicheres Bild zu bekommen. Momentan ist deine Tiefenschärfe zu groß und du bekommst dadurch kein klares zweidimensionales Bild (außer Mikrobild 4, das sieht ganz okay aus)


    beste Grüße

    Andreas

    Hallo Christoph,

    Ich fand da z. B. Trichoderma vs. Hypocrea nerviger. Klar, Trichoderma ist älter und muss daher eben verwendet werden, seit anamorphe Taxa auch zählen.

    Bei der Zusammenführung von Anamorphen-Gattungen und Teleomorphen-Gattungen ist ausnahmsweise mal die Prioritätsregel ausgesetzt, und es sollen von den Spezialisten der jeweiligen Gruppen die Gattungen ausgewählt werden, die die größere Bedeutung haben. Ich glaube irgendwo beim IF gibts da sogar ne Diskussionsplattform dazu.

    Im Falle von Trichoderma/Hypocrea trifft beides zu, Trichoderma ist sowohl älter als auch wesentlich bedeutsamer vertreten in der wissenschaftlichen Landschaft als Hypocrea, insbesondere im Bereich biologische Schädlingsbekämpfung.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Thorben,


    leider fehlt mir ein Überblick wie das Hymenium aufgebaut ist, und es ist auch nicht klar, wo im Fruchtkörper Schnallen vorhanden sind. Ich könnte mir vorstellen, dass es Athelia epiphylla s.l. ist. Dann müssten in den hymenialen Hyphen die Shcnallen fehlen und nur an den basalen vorhanden sein.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Christoph,


    >>Und das ist die Stärke von MycoBank - denn da steht das... Typus von Tapesia ist Tapesia fusca.<<


    ja, da hast Du recht, aber diese Information bekomme ich im Regelfall auch anderswoher ohne großen Aufwand. Ich würde mir das vor allem andersrum wünschen, dass bei Mollisia fusca steht "ist Typusart von Tapesia" oder "xy ist Typusart von Russula sekt. Decolorantes" ....


    beste Grüße,

    Andreas