Beiträge von mollisia

    Hallo,


    nach dem unlängst in Kraft getretenen Ausgangsstoffgesetz (EU-Verordnung 2019/1148, 01.02.2021) ist der Privatbesitz von sowohl Salpetersäure als auch Schwefelsäure in für die Pilzbestimmung geeigneten Konzentrationen verboten.

    Ich werde daher beide aus meinem Verkaufsangebot nehmen müssen.


    Für den Schäfferschen Kreuzungstest gibt es allerdings schon länger Alternativen. Sulfanilsäure scheint denselben Effekt zu haben, eventuell in Mischung mit Eisessig. Gerhard Pöppel (Regensburg) hat hierzu schon einiges ausprobiert: CHEMISTRY WITH FUNGI | Gerhard Pöppel | Research Project (researchgate.net)


    Für 65 %ige Schwefelsäure für Sulvovanillin weiß ich allerdings derzeit noch keinen Ersatz.


    beste Grüße,

    Andreas.

    Hallo,


    in der Ba.-Wü.-Flora sind auch zwei Funde an Fichte erwähnt.


    Trotzdem sind Funde an Nadelholz offensichtlich sehr große Ausnahmen und ich finde es gut wenn solche seltenen, aber gesicherten Substrate mal gepostet werden. Zumal von KIEFER ja soweit ich sehen kann noch nie berichtet wurde.


    besten Dank, Bernd!

    Andreas

    Hallo,


    ich sehe im Orginalthread auch nur zweikernige Sporen und würde das als S. binucleospora unterschreiben. Ich finde der Unterschied zu den vierkernigen auf den Bildern von Sebastian ist klar zu sehen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    geriefter Ring, frühe Erscheinungszeit, ein für Glockenschüpplinge eher gedrungener Habitus - da kommt wohl höchst selten mal was anderes raus als Ph. aporos. Lediglich Ph. blattaria habe ich auch schon mal recht früh gefunden, aber die kenne ich nur schlankstieliger.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich halte die "Sporen" für Algen und die besagte "Basidie" ist sicherlich ein abgerissenes Hyphenende. Die gezeigten Hyphen sind allesamt Skeletthyphen.


    Schmeiß weg, Du ärgerst Dich nur über vertane Zeit mit einem unbestimmbaren sterilen Pilzobjekt.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Ogni,


    die Bilder sind leider zu wenig aufgelöst um etwas dazu sagen zu können. Die Präparate müssen viel dünner sein und die einzelnen Elemente dadurch klarer und schärfer. So etwa wie die drei Zystiden (oder doch nur junge Basidien?) auf dem ersten Bild.

    Ob z.B. die gezeigte Basidie auf dem zweiten Bild wirklich zwei- oder doch viersporig ist, kann so nicht beurteilt werden. Auch ob diese Elemente Zystiden sind, insbesondere auf dem letzten Bild - weiß der Dachs.

    Das ist gerade bei Porlingen sehr schwierig, weil die schlecht zu quetschen sind, und man eigentlich sowieso möglichst nicht quetschen sollte. Zumindest nicht gleich .... Aber einen so dünnen Schnitt hinzubekommen bei Porlingen, ohne dazu eine Stereolupe zu nutzen, das ist (fast) unmöglich.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich zweifle etwas daran, dass die Schleimkappe zwingend vorhanden sein müssen, bzw. ihr Fehlen ein k.o-Kriterium für niveobadia bedeutet. Ich habe aus frühester Zeit einen niveobadia-Fund, den mir Manfred Enderle damals bestätigt hatte. Ob das natürlich den heutigen Erkenntnissen noch stand hält, ist fraglich. Was damals aber auffalend war, dass die Fruchtkörper einen deutlich schön gelbbraunen Randbereich hatten - ein Merkmal was auch Romagnesi beschreibt. Das zeigt der Fruchtkörper von Sebastian auch einigermaßen.

    Die Zystiden haben nach meinem Dafürhalten schon braune Auflagerungen, die durch das einfallen der SPitze halt deutlicher werden, weil mehrere Zellwände übereinanderliegen. Den Effekt hat man ja oft, dass zerknitterte Sporen z.B. deutlicher amyloid erscheinen weil mehrere Lagen Wand übereinander liegen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    die Prüfungsfragen sind inzwischen überarbeitet und bekommen gerade die letzte Durchsicht. Es hat sich nicht wirklich essentielles geändert, aber wir hoffen durch etwas andere Formulierung einige Fragen eindeutiger gemacht zu haben.

    Also keine Angst wenn ihr jetzt noch mit den "alten" Fragen lernt - die "neuen" werden kaum anders sein.


    Für Prüfungswillige die noch keinen Prüfungsplatz haben sei noch darauf hingewiesen, dass bei der großen DGfM-Jubiläumstagung in Blaubeuren auch PSV-Prüfungen (von Veronika Wähnert) angeboten werden. Die DGfM-Tagung lohnt sich sowieso, auch für angehende PSV, PilzCoaches und alle an Pilzen interessierte Leute. Wir werden einen großen "MArkt der Möglichkeiten" am Wochenende haben, mit vielen Ständen von allen möglichen Anbietern, Wollefärbern, Pilzzüchtern, Mikroskophändlern und ganz vielen die einfach etwas aus dem großen Bereich Pilze vorstellen, vorführen, zeigen wollen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich würde da zuerst mal an den Anemonen-Becherling (s.l.) denken, bei 3 cm Durchmesser. Scharbockskraut ist ja auf den Bildern vorhanden, da darf der ja wohl auch mal dran wachsen, oder? Sclerotinia sclerotiorum wäre deutlich kleiner, wie auch die meisten anderen Sklerotienbecherlinge.


    Gegen Peziza/Disciotis/Tarzetta oder andere operculate Ascomyceten spricht der gedrängte Wuchs und das offenbar vorhandene Sklerotium.


    Das iodnegative bin ich mir unschlüssig, weil ich nicht sicher bin, ob die schlauchartigen Strukturen auf den Mikrobildern auch wirklich Schläuche sind.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Raphael,


    ich kann mangels Erfahrung nicht beurteilen, in wie weit die L. glareosa tatsächlich Artberechtigung hat, oder nur eine besondere Form von lacrymabunda darstellt. Aber rein makroskopisch entspricht dein Bild ziemlich genau dem, was mir damals in Finnland als glareosa gezeigt wurde. Besonders fand ich auffallend die öberflächliche Ähnlichkeit mit Inocybe dulcamara, die natürlich nach dem Blick auf die Lamellen schon hinfällig war. Dazu die Farbe, die mehr an pyrotricha erinnert. Nie so groß werdend wie lacrymabunda und von der Ökologie her kein Nährstoffzeiger wie diese, sondern eher an nährstoffarmen Stellen vom Typ Pioniervegetation. Im finnischen Falle war es ein gekieselter Wegrand mit beginnenden Weidenbüschen, Begleiter waren z.B. eine Hebeloma-Art und Inocybe lacera.


    Ich würde das auch als "cf. glareosa" ablegen und warten, ob sich mal jemand (molekular) mit der Gruppe beschäftigt und versuchen den Fund in die Studie mit rein zu bekommen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    es gibt ja in Lacrymaria auch noch die pyrotricha, die farblich recht gut an deinen Fund rankommt. Und dann auch noch die ominöse glareosa, die man mir mal in Finnland gezeigt hat, und die Pioniervegetation bevorzugen soll.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    also limonius vermag ich in Nr. 6 auch nicht zu erkennen, wenn die Farben auch nur einigermaßen so waren wie auf meinem Bildschirm. Ich finde die im Gegenteil sogar so trüb, dass ich mir mit rubellus auch nicht ganz sicher wäre und eventuell eine Telamonie in Betracht ziehen würde. Allerdings sehen die Velumgürtel schon sehr stark nach rubellus aus ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich schließe mich an, insbesondere was den cf. anomaloochrascens betrifft,

    Einzig die beiden Dermocybe halte ich aufgrund der fehlenden klaren Gelbtöne beide für C. sommerfeltii, nicht für C. cinnamomeus.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Philipp,


    das bedeutet, dass das meiste was als Mollisia cinerea bezeichnet wird tatsächlich andere Arten betrifft. DIe halt etwas andere Merkmale haben. Und genetisch verschieden sind. Aber diese Kollektion sieht jedenfalls makroskopisch genau aus wie das, was ich als M. cinerea im originalen Sinne interpretiere. Auch das sehr frühe Erscheinen passt wunderbar dazu.


    Literatur gibt keine. Jedenfalls nichts zusammenhängendes.

    Vielleicht in zwei/drei Jahren.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,

    Andreas, kannst du mir das 21st Century Guidebook to Fungi besorgen oder soll ich woanders kaufen?

    ich hab mal angefragt.

    England als nicht-mehr-EU-Land ist vermutlich preislich weniger interessant und möglicherweise dann für Euch Endkunden billiger über Amazon zu beziehen. Mal schauen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,

    Hi Andreas


    Für die beiden Bände kann man durchaus 150€ bezahlen. In der Schweiz sogar bis zu Fr. 225 / ca. €200.

    ja, ich weiß. Insbesondere NHBS und Koeltz nehmen gerne etwas höhere Preise ....

    Aber da ich ein Ein-Mann-Nebenher-Unternehmen bin, sind meine Firmenfixkosten halt deutlich niedriger - keine Lohnkosten, keine Mieten .....


    beste Grüße,

    Andreas