Beiträge von Helmut

    "jetzt nach erfolgreicher Bestimmung ..."


    Servus Mario,


    wie hast Du denn die Art bestimmt? Ich nehme an, Du hast ins Mikroskop geschaut, denn sonst ist das schwierig. Kannst Du noch Angaben dazu machen? Vielleicht Mikro-Bilder einstellen?


    Was mich stört ist die Stielbasis. Normalerweise ist eine kleine weiße Knolle zusehen (Dt. Name u. a.: Weißknollchen-Risspilz). Makroskopisch sieht Dein Fund I. umbrina (hieß lange Zeit I. assimilata) schon recht ähnlich.


    Gruß


    Helmut

    Servus Rada,


    mit dem Risspilz hast Du Dir eine besonders schwierige Untergattung ausgesucht: Die Mallocyben, zu der auch I. dulcamara gehört, sind schwierig voneinander abzugrenzen und noch nicht endgültig bearbeitet. Dein Fund mit den auffallenden Velum-Resten sieht sehr interessant aus, allerdings nicht wie eine typische I. dulcamara. Kannst Du noch einen Längsschnitt durch einen Fruchtkörper machen und besteht die Möglichkeit, ihn zu mikroskopieren oder mikroskopieren zu lassen?


    Gruß


    Helmut

    Ja, das passt schon! Bereits das erste Bild sieht auch typisch aus. Gefunden habe ich die Art bisher immer in Parkanlagen auf besseren Böden über Kalk (ist hier offenbar auch der Fall), während ich L. aquizonatus nur von sauren, nährstoffarmen Sandböden kenne. Das entspricht nicht ganz den Angaben in der Literatur, wo ebenfalls Kalkboden zu lesen ist. Mein letzter Fund von aquizonatus stammt von letztem Samstag (siehe Foto). Ein weiteres Ausschnittbild aus 2005 hänge ich auch noch an


    Gruß


    Helmut



    Servus Karl,


    also die Mikroskopie könnte noch durchgehen für I. maculata, auch wenn die Cheilos schon auffallend oft ein wenig spitz auslaufen (könnte schon ein Merkmal sein).


    Aber es fehlt der typische Geruch und - wie gesagt - die Beflockung am Stiel gefällt mir gar nicht. Ich würde deshalb I. maculata ausschließen. Ich hänge mal noch ein Foto an, das von oben gesehen ähnlich ist, aber die typischen maculata-Stiele zeigt.


    Leider habe ich für Deine Kollektion keinen Namen zur Hand. Bleibt nur noch I. rimosa s. l. (bzw. fastigiata s. l.). Solche sehr gut dokumentierten Aufsammlungen wie Deine könnten aber noch wichtig werden.


    Gruß


    Helmut

    Servus Karl,


    rein optisch ist I. maculata ein Chamaeleon. Wichtig sind Geruch und Mikroskopie. Wie sieht es denn damit aus?


    Was mich mehr stört, ist die Beflockung am Stiel, die bei I. rimosa s. l. normal ist, bei meinen I. maculata-Kollektionen aber bisher so noch nicht zu beobachten war.


    Einschränkend muss ich hinzufügen, dass die Rimosae noch eine große Baustelle sind. Eine große Zahl an Fotos und Exsikkaten hat mir auch noch nicht geholfen, Ordnung in dieses Chaos zu bringen. Und sogar in der Verwandtschaft von I. maculata gibt es z. B. auch noch Arten wie I. armoricana, deren sichere Abgrenzung nicht einfach ist.


    Da setze ich Hoffnung auf das tolle Projekt von Ditte und Bernd mit der DNA-Sequenzierung. Vielleicht kommt da mehr Licht ins Dunkel.


    Gruß


    Helmut

    Servus Pablo,


    da kann ich mich Ditte in allen Punkten nur anschließen. Wirf aber doch nochmal einen Blick ins Mikroskop. Es würde mich nicht wundern, wenn ein nennenswerter Anteil der Hymenialzystiden mehr oder weniger kopfig wäre und/oder oben ein wenig abgeflacht (nicht alle). Ich hänge mal ein typisches Mikrobild an. Deine Fotos erinnern mich an witterungsgeschädigte I. griseolilacina, die ich so ähnlich auch schon gesehen habe. Die sollte dann aber frisch und unverletzt auch eine Pelargoniumkompenente im Geruch gehabt haben (auch ein wenig beim Trocknen).


    Sind die Zystiden nicht wie beschrieben, habe ich sonst auch keine Idee.


    Gruß


    Helmut