Beiträge von Helmut

    Servus Steigerwaldpilzchen,

    hilfreich wären auch Neben der Sporengröße auch Angaben zu Länge und Breite der Zystiden, Wandstärke der Zystiden etc. Rein vom Optischen her käme hier evt. Inocybe tarda in Frage.

    Gruß Helmut

    Servus,

    nach Basso 1999 (Fungi Europaei) werden die beiden Arten über das Pigment ausgeschlüsselt: "extracellular, encrusting, granular" bei L. violascens und "intracellular, vacuolar" bei L. luridus. Außerdem sind noch einige makroskopische Details beschrieben (z. B. ziemlich deutliche dunkle Zonierung bei L. violascens, dunkle Punkte, irregulär und konzentrisch angeordnet bei L. uvidus).


    Gruß Helmut

    Servus,


    ich kann mich da nur anschließen. Die Farben sind auch bei R. torulosa wenig verlässlich. Ohne Mikroskopie, Geruch, Geschmack etc. würde ich mich diese nicht von ähnlichen Arten abgrenzen trauen. Ich habe einen Standort in einem Park unter Pinus nigra, an dem die Art fast jedes Jahr erscheint (mikr. & makr. abgesichert). Davon ein paar Fotos aus verschiedenen Jahren und Jahreszeiten.


    Gruß Helmut



    Servus Pablo,


    ja, die Art ist von der Hutfarbe und -struktur her sehr variabel. Gestalt und Stiel sind da konstanter, am zuverlässigsten ist die Mikroskopie. Und am liebsten scheint sie an grasigen Stellen bei Birke und Pappel zu wachsen.


    Gruß Helmut

    Servus,


    ich werfe mal Inocybe curvipes in den Ring. Bei nassen Hüten ist manchmal eine Beschuppung nicht mehr gut zu erkennen. Standort und Mikroskopie passen, besonders der "Appendix" an der Zystidenspitze.


    Gruß Helmut

    Servus Beli,


    üppige Funde! Habe heuer noch gar keine Morcheln, Lorcheln, Verpeln etc. gesehen.

    Könnte es sein, dass sich da zwischen den Verpeln ein paar Käppchen-Morcheln eingeschlichen haben? Die mit den dünneren "Leisten" sehen danach aus.


    Gruß Helmut

    Servus Craterelle,


    der Risspilz sieht schon interessant aus. Hast Du niemanden in der Nähe, der mikroskopieren kann?


    Beim zweiten würde ich wegen der Erdreste an Hut und Stiel einen Schleimfuß in die engere Wahl nehmen (Cortinarius, Myxacium). Zur genauen Art habe ich allerdings keine Idee, bei den mediterranen Pilzen bin ich nicht sehr bewandert.


    Gruß Helmut

    Servus Claus,


    zwar recht dunkel auf der Scheibe, aber auch makroskopisch passt R. turci sehr gut. Der Geruch an der geriebenen Stielbasis nach "Heftpflaster" wäre ein Merkmal gewesen, das Dir bestimmt die Entscheidung erleichtert hätte.


    Gruß Helmut

    Guten Morgen Mario,


    ja das passt! Zwar sind die Frk. schon ein wenig älter und die violette Stielspitze ist nicht mehr zu erkennen (zumindest auf meinem Monitor), aber dieses Merkmal kann fehlen. Die Lamellen sollten - unter der weißlichen Schneide - mit einer bräunlichen Linie unterlegt sein, das ist aber am Mikrofoto der Cheilozystiden gut zu sehen (bräunliche Pigmentierung). Die Pleurozystiden sind typisch: Lang & schlank und deutlich gelb in KOH. Schön dokumentierter Fund.


    Gruß Helmut


    Hallo Claudia,


    Ob Preußen kommen dürfen, weiß ich nicht. Aber ösis sind willkommen :D


    Servus,


    dann fragt mal die, die dabei waren in Zeitlarn, wie schlimm es ihnen ergangen ist :cool: . Wir brauchen halt immer ein paar andere zum Tratzen :haue: . Wir Oberpfälzer halten uns da am Liebsten an die Franken (ich empfehle die Altneihauser Feierwehrkapelln zu "suchmaschinen").


    Ach ja: Schwammerln gab's auch, und nicht zu wenig. Und die Teilnehmer haben tolle Funde gemacht. Einige Beiträge gibt's auch im Bayernforum (http://forum.pilze-bayern.de/)


    Gruß Helmut

    Servus,


    für Risspilze finde ich noch ein bisserl Zeit zwischen den Terminen, unsere Tagung beginnt erst kommende Woche (die Bayerische am Stadtrand von Regensburg).


    Bei dieser Inocybe kommt auch noch I. amethystina in die engere Wahl, die ich ein wenig favorisieren würde. I. phaeocomis / cincinnata müsste deutlicher schuppig sein. Aber wie meine "Vorschreiber" schon zum Ausdruck brachten, ist bei der Vermutung ohne Mikro der Weg zu Ende. Irgenwo gibt es doch meistens eine/n im Umfeld, der/die mikroskopieren kann.


    Gruß


    Helmut

    Servus,


    das Exsikkat, das mir der Finder, Klaus W., geschickt hat, bestätigt den Verdacht: Es handelt sich tatsächlich um einen Risspilz, und zwar wie vermutet um Inocybe gigantea (zumindest was ich darunter verstehe). Neben den typischen Hymenialzystiden zeigen sich an der Lamellenschneide ungewöhnliche lange schmale Zystiden, z. T. wellig. Anbei ein Foto. Das zweite Foto zeigt dann die regulären Pleurozystiden.


    Vergleicht doch mal mit den Bildern auf Dittes Webseite (inocybe.org): Da passt diese Art makroskopisch schon besser als die ähnlichen I. melanopus, I. ayeri oder I. treneri. Danke nochmals fürs Zeigen, das ist in jedem Fall was seltenes.


    Die Art wird - sofern auch heuer wieder am bekannten Standort - auf der BMG-Tagung übernächste Woche bei uns live zu sehen sein.


    Gruß Helmut

    Servus,


    das dürfte schon eine Inocybe sein aus der Ecke um I. melanopus, erinnert mich am Meisten an I. gigantea. Dafür wäre aber schon die Mikroskopie wichtig. Gibt es ein Exsikkat?


    Gruß


    Helmut
    [hr]
    Hier noch ein Foto von einem Eigenfund. Gruß Helmut

    Bilder

    • gigantea_111030ck.jpg

    Servus,


    es gibt schon ab und zu Mykorrhiza-Pilze, die scheinbar an morschem Holz wachsen. Eine Erklärung wäre, dass das Mycel einfach durch das morsche Holz hinduch wächst (das Holz hält i. d. R. die Feuchtigkeit länger als der umgebende Boden). Bei den Risspilzen ist z. B. I. leptophylla bekannt dafür, das gerne zu machen. Gestern hatte ich eine vermeintliche I. flocculosa (noch nicht mikroskopiert) an morschen Stumpf-Resten einer Buche.


    Was mich aber hier bei Belis Fotos irritiert, ist das direkte Wachstum weiter oben am Stamm einer lebenden Buche. Könnte es sein, Beli, dass die ersten früheren Fotos in Basisnähe entstanden und nur die vom 7.9.17 weiter oben? Die letzten Fotos sehen nicht nach Inocybe aus.


    Gruß


    Helmut

    Das kommt davon, wenn man spätabends schnell noch einen Beitrag schreibt ohne genau auf die Texte zu schauen. Bei dem Risspilz hatte ich damals ja sogar mitdiskutiert. Was mich neben den fehlenden Rottönen (auf meinem Bildschirm) irritiert hatte war, dass ich die anderen Pilze alle nur aus sauren Nadelwäldern auf Sandböden kenne und I. adaequata nur von Laubbäumen auf besseren Böden oder über Kalk. Aber damals hattest Du ja geschrieben, dass der Risspilz am Straßenrand wuchs (wohl aufgeschüttet).


    Gruß


    Helmut

    Servus,


    der passt schon makroskopisch gut! Und solche Sporen sieht man selten in der Gattung - zumindest bei den mitteleuropäischen Risspilzen. Eine der schöneren Arten wie ich meine. Und schön, dass hier immer wieder Inocyben eingestellt werden.


    Gruß


    Helmut

    Servus Dieter,


    was spricht denn bei dem ersten Täubling gegen den Apfeltäubling? So kenne ich den auch, genauso wie Deinen späteren mehr orangehütigen.


    Dem Risspilz fehlen die typischen weinroten Farben für I. adaequata. Außerdem gehe ich davon aus, dass der auch im selben sauren Sandgebiet wuchs, wo adaequata i. d. R. nicht vorkommen kann. Es ist wohl ein Stern aus der unendlichen und undurchsichtigen Galaxie der unscheinbaren Rimosae.


    Aber in jedem Fall schöne Funde und super Fotos!


    Gruß


    Helmut

    Servus,


    I. bongardii dürfte schon passen. Schuppig fällt mir sonst nur tricolor ein, der aber insgesamt dunkler, düsterer sein sollte. Der Geruch ist hier schon nicht unwichtig.


    Gruß


    Helmut


    Servus,


    da schließe ich mich der Skepsis vom Stefan an. Ein nicht "struppiger" Hut, dafür mit anhaftenden Substratresten, gelber Stiel (stimmt die Farbe oder ist das verfälscht?) und solche Sporen passen nicht zu lacera. Habe aber spontan auch keine konkrete Idee. Ein Einzelfruchtkörper ist da auch ein bisserl wenig ... Aber schon ein interessantes Schwammerl.


    Gruß


    Helmut

    Da hast Du ja wieder zugeschlagen, Reiner! Noch oder schon wieder ganz schön was los bei Dir.


    Ich hoffe, wir sehen die Schwammerl-Ausbeute morgen beim Regensburger Pilztreffen wieder live.


    Gruß


    Helmut

    Servus Lorchel-Interessierte,


    vor drei Wochen fand ich kleinere Lorcheln auf einem liegenden, stark bemoosten Buchen-Stamm. Eine erste mikroskopische Untersuchung erbrachte Sporen bis ca. 24 x 9 µm, diese offenbar völlig glatt, ohne Wandverdickung oder Fortsatz an den Polen. Bestimmungstechnisch zu gar nichts passend. Es waren nur wenige Sporen zu sehen und die Asci zeigten sich weitgehend unreif. Also mal liegen und nachreifen lassen.


    Jetzt nach fast drei Wochen sahen die Sporen dann ganz anders aus: Bis ca. 32 x 16 µm, mit schwachem, sehr feinem Ornament und deutlichen Fortsätzen an der Polen. Jetzt passt alles recht gut zu Gyromitra gigas, der Riesenlorchel. Aber darf die wirklich auf Buche? In meiner spärlichen Asco-Literatur habe ich dazu nichts gefunden.


    Gruß


    Helmut



    Unreife Spore:


    Reife Sporen:

    Servus,


    der erste Risspilz müsste Inocybe tenebrosa sein, die schwärzende Stielbasis ist schon sehr auffallend. Ein kurzer Blick ins Mikroskop könnte das absichern. Zu den Risspilzen 2 und 3 sage ich ohne Mikro nix. Ansonsten schließe ich mich Pablo an.


    Gruß


    Helmut