Sehr interessant Raphael, danke fürs Update!
Gruß Helmut
Sehr interessant Raphael, danke fürs Update!
Gruß Helmut
Servus,
ich möchte mal gerne den Fokus noch auf die Ökologie legen. Was wachsen denn direkt daneben noch für Pilzarten?
Ich habe einen Standort unter alten Eichen (breiter Grünstreifen am Straßenrand) auf lehmigem, neutralem bis leicht basischem Boden, an dem ich seit den 1990er Jahren immer wieder einen Hexenröhrling mit sehr kleinen Flöckchen am Stiel finde, manchmal wirkt der Stiel fast glatt. Irritiert hat mich aber schon immer die Begleitfunga: Netzstieliger Hexenröhrling, Wurzelnder Bitterröhrling, Anhängselröhrling, Rauer Wulstling, Schwachfleckender Täubling (R. persicolor) und zahlreiche andere kalkliebende Arten verschiedener Gattungen. Den echten "Flocki" finde ich hingegen nur auf sauren Böden in Nadel- und Mischforsten, vor allem im ostbayerischen Grenzgebirge und dessen Ausläufern.
"Mein" xanthopus der Kollektion vom 05.08.1998 (siehe auch Foto) weist Sporen auf von (11,3) 12,0-15,5 x (4,0) 4,5-5,3 µm, Av. 14,08 x 4,75 µm, Q=2,6-3,4, QAv=2,97 (n=30).
Fotos von 1998 und 2018 hänge ich an.
Gruß
Helmut
Hallo Beli,
wenn es ein Albino des"normalen" Eierschwammerls ist, dann hat das keinen eigenen Namen, sindern ist einfach eine albinotische Form von C. cibarius.
Albinos haben aber im Normalfall überhaupt keine Pigmente, und auf Deinen Fotos scheinen doch schwach gelbliche Töne durchzuschimmern, sofern es keine Farbverfälschungen sind. Interessant wäre hier auch die Sporenpulverfarbe: Die müsste bei C. cibarius gelblich sein, bei einem Albino aber rein weiß.
Gruß Helmut
Servus Dani,
die größte Artenvielfalt in der Oberpfalz siehst Du nicht in den Wäldern, sondern in der Waldschänke Gasthof Pilz in Steinsberg (Gde. Regenstauf).
Da treffen sich die "Schwammerlnarrischen" (auch der Reiner) immer montags ab 18 Uhr. Infos unter https://pago-pilze.jimdofree.com/
Gruß Helmut
Servus,
makroskopisch und ökologisch m. E. eher I. grammata. I. grammatoides ist ein Pilz saurer, vor allem sandiger Böden, gerne bei Weiden, Erlen (mit Kiefern und Birken). In meinen Sammelgebieten ist I. grammatoides zerstreut, I. grammata selten (nur eine Kollektion aus einer Parkanlage, aber auch auf saurem Boden). Schöner Fund!
Gruß Helmut
Servus Cognacmeister,
also typisch sehen die gar nicht aus für T. albobrunneum und auch das Biotop passt eher nicht. Was bewegt Dich zu dieser Annahme? Waren da auch andere Bäume, evt. ein wenig weiter weg?
Gruß Helmut
Hallo Frank,alle Rentner welche kenne, haben noch weniger zeit als vor der Rente...
Viele Grüße,
Steffen
Servus Steffen,
ja das kenne ich auch, aber Du kannst Dir dann aussuchen, wofür Du Deine Zeit verwendest! ![]()
Gruß Helmut
Servus,
T. acerbum wächst im "besseren" Laubwald auf Kalk, T. roseoacerbum auf sauren Böden. Mir ist letzterer leider erst einmal begegnet (Exsikkat vorhanden), und das war im Oktober 2009 in einem Mischwald mit Kiefern auf saurem, trockenem Sandboden im Bayerischen Wald.
Leider ist der Fund nicht in Pilz-Deutschland.de gemeldet, da damals noch als "cf." bestimmt.
Gruß Helmut
Servus,
zu "meiner" Zeit (1980er Jahre) musste ich noch von der Oberpfalz bis in den Schwarzwald fahren für die Prüfung. Ich war noch in Ausbildung, hatte kaum Geld und habe vor der Prüfung dann nur 2 Tage am Seminar teilgenommen, um auch die dortige Funga kennen zu lernen. Übernachtet habe ich im alten VW-Bus (nahe null Grad - brrr!). Mehr sog i ned!
Gruß Helmut
Kuhröhrlinge - also sauer. Aber die Reizker auf diesen Bildern verfärben überhaupt nicht so weinrot wie die Schnipsel auf Deinen ersten Fotos! Die sehen jetzt eher aus wie L. deliciosus. Bist Du sicher, dass die exakt auf dem selben Fleck wachsen wie die ersten?
Gruß Helmut
Boden sauer oder basisch?
Servus, bei mir im Ort wächst radicans auch unter Eiche in einem Grünstreifen am Straßenrand, wo ich ihn seit 1998 beobachte (zusammen mit anderen interessanten Arten wie Boletus xanthopus oder B. appendiculatus (ja, bei mir heißen die alle noch Boletus :-)). Vereinzelt waren da auch leicht rosahütige dabei, aber mit brauner Subcutis, wie hier vom 03.08.2014.
Gruß Helmut
Hallo Phillip,
die Bestimmung erfolgte nach der Monografie von Beker, Eberhard & Vesterholt (Fungi Europaei 2016), und da spielen die Mikromerkmale eine wesentliche Rolle. Da steht auch, dass der Stiel und die Lamellen von H. fusisporum schwärzen "können". Ein Exsikkat aus meinem Garten von 2014 hat komplett schwarze Stiele, aber keine schwarzen Lamellen.
Da gibt's aber noch weitere Arten in der sacchariolens-Gruppe. Funde sind halt wohl "mikroskopierpflichtig".
Gruß Helmut
Servus Karl,
da hat's ja richtig gebrummt! Zumindest im Vergleich zu hier. Könnte Dein Phlegmacium "am Rand eines Buchenbestandes" Cortinarius luhmannii sein? Scheint mir gut zu passen.
Gruß Helmut
Servus,
erythropus und xanthopus haben - zumindest bei mir - unterschiedliche Standort-Ansprüche, die kommen nicht zusammen vor. Auch scheinen mir die Flocken zu grob zu sein für xanthopus.
Gruß Helmut
Servus Andreas,
wenn da auf dem Hut unter dem rosa Sporenstaub leicht graugrünliche Töne zu sehen sind (wie ich meine) und wenn die dickwandigen Zystiden an den Enden Haken haben (ist nicht eindeutig zu sehen), würde ich Pluteus salicinus in den Ring werfen.
Gruß Helmut
Servus,
das schlechte alpine Pilzjahr kann ich auch bestätigen. Ich habe noch nie so wenig Kollektionen da oben gefunden wie heuer. Letzte Woche war es gerade mal eine Lycoperdon-Art, während es weiter unten im montanen Bergmischwald viel besser aussah.
Gruß Helmut
Ja, so mach ich's auch gerne! Und vorher die Wetterlage studieren, denn die alpinen Zeitfenster sind meist sehr eng, das Wetter ist da droben extrem. Wenn nur ein paar Tage die Sonne scheint (UV!) und der Wind bläst (macht er immer), sind gleich die kleinen Frk. vertrocknet.
Gruß Helmut
Hallo Raphael,
Glückwunsch zu der Artenvielfalt! Da war ich heuer wohl zur falschen Zeit in Urlaub. Mitte Juli war ich zuletzt alpin unterwegs und konnte nur einige wenige Kollektionen einsammeln. Ich hoffe mal, dass die Saison da oben noch länger geht und nicht wie so oft Ende August / Anfang September durch Frost beendet wird.
Gruß Helmut
Servus, ich bin auch für H. peckii, H. ferrugineum würde ich ausschließen. Am Fundort war vermutlich Kalk im Boden, H. ferrugineum kenne ich nur von sauren Böden, v. a. aus Sandkiefernwäldern.
Gruß Helmut
Servus an alle, die noch in der Nähe wohnen! Wer es noch nicht wissen sollte: Die Pilzkundliche Arbeitsgemeinschaft Ostbayern (PAGO) trifft sich in Regenstauf jeden Montag ab 18 Uhr, und zwar im Ortsteil Steinsberg in der Waldschänke Gasthof Pilz. Einfach mal vorbeischauen. Da liegen meistens auch einige Raritäten auf dem Tisch.
Gruß Helmut
